INSM Blog http://blog.insm.de Ökonomie verstehen Fri, 21 Nov 2014 08:55:39 +0000 de-DE hourly 1 5 vor 10: Deflation, EZB, Banken, Produktion, Japan http://blog.insm.de/10507-5-vor-10-deflation-ezb-banken-produktion-japan/ http://blog.insm.de/10507-5-vor-10-deflation-ezb-banken-produktion-japan/#comments Fri, 21 Nov 2014 08:55:39 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10507 weiterlesen]]> In den Linktipps am Freitag: Warum Deflation nicht immer gefährlich ist, die EZB vor der Wahl zwischen Pest und Cholera steht und das Bankensystem in Europa noch immer nicht krisenfest ist. Außerdem geht es um die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung unn darum, was Japan von Deutschland lernen kann.


1. Hurra, endlich Deflation
(rolandtichy.de, Roland Tichy)
Die Europäische Zentralbank sieht in breitflächig sinkenden Preisen eine Gefahr für die Wirtschaft und versucht deshalb mit allen Mitteln, die Deflation zu bekämpfen. Aber ist es wirklich eine so schlechte Nachricht, wenn die Energiekosten sinken und Smartphones billiger werden? Roland Tichy meint: Auch wenn sich die EZB darüber ärgert, haben die Verbraucher allen Grund, sich über die steigende Kaufkraft zu freuen.

2. Euro-Rettung rutscht in einen Teufelskreis
(opinion-club.com, Thomas Schmoll)
EZB-Präsident Mario Draghi hat weiterhin die zentrale Rolle bei der Lösung der Eurokrise. Seine Entscheidung über Ankäufe von Staatsanleihen kommt dabei einer Wahl zwischen Pest und Cholera gleich. Greift Draghi stark ein, nimmt er den Krisenländern jeden Anreiz zu Reformen. Fährt er eine zurückhaltende Politik, riskiert er folgenreiche Verwerfungen an den Finanzmärkten.

3. Die Banken sind immer noch gefährlich
(faz.net, Christian Siedenbiedel)
Die meisten europäischen Banken haben beim Stresstest der EZB ein solides Ergebnis erzielt. Bedeutet das, dass Europas Finanzsystem vor einer neuen Krise gut geschützt ist? “Der Stresstest gibt darüber nur begrenzt Auskunft”, sagt der Ökonom Martin Hellwig. Auch bei der Bilanzprüfung der Banken gebe es große Bewertungsspielräume und “wie man damit umgeht, ist ein Politikum”.

4. Lokale Produktion ist rückschrittlich
(novo-argumente.com, Colin McInnes)
Die Drogeriekette dm stand in den vergangenen Tagen in der Kritik, weil sie die Produktion von Tragetaschen teilweise nach Indien verlegte. Der Fall zeigt: Vielen Konsumenten scheinen lokal hergestellte Produkte besser und ethischer. Colin McInnes argumentiert gegen die nur scheinbar vorteilhafte Produktion in der Heimat: “Letztlich würde dies einen gesellschaftlichen Rückfall in Subsistenzwirtschaft und Armut bedeuten.”

5. Japan sollte deutscher werden
(bloombergview.com, William Pesek, englisch)
Japans Wirtschaft steckt in der Rezession. Premierminister Shinzo Abe gelang es trotz seines ambitionierten Konjunkturprogramms bisher nicht, ausreichende Wachstumsimpulse zu setzen. Um die Kehrtwende zu schaffen, empfiehlt William Pesek den Japanern, sich stärker an Deutschland zu orientieren – vor allem, was die Innovationsfähigkeit und die Förderung des Mittelstands angeht.

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5 vor 10: Erbschaftssteuer, Inflation, Kaffeetrinken, Großzügigkeit, Musik http://blog.insm.de/10505-5-vor-10-erbschaftssteuer-inflation-kaffeetrinken-grosszuegigkeit-musik/ http://blog.insm.de/10505-5-vor-10-erbschaftssteuer-inflation-kaffeetrinken-grosszuegigkeit-musik/#comments Thu, 20 Nov 2014 08:55:59 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10505 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Warum die Wirtschaft das Verfassungsgerichtsurteil zur Erbschaftssteuer fürchtet, der Staat durch die kalte Progression Milliarden einnimmt und unbekannte Musiker trotz Internet einen schwereren Stand haben als früher. Weitere Themen: Kaffee-Meetings mit Fremden und das großzügigste Land der Welt.


1. Kippt das Gericht die Erbschaftsteuer?
(rp-online.de, Rena Lehmann)
Das Bundesverfassungsgericht wird voraussichtlich noch in diesem Jahr über die Erbschaftsteuer urteilen, die betriebliches Vermögen unter bestimmten Umständen weitgehend verschont. Experten fürchten, dass die bisherigen Regelungen gekippt werden. Politiker warnen vor einem “Ende der speziellen deutschen Kultur der Familienunternehmer”.

2. Wie der Staat klammheimlich seine Bürger ausnimmt
(welt.de, Martin Greive)
Bei Inflation steigen zwar die Löhne, aber auch die Preise. Reicher wird dadurch niemand, aber dennoch verlangt der Staat mehr Geld. “Kalte Progression” nennt man dieses Phänomen im Steuersystem. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt, wie hoch die zusätzliche Belastung ist: Ein Single mit 54.000 Euro brutto muss bei 1,5 Prozent Inflation zwischen 2014 und 2018 über 1.000 Euro mehr Steuern zahlen.

3. Auf einen Kaffee
(capital.de, Lucy Kellaway)
Wer beruflich wichtig ist, wird mitunter oft von Fremden gefragt: Können wir uns auf einen Kaffee treffen? Lucy Kellaway hat ein zwiespältiges Verhältnis zu solchen Anfragen. Einerseits fürchtet sie, ihrer Zeit beraubt zu werden. Andererseits will sie auch nicht womöglich interessante Gesprächspartner vergraulen. Ihre neue Strategie: ein kurzes Meeting pro Woche und: “Es wird nach Laune ausgewählt.”

4. Wo die großzügigsten Menschen leben
(huffingtonpost.com, Eleanor Goldberg, englisch)
Sind reiche Menschen egoistischer als arme? Oder sind Wohlhabende sogar großzügiger, weil sie es sich leisten können? Die neue Ausgabe des World Giving Index vergleicht die Bereitschaft zu Spenden und gemeinnütziger Arbeit rund um den Globus. Das erstaunliche Resulat: Mit den USA und Myanmar landen ein sehr reiches und ein sehr armes Land gleichauf auf dem ersten Platz.

5. Ein Prozent der Musiker erzielt 77 Prozent der Einnahmen
(factually.gizmodo.com)
Das Internet bietet auch Musikern eine weltweite Bühne, die früher niemals einen Plattenvertrag erhalten hätten. Viele ehemals unbekannte Bands schafften online ihren Durchbruch. Dennoch bedeutet diese Entwicklung nicht, dass es für die Mehrheit der Künstler auch finanziell einfacher geworden ist. Im Gegenteil: Die populärsten Künstler bekommen mittlerweile einen noch größeren Teil der Branchenerlöse als früher.

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5 vor 10: Globalisierung, Gewinne, Öl, Rente, Nobelpreisträger http://blog.insm.de/10499-5-vor-10-globalisierung-gewinne-oel-rente-nobelpreistraeger/ http://blog.insm.de/10499-5-vor-10-globalisierung-gewinne-oel-rente-nobelpreistraeger/#comments Wed, 19 Nov 2014 08:55:33 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10499 weiterlesen]]> Heute in der Linktipps: Warum es einen “Peak Globalisierung” geben könnte, aber “Peak Oil” wohl ausfällt und warum die Gewinnmargen von Firmen nicht so bald schrumpfen werden. Außerdem: Wie wir die Rente retten, wenn wir den Kindern das Kommando geben und ein Wirtschaftsnobelpreisträger mit einem Hedgefonds kläglich scheiterte.


1. IWF und Weltbank warnen vor “Peak Trade”
(imf.org, Cristina Constantinescu, Michele Ruta, Aaditya Mattoo, englisch)
In den vergangenen zwei Jahren ist der Welthandel langsamer gewachsen als die globale Wirtschaftsleistung. Ökonomen des IWF und der Weltbank warnen mittlerweile davor, dass die Globalisierung ihren Höhepunkt bereits erreicht habe. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist China, das sich immer stärker auf seine Binnenwirtschaft konzentriert.

2. Der Mythos von den sinkenden Gewinnmargen
(wsj.de, Justin Lahart)
Seit Jahren heißt es, die Gewinne der amerikanischer Firmen würden bald schrumpfen – derzeit sind sie nämlich außergewöhnlich hoch. Doch nichts dergleichen passiert, was Justin Lahart unter anderem damit erklärt: Die niedrige Inflation setze die Unternehmen nicht unter Druck, in neue Anlagen zu investieren, welche die Margen kurzfristig schmälern würden – also sprudeln die Gewinne weiter.

3. Die Welt schwimmt in Öl
(faz.net, Winand von Petersdorf)
Der aktuelle Ölpreisverfall straft alle “Peak Oil”-Propheten lügen. Die Preise könnten noch weiter fallen, denn dank neue Technologien und Innovationen hat sich das Angebot deutlich vergrößert. Die Wirtschaft könnte davon profitieren. Nur Klimaschützer freuen sich nicht über den plötzlich so günstigen Rohstoff.

4. Gebt Kindern das Wahlrecht – und rettet so die Rente
(welt.de, Thomas Straubaar)
Die Große Koalition verteilt großzügige Geschenke an Rentner. Kein Wunder, denn die Älteren werden bei Wahlen immer entscheidender. Der Ökonom Thomas Straubhaar fordert deswegen, auch Jüngeren ein Wahlrecht zu geben. Nur so könne ein wieder ein machtpolitisches Gleichgewicht hergestellt und die Generationengerechtigkeit bewahrt bleiben.

5. “Warren Buffet ist eigentlich ein Heuchler”
(handelsblatt.com. Jürgen Röder, Oliver Stock)
Der Wirtschaftswissenschaftler Robert C. Merton hat den Nobelpreis gewonnen – und einen Hedgefonds in den Sand gesetzt. Der Mit-Entwickler der Black-Scholes-Formel spricht über Fehler, Risiken an der Finanzmärkten und dringende Reformen bei der Altersvorsorge in den Industriestaaten.

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5 vor 10: Rezessionsfolgen, Japan, Marktvertrauen, Putin, Facebook-Innovationen http://blog.insm.de/10494-5-vor-10-rezessionsfolgen-japan-marktvertrauen-putin-facebook-innovationen/ http://blog.insm.de/10494-5-vor-10-rezessionsfolgen-japan-marktvertrauen-putin-facebook-innovationen/#comments Tue, 18 Nov 2014 08:55:41 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10494 weiterlesen]]> Nach einer tiefen Rezession erholt sich die Wirtschaft schwerlich, Japan hätte nicht mit dem Sparen anfangen sollen und Facebook hat ein Problem mit Innovationen – was genau dahinter steckt, erklären wir heute in den Linktipps. Außerdem geht es um Wladimir Putins Auftritt im deutschen Fernsehen und um das Gutachten des Sachverständigenrates.


1. Wenn Rezessionen Narben hinterlassen
(blogs.wsj.com/economics, Pedro Nicolaci da Costa, englisch)
Volkswirtschaften, die eine starke Rezession erlitten haben, erholen sich sehr langsam davon. In einer aktuellen Studie stellt die US-Zentralbank Federal Reserve fest, dass die mögliche Wachstumsrate der Wirtschaft nach einer tiefen wirtschaftlichen Zäsur deutlich niedriger ausfällt – was nicht zuletzt den Handlungsspielraum der Zentralbanken einschränkt.

2. Japan, ein Opfer der Sparsamkeit
(washingtonpost.com/blogs/wonkblog, Matt O’Brien, englisch)
Die japanische Regierung hätte die 15 Jahre dauernde Deflation mit den “Abenomics” stoppen können, schreibt Matt O’Brien. Doch dann habe die Regierung um Premierminister Shinzo Abe die Steuern erhöht, um den riesigen Schuldenberg von 230 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nicht noch weiter wachsen zu lassen. Dabei hätte sie den Bürgern besser weitere Anreize setzen sollen, ihr Geld auszugeben, statt es zu sparen.

3. “Mehr Vertrauen in Marktprozesse”
(blog.zeit.de/herdentrieb, Dieter Wermuth)
“Märkte übertreiben oft in die eine oder andere Richtung und produzieren nicht immer einen Zustand, in dem gleichzeitig Vollbeschäftigung und stabile Preise herrschen”, schreibt Dieter Wermuth im Herdentrieb. In seinem Artikel beschreibt der Autor, in welchen Punkten er die Ergebnisse des neuen Gutachtens des Sachverständigenrates anzweifelt. Der Rat habe etwa nicht berücksichtigt, dass der niedrige Ölpreis und der schwache Euro wie ein Konjunkturprogramm wirken könnten.

4. Wladimir Putin interviewt sich selbst
(wiwo.de, Florian Willershausen)
Russlands Präsident Wladimir Putin spiele “voller Souveränität den Hooligan der Weltpolitik” – und so bekomme er auch noch mehr und mehr Fans, schreibt Florian Willershausen. In seinem ARD-Fernsehinterview führe sich Putin als Oberlehrer auf und verstricke sich in Halbwahrheiten.

5. Facebooks Problem mit Innovationen
(bloombergview.com, Katie Benner, englisch)
Mark Zuckerberg habe ein gutes Gespür dafür, welche sozialen Dienste seinem Unternehmen gefährlich werden können. Ob Instagram oder Whatsapp – der Facebook Gründer kaufe die Konkurrenz einfach auf. Doch bislang habe das Unternehmen noch kein Geschäftsmodell, um fernab von Werbung Geld zu verdienen. Wird die am Sonntag angekündigte neue Karriere-Plattform dies ändern? Möglich: Anbieter wie Linkedin etwa, verdienen pro User deutlich mehr Geld.

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5 vor 10: Uni-Ranking, Mitarbeiterzufriedenheit, IS-Währung, Russland, Bargeld http://blog.insm.de/10487-5-vor-10-uni-ranking-mitarbeitzufriedenheit-is-russland-bargeld/ http://blog.insm.de/10487-5-vor-10-uni-ranking-mitarbeitzufriedenheit-is-russland-bargeld/#comments Mon, 17 Nov 2014 08:55:31 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10487 weiterlesen]]> Die besten Unis für Ökonomen, profitable Mitarbeiter und das teure Bargeld beschäftigen uns heute in den Linktipps. Außerdem gehts es um die Währung des “Islamischen Staates” und die Sorge deutscher Firmen vor Enteignung in Russland.


1. Die besten Universitäten für Ökonomen
(forumblog.org, Lauren Browning, englisch)
Oxford, Yale, Princeton – diese Eliteschmiden gehören zu den besten Universitäten der Welt, wenn es um die volkswirtschaftliche Lehre geht. Doch unter die ersten drei Plätze haben sie es im Ranking nicht geschafft. Welche Namen sich dort finden, ist in der Liste der QS World University Rankings nachzulesen. Das Unternehmen fragte hierfür Professoren und Universitätsmitarbeiter auf der ganzen Welt nach ihrer Meinung.

2. Lohnen sich Investitionen in glückliche Mitarbeiter?
(voxeu.org, Alex Bryson, John Forth und Lucy Stokes, englisch)
Firmen können ihren Mitarbeitern einige Geschenke machen: Flexible Arbeitszeiten, kostenloses Fitnesstraining oder eine firmeneigene Kita. Doch haben Firmen auch etwas davon, wenn sie versuchen, ihre Mitarbeiter glücklich zu machen? Dieser Frage gehen die Ökonomen Alex Bryson, John Forth und Lucy Stokes nach. Auf Basis von Daten aus der British Workplace Employment Relations Studie, kommen sie zu dem Entschluss, dass die Produktivität höher und der Service besser werden.

3. IS verkündet eine eigene Währung
(ft.com, Borzou Daragahi, englisch)
Der “Islamische Staat” hat die Einführung einer eigenen Währung verkündet. Borzou Daragahi beschreibt in der Financial Times, was es bedeutet, wenn die Terrororganisation Münzen aus Gold, Silber und Kupfer prägt und Teil der Weltwirtschaft werden möchte.

4. Deutsche Firmen befürchten Enteignung
(faz.net, Ralph Bollmann und Georg Meck)
Die Stimmung gegenüber westlichen Firmen in Russland sei feindselig, berichten Ralph Bollmann und Georg Meck. Welche Auswirkungen hat der Ukraine-Konflikt für die deutschen Unternehmen in dem Land? Während die Politik eine “klare Kante” gegen den Bruch des Völkerrechts zeige, bemühe sich die Wirtschaft um Verständnis für Russland. Denn die Wirtschaftsvertreter würden nicht nur weniger Exporte fürchten, sondern auch Enteignungen.

5. Bargeld: Eklig und teuer?
(zeit.de, Maike Brzoska)
Es gebe einen “war on cash”, beobachtet Maike Brzoska. Einige Unternehmen würden den Deutschen gerne das Bargeld abgewöhnen, denn die Geldhaltung sei teuer; rund 150 Euro koste das pro Kopf jährlich. Das Bargeld sei der Treibstoff für Kriminelle und unhygienisch sei es auch noch. Und: Im Alltag brauche man dank EC- und Kreditkarten ohnehin kein Papiergeld. Den Anbietern elektronischer Zahlungssysteme würde dies in die Hände spielen.

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5 vor 10: Ukraine, Mietpreisbremse, Deutschland, Vermögen, Skandinavien http://blog.insm.de/10485-5-vor-10-ukraine-mietpreisbremse-deutschland-vermoegen-skandinavien/ http://blog.insm.de/10485-5-vor-10-ukraine-mietpreisbremse-deutschland-vermoegen-skandinavien/#comments Fri, 14 Nov 2014 08:55:46 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10485 weiterlesen]]> Die Linktipps zum Wochenende: Das Schuldenproblem der Ukraine, die Klage der Vermieter und Kritik an Deutschlands Wirtschaftspolitik. Außerdem geht es um die Vermögensungleichheit in den USA und die hohen Steuern in Skandinavien.


1. Das Schuldendilemma der Ukraine
(project-syndicate.org, Barry Eichengreen und Domenico Lombardi, englisch)
Noch vor einem Jahr galt die Ukraine als finanziell solide aufgestellt: Die Staatsschulden betrugen lediglich 40 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und damit deutlich weniger als in vielen anderen europäischen Volkswirtschaften. Doch die Krise in dem Land sorgte für finanzielles Chaos: Der Internationale Währungsfonds musste im April bereits mit 17 Milliarden US-Dollar einspringen. Jetzt stellt sich heraus: Das ist wohl nicht genug.

2. Irrweg Preiskontrolle
(faz.net, Joachim Jahn)
Vermieter wollen gegen die Mietpreisbremse eine Verfassungsbeschwerde einlegen. Joachim Jahn findet das nachvollziehbar. “Warum sollen dann Vermieter durch eine staatliche Preiskontrolle ausbaden, wenn jemand in Charlottenburg statt in Moabit wohnen will?”, schreibt er. Jahn fordert eine Rücknahme der Preisbremse und stattdessen: “Neue Wohnungen braucht das Land!”

3. Die wirtschaftspolitische Mauer
(washingtonpost.com, Charles Lane, englisch)
Der US-Journalist Charels Lane reiht sich ein in die Kritiker der deutschen Wirtschaftspolitik: “Der gleiche Fokus auf Produktivität und eine solide Finanzpolitik, der Deutschland so wohlhabend gemacht hat, destabilisiert nun globale Wirtschaft”, schreibt er. Die strikte Haltung ist seiner Meinung nach der derzeit falsche Ansatz: Europa brauche Pragmatiker, keine Moralisten.

4. Der Aufstieg der Superreichen
(theguardian.com, Angela Monaghan, englisch)
Die Ungleichheit bei den Vermögensverhältnissen steuert in den USA auf einen neuen Rekordwert zu. Die reichsten 0,1 Prozent der Gesellschaft besitzen insgesamt in etwa gleich viel wie die 90 Prozent der restlichen Bevölkerung. Eine neue Studie zeigt, wie sich dieses Verhältnis im vergangenen Jahrhundert entwickelt hat. Zu sehen ist, wie rasant der Vermögensanteil der Superreichen in den vergangenen drei Dekaden gestiegen ist.

5. Wie kann sich Skandinavien so hohe Steuern leisten?
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen)
Die Steuern in skandinavischen Länden sind so hoch wie kaum an einem anderen Ort der Welt. Dennoch sind Dänemark, Norwegen und Schweden wirtschaftlich sehr erfolgreich und wettbewerbsfähig. Das liegt laut dem Ökonomen Henrik Jacobsen Kleven daran, dass das Geld vorwiegend für Posten wie Kinderbetreuung oder den öffentlichen Nahverkehr ausgegeben wird – und damit Erwerbsarbeit indirekt subventioniert.

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5 vor 10: WSJ, Merkel, Südostasien, Pässe, Vertrauen http://blog.insm.de/10483-5-vor-10-wsj-merkel-suedostasien-paesse-vertrauen/ http://blog.insm.de/10483-5-vor-10-wsj-merkel-suedostasien-paesse-vertrauen/#comments Thu, 13 Nov 2014 08:55:38 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10483 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Das Scheitern des “Wall Street Journal” in Deutschland, Kritik an Merkels Wirtschafspolitik und der geplante neue Wirtschaftskoloss in Südostasien. Außerdem: Warum der richtige Pass das kostbarste Privileg ist und wie kriselnde Unternehmen wieder auf die Erfolgsspur kommen.


1. Schwarzer Tag für den Wirtschaftsjournalismus
(blicklog.com, Dirk Elsner)
Zuerst war es die “Financial Times”, die im Jahr 2012 mit ihrer Deutschland-Variante scheiterte. Nun trifft es auch die deutsche Online-Version des “Wall Street Journal”. Sie stellt zum Jahresende den Betrieb ein. In der wichtigsten europäischen Wirtschaftsnation haben Wirtschaftsnachrichten offenbar einen schweren Stand, schlussfolgert Dirk Elsner.

2. Wirtschaftsweise kritisieren Merkels linke Wirtschaftspolitik
(wsj.de, Christian Grimm)
Das Rentenpaket und der Mindestlohn belasten aus Sicht der Wirtschaftsweisen die Wirtschaft. Das Sachverständigengremium fordert die Bundesregierung auf, die Entscheidungen zurückzunehmen. Auch in der eigenen Partei muss sich Kanzlerin Angela Merkel gegen den Vorwurf einer zu linken Wirtschaftspolitik wehren. Die nachlassende Konjunktur bereitet der CDU-Politikerin dabei zusätzliche Probleme, schreibt Christian Grimm.

3. Neuer Wirtschaftskoloss in Südostasien
(thediplomat.com, Prashanth Parameswaran, englisch)
Die zehn Staaten Südostasiens wollen sich ab Ende 2015 zu einem einheitlichen Wirtschaftsraum, der sogenannten Asean Economic Community (AEC) zusammenschließen. Entstehen könnte so eine neue Wirtschaftsmacht, die 600 Millionen Menschen umfasst. Doch was die Öffnung ihrer Märkte angeht, hinken die Länder dem Zeitplan hinterher. Auf ihrem Gipfel in Myanmar beraten sie derzeit über die nötigen Reformschritte.

4. Das kostbarste Privileg
(timharford.com, Tim Harford, englisch)
Wie wohlhabend ein Mensch ist, hängt nicht nur von der eigenen Leistung ab. Auch Faktoren wie Geschlecht, Bildung und Vermögensverhältnisse der Eltern haben einen großen Einfluss. Ein Privileg wiegt aber mit Abstand am schwersten: Ob jemand zum reicheren oder ärmern Teil der Welt zählt, ist so gut wie ausschließlich von der Nationalität abhängig.

5. Ehrlichkeit hilft
(brandeins.de, Steffan Heuer)
Wenn Jim Dougherty kommt, dann gibt es ein Problem. Dougherty ist sogenannter Turnaround-Manager. Seine Aufgabe ist es, angeschlagenen Unternehmen aus der Krise zu helfen. Dabei muss Dougherty oft schmerzhafte Entscheidungen treffen. Damit diese von den Beteiligten angenommen werden, muss er Vertrauen schaffen. Das gelingt ihm, in dem er den Beschäftigten zuhört.

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5 vor 10: 3D-Drucker, EZB, Bahn, Löhne, Öl http://blog.insm.de/10479-5-vor-10-3d-drucker-ezb-bahn-loehne-oel/ http://blog.insm.de/10479-5-vor-10-3d-drucker-ezb-bahn-loehne-oel/#comments Wed, 12 Nov 2014 08:55:53 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10479 weiterlesen]]> Heute in der Linktipps: Ein Amerikaner will mit 3D-Druckern den Automobilbau revolutionieren, die EZB wird doch nicht zur Bad Bank und der Steuerzahler leidet unter den Bahnstreiks am stärksten. Außerdem: Warum steigen in den USA die Löhne nicht mehr? Und kann Chinas Nachfrage den Ölpreis stabil halten?


1. 3D-Drucker revolutionieren den Autobau
(wiwo.de, Jürgen Rees)
Ein amerikanischer Unternehmer stellt Autos mit 3D-Druckern her. Die Fahrzeuge bestehen aus gerade einmal 50 Teilen und ihre Produktion dauert nur fünf Tage. In den US-Medien wird John Jay Rogers bereits als der neue Henry Ford gefeiert. Kann er die Automobil-Industrie revolutionieren?

2. Die EZB wird nicht zur Bad Bank
(Herdentrieb, Mark Schieritz)
Dafür dass die Europäische Zentralbank verbriefte Kredite aufkaufen will, steht sie derzeit stark in der Kritik. Mark Schieritz hält dagegen: Die Papiere, welche die Bank aufkaufen will, dürften relativ ungefährlich sein – das bestätigen auch Rating-Agenturen. Dass die Aufkäufe allerdings tatsächlich die Kreditvergabe ankurbeln, bezweifelt er.

3. Der Steuerzahler ist der größte Verlierer des Bahnstreiks
(welt.de, Thomas Straubhaar)
Der Tarifkonflikt bei der Bahn ist noch lange nicht gelöst, die Züge können jederzeit wieder stillstehen. Vor allem leidet der Steuerzahler darunter, schreibt Thomas Straubhaar, Lehrstuhlinhaber für internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Hamburg. Die Bürger werden von einem Betrieb in Geiselhaft genommen, der ihnen eigentlich selbst gehört – und wegen des Monopols der Bahn kann er sich noch nicht einmal dagegen wehren.

4. Warum steigen die Löhne in den USA nicht?
(theatlantic.com, Derek Thompson, englisch)
Die amerikanische Wirtschaft wächst wieder und die Arbeitslosigkeit sinkt. Doch die Reallöhne in den USA scheinen zu stagnieren. Derek Thompson nennt Gründe: Zum einen seien viele Amerikaner zwar nicht mehr arbeitslos, aber eben nur in Teilzeit beschäftigt. Außerdem habe es in einigen Branchen sogar satte Lohnzuwächse gegeben, beispielsweise im Energiesektor. Der Großteil der Beschäftigten arbeite allerdings in Branchen wie der Gastronomie oder dem Einzelnhandel – und hier stagnieren oder sinken die Löhne sogar.

5. Chinas steigende Öl-Nachfrage ist nur kurzfristig
(wsj.de, Abheek Bhattacharya)
China nutzt die Gunst der Stunde und kauft derzeit kräftig Öl ein – das stützt den Preis. Doch der Effekt dürfte nur noch kurz andauern. Denn China ist so durstig nach Öl, weil es seine überdimensionierten Raffinerien auslasten will. Den veredelten Rohstoff exportieren die Chinesen dann zu Dumping-Preisen nach ganz Asien. Langfristig wird das den Ölpreis nicht stabilisieren können, schreibt Abheek Bhattacharya.

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5 vor 10: Fernbusse, Ich-Aktien, Regulierung, Inflation, Second-Hand-Bücher http://blog.insm.de/10475-5-vor-10-fernbusse-ich-aktien-regulierung-inflation-second-hand-buecher/ http://blog.insm.de/10475-5-vor-10-fernbusse-ich-aktien-regulierung-inflation-second-hand-buecher/#comments Tue, 11 Nov 2014 08:55:22 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10475 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Die Konsolidierung auf dem Fernbusmarkt, Menschen als Geldanlage und der Widerspruch zwischen Innovation und Regulierung. Außerdem erklären wir, wieso die Geldentwertung trotz aufgeblasener Zentralbankbilanz nicht steigt und wie sich mit gebrauchten Büchern Geld verdienen lässt.


1. Deutscher Fernbus-Markt schrumpft sich gesund
(wsj.de, Ilka Kopplin)
Die Fernbusanbieter drängten mit Kampfpreisen an den Markt, nun verabschieden sich die ersten Unternehmen wieder. Diese Konsolidierung schrumpfe den Markt gesund, schreibt Ilka Kopplin in ihrer Analyse. Das Geld der Investoren wird darüber entscheiden, wer sich in den kommenden Monaten auf dem Markt durchsetzen wird.

2. Wie Anleger in Menschen investieren
(handelsblatt.com, Sebastian Kirsch)
Neuer Trend aus den USA: Studenten und Sportler geben Aktien aus. Käufer der Ich-Aktie können dann zum Beispiel bestimmen, unter welchen Bedingungen jemand eine Freundin haben darf, wie viel Zeit er in die Universität investieren muss oder ins Training.

3. Innovation und Regulierung
(knowledge.wharton.upenn.edu)
Neue Technologien und Ideen brauchen meist neue Gesetze. Airbnb oder Uber sind nur zwei Beispiele für ein Phänomen: Stellt der Staat in diesen Fällen zu strenge Regeln auf, verhindert er Innovationen. Die Wharton University hat sich das Problem genauer angesehen und stellt fest: Neues hat in jenen Märkten bessere Chancen, auf die die Politik kaum ein Auge hat.

4. Das Aufblasen der Zentralbankbilanzen senkt die Inflation und erhöht sie nicht!
(wirtschaftlichefreiheit.de, Gunther Schnabl)
Als die USA und die Europäische Union nach der Finanzkrise die Rettung der Wirtschaft mit billigem Zentralbankgeld unterstützen wollten, waren sich die meisten Experten einig: So viel billiges Geld, das bringt Inflation. Jetzt, einige Jahre später liegt die Inflationsrate nahe Null. Warum nur? Gunther Schnabl erklärt, wieso das so anders lief, als erwartet.

5. Das Geschäft mit gebrauchten Büchern
(npr.org/blogs/money, David Kestenbaum, englisch)
Es ist nur eine Frage der Zeit: Im Sommer sind die Preise für gebrauchte Standardwerke ziemlich billig. Zu Semesterbeginn aber steigt der Preis enorm an, denn alle Studenten kümmern sich um jene Begleitliteratur, die ihnen empfohlen wird. Das National Public Radio erklärt in seinem Blog, wie sich mit gebrauchten Büchern Geld verdienen lässt.

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5 vor 10: Kapitalismus, Inflationserwartung, Demografie, Zentralbanken, Wirtschaftswissenschaft http://blog.insm.de/10472-5-vor-10-kapitalismus-inflationserwartung-demografie-zentralbanken-wirtschaftswissenschaft/ http://blog.insm.de/10472-5-vor-10-kapitalismus-inflationserwartung-demografie-zentralbanken-wirtschaftswissenschaft/#comments Mon, 10 Nov 2014 08:55:40 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10472 weiterlesen]]> Wie ist der Kapitalismus entstanden? Was beeinflusst unsere Inflationserwartungen? Wie weit darf eine Zentralbank gehen, um ihre Ziele zu erreichen? Diese Fragen beantworten wir heute in den Linktipps. Außerdem: Das Alter einer Gesellschaft – und was eine Volkswirtschaft dagegen tun kann. Sowie: Die Dominanz der angelsächsichen Schule in der Ökonomie – und wieso es Zeit ist, etwas dagegen zu tun.


1. Arte Doku: Der Kapitalismus
(blicklog.com, Dirk Elsner, Video)
Wie ist der Kapitalismus eigentlich entstanden? Dieser Frage gehen Arte-Autoren in einer Dokumentation nach und bereisen auf der Suche nach einer Antwort 22 Länder. Kam der Kapitalismus erst mit den politischen und wirtschaftlichen Theorien in der industriellen Revolution auf oder hat er seine Wurzeln vielleicht sogar bei den Jägervölkern im Amazonasgebiet?

2. Wie Inflationserwartungen Haushalte beeinflussen
(voxeu.org, Alberto Cavallo, Guillermo Crucas und Ricardo Perez-Truglia, englisch)
Ob ein Haushalt in Zukunft mit einer hohen oder einer geringen Geldentwertung rechnet, das hängt von zahlreichen Faktoren ab. Die Ökonomen Alberto Cavallo, Guillermo Crucas und Ricardo Perez-Truglia haben sich die Inflationserwartungen von Haushalten in Argentinien und den USA angesehen. Das Ergebnis: Erstaunlicherweise haben Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sehr großen Einfluss – obwohl diese oft zu falschen Schlüssen führen. Können Zentralbanken dieses Ergebnis nutzen?

3. Das Alter einer Volkswirtschaft
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen, englisch)
Es sei doch offensichtlich, Länder mit besonders vielen jungen Menschen hätten im Schnitt einen geringeren Lebensstandard und solche mit geringen Geburtenraten hätten zum Beispiel mit geringen Wachstumsraten der Wirtschaft zu kämpfen. Wieso nicht einfach tauschen? Junge Menschen aus Asien oder Afrika sollten in Ländern wie Japan nach Jobs suchen, schreibt Tyler Cowen.

4. Wie weit darf eine Zentralbank gehen?
(Nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Der ehemalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet habe Irland in der Wirtschaftskrise gedroht:  Werde das Land nicht mit der Troika zusammenarbeiten, würden seine Banken kein Geld mehr von der Zentralbank bekommen. Diese Methode aus dem Jahr 2010 ist nun erst öffentlich geworden. Darf eine Zentralbank so weit gehen, um ihre Ziele zu erreichen, fragt sich Tobias Straumann im Nevermindthemarkets-Blog.

5. Ach, Amerika!
(faz.net, Thomas Mayer)
Zu Unrecht sei die angelsächsische Ausbildung und Forschung in der Ökonomie dominierend, schreibt Thomas Mayer in seiner Kolumne in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Während der Finanzkrise habe sich gezeigt, dass sich die Schulen aus dem deutschsprachigen Raum eher in der Praxis bewähren. Für eine solche Überzeugung einzustehen, schreibt Mayer, vermindere aber die Karrierechancen junger Wirtschaftswissenschaftler.

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