INSM Blog http://blog.insm.de Ökonomie verstehen Wed, 26 Nov 2014 16:42:07 +0000 de-DE hourly 1 5 vor 10: Opec, Konjunkturprogramm, Geldpolitik, Investitionen, Digitales http://blog.insm.de/10526-5-vor-10-opec-konjunkturprogramm-geldpolitik-investitionen-digitales/ http://blog.insm.de/10526-5-vor-10-opec-konjunkturprogramm-geldpolitik-investitionen-digitales/#comments Wed, 26 Nov 2014 08:55:38 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10526 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Die Opec steht vor einer wichtigen Entscheidung und Jean-Claude Juncker will das Wachstum in der EU ankurbeln. Außerdem: Warum immer mehr Unternehmen einen neuen Vorstandsposten schaffen, lockere Geldpolitik auch eine Frage der Gerechtigkeit ist und deutsche Unternehmen immer weniger in der Heimat investieren.


1. Das wichtigste Opec-Treffen seit Jahren
(wsj.de, William Watts)
Am Donnerstag treffen sich die Öl-Minister der Opec-Staaten, um über den Preisverfall beim Erdöl zu beraten. William Watts erstellt vier Szenarien für einen möglichen Ausgang der Verhandlungen. Für am wahrscheinlichsten hält er, dass die Staaten sich nicht auf eine starke Reduzierung der Fördermenge einigen können – und der Preis deswegen weiter fallen wird.

2. Wie Juncker das Wachstum in Europa fördern will
(sueddeutsche.de, Daniel Brössler)
Jetzt sollen es nicht nur 300 sondern sogar 315 Milliarden Euro sein: Heute stellt Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dem EU-Parlament seine Ideen für ein Investionsprogramm vor. Die 315 Milliarden Euro sollen dabei nicht vom Steuerzahler kommen, sondern hauptsächlich aus der privaten Wirtschaft. Die EU sichert diese Investitionen nur per Garantien ab. Wie genau das System funktionieren soll, erklärt Daniel Brössler.

3. Macht die EZB Politik für die Superreichen?
(blogs.faz.net, Johannes Pennekamp)
Ein Argument gegen die lockere Geldpolitik lautet immer wieder, dass sie die Inflation bei Vermögenswerten anheizt: In der Regel steigen durch die hohe Liquidität die Preise von Immobilien und Aktien, wovon vor allem Wohlhabende profitieren. Johannes Pennekamp weist darauf hin, dass die Geldspritzen der Notenbanken auch einer schwachen Konjunktur vorbeugen – und die würde vor allem die Schwachen treffen.

4. Investitionslücke schadet der deutschen Wirtschaft
(welt.de, Jan Dams)
Die deutsche Wirtschaft ist gerade nochmal so einer Rezession entkommen. Allerdings bleiben altbekannte Schwächen: Vor allem die Investitionen in Ausrüstungsgüter bleiben weiterhin gering – das könnte das Wachstum weiterhin langfristig belasten.

5. Ein eigener Chef für’s Digitale
(handelsblatt.com, Nico Lumma)
Ein neuer Posten taucht in immer mehr Vorständen von deutschen Unternehmen auf: der CDO – Chief Digital Officer. Eine gute Entwicklung, findet der Blogger und Berater Nico Lumma. Denn die neuen Chefs “sorgen für eine Bündelung von Themen, die sonst in den jeweiligen Spezialdisziplinen separat betrachtet” würden. Und Unternehmen könnten es sich nicht leisten, die Digitalisierung zu ignorieren.

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5 vor 10: Ökonomiekritik, Investitionen, Anlagestrategien, USA, Lebenskosten http://blog.insm.de/10521-5-vor-10-oekonomiekritik-investitionen-anlagestrategien-usa-lebenskosten/ http://blog.insm.de/10521-5-vor-10-oekonomiekritik-investitionen-anlagestrategien-usa-lebenskosten/#comments Tue, 25 Nov 2014 08:55:11 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10521 weiterlesen]]> Was machen Wirtschaftswissenschaftler falsch, in welche Richtung läuft das kommende EU-Investitionsprogramm, wieso haben die USA die Finanzkrise besser überstanden als die Länder der Eurozone und warum investieren Afro-Amerikaner anders als weiße? Diese Fragen beschäftigen uns heute in den Linktipps. Zudem: Wieso deutsche und amerikanische Ökonomen nicht in getrennten Welten leben und wodurch der Wirtschaft produktive Lebensjahre verloren gehen.


1. Welcher Irrtum bitte, Herr Sinn?
(sueddeutsche.de, Jakob Hafele, Frederick Heußner und Janina Urban)
Wirtschaftswissenschaftler müssen viel Kritik einstecken: “Der Fokus auf Markt und Effizienz dominiert eine Disziplin, die eigentlich wichtige Beiträge zu den akuten Problemen unserer Welt leisten sollte”, fassen die Autoren der Süddeutschen Zeitung zusammen. In ihrem Artikel beschreiben sie, was problematisch an der Lehre ist und wieso Hans-Werner Sinn sie zu Unrecht verteidigt.

2. Wer haftet? Zu Junckers 300 Milliarden Euro Investitionsprogramm
(openeuropeberlin, Michael Wohlgemuth)
Am Mittwoch wird EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dem EU-Parlament in Straßburg seinen 300 Milliarden EU-Investitionsplan vorstellen. Einiges ist über das „Invest in Europe“ genannte Paket schon durchgesickert. Michael Wohlgemuth zieht daraus bereits ein Fazit: Politiker in der EU sollten in Strukturreformen investieren, anstatt das Prinzip der unternehmerischen Haftung noch weiter aufzuweichen.

3. Die Geheimnisse der Investoren
(washingtonpost.com, Michael A. Fletcher, englisch)
Investieren Afro-Amerikaner anders als Weiße? Dies legt eine neue Studie der Credit Suisse nahe. Demnach investieren Afro-Amerikaner tendenziell in konservativere Anlageformen und sie besitzen mehr Realwerte als weiße US-Bürger, die ihnen finanziell gleich gestellt sind. Wo liegen die Gründe für dieses Phämomen?

4. “Deutsche und amerikanische Ökonomen leben nicht in getrennten Welten”
(blogs.faz.net/fazit, Gerald Braunberger)
Im Interview erklärt Rüdiger Bachmann, was deutsche und amerikanische Ökonomen verbindet und welche neuen Erkenntnisse die volkswirtschaftliche Forschung liefern kann. Bachmann ist Professor in den Vereinigten Staaten und Mitglied des Erweiterten Vorstands des Vereins für Socialpolitik. Er erklärt auch, wieso sich jene meist deutschen Ökonomen, die an einer erstarrten Version des Ordoliberalismus festhalten, wie Inselbewohner verhalten.

5. Länger leben
(washingtonpost.com/blogs/wonkblog, Ana Swanson, englisch)
Wie viele produktive Jahre eines Menschenlebens gehen verloren, wenn man raucht, trinkt, zu viel isst oder Kriege anzettelt? Dieser Frage hat sich die Beratungsfirma McKinsey in einer neuen Studie für verschiedene Länder angenommen. Die USA etwa verlieren am meisten durch Krieg, Fettleibigkeit und das Rauchen.

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Mehr Porsche Cayennes als am Starnberger See: 10 Merkwürdigkeiten über das ärmste EU-Land http://blog.insm.de/10513-mehr-porsche-cayennes-als-am-starnberger-see-10-merkwuerdigkeiten-ueber-das-aermste-eu-land/ http://blog.insm.de/10513-mehr-porsche-cayennes-als-am-starnberger-see-10-merkwuerdigkeiten-ueber-das-aermste-eu-land/#comments Mon, 24 Nov 2014 09:53:56 +0000 Dr. Nils Hesse http://blog.insm.de/?p=10513 weiterlesen]]> Bulgarien hatte Anfang Oktober gewählt. Eine handlungsfähige Regierung hat das Land damit noch lange nicht. Ein ehemaliger Leibwächter, der mit Sätzen auffiel wie „Ich bin dumm, Ihr seid dumm, deshalb verstehe ich Euch so gut“, ist wieder Ministerpräsident geworden. Doch diesmal verfügt er über keine stabile Mehrheit. Seine rechtskonservative Partei GERB und der konservativ-liberale Juniorpartner RB (Reformblock) werden von zwei Kleinparteien unterstützt. Eine skurrile Situation. Nicht die einzigste Merkwürdigkeit. Eine subjektive TOP-10 erstellt nach einem Bulgarien-Urlaub.

Foto: Thomas  (CC BY-SA 2.0)

Bulgariens Hauptstadt Sofia // Foto: Thomas
(CC BY-SA 2.0)

1. Wie verdienen Wirte Geld?

Das Beste für den gemeinen Bulgarien-Tourist – egal ob aus Deutschland oder aus Russland – sind die Preise in Restaurants, Cafés und Bars. Das Essen ist einfach und gut. Alkohol reichlich vorhanden und meist akzeptabel, sprich preiswert. Auch wenn die Preise in den 00er Jahren spürbar gestiegen sind, sind sie noch unschlagbar niedrig. Auf dem Land kostet ein Bier in einer Bar etwa 70 Cent, ein Salat knappe 2 Euro und ein ordentliches Stück Fleisch mit Beilagen 4 Euro. Merkwürdig ist allerdings, dass die Lebensmittelpreise im Supermarkt ungefähr auf deutschem Niveau sind. Oft unterscheiden sie sich nur marginal von den Restaurantpreisen. Da stellen sich zwei Fragen: Wie erwirtschaften die bulgarischen Restaurants überhaupt Überschüsse? Und warum essen dann nicht alle Bulgaren einfach auswärts?

2. …und wie die anderen Berufsgruppen?

Die meisten Bulgaren können sich häufige Restaurantbesuche selbst bei niedrigen Preisen einfach nicht leisten. Der Mindestlohn liegt in Bulgarien bei rund einem Euro (340 Lev oder 170 Euro im Monat), das durchschnittliche Monatseinkommen bei 400 Euro. Dabei wird dieser Durchschnittslohn durch die zum Teil deutlich höheren Gehälter in Sofia verzerrt. Das typische Monatseinkommen in kleinen Städten und Dörfern liegt noch unter dem Mindestlohnniveau. Wie die Menschen damit über die Runden kommen? Die Wohnungen sind meist Eigentum, leckere Tomaten kommen aus dem Eigenanbau, Schnaps wird selbst gebrannt. Doch einige andere Kosten sind fix: unter anderem Energie, Drogerieartikel, ab und zu ein gefälschtes Kleidungsstück vom Markt, Fleisch, Wasser (Leitungswasser ungleich Trinkwasser) oder die Telefonrechnung. Halb Bulgarien scheint damit ein Fall für Peter Zwegat!

3. Woher kommt dann aber das Geld für Zigaretten?

Das erste, was Peter Zwegat vom Einkaufszettel vieler Bulgaren streichen würde, sind die Zigaretten. Die Raucherquote liegt mit 39 Prozent an der Spitze in Europa (nur die Griechen rauchen mehr). Eine Packung Zigaretten kostet immerhin knapp 3 Euro. Da ist es nicht ungewöhnlich, wenn bis zur Hälfte des Monatseinkommens für Tabak draufgeht.

4. …und das Geld für Luxuswagen?

Auf dem Weg zum Schwarzen Meer wird man von mehr Porsche Cayennes überholt als auf dem Weg zum Starnberger See. Die Dichte von dunklen, deutschen Oberklassewagen entspricht der rund um den Reichstag in einer Sitzungswoche. Gleichzeitig zeugt die Masse an fahrendem oder bereits stehen gebliebenen Schrott von einer großen Vermögensungleichheit. Die Cayenne- und S-Klasse Fahrer sind sich ihrer PS-mäßigen Überlegenheit voll bewusst. Sie spielen den dominanten Part in einem ständigen Chicken-Game auf bulgarischen Straßen. Durch Geschwindigkeitsbegrenzungen lassen sie sich nicht bremsen, was wohl auch an der „Verhandlungsbereitschaft“ der Ordnungskräfte liegt. Der Hang zu Statusgütern könnte dabei Ausfluss des Sozialismus zu sein. Darauf deuten jedenfalls Studien wie die von Friehe und Mechtel hin. Sie haben die Ausgaben Westdeutscher und Ostdeutscher für statusrelevante Konsumgüter wie Autos oder Schmuck verglichen und deutlich höhere relative Ausgaben in Ostdeutschland beobachtet. Der Unterschied ist seit 1993 zwar gesunken, lag aber 2008 noch immer auf einem beachtlichen Niveau.

5. Wie finden junge Männer und mittelalte Frauen einen Partner?

Auf viele Damen machen schnelle, teure Autos offensichtlich Eindruck. Parkende SUVs sind ein beliebter Fotohintergrund, fahrende Oberklassewagen ein bevorzugter Ort für junge Beifahrerinnen. In teureren und gut gefüllten Bars in Sofia kann es passieren, dass kein weiblicher Gast über Mitte 20 und kein männlicher Gast unter Anfang 40 ist. Wie junge Männer und ältere Frauen ihre Abende in Sofia gestalten, ist weniger gut belegt.

6. Warum läuft immer der Fernseher?

Die meisten jungen Männer und älteren Frauen schauen vermutlich fern. Der Fernseher läuft in Bulgarien eigentlich immer und zu jedem Anlass. Besonders Volk- und Schlagermusikkanäle sind beliebt. Sie sorgen für ein konstantes Hintergrundrauschen, in einem gehobenen Restaurant genau wie in einer Bar oder im Wohnzimmer. Bei den Schlager- beziehungweise Tschalgasängerinnen ist auffallend, dass sie oft mit viel Silikon, aber nur mit wenig musikalischem Talent ausgestattet sind.

7. Wer kümmert sich um das Treppenhaus?

An Äußerlichkeiten, Autos und Zigaretten wird also nicht gespart, dafür an der baulichen Ausführung. In fast jedem öffentlichen Raum hängen Kabel wahllos aus der Wand, beeinträchtigen Flecken, Schimmel und abfallender Putz den Gesamtanblick. Auch die sanitären Anlagen sind für Deutsche gewöhnungsbedürftig, insbesondere die meist in einem räudigen Zustand befindlichen Hocktoiletten. Schlecht bestellt ist es auch um die Wohnhäuser. Die Platten haben ihre besten Zeiten hinter sich, was wohl ausgerechnet an den hohen Eigentumsquoten liegt. Jeder kümmert sich um seine Wohnung, aber niemand um den Fahrstuhl, den Außenputz, das Treppenhaus. Ein typisches Allmendeproblem, welches der Schönheit Bulgariens nicht zuträglich ist.

8. Was macht die EU?

Die EU hilft – davon zeugen jedenfalls die vielen Schilder, die gefühlt vor jedem dritten Gebäude und jeder zweiten Parkbank stehen. Auf der Suche nach Projekten wird auch schon mal eine „historische“ Stadtmauer errichtet, auch wenn es diese Stadtmauer so nie gegeben hat.  Oder – was mehr Sinn macht – es fließt Geld in die neue Autobahn, die von Sofia bis ans Schwarze Meer führt. Die hat sogar einen schönen Standstreifen, von dem auch rege Gebrauch gemacht wird. Auf dem Standstreifen legen Ungeduldige spontane Pinkelpausen ein, überholen noch Ungeduldigere „ganz rechts“ und fahren waghalsige Sportler Fahrrad. Zudem steht nach geschätzt jedem 5. Kilometer ein liegengebliebenes Auto auf dem Standstreifen.

9. Und wie wirkt sich das alles auf die Lebenszufriedenheit aus?

Wenn Bulgaren um Verstorbene trauern, hängen sie eine Traueranzeige mit einem Bild des Verstorbenen an die Haustür, an Straßenschilder, Bäume oder Bushaltestellen. Die Toten werden so nicht vergessen, sondern leben in der Erinnerung der Bulgaren weiter. Das Gedenken findet nicht nur auf dem Friedhof statt, sondern bleibt ein Teil des Alltags. Ein schöner Brauch, der von den täglichen Problemen in Bulgarien ein wenig ablenkt. Denn das irdische Leben ist in Bulgarien kein Zuckerschlecken. In keinem EU-Land ist die Lebenszufriedenheit niedriger. Laut einer Eurobarometer Umfrage lag die durchschnittliche Zufriedenheit auf einer Skala von 0 („überhaupt nicht zufrieden“) und 10 („sehr zufrieden“) 2011 in Bulgarien gerade mal bei 4. Der EU-Durchschnitt liegt in der Nähe von 7. Dem UN World Happiness Report (der unter anderem Brutto-Inlands-Produkt, wahrgenommene Korruption und Gesundheit berücksichtigt) zufolge rangiert Bulgarien auf Rang 144 von 156 Ländern, hinter Afghanistan, Irak und Zimbabwe.

10. Gibt es noch Hoffnung?

Die junge Mittelschicht! Bulgarien wird nicht gerade vom Glück verfolgt. Die Bulgaren sagen, sie hätten noch nie eine Schlacht verloren, aber auch noch nie einen Krieg gewonnen. Nun lässt sich streiten, ob die heutigen Probleme ihre Ursache in der osmanischen Besetzung, im Kommunismus oder in der gescheiterten Wende haben. Trotz aller Schwierigkeiten hat Bulgarien noch wertvolles Kapital: Eine abwechslungsreiche Natur und eine gut ausgebildete, mehrsprachige, weltoffene, junge Mittelschicht. Viele dieser Jungen suchen ihr Glück aber zunehmend im Ausland: Als IT-Crack mit Green Card in den USA. Als LKW-Fahrer in Spanien. Als Nanny in Griechenland. Als Studentin in England. Hauptsache raus. Zurück bleibt eine korrupte Elite, die sich das Land wie in kommunistischen Zeiten unter sich aufteilt. In Sofia sind tausende Menschen gegen diese Elite monatelang auf die Straßen gegangen. Ihr Mut ist Bulgariens (vielleicht letzte) Hoffnung. Zurück geht es für Bulgaren einer Redensart folgend jedenfalls nie. Sie machen höchstens kehrt und gehen wieder nach vorne.

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5 vor 10: Liberalismus, Dollar, Japan, Zinsen, Konjunktur http://blog.insm.de/10509-5-vor-10-liberalismus-dollar-japan-zinsen-konjunktur/ http://blog.insm.de/10509-5-vor-10-liberalismus-dollar-japan-zinsen-konjunktur/#comments Mon, 24 Nov 2014 08:55:09 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10509 weiterlesen]]> Kommt der klassische Liberalismus wieder? Wieso führen Länder Währungskriege? Warum bleiben die Zinsen nicht ewig so niedrig? Diese Fragen beantworten wir zum Wochenstart in den Linktipps. Außerdem: Weshalb der japanische Staat seinen Mitarbeitern ähnlichere Löhne zahlen sollte und was es mit 54 unorthodoxen Konjunkturindikatoren auf sich hat.


1. Die Krise des Neoliberalismus ist eine Chance
(forum-ordnungspolitik.de, Helmut Krebs)
Der Neoliberalismus sei “unleugbar” in die Krise geraten, schreibt Helmut Krebs. Das gebe dem klassischen Liberalismus die Chance auf eine Revision. Die großen Fragen würden sich dabei um das Verständnis zum Staat drehen: “Welche Befugnisse darf ein Staat haben? Welche muss er ausüben, und welche darf er nicht an sich ziehen?”

2. Wieso Länder Währungskriege führen
(bloombergview.com,  A. Gary Shilling, englisch)
Der Dollar ist stark. A. Gary Shilling erklärt auf Bloomberg, wieso die US-Währung erstarkt, wenn die Weltwirtschaft seit fünf Jahren lahmt. Regierungen seien unter Druck ihre Exporte zu verbilligen, um die Wirtschaft im Land anzukurbeln. Oft bedeute das eben, dass die Waren im Ausland möglichst günstig sein sollen.

3. Gehaltsunterschiede im öffentlichen Sektor
(voxeu.org, Masayuki Morikawa, englisch)
Die gleiche Bezahlung von Mitarbeitern im privaten und im öffentichen Sektor sei nicht nur fair, sondern auch wichtig für die Effizienz des Arbeitsmarktes. Der japanische Staat zahlt seinen Mitarbeitern aber höchst unterschiedliche Löhne – abhängig davon, wo sie wohnen. Die Unterschiede in der Bezahlung sind sogar größer als die im privaten Sektor. Für den Arbeitsmarkt hat dies mitunter fatale Folgen.

4. Warum die Zinsen nicht ewig bei null bleiben
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Steigen die Zinsen bald wieder? Davon gehen die beiden Ökonomen Charles Goodhart und Philipp Erfurth aus. Die Demografie sorge dafür, dass das Kapital wieder knapper werde. Etwa in zehn Jahren müssten die Zinsen wieder steigen. Tobias Straumann diskutiert diese These im Nevermindthemarkets-Blog.

5. 54 Wege zu erkennen, wie es der Wirtschaft geht
(businessinsider.com, Elena Holodny, englisch)
54 Indikatoren können vorhersagen, wie es der Wirtschaft geht, schreibt Elena Holodny – auch wenn diese eher unorthodox seien. Im Business Insider erklärt die Autorin zum Beispiel, was Thai-Nudeln, Platz auf dem Friedhof oder Dates über eine Volkswirtschaft verraten.

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5 vor 10: Deflation, EZB, Banken, Produktion, Japan http://blog.insm.de/10507-5-vor-10-deflation-ezb-banken-produktion-japan/ http://blog.insm.de/10507-5-vor-10-deflation-ezb-banken-produktion-japan/#comments Fri, 21 Nov 2014 08:55:39 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10507 weiterlesen]]> In den Linktipps am Freitag: Warum Deflation nicht immer gefährlich ist, die EZB vor der Wahl zwischen Pest und Cholera steht und das Bankensystem in Europa noch immer nicht krisenfest ist. Außerdem geht es um die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung unn darum, was Japan von Deutschland lernen kann.


1. Hurra, endlich Deflation
(rolandtichy.de, Roland Tichy)
Die Europäische Zentralbank sieht in breitflächig sinkenden Preisen eine Gefahr für die Wirtschaft und versucht deshalb mit allen Mitteln, die Deflation zu bekämpfen. Aber ist es wirklich eine so schlechte Nachricht, wenn die Energiekosten sinken und Smartphones billiger werden? Roland Tichy meint: Auch wenn sich die EZB darüber ärgert, haben die Verbraucher allen Grund, sich über die steigende Kaufkraft zu freuen.

2. Euro-Rettung rutscht in einen Teufelskreis
(opinion-club.com, Thomas Schmoll)
EZB-Präsident Mario Draghi hat weiterhin die zentrale Rolle bei der Lösung der Eurokrise. Seine Entscheidung über Ankäufe von Staatsanleihen kommt dabei einer Wahl zwischen Pest und Cholera gleich. Greift Draghi stark ein, nimmt er den Krisenländern jeden Anreiz zu Reformen. Fährt er eine zurückhaltende Politik, riskiert er folgenreiche Verwerfungen an den Finanzmärkten.

3. Die Banken sind immer noch gefährlich
(faz.net, Christian Siedenbiedel)
Die meisten europäischen Banken haben beim Stresstest der EZB ein solides Ergebnis erzielt. Bedeutet das, dass Europas Finanzsystem vor einer neuen Krise gut geschützt ist? “Der Stresstest gibt darüber nur begrenzt Auskunft”, sagt der Ökonom Martin Hellwig. Auch bei der Bilanzprüfung der Banken gebe es große Bewertungsspielräume und “wie man damit umgeht, ist ein Politikum”.

4. Lokale Produktion ist rückschrittlich
(novo-argumente.com, Colin McInnes)
Die Drogeriekette dm stand in den vergangenen Tagen in der Kritik, weil sie die Produktion von Tragetaschen teilweise nach Indien verlegte. Der Fall zeigt: Vielen Konsumenten scheinen lokal hergestellte Produkte besser und ethischer. Colin McInnes argumentiert gegen die nur scheinbar vorteilhafte Produktion in der Heimat: “Letztlich würde dies einen gesellschaftlichen Rückfall in Subsistenzwirtschaft und Armut bedeuten.”

5. Japan sollte deutscher werden
(bloombergview.com, William Pesek, englisch)
Japans Wirtschaft steckt in der Rezession. Premierminister Shinzo Abe gelang es trotz seines ambitionierten Konjunkturprogramms bisher nicht, ausreichende Wachstumsimpulse zu setzen. Um die Kehrtwende zu schaffen, empfiehlt William Pesek den Japanern, sich stärker an Deutschland zu orientieren – vor allem, was die Innovationsfähigkeit und die Förderung des Mittelstands angeht.

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5 vor 10: Erbschaftssteuer, Inflation, Kaffeetrinken, Großzügigkeit, Musik http://blog.insm.de/10505-5-vor-10-erbschaftssteuer-inflation-kaffeetrinken-grosszuegigkeit-musik/ http://blog.insm.de/10505-5-vor-10-erbschaftssteuer-inflation-kaffeetrinken-grosszuegigkeit-musik/#comments Thu, 20 Nov 2014 08:55:59 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10505 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Warum die Wirtschaft das Verfassungsgerichtsurteil zur Erbschaftssteuer fürchtet, der Staat durch die kalte Progression Milliarden einnimmt und unbekannte Musiker trotz Internet einen schwereren Stand haben als früher. Weitere Themen: Kaffee-Meetings mit Fremden und das großzügigste Land der Welt.


1. Kippt das Gericht die Erbschaftsteuer?
(rp-online.de, Rena Lehmann)
Das Bundesverfassungsgericht wird voraussichtlich noch in diesem Jahr über die Erbschaftsteuer urteilen, die betriebliches Vermögen unter bestimmten Umständen weitgehend verschont. Experten fürchten, dass die bisherigen Regelungen gekippt werden. Politiker warnen vor einem “Ende der speziellen deutschen Kultur der Familienunternehmer”.

2. Wie der Staat klammheimlich seine Bürger ausnimmt
(welt.de, Martin Greive)
Bei Inflation steigen zwar die Löhne, aber auch die Preise. Reicher wird dadurch niemand, aber dennoch verlangt der Staat mehr Geld. “Kalte Progression” nennt man dieses Phänomen im Steuersystem. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt, wie hoch die zusätzliche Belastung ist: Ein Single mit 54.000 Euro brutto muss bei 1,5 Prozent Inflation zwischen 2014 und 2018 über 1.000 Euro mehr Steuern zahlen.

3. Auf einen Kaffee
(capital.de, Lucy Kellaway)
Wer beruflich wichtig ist, wird mitunter oft von Fremden gefragt: Können wir uns auf einen Kaffee treffen? Lucy Kellaway hat ein zwiespältiges Verhältnis zu solchen Anfragen. Einerseits fürchtet sie, ihrer Zeit beraubt zu werden. Andererseits will sie auch nicht womöglich interessante Gesprächspartner vergraulen. Ihre neue Strategie: ein kurzes Meeting pro Woche und: “Es wird nach Laune ausgewählt.”

4. Wo die großzügigsten Menschen leben
(huffingtonpost.com, Eleanor Goldberg, englisch)
Sind reiche Menschen egoistischer als arme? Oder sind Wohlhabende sogar großzügiger, weil sie es sich leisten können? Die neue Ausgabe des World Giving Index vergleicht die Bereitschaft zu Spenden und gemeinnütziger Arbeit rund um den Globus. Das erstaunliche Resulat: Mit den USA und Myanmar landen ein sehr reiches und ein sehr armes Land gleichauf auf dem ersten Platz.

5. Ein Prozent der Musiker erzielt 77 Prozent der Einnahmen
(factually.gizmodo.com)
Das Internet bietet auch Musikern eine weltweite Bühne, die früher niemals einen Plattenvertrag erhalten hätten. Viele ehemals unbekannte Bands schafften online ihren Durchbruch. Dennoch bedeutet diese Entwicklung nicht, dass es für die Mehrheit der Künstler auch finanziell einfacher geworden ist. Im Gegenteil: Die populärsten Künstler bekommen mittlerweile einen noch größeren Teil der Branchenerlöse als früher.

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5 vor 10: Globalisierung, Gewinne, Öl, Rente, Nobelpreisträger http://blog.insm.de/10499-5-vor-10-globalisierung-gewinne-oel-rente-nobelpreistraeger/ http://blog.insm.de/10499-5-vor-10-globalisierung-gewinne-oel-rente-nobelpreistraeger/#comments Wed, 19 Nov 2014 08:55:33 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10499 weiterlesen]]> Heute in der Linktipps: Warum es einen “Peak Globalisierung” geben könnte, aber “Peak Oil” wohl ausfällt und warum die Gewinnmargen von Firmen nicht so bald schrumpfen werden. Außerdem: Wie wir die Rente retten, wenn wir den Kindern das Kommando geben und ein Wirtschaftsnobelpreisträger mit einem Hedgefonds kläglich scheiterte.


1. IWF und Weltbank warnen vor “Peak Trade”
(imf.org, Cristina Constantinescu, Michele Ruta, Aaditya Mattoo, englisch)
In den vergangenen zwei Jahren ist der Welthandel langsamer gewachsen als die globale Wirtschaftsleistung. Ökonomen des IWF und der Weltbank warnen mittlerweile davor, dass die Globalisierung ihren Höhepunkt bereits erreicht habe. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist China, das sich immer stärker auf seine Binnenwirtschaft konzentriert.

2. Der Mythos von den sinkenden Gewinnmargen
(wsj.de, Justin Lahart)
Seit Jahren heißt es, die Gewinne der amerikanischer Firmen würden bald schrumpfen – derzeit sind sie nämlich außergewöhnlich hoch. Doch nichts dergleichen passiert, was Justin Lahart unter anderem damit erklärt: Die niedrige Inflation setze die Unternehmen nicht unter Druck, in neue Anlagen zu investieren, welche die Margen kurzfristig schmälern würden – also sprudeln die Gewinne weiter.

3. Die Welt schwimmt in Öl
(faz.net, Winand von Petersdorf)
Der aktuelle Ölpreisverfall straft alle “Peak Oil”-Propheten lügen. Die Preise könnten noch weiter fallen, denn dank neue Technologien und Innovationen hat sich das Angebot deutlich vergrößert. Die Wirtschaft könnte davon profitieren. Nur Klimaschützer freuen sich nicht über den plötzlich so günstigen Rohstoff.

4. Gebt Kindern das Wahlrecht – und rettet so die Rente
(welt.de, Thomas Straubaar)
Die Große Koalition verteilt großzügige Geschenke an Rentner. Kein Wunder, denn die Älteren werden bei Wahlen immer entscheidender. Der Ökonom Thomas Straubhaar fordert deswegen, auch Jüngeren ein Wahlrecht zu geben. Nur so könne ein wieder ein machtpolitisches Gleichgewicht hergestellt und die Generationengerechtigkeit bewahrt bleiben.

5. “Warren Buffet ist eigentlich ein Heuchler”
(handelsblatt.com. Jürgen Röder, Oliver Stock)
Der Wirtschaftswissenschaftler Robert C. Merton hat den Nobelpreis gewonnen – und einen Hedgefonds in den Sand gesetzt. Der Mit-Entwickler der Black-Scholes-Formel spricht über Fehler, Risiken an der Finanzmärkten und dringende Reformen bei der Altersvorsorge in den Industriestaaten.

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5 vor 10: Rezessionsfolgen, Japan, Marktvertrauen, Putin, Facebook-Innovationen http://blog.insm.de/10494-5-vor-10-rezessionsfolgen-japan-marktvertrauen-putin-facebook-innovationen/ http://blog.insm.de/10494-5-vor-10-rezessionsfolgen-japan-marktvertrauen-putin-facebook-innovationen/#comments Tue, 18 Nov 2014 08:55:41 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10494 weiterlesen]]> Nach einer tiefen Rezession erholt sich die Wirtschaft schwerlich, Japan hätte nicht mit dem Sparen anfangen sollen und Facebook hat ein Problem mit Innovationen – was genau dahinter steckt, erklären wir heute in den Linktipps. Außerdem geht es um Wladimir Putins Auftritt im deutschen Fernsehen und um das Gutachten des Sachverständigenrates.


1. Wenn Rezessionen Narben hinterlassen
(blogs.wsj.com/economics, Pedro Nicolaci da Costa, englisch)
Volkswirtschaften, die eine starke Rezession erlitten haben, erholen sich sehr langsam davon. In einer aktuellen Studie stellt die US-Zentralbank Federal Reserve fest, dass die mögliche Wachstumsrate der Wirtschaft nach einer tiefen wirtschaftlichen Zäsur deutlich niedriger ausfällt – was nicht zuletzt den Handlungsspielraum der Zentralbanken einschränkt.

2. Japan, ein Opfer der Sparsamkeit
(washingtonpost.com/blogs/wonkblog, Matt O’Brien, englisch)
Die japanische Regierung hätte die 15 Jahre dauernde Deflation mit den “Abenomics” stoppen können, schreibt Matt O’Brien. Doch dann habe die Regierung um Premierminister Shinzo Abe die Steuern erhöht, um den riesigen Schuldenberg von 230 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nicht noch weiter wachsen zu lassen. Dabei hätte sie den Bürgern besser weitere Anreize setzen sollen, ihr Geld auszugeben, statt es zu sparen.

3. “Mehr Vertrauen in Marktprozesse”
(blog.zeit.de/herdentrieb, Dieter Wermuth)
“Märkte übertreiben oft in die eine oder andere Richtung und produzieren nicht immer einen Zustand, in dem gleichzeitig Vollbeschäftigung und stabile Preise herrschen”, schreibt Dieter Wermuth im Herdentrieb. In seinem Artikel beschreibt der Autor, in welchen Punkten er die Ergebnisse des neuen Gutachtens des Sachverständigenrates anzweifelt. Der Rat habe etwa nicht berücksichtigt, dass der niedrige Ölpreis und der schwache Euro wie ein Konjunkturprogramm wirken könnten.

4. Wladimir Putin interviewt sich selbst
(wiwo.de, Florian Willershausen)
Russlands Präsident Wladimir Putin spiele “voller Souveränität den Hooligan der Weltpolitik” – und so bekomme er auch noch mehr und mehr Fans, schreibt Florian Willershausen. In seinem ARD-Fernsehinterview führe sich Putin als Oberlehrer auf und verstricke sich in Halbwahrheiten.

5. Facebooks Problem mit Innovationen
(bloombergview.com, Katie Benner, englisch)
Mark Zuckerberg habe ein gutes Gespür dafür, welche sozialen Dienste seinem Unternehmen gefährlich werden können. Ob Instagram oder Whatsapp – der Facebook Gründer kaufe die Konkurrenz einfach auf. Doch bislang habe das Unternehmen noch kein Geschäftsmodell, um fernab von Werbung Geld zu verdienen. Wird die am Sonntag angekündigte neue Karriere-Plattform dies ändern? Möglich: Anbieter wie Linkedin etwa, verdienen pro User deutlich mehr Geld.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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5 vor 10: Uni-Ranking, Mitarbeiterzufriedenheit, IS-Währung, Russland, Bargeld http://blog.insm.de/10487-5-vor-10-uni-ranking-mitarbeitzufriedenheit-is-russland-bargeld/ http://blog.insm.de/10487-5-vor-10-uni-ranking-mitarbeitzufriedenheit-is-russland-bargeld/#comments Mon, 17 Nov 2014 08:55:31 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10487 weiterlesen]]> Die besten Unis für Ökonomen, profitable Mitarbeiter und das teure Bargeld beschäftigen uns heute in den Linktipps. Außerdem gehts es um die Währung des “Islamischen Staates” und die Sorge deutscher Firmen vor Enteignung in Russland.


1. Die besten Universitäten für Ökonomen
(forumblog.org, Lauren Browning, englisch)
Oxford, Yale, Princeton – diese Eliteschmiden gehören zu den besten Universitäten der Welt, wenn es um die volkswirtschaftliche Lehre geht. Doch unter die ersten drei Plätze haben sie es im Ranking nicht geschafft. Welche Namen sich dort finden, ist in der Liste der QS World University Rankings nachzulesen. Das Unternehmen fragte hierfür Professoren und Universitätsmitarbeiter auf der ganzen Welt nach ihrer Meinung.

2. Lohnen sich Investitionen in glückliche Mitarbeiter?
(voxeu.org, Alex Bryson, John Forth und Lucy Stokes, englisch)
Firmen können ihren Mitarbeitern einige Geschenke machen: Flexible Arbeitszeiten, kostenloses Fitnesstraining oder eine firmeneigene Kita. Doch haben Firmen auch etwas davon, wenn sie versuchen, ihre Mitarbeiter glücklich zu machen? Dieser Frage gehen die Ökonomen Alex Bryson, John Forth und Lucy Stokes nach. Auf Basis von Daten aus der British Workplace Employment Relations Studie, kommen sie zu dem Entschluss, dass die Produktivität höher und der Service besser werden.

3. IS verkündet eine eigene Währung
(ft.com, Borzou Daragahi, englisch)
Der “Islamische Staat” hat die Einführung einer eigenen Währung verkündet. Borzou Daragahi beschreibt in der Financial Times, was es bedeutet, wenn die Terrororganisation Münzen aus Gold, Silber und Kupfer prägt und Teil der Weltwirtschaft werden möchte.

4. Deutsche Firmen befürchten Enteignung
(faz.net, Ralph Bollmann und Georg Meck)
Die Stimmung gegenüber westlichen Firmen in Russland sei feindselig, berichten Ralph Bollmann und Georg Meck. Welche Auswirkungen hat der Ukraine-Konflikt für die deutschen Unternehmen in dem Land? Während die Politik eine “klare Kante” gegen den Bruch des Völkerrechts zeige, bemühe sich die Wirtschaft um Verständnis für Russland. Denn die Wirtschaftsvertreter würden nicht nur weniger Exporte fürchten, sondern auch Enteignungen.

5. Bargeld: Eklig und teuer?
(zeit.de, Maike Brzoska)
Es gebe einen “war on cash”, beobachtet Maike Brzoska. Einige Unternehmen würden den Deutschen gerne das Bargeld abgewöhnen, denn die Geldhaltung sei teuer; rund 150 Euro koste das pro Kopf jährlich. Das Bargeld sei der Treibstoff für Kriminelle und unhygienisch sei es auch noch. Und: Im Alltag brauche man dank EC- und Kreditkarten ohnehin kein Papiergeld. Den Anbietern elektronischer Zahlungssysteme würde dies in die Hände spielen.

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5 vor 10: Ukraine, Mietpreisbremse, Deutschland, Vermögen, Skandinavien http://blog.insm.de/10485-5-vor-10-ukraine-mietpreisbremse-deutschland-vermoegen-skandinavien/ http://blog.insm.de/10485-5-vor-10-ukraine-mietpreisbremse-deutschland-vermoegen-skandinavien/#comments Fri, 14 Nov 2014 08:55:46 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10485 weiterlesen]]> Die Linktipps zum Wochenende: Das Schuldenproblem der Ukraine, die Klage der Vermieter und Kritik an Deutschlands Wirtschaftspolitik. Außerdem geht es um die Vermögensungleichheit in den USA und die hohen Steuern in Skandinavien.


1. Das Schuldendilemma der Ukraine
(project-syndicate.org, Barry Eichengreen und Domenico Lombardi, englisch)
Noch vor einem Jahr galt die Ukraine als finanziell solide aufgestellt: Die Staatsschulden betrugen lediglich 40 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und damit deutlich weniger als in vielen anderen europäischen Volkswirtschaften. Doch die Krise in dem Land sorgte für finanzielles Chaos: Der Internationale Währungsfonds musste im April bereits mit 17 Milliarden US-Dollar einspringen. Jetzt stellt sich heraus: Das ist wohl nicht genug.

2. Irrweg Preiskontrolle
(faz.net, Joachim Jahn)
Vermieter wollen gegen die Mietpreisbremse eine Verfassungsbeschwerde einlegen. Joachim Jahn findet das nachvollziehbar. “Warum sollen dann Vermieter durch eine staatliche Preiskontrolle ausbaden, wenn jemand in Charlottenburg statt in Moabit wohnen will?”, schreibt er. Jahn fordert eine Rücknahme der Preisbremse und stattdessen: “Neue Wohnungen braucht das Land!”

3. Die wirtschaftspolitische Mauer
(washingtonpost.com, Charles Lane, englisch)
Der US-Journalist Charels Lane reiht sich ein in die Kritiker der deutschen Wirtschaftspolitik: “Der gleiche Fokus auf Produktivität und eine solide Finanzpolitik, der Deutschland so wohlhabend gemacht hat, destabilisiert nun globale Wirtschaft”, schreibt er. Die strikte Haltung ist seiner Meinung nach der derzeit falsche Ansatz: Europa brauche Pragmatiker, keine Moralisten.

4. Der Aufstieg der Superreichen
(theguardian.com, Angela Monaghan, englisch)
Die Ungleichheit bei den Vermögensverhältnissen steuert in den USA auf einen neuen Rekordwert zu. Die reichsten 0,1 Prozent der Gesellschaft besitzen insgesamt in etwa gleich viel wie die 90 Prozent der restlichen Bevölkerung. Eine neue Studie zeigt, wie sich dieses Verhältnis im vergangenen Jahrhundert entwickelt hat. Zu sehen ist, wie rasant der Vermögensanteil der Superreichen in den vergangenen drei Dekaden gestiegen ist.

5. Wie kann sich Skandinavien so hohe Steuern leisten?
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen)
Die Steuern in skandinavischen Länden sind so hoch wie kaum an einem anderen Ort der Welt. Dennoch sind Dänemark, Norwegen und Schweden wirtschaftlich sehr erfolgreich und wettbewerbsfähig. Das liegt laut dem Ökonomen Henrik Jacobsen Kleven daran, dass das Geld vorwiegend für Posten wie Kinderbetreuung oder den öffentlichen Nahverkehr ausgegeben wird – und damit Erwerbsarbeit indirekt subventioniert.

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