INSM Blog http://blog.insm.de Ökonomie verstehen Tue, 02 Sep 2014 08:37:52 +0000 de-DE hourly 1 Wie reich ist Europa im Vergleich zu den USA? http://blog.insm.de/10199-wie-reich-ist-europa-im-vergleich-zu-den-usa/ http://blog.insm.de/10199-wie-reich-ist-europa-im-vergleich-zu-den-usa/#comments Tue, 02 Sep 2014 08:37:52 +0000 Josef Girshovich http://blog.insm.de/?p=10199 weiterlesen]]> Der Journalist Fraser Nelson hat für die englische Zeitschrift The Spectator das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf der einzelnen US-Bundesstaaten dem BIP pro Kopf der europäischen Staaten gegenübergestellt und kommt dabei zu interessanten Ergebnissen.


Der Staat mit dem höchsten BIP pro Kopf bleibt auch im transatlantischen Vergleich Alaska mit 80.741 US-Dollar. Norwegen als reichstes Land Europas kommt auf Platz 7 – hinter Massachusetts und vor New Jersey. Europäisches Schlusslicht ist Großbritannien, das mit 36.202 US-Dollar das zweitärmste Land unter den euroamerikanischen Staaten ist – nur Mississippi, mit 35.157 US-Dollar, hat ein geringeres BIP pro Kopf. Deutschland kommt laut der Gegenüberstellung auf Platz 37 und liegt zwischen Michigan und Montana – zwei US-Staaten übrigens mit einer hohen Dichte an Nachfahren deutscher Einwanderer.

Warum das so ist, beschreibt Fraser Nelson hier auf dem Blog des Spectator.

Keinen INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed oder Newsletter.

]]>
http://blog.insm.de/10199-wie-reich-ist-europa-im-vergleich-zu-den-usa/feed/ 0
5 vor 10: Migranten, Austerität, Grenzen, Reservierungen, Uber http://blog.insm.de/10209-5-vor-10-migranten-austeritaet-grenzen-reservierungen-uber/ http://blog.insm.de/10209-5-vor-10-migranten-austeritaet-grenzen-reservierungen-uber/#comments Tue, 02 Sep 2014 07:55:06 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10209 weiterlesen]]> In den Linktipps beschäftigen wir uns heute mit der Frage, wieso die Einwanderer in Europa und den USA ein unterschiedliches Bildungsniveau aufweisen. Ebenso geht es um das mögliche Ende der Austeritätspolitik in Europa, um die Übermacht von Uber, stabile Staatsgrenzen und kostenlose Reservierungen.


1. Warum sich die Einwanderer in Europa und den USA unterscheiden
(voxeu.org, Assaf Razin und Efraim Sadka, englisch)
Die USA zieht im Schnitt höher qualifizierte Migranten an als Europa. Hat dies etwas mit den sozialen Sicherungssystemen in Europa zu tun? Assaf Razin und Efraim Sadka haben ein Modell entwickelt, um diesen Unterschieden auf den Grund zu gehen. Die Altersstruktur sei für diese Entwicklung entscheidend: Die älteren Generationen würden in Europa an Einfluss gewinnen – und ihr Interesse an generösen staatlichen Sicherungssystemen sei groß.

2. Merkel vs. Draghi
(blog.zeit.de/herdentrieb, Fabian Lindner)
Will Mario Draghi nicht mehr sparen? Das wollte Angela Merkel genau wissen und rief den EZB-Präsidenten an. Bekannt ist nur, was er auf der Tagung der Zentralbanker in Jackson Hole erzählt hat. Dort verglich er die Arbeitslosenquoten in den USA und in Europa seit dem Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008. Ergebnis: In Europa ist sie seither erst richtig gestiegen. Der vermeintliche Grund: Die Austeritätspolitik. Herdentrieb-Autor Fabian Lindner vergleicht die aktuelle wirtschaftliche Lage in Europa gar mit der Großen Depression der Dreißiger Jahre.

3. Die Macht der Geografie
(oekonomenstimme.org, Charles B. Blankart)
Es gebe zwei Arten von Staaten, schreibt der Schweizer Volkswirtschafter Charles B. Blankart: Jene, die sich trotz aller Erschütterungen jahrhundertelang behaupten und jene, die schon an kleinen Krisen scheitern. In seinem Artikel beleuchtet Blankart, die Gründe für die unterschiedliche Stabilität. Erstaunlicherweise halten schematisch gezogene Grenzen mitunter länger.

4. Warum kosten Reservierungen im Restaurant nichts?
(priceonomics.com, Alex Mayyasi, englisch)
Lange Schlangen für Reservierungen im Restaurant? Das wäre für Ökonomen wohl eine klare Sache: Die Preise für alle Gerichte auf der Karte erhöhen oder etwas für Reservierungen selbst verlangen. Macht bloß kleiner. Priceonomics möchte wissen, wieso sich die Ökonomie der Restaurants unterscheidet und befragt eine erfolgreiche Restaurantbesitzerin. Sie sagt, faire Preise seien den Kunden wichtig.

5. Warum Uber gestoppt werden muss
(salon.com, Andrew Leonard, englisch)
Für Volkswirte ist das ja kaum nachvollziehbar: Alle haben offenbar Angst vor Uber, dem US-Start-up, das eine Mitfahr-App entwickelt hat. Das Landgericht Frankfurt hat in einer einstweiligen Verfügung erlassen, dass das Unternehmen seine Dienstleistung in Deutschland nicht anbieten darf. Die Taxifahrer freut das. Wer den Artikel von Andrew Leonard liest, versteht vielleicht besser, wieso es so ein Unbehagen gegenüber der Idee dieser Taxi-App gibt – auch wenn sich darüber natürlich streiten lässt.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10209-5-vor-10-migranten-austeritaet-grenzen-reservierungen-uber/feed/ 0
5 vor 10: Sachsen, Afrika, EZB, Venezuela, Hollande http://blog.insm.de/10196-5-vor-10-sachsen-afrika-ezb-venezuela-hollande/ http://blog.insm.de/10196-5-vor-10-sachsen-afrika-ezb-venezuela-hollande/#comments Mon, 01 Sep 2014 07:55:11 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10196 weiterlesen]]> Die Sachsen haben gewählt. Wen wollen sie damit eigentlich abstrafen? Neben dieser beschäftigt uns die Frage, ob das Wirtschaftswachstum in afrikanischen Staaten Bestand haben kann, wie Mario Draghi gegen die Deflation kämpfen will, weshalb Venezuelas Supermärkte so leer sind und warum der französische Präsident bei den Reformen auf dem rechten Weg ist.


1. Große Koalition, große Langeweile
(wiwo.de, Tim Rahmann)
Die Sachsen haben gestern ihren Landtag gewählt. Die Ergebnisse sollten aufrütteln. AfD und NPD haben zusammen so viele Stimmen wie die SPD. Die FDP hat es erst gar nicht ins Parlament geschafft. Verantwortlich für diesen Wahlausgang, sei Berlin, schreibt Tim Rahmann: “Ob Mindestlohn, Rente mit 63 Jahren oder die Euro-Rettung: Alles wird im Schnellverfahren und fast kritiklos – innerhalb der großen Koalition finden Diskussionen kaum statt – durch das Parlament gepeitscht. Die Bürger fühlen sich immer öfter überrumpelt.”

2. Wachstum in Afrika – hat das Bestand?
(voxeu.org, Margaret McMillan, englisch)
Wächst die Wirtschaft in vielen afrikanischen Ländern nur, weil die Güterpreise steigen? Wird die Arbeitslosigkeit hoch bleiben, solange es keinen leistungsfähiges verarbeitendes Gewerbe gibt? Oder werden einige Staaten Probleme bekommen, weil zu viele junge Menschen keinen Job finden? Diesen Fragen geht US-Ökonomin Margaret McMillan bei Voxeu auf den Grund. Was die Zukunft der Wirtschaft in diesen Länern angeht ist McMillan guter Dinge: Es gebe immer weniger Menschen, die ihr Geld in der Landwirtschaft verdienen würden.

3. Abenomics nach europäischer Art
(project-syndicate.org, Nouriel Roubini, englisch)
Die Europäische Zentralbank fürchtet die Deflation. Ihre Gegenmittel sind begrenzt, denn viel niedriger können die Leitzinsen nicht mehr sein. Der Plan der “Draghinomics”, den Euro mittels struktureller Reformen zu stabilisieren, könnte sehr schwierig werden, mein Nouriel Roubini. Die Unterschiede in den Volkswirtschaften, besonders auf der Angebotsseite, seien zu groß. Der EZB-Präsident Mario Draghi habe aber noch zwei weitere Maßnahmen im Petto.

4. Wieso sind venezolanische Supermärkte so leer?
(washingtonpost.com/blogs/wonkblog, Matt O’Brien, englisch)
Wer schon mal in Venezuela im Supermarkt war, weiß: Die Auswahl ist sehr begrenzt. Der Wonkblog fragt, woran das liegt. Das Land, das hauptsächlich vom Erdölexport lebt, will nun sogar einige Produkte rationieren. Matt O’Brien weiß, wo die Ursache dafür liegt. Der Staat drucke Geld, um seine Schulden zu finanzieren – die Inflation könne aktuell bei rund 300 Prozent liegen. Die Preiskontrollen des Staates würden die Situation verschlimmern.

5. Hollande im Schröder-Dilemma
(handelsblatt.com/meinung, Wolfram Weimer)
Die französische Wirtschaft brauche dringend liberale Reformen. Der Präsident François Hollande habe dies erkannt, allerdings müsse er sich gegen die Sozialisten durchsetzen. “Die mächtigen Gewerkschaften und weite Teile des linken Spektrums sind mental in den siebziger Jahren hängen geblieben. Sie wähnen sich als Sozialingenieure, Wohltäter und Planwirtschaftsbürokraten eines All-inclusive-Staates”, kommentiert Wolfram Weimer. Damit ginge es Hollande wie Schröder im Jahr 2003, als er die Agenda 2010 einleitete.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10196-5-vor-10-sachsen-afrika-ezb-venezuela-hollande/feed/ 0
5 vor 10: Griechenland, Arbeitsmarkt, Kinder, Weidmann, Kredite http://blog.insm.de/10193-5-vor-10-griechenland-arbeitsmarkt-kinder-weidmann-kredite/ http://blog.insm.de/10193-5-vor-10-griechenland-arbeitsmarkt-kinder-weidmann-kredite/#comments Fri, 29 Aug 2014 07:55:06 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10193 weiterlesen]]> Unbeachtete Hilfen für Griechenland, teure Kinder und der schweigsame Bundesbank-Chef Jens Weidmann – diese Themen beschäftigen uns heute in den Linktipps. Ebenso fragen wir, warum der US-Arbeitsmarkt für Verwirrung sorgt und die Niedrigzinspolitik der EZB nicht zu mehr privaten Krediten führt.


1. Die unbekannte Unterstützung für Griechenland
(neuewirtschaftswunder.de, Jens Bastian)
Wenn über Hilfen für Griechenland gesprochen wird, geht es meistens um die Rettungspakete. Dabei greift die EU dem Krisen-Staat noch anderweitig unter die Arme: Das Land bekommt mittlerweile deutlich mehr Gelder aus dem Europäischen Strukturfonds, außerdem finanziert die Europäische Investitionsbank viele Projekte in Griechenland. Doch wie nachhaltig sind diese politisch motivierten Geschäfte?

2. Die US-Arbeitslosenquote ist kein guter Indikator für Inflation
(blog.zeit.de, Dieter Wermuth)
Die Arbeitslosigkeit in der Amerika sinkt – eigentlich müsste die Fed jetzt langsam die Zinsen erhöhen. Doch Chefin Janet Yellen will sich offenbar Zeit damit lassen. Sie bezieht sich nicht nur auf die Erwerbslosenquote, sondern auf andere Arbeitsmarktdaten. Beispielsweise gibt es immer noch sehr wenige freiwillige Kündigungen in Amerika. Ihrer Meinung nach deutet das darauf hin, dass der Arbeitsmarkt immer noch nicht wirklich gesund ist.

3. Ein Kind kostet 126.000 Euro
(wiwo.de, Saskia Littmann)
Wie teuer ist eigentlich der Nachwuchs? Das Statistische Bundesamt hat ausgerechnet, dass ein Kind in Deutschland bis zu dessen 18. Geburtstag rund 126.000 Euro kostet. Allerdings variiert der Betrag sehr stark, er hängt vor allem vom Haushaltseinkommen ab. Klar ist nur: Je älter das Kind, desto teurer wird es. Und der größte Batzen kommt zum Schluss: das Studium.

4. Herr Weidmann, wo sind Sie?
(handelsblatt.com, Jan Mallien)
EZB-Chef Mario Draghi ändert immer stärker den Kurs der Zentralbank. Beim Notenbankertreffen in Jackson Hole hat er die EU-Staaten dazu aufgefordert, wieder mehr zu investieren – und dabei auch mehr Schulden aufzunehmen. Bundesbank-Chef Jens Weidmann hält sich trotz solcher Vorstöße mit Kritik an Draghi zurück. Das zeige, wie schwierig der Lage der EZB mittlerweile ist, schreibt Handelsblatt-Redakteur Jan Mallien.

5. Die Kreditvergabe zieht nicht an
(blogs.reuters.com, Ross Finley, englisch)
Die EZB stellt den Banken massenhaft günstiges Geld zur Verfügung. Doch die Finanzinstitute geben das Geld bisher nicht wie geplant per Kredit an Firmen weiter, sondern stecken ihr Geld lieber in Aktien und Staatsanleihen. Ross Finley glaubt, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10193-5-vor-10-griechenland-arbeitsmarkt-kinder-weidmann-kredite/feed/ 0
5 vor 10: Weltwirtschaft, Alvin Roth, Steuern, Verschuldung Russland http://blog.insm.de/10185-5-vor-10-weltwirtschaft-alvin-roth-steuern-verschuldung-russland/ http://blog.insm.de/10185-5-vor-10-weltwirtschaft-alvin-roth-steuern-verschuldung-russland/#comments Thu, 28 Aug 2014 07:55:23 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10185 weiterlesen]]> Heute verweisen wir in den Linktipps auf 38 Karten, die die Weltwirtschaft erklären und auf ein Interview mit Nobelpreisträger Alvin Roth. Außerdem geht es darum, wieso eine hohe Staatsverschuldung sehr schnell zu gefährlich werden kann, weswegen russische Firmen den Standort Deutschland meiden und welche Steuerreformen die Bundesrepublik angehen sollte.


1. 38 Karten erklären die Weltwirtschaft
(Matthew Yglesias, vox.com, englisch)
Wo die größten Container-Häfen der Welt liegen, wie die längsten Linienflüge verlaufen und welche Länder nachts am hellsten strahlen: Vox.com illustriert mit 38 eindrucksvollen Karten, wie die Weltwirtschaft von heute funktioniert und wo ihre Schwerpunkte liegen.

2. “Märkte sind menschliche Artefakte”
(blogs.faz.net, Philip Plickert)
Der Fazit-Blog hat Wirtschaftsnobelpreisträger Alvin Roth im Interview. Phlilip Plickert spricht mit dem Ökonomen über dessen Lieblingsthema: Märkte. Die sind für Alvin Roth etwas ur-menschliches; dennoch müssen sie ständig verbessert und angepasst werden. Das gelte zum Beispiel derzeit auf den Finanzmärkten. Wirtschaftswissenschaftler müssten überprüfen, “ob die Regeln, die gut funktionieren, als die meisten Händler menschliche Wesen waren, jetzt mit viel Computer- und Algorithmus-Handel noch gut funktionieren”.

3. Russische Firmen lassen Deutschland links liegen
(welt.de, Rene Wagner)
Die Ukraine-Krise trifft nicht nur den Handel: Die staatlichen Wirtschaftsförderagenturen registrieren ein stark abfallendes Interesse russischer Firmen am Standort Deutschland. Während in den vergangenen Jahren sich dutzende Firmen neu ansiedelten, startete in den ersten sechs Monaten 2014 kein einziges neues Projekt. Dabei waren russische Direktinvestitionen nicht unwichtig: In der Vergangenheit waren sie doppelt so hoch wie die aus China.

4. Warum eine hohe Staatsverschuldung schnell zum Problem wird
(wirtschaftswurm.net, Arne Kuster)
Arne Kuster erklärt, warum es nicht ausreicht, nur auf die Verschuldung eines Staates zu gucken. Wie gefährlich ein Defizit ist, hängt vor allem vom aktuellen Zins und dem Wirtschaftswachstum ab. Diese beiden Faktoren variieren sehr stark. Im ungünstigen Fall können sie einen Staat mit hoher Verschuldungsquote schnell zum Pleite-Kandidaten machen.

5. Steuerpolitik im Wachkoma
(capital.de, Wolfgang Wiegard)
In der Steuerpolitik hat es in den vergangenen Jahren kaum Impulse gegeben. Die Debatte hat sich auf die Abschaffung der kalten Progression versteift. Wolfgang Wiegard, Wissenschaftlicher Beirat im Finanzministerium, hat eine Menge anderer Vorschläge, wie man das Steuersytem effizienter und wirtschaftsfreundlicher machen könnte – zum Beispiel durch eine Vereinheitlichung der Umsatzsteuer auf 16,5 Prozent.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10185-5-vor-10-weltwirtschaft-alvin-roth-steuern-verschuldung-russland/feed/ 0
5 vor 10: Nobelpreisträger, Regulierung, Jugendarbeitslosigkeit, Wetter, Facebook http://blog.insm.de/10183-5-vor-10-nobelpreistraeger-regulierung-jugendarbeitslosigkeit-wetter-facebook/ http://blog.insm.de/10183-5-vor-10-nobelpreistraeger-regulierung-jugendarbeitslosigkeit-wetter-facebook/#comments Wed, 27 Aug 2014 07:55:13 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10183 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Nobelpreisträger liegen manchmal falsch, das Wetter ist nicht an allem Schuld und Frankreich reguliert seine Wirtschaft kaputt. Außerdem gehen wir der Frage nach, wie Europa die Jugendarbeitslosigkeit besiegen kann und wem eigentlich ein Facebook-Like gehört.


1. Auch Nobelpreisträger liegen manchmal falsch
(wirtschaftswoche.de, Bettina Röhl)
Beim Treffen der Nobelpreisträger in Lindau gingen die Top-Ökonomen hart mit Merkel ins Gericht: Die Kanzlerin spare Europa kaputt, kritisierten sie. Bettina Röhl hält die Empfehlungen der Wissenschaftler für abgehoben. “Ihre noblen Auszeichnungen erhalten sie zumeist für Theoreme und Erkenntnisse, mit denen die unterschiedlichsten Dinge bewiesen würden, die sehr weit oberhalb der realwirtschaftlichen Begebenheiten schweben”, schreibt sie. Merkels Sparpolitik dagegen sei pragmatisch – und richtig.

2. Wie Frankreich seine Wirtschaft kaputt reguliert
(nytimes.com, Suzanne Daley, englisch)
Der Führerschein in Frankreich ist teuer. Zwei junge Unternehmer wollen mithilfe von Online-Unterricht die Preise senken – und haben so die Lobby der streng regulierten Fahrschulbranche gegen sich aufgebracht. Kein Einzelfall: Studien zeigen, dass Verbraucher in Frankreich bis zu 20 Prozent mehr für Dienstleistungen bezahlen, weil Konkurrenz systematisch unterdrückt wird.

3. Die vernachlässigte Generation
(capital.de, Wolfgang Franz)
In vielen Ländern Südeuropas beträgt die Jugendarbeitslosigkeit fast 50 Prozent. Für den ehemaligen Vorsitzenden des Sachverständigenrats, Wolfgang Franz, ist die Beschäftigungslosigkeit in jungen Jahren besonders schlimm. Studien belegen, dass jugendliche Arbeitslose oftmals ein Leben lang stigmatisiert seien. Die Politik muss ihnen deswegen dringend helfen – beispielsweise, indem sie den Arbeitsmarkt dereguliert. Aber auch Lohnsubventionen könnten eine Maßnahme sein.

4. Immer auf das Wetter
(mises.org, Devin Leary-Hanebrink, englisch)
Immer wieder hört man, dass ein besonders kalter Winter das Wirtschaftswachstum beeinflusst. Oft muss das Wetter so als Sündenbock herhalten, wenn die Konjunktur lahmt.  Devin Leary-Hanebrink nimmt den Winter in Schutz: Kälte behindere nicht das Wachstum, sondern verschiebe nur die wirtschaftliche Aktivität.

5. Wem gehört ein Facebook-”Like”?
(businessweek.com, Josua Brustein, englisch)
Eine Amerikanerin hat mehrere Millionen-Likes ihrer Fanpage für eine Fernsehserie verloren. Sie unterlag in einen Prozess gegen den US-Sender BET. Die Begründung der Richter: Facebook-Likes würden die nur Zustimmung eines Nutzers signalisieren und könnten deswegen niemandem gehören. Für Businessweek-Autor Joshua Brustein geht diese Argumentation allerdings an der Realität vorbei. Schließlich gebe es bereits Anbieter, die Facebook-Likes verkaufen. Es existiere also ein Markt für das Gut.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10183-5-vor-10-nobelpreistraeger-regulierung-jugendarbeitslosigkeit-wetter-facebook/feed/ 0
Vom Rententopf zum Schälchen: Was das Rentenpaket für die junge Generation bedeutet http://blog.insm.de/10089-vom-rententopf-zum-schaelchen-was-das-rentenpaket-fuer-die-junge-generation-bedeutet/ http://blog.insm.de/10089-vom-rententopf-zum-schaelchen-was-das-rentenpaket-fuer-die-junge-generation-bedeutet/#comments Tue, 26 Aug 2014 15:18:58 +0000 Lisa Marie Kaus http://blog.insm.de/?p=10089 weiterlesen]]> Das Rentenpaket ist beschlossene Sache. 160 Milliarden Euro, eher sogar 230 Milliarden Euro, werden die Rente mit 63 und die Mütterrente bis 2030 kosten. Es ist eines der teuersten Reformpakete der Bundesregierung, doch schafft dieser hohe Betrag wirklich Gerechtigkeit?


Zum Vergleich: die Rettung der Banken wird im schlimmsten Fall mit 51 Milliarden zu Buche schlagen. Nicht, dass das damals eine gute Idee gewesen wäre, aber wenigstens sprach man da nicht von Gerechtigkeit. Denn das Rentenpaket, so erklärt es die Seite des Arbeitsministeriums, sei nicht geschenkt, sondern verdient, schließe Gerechtigkeitslücken, sorge für die Anerkennung einer Lebensleistung und sei, natürlich, fair.

Das klingt erst mal gut, verkennt aber, was eine Rente überhaupt ist. Eine Rente ist keine Belohnung für eine Leistung, sondern die Auszahlung einer Versicherung gegen Lohneinbuße im Alter. Das klingt weniger blumig und kommt sicher nicht so gut an wie die Vermarktung des Rentenpakets auf der Homepage. Am Ende des Tages mag das vielleicht hart sein, aber es ist fair.

In der aktuellen Diskussion wird konsequent das Wort „Paket“ und nicht „Reform“ verwendet. Dies ist tatsächlich eine gute Begrifflichkeit, denn mit einer Reform, einer Neuordnung zum Besseren, hat das Ganze absolut nichts gemein. Dabei hätte das Rentensystem eine solche bitter nötig. Demografischer Wandel, Überalterung, Rente mit 63 – unterstreichen Sie, was sich nicht mit dem aktuellen System des Umlageverfahrens verträgt. Verwendet man Farbstifte, dann wird es bunt.

Wie funktioniert dieses Rentensystem eigentlich? Vereinfacht betrachtet gibt es zwei Grundprinzipien von Versicherungen:

  • das interpersonelle Umlageverfahren
  • das Kapitaldeckungsverfahren

Im Umlageverfahren zahlen die Versicherten Beiträge, welche die zu erwartenden durchschnittlichen „Schäden”, in unserem Fall die Verdienstausfälle, laufend decken. Jeder wirft etwas in einen Topf, aus dem gleichzeitig auf die aktuell „Geschädigten“ umverteilt wird. Hier ist Solidarität gefragt. Manche zahlen mehr ein, als sie herausbekommen, für andere ist es umgekehrt. Ein Problem bekommt das System, wenn eine immer kleiner werdende Anzahl an Beitragszahlern den Gemeinschaftstopf füllt, während eine immer größere Gruppe einen Anspruch auf Auszahlung aus eben diesem hat.

Im Kapitaldeckungsverfahren erwächst die Absicherung durch das Anlegen der jeweils gezahlten Beiträge, also der Versicherungsprämien, am Kapitalmarkt. Hier ist Eigenverantwortung gefragt. Man muss abschätzen, wie viel man für den Schadensfall zurücklegen sollte und trägt das Risiko selbst, also auch das der Anlage. Natürlich ist auch das Umlageverfahren nicht risikolos, aber man fühlt sich dort höchstens mittelbar betroffen, was das Hantieren mit „Paketen“, von Seiten der Politik, durchaus erleichtert.

Somit setzen beide Systeme jeweils andere Anreize. Es ist ein Unterschied, ob meine Zahlung in einem Gemeinschaftstopf umverteilt wird oder ob Einzahlung und Auszahlung direkt an mich als Individuum gekoppelt sind.

Das entscheidende Problem des Rentenpakets ist genau diese Anreizsituation: Steht ein Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren nun mit 63 vor der Entscheidung “Rente ja oder nein”, betreffen ihn die Kosten, die der Gesellschaft durch seine Entscheidung entstehen, kaum. Diese muss den Rententopf füllen und die Kosten tragen, während er selbst nur einen minimalen Beitrag leistet. Im Umlageverfahren kann es dem Versicherten außerdem egal sein, wie lange er nach der Verrentung noch leben wird und eine Auszahlung der Versicherung erhält. Hätten individuelle Entscheidungen auch individuelle unmittelbare Konsequenzen für den Versicherten, wie im Kapitaldeckungsverfahren, müsste man nicht politisch gegen solche Fehlanreize ansteuern. Jeder wäre hier selbst in der Verantwortung. Man würde nicht auf Kosten anderer beschenkt, sondern bekäme das, was man sich verdient hat.

Es ist klar, dass das Umlageverfahren irgendwann durch das Kapitaldeckungsverfahren ersetzt werden muss. Es ist auch klar, dass aus dem Topf noch so lange umverteilt werden wird, wie es eben geht. Das ist dramatisch für die jüngeren Generationen. Wir werden doppelt belastet, zahlen die Rente der Älteren und müssen gleichzeitig privat zurücklegen. Der Topf wird, bis wir an der Reihe sind, vielleicht gerade noch ein Schälchen sein. Wir haben den Generationenvertrag längst innerlich gekündigt, denn die Anreize für uns sind einfach die falschen.

Keinen INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed oder Newsletter.

]]>
http://blog.insm.de/10089-vom-rententopf-zum-schaelchen-was-das-rentenpaket-fuer-die-junge-generation-bedeutet/feed/ 5
5 vor 10: EZB, Währungsunion, Heiraten, Nordpol, Mütter http://blog.insm.de/10174-5-vor-10-ezb-waehrungsunion-heiraten-nordpol-muetter/ http://blog.insm.de/10174-5-vor-10-ezb-waehrungsunion-heiraten-nordpol-muetter/#comments Tue, 26 Aug 2014 07:55:11 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10174 weiterlesen]]> Hat Mario Draghi den Märkten nebenbei etwas versprochen, wovor verschließt die Bundesregierung in Sachen Eurozone die Augen und was ist eigentlich der Nordpol wert? Diese Fragen beschäftigen die Autoren der heutigen Linktipps, und außerdem: Wieso große Männer früher heiraten und weshalb Kinderbetreuung krank macht.


1. Der wichtigste Teil von Mario Draghis Rede
(businessinsider.com, Joe Weisenthal, englisch)
Hat sich EZB-Präsident Mario Draghi verplappert? Oder war es volle Absicht, dass er seiner Rede in Jackson Hole am Freitag einige Sätze darüber hinzufügte, dass die EZB mehr dafür tun werde, das Ziel der Preisstabilität zu erreichen? Immerhin, gibt der Business-Insider zu bedenken: Mit solchen Aussagen hat Draghi schon mal großen Erfolg gehabt.

2. Was die Bundesregierung nicht wahrhaben will
(wiwo.de, Frank Doll)
Die Mitgliedsländer der Eurozone seien zu verschieden – in Sachen Staatsschulden, Wirtschaftsleistung oder Wettbewerbsfähigkeit. Dass die Europäische Zentralbank so viel Geld in die Währungsunion stecke, halte lediglich eine Scheinstabilität aufrecht. Während der Schuldenstand in Deutschland aktuell sogar sinke, würden viele andere ihre “Schuldenorgien” fortsetzen. Doch das könne die EZB nicht ewig ausbügeln: “Tatsächlich fehlt einer weiteren europäischen Integration immer mehr die ökonomische und politische Grundlage. Mehr Europa bedeutet im gegenwärtigen Umfeld in erster Linie mehr Umverteilung, mehr Haftungs- und Transferunion”, kommentiert Frank Doll.

3. Heiratsmärkte
(qz.com, Max Nisen, englisch)
Große Männer heiraten früher, fanden Forscher der New York University heraus. Allerdings sind sie nicht sicher, ob es daran liegt, dass Frauen größere Männer attraktiver finden oder sie einfach nur wohlhabender und besser genährt wirken. Das würde etwa erklären, wieso kleinere Männer eher mehr verdienen als ihre Frauen und länger mit ihnen verheiratet bleiben. Oder ist es doch nicht ganz so einfach? Quartz sucht nach Erklärungen.

4. Was ist der Nordpol eigentlich wert?
(vocativ.com, Abigail Tracy, englisch)
Knapp ein Drittel der unentdeckten Erdgasvorräte der Erde liegen unter dem Nordpol, sowie 15 Prozent der unerschlossenen Ölvorkommen. Eine Menge, die viel Geld wert ist – schätzungsweise 17,2 Billionen Dollar. Seit längerem streiten USA, Russland, Kanada und andere Nationen darum, wem der Nordpol gehört. Doch wer entscheidet nun, wer Anspruch auf die Bodenschätze hat?

5. Lieber arbeiten als Kinder hüten
(blogs.faz.net, Patrick Bernau)
Machen Kinder krank? Könnte man meinen, wenn man sich die Studie der beiden amerikanischen Soziologinnen Adrianne French und Sarah Damaske ansieht: Jene Mütter, die nach der Geburt ihrer Kinder weiter Vollzeit im Berufsleben standen, waren im Alter von 40 Jahren gesünder, als jene Frauen, die ihre Kinder gehütet haben. Das allerdings sind die Ergebnisse einer Studie von vor zwei Jahren. In ihrer aktuellen Studie fand Sarah Damaske eine mögliche Erklärung dafür: “Arbeitssorgen werden doch nie so existentiell wie die Probleme, die zu Hause warten können. Wenn im Beruf alles viel zu schlimm wird, kann man immer noch kündigen. Mit den Kindern ist das nicht so leicht”, schreibt Patrick Bernau.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10174-5-vor-10-ezb-waehrungsunion-heiraten-nordpol-muetter/feed/ 0
5 vor 10: Liberalismus, Nationen, Arbeitslose, Krise, Doping http://blog.insm.de/10169-5-vor-10-liberalismus-nationen-arbeitslose-krise-doping/ http://blog.insm.de/10169-5-vor-10-liberalismus-nationen-arbeitslose-krise-doping/#comments Mon, 25 Aug 2014 07:55:22 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10169 weiterlesen]]> Was heißt es, liberal zu sein? Wieso erreichen große Gruppen ihre Ziele schwerlich? Lassen sich die Arbeitslosenzahlen mit Twitter berechnen? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns heute in den Linktipps. Außerdem geht es um Stagnation und Doping im Job.


1. Was es bedeutet, ein Liberaler zu sein
(bloombergview.com, Clive Crook, englisch)
Der Liberalismus ist eng mit dem Begriff der Freiheit verknüpft. Doch liberal zu sein, das bedeute noch mehr, betont Clive Crook. Es bedeute zum Beispiel nicht nur politische Interessen Einfluss nehmen zu lassen, sondern auch soziale und wirtschaftliche. Es bedeute, an den Fortschritt zu glauben und den Willen zu besitzen, Konflikte auszutragen. Es bedeute weiterhin, Menschen und ihre Rechte zu respektieren.

2. Der Abstieg der Nationen
(faz.net, Philip Plickert)
Weil die Interessen in einer großen Gruppe so verschieden sind, erreiche diese schwerlich ihre Ziele. Kleine homogene Gruppen hingegen würden ihre Ziele viel leichter umsetzen können, erklärte der Ökonom amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Mancur Olson in seinem Buch „Die Logik des kollektiven Handelns“. Olson traf damit Mitte der Sechziger Jahre den Zeitgeist – in der Diskussion um Gewerkschaften und Lobbyistengruppen. Ihn stellt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in ihrer Serie “Die Weltverbesserer” vor. Olson hatte aber auch eine Erklärung dafür, wieso diverse Staaten Mitte der Achtziger Jahre in der Krise steckten.

3. Arbeitslosenzahlen berechnen – mit Twitter
(lsa.umich.edu, Susan Hutton, englisch)
Präziser und schneller als die Regierung könne Matthew Shapiro, Ökonomie-Professor an der University of Michigan, die Arbeitslosenzahlen der USA mit Daten der Plattform Twitter berechnen, schreibt Susan Hutton. Die statistischen Ämter würden Briefe verschicken oder bei den Haushalten anrufen, allerdings würde die Post und die Anrufe oftmals nicht beantwortet. Das führe zu statistischen Ungenauigkeiten. Shapiro hingegen analysierte die Twitterposts der Bevölkerung. Allerdings mussten sie dabei erst einmal die richtigen Stichworte festlegen: “Lost work” bedeutete nämlich meist, dass ein Computer den Geist aufgegeben hatte.

4. Die Krise ist noch nicht vorbei
(weitwinkelsubjektiv.com, André Kühnlenz)
Investitionen lohnen sich nicht, wenn sich die Gewinnmöglichkeiten für ein Unternehmen dadurch nicht verändern. Trift das auf die gesamte Volkswirtschaft zu, könnte das die säkulare Stagnation bedeuten. Die Debatte um diesen Begriff hat der frühere Finanzminister Larry Summers Anfang des Jahres ins Rollen gebracht. In einer solchen Phase würden über einen längeren Zeitraum kaum neue Jobs geschaffen werden. André Kühnlenz erklärt, wieso die von Summers vorgebrachten Gründe plausibel sind.

5. Doping in der Chefetage
(handelsblatt.com, Jörg Hackhausen)
Es ist nicht nur die Sehnsucht nach dem Rauschzustand, der Menschen dazu verleitet, Drogen zu konsumieren. Es ist immer öfter auch der Wunsch, einen guten Job zu machen. Jörg Hackhausen erklärt im Handelsblatt, welche Drogen wieso von wem konsumiert werden. “Meist tritt ein Effekt nur kurzfristig auf, um den Preis, dass sie Körper und Geist langfristig auszehren”, konstatiert Hackhausen.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

 

]]>
http://blog.insm.de/10169-5-vor-10-liberalismus-nationen-arbeitslose-krise-doping/feed/ 0
5 vor 10: Mindestlohn, Notenbanker, Ökonomie, Geld, Konjunktur http://blog.insm.de/10167-5-vor-10-mindestlohn-notenbanker-oekonomie-geld-konjunktur/ http://blog.insm.de/10167-5-vor-10-mindestlohn-notenbanker-oekonomie-geld-konjunktur/#comments Fri, 22 Aug 2014 07:55:40 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10167 weiterlesen]]> Wichtige Notenbankchefs, darunter Janet Yellen und Mario Draghi, treffen sich heute zur Konferenz in Jackson Hole. Was sie dort besprechen, steht heute in den Linktipps. Außerdem: Warum internationale Erfahrungen mit dem Mindestlohn hierzulande kaum aussagekräftig sind, weshalb die Konjunktur eingebrochen ist und Ökonomen mehr mit großen Datenmengen arbeiten sollten.


1. Internationale Vergleiche beim Mindestlohn
(oekonomenstimme.org, Andreas Knabe, Ronnie Schöb und Marcel Thum)
Wird die Einführung des Mindestlohns in Deutschland Arbeitsplätze kosten? Der Blick auf andere Länder hilft kaum weiter – zu groß sind die Unterschiede. “Keinesfalls kann man mit dem einfachen Verweis auf die Existenz von Mindestlöhnen in anderen Ländern auf die Unschädlichkeit eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland schließen”, heißt es im Blog Ökonomenstimme.

2. Zentralbanker auf Arbeitssuche
(nzz.ch, Martin Lanz)
In Zeiten, in denen unkonventionelle Geldpolitik, beinahe rund um den Globus die Regel zu sein scheint, kommt den Chefs der Notenbanken eine große Rolle zu. Die mächtigen Geldpolitiker treffen sich heute zu ihrer jährlichen, strikt abgeschirmten Konferenz in Jackson Hole. Auch EZB-Chef Mario Draghi wird erwartet. Analysen des US-Arbeitsmarktes werden im Vordergrund stehen. Wir robust er derzeit ist, lässt sich nicht einfach beantworten.

3. Ökonomische Modelle brauchen mehr Daten
(blog.lindau-nobel.org, Jeffrey Peters, englisch)
Wirtschaftswissenschaftlern wird oft vorgehalten, dass es ihnen nicht gelingt, große ökonomische Krisen vorherzusehen. In der Tat ist die Prognosekraft der Wirtschaftswissenschaften eher gering, beispielsweise im Vergleich zu Naturwissenschaften. Doch das kann sich ändern, wenn die Ökonomie künftig nicht nur auf vereinfachende Modelle setzt, sondern auch komplexe Daten in ihre Analysen miteinbezieht, argumentiert Jeffrey Peters.

4. Mehr Geld drucken!
(blog.zeit.de, Dieter Wermuth)
Die Leitzinsen der Eurozone sind so niedrig wie noch nie, dennoch kommt es nur unzureichend zur angestrebten Belebung der Konjunktur. “Vielleicht ist der Umweg über die Banken einfach zu lang”, schreibt Dieter Wermuth. Sie würden die Impulse der Geldpolitik nicht an ihre Kunden weitergeben. Wermuth hat deshalb einen überraschenden Vorschlag: Die EZB sollte jedem Europäer einfach 500 Euro überweisen.

5. Aus der Traum vom ewigen Boom
(wiwo.de, Malte Fischer und Thomas Glöckner)
Selbst erfahrene Analysten waren überrascht als sie diese Zahl sahen: Um 0,2 Prozent war die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft. Es zeigt sich: Weltpolitische Krisen, vor allem der Konflikt mit Russland, führen zu großen Unsicherheiten. Die Investitionsbereitschaft lässt nach, die Zeiten des Aufschwungs sind daher vorerst zu Ende.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10167-5-vor-10-mindestlohn-notenbanker-oekonomie-geld-konjunktur/feed/ 0