INSM Blog http://blog.insm.de Ökonomie verstehen Fri, 31 Oct 2014 08:55:18 +0000 de-DE hourly 1 5 vor 10: Schuldenkrise, Wirtschaftspolitik, Energiewende, Schweiz, Ölpreis http://blog.insm.de/10448-5-vor-10-schuldenkrise-wirtschaftspolitik-energiewende-schweiz-oelpreis/ http://blog.insm.de/10448-5-vor-10-schuldenkrise-wirtschaftspolitik-energiewende-schweiz-oelpreis/#comments Fri, 31 Oct 2014 08:55:18 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10448 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Wie die europäische Schuldenkrise zu überwinden und was an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung auszusetzen ist. Außerdem: Weshalb die Energiewende vor so vielen Problemen steht, woher die beeindruckende Wirtschaftskraft der Schweiz stammt und wer Gewinner und Verlierer des niedrigen Ölpreises sind.


1. Zwei Modelle für Europa
(cesifo-group.de, Hans-Werner Sinn)
Die Schuldenkrise in Europa ist aus Sicht von Experten noch nicht gelöst. Für die Euroländer gibt es nun zwei Möglichkeiten, findet ifo-Chef Hans-Werner Sinn: Entweder werden die Schulden der Einzelstaaten kollektiv abgeschirmt, dann müssen seiner Meinung nach aber verbindliche Schluldengrenzen her. Oder man macht es so wie in den USA: Dort sind die Bundesstaaten ganz auf sich gestellt, wenn ihnen das Geld ausgeht.

2. Angela Merkel begeht Verrat an der Zukunft
(wiwo.de, Henning Krumrey)
Einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen haben sich Angela Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble als großes Ziel ihrer Regierungszeit vorgenommen. Für Henning Krumrey ist die schwarze Null aber nicht mehr als “das ökonomische Feigenblatt der Merkel’schen Politik”. Er vermisst echten Elan bei dem Versuch, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland zu verbessern.

3. “Die Lobbyisten der Erneuerbaren schreien Zeter und Mordio”
(energieheld.de)
Alexander Wendt ist Wirtschaftsjournalist und Experte für Energiepolitik. Er hat das Buch “Der grüne Blackout” veröffentlicht, in dem er darlegt, weshalb die Energiewende seiner Meinung nach nicht gelingen kann. Im Interview begründet er diese Haltung: “Die Energiewende entpuppt sich als ein wilder, unkoordinierter Installationswettbewerb, während die nötige Infrastruktur noch in der Planungsphase steckt.”

4. Die Schweizer und ihr Wohlstand
(faz.net, Jürgen Dunsch)
Wirtschaftlich gesehen scheint die Schweiz so etwas wie die Insel der Seligen in Europa zu sein: Während hohe Staatsschulden auf der Eurzone lasten, erwirtschaftet die Schweiz gar Haushaltsüberschüsse, die Arbeitslosenquote ist konstant niedrig, Streiks gibt es so gut wie nie. Als Gründe für den Erfolg nennt Jürgen Dunsch “Eigenverantwortung, Forschung und Entwicklung, Qualität der Produkte und Zuverlässigkeit in den Dienstleistungen”. Damit sei die Schweiz groß geworden und: “Sie bilden auch ein Erfolgsrezept für die Zukunft.”

5. Wem nutzt und wem schadet der niedrige Ölpreis?
(ft.com, englisch)
Erdöl ist derzeit so günstig zu haben wie lange nicht. Ist das eine gute Nachricht? Kommt darauf an, wo man lebt. Die Schweizer Bank UBS hat die Gewinner und Verlierer ermittelt: Sollte der Ölpreis im nächsten Jahr bei niedrigen 85 Dollar pro Barrel liegen, würde das vor allem das Wirtschaftswachstum in Schwellenländern wie den Philippinen und Thailand antreiben. Volkswirtschaften wie Russland und Norwegen hätten jedoch darunter zu leiden.

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5 vor 10: EZB, Eurokrise, Singapur, Russland, Liebesfilme http://blog.insm.de/10436-5-vor-10-ezb-eurokrise-singapur-russland-liebesfilme/ http://blog.insm.de/10436-5-vor-10-ezb-eurokrise-singapur-russland-liebesfilme/#comments Thu, 30 Oct 2014 08:56:40 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10436 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Warum die EZB die Probleme der Eurozone nicht alleine lösen kann – und warum sie es unter Umständen auch gar nicht will. Außerdem: Wo Unternehmer besonders gut behandelt werden, weshalb der Ölpreis Russlands Wirtschaft unter Druck setzt und warum es in Liebesfilmen so oft ums Geld geht.


1. Die Eurozone bleibt eine Gefahr
(blog.tagesanzeiger.ch, Markus Diem Meier)
Im Oktober kam es wieder zu Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die Probleme der Eurozone waren aus Sicht von Markus Diem Meier der wichtigste Grund dafür. Der EZB gingen angesichts des Rekordtiefs bei den Zinsen die Optionen aus, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Sie dürfe aber ohnehin nicht ständig als Feuerwehr missbraucht werden: “Die Politik müsste auch die Brandursachen bekämpfen, wie die mangelhafte institutionelle Aufstellung der Eurozone.”

2. Per Eurokrise zur politischen Union
(norberthaering.de, Norbert Häring)
Der Volkswirt und Handelsblatt-Redakteur Norbert Häring meint, die Europäische Zentralbank und Regierungen der Eurozone hätten gar kein Interesse, die Krise der Gemeinschaftswährung zu lösen. Er mutmaßt, dass die Krise benutzt wird, um das Ziel einer politischen Union in Europa zu erreichen. Das erkläre, “warum IWF, EU-Kommission und EZB, allesamt Verfechter einer politischen Union, durch Kaputtsparen halb Europa unter die Kuratel von Brüssel und Frankfurt treiben.”

3. Singapur ist am unternehmerfreundlichsten
(businessinsider.com, englisch)
Ob ein Unternehmen erfolgreich ist, hat nicht nur etwas mit dem angebotenen Produkt zu tun, sondern ist auch stark von den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen abhängig. Wie unterschiedlich diese ausfallen können, zeigt der “Doing Business Report” der Weltbank. In Singapur, dem weltweiten Spitzenreiter, dauert es beispielsweise nur zwei bis drei Tage, eine Firma zu gründen. In Ländern wie Eritrea müssen Unternehmer fast drei Monate auf die nötigen Papiere warten.

4. Tiefer Ölpreis könnte Russland in den Ruin treiben
(welt.de, Michael Stürmer)
Russland lebt vom Geschäft mit Öl und Gas. Doch die schwache Konjunktur lässt die Preise stark sinken. Geht es weiter bergab, droht der Zusammenbruch der russischen Wirtschaft. “Ist das Grund zur Schadenfreude im Westen oder Anlass für Reue im Kreml?”, fragt Michael Stürmer und antwortet gleich selbst: “Weder – noch. Die Lage verlangt nur zusehends dringlicher, was noch immer schmerzhaft fehlt, Krisenmanagement und Staatsklugheit auf beiden Seiten.”

5. Die Ökonomie der Liebesfilme
(medium.com, Meredith Haggerty, englisch)
Geht es in Liebesfilmen wirklich um die Liebe? Meredith Haggerty stellt eine gewagte These auf: Eigentlich geht es vor allem ums Geld. Sie vergleicht die romantischen Komödien der 30er-Jahre mit den Meg-Ryan-Kassenschlagern der 90er und dem aktuellen Liebesangebot im Kino: Die Ökonomie spielt in allen drei Perioden eine Rolle. Geändert hat sich, dass die Protagonisten früher deutlich reicher waren.

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5 vor 10: Preise, Wachstum, Zinswende, Glück, Gold http://blog.insm.de/10433-5-vor-10-preise-wachstum-zinswende-glueck-gold/ http://blog.insm.de/10433-5-vor-10-preise-wachstum-zinswende-glueck-gold/#comments Wed, 29 Oct 2014 08:55:36 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10433 weiterlesen]]> Heute in der Linktipps: Bekommen wir bald alle individuelle Preis? Schwächt sich das Wachstum langfristig ab? Außerdem: Abschwünge beeinflussen die Zufriedenheit stärker als Aufschwünge, bis zur Zinswende dauert es wohl noch eine Weile und die Schweizer stimmen über ihr Gold ab.


1. Jeder hat seinen Preis
(zeit.de, Hannes Grassegger)
Da Produzenten und Händler immer mehr über uns wissen, lernen sie, unsere Zahlungsbereitschaft besser einzuschätzen. Am Ende der Entwicklung könnte jeder Verbraucher seinen individuellen Preis erhalten. Aber wollen wir das? Eine solche Welt wäre wohl deutlich kälter: “Fixe Preise schaffen einen versteckten Sozialvertrag, wie einheitliche Krankenkassenprämien”, schreibt Zeit-Autor Hannes Grassegger.

2. Schwächt sich das Wirtschaftswachstum langfristig ab?
(blogs.ft.com, Gavyn Davies, englisch)
Es scheint, als käme das weltweite Wirtschaftswachstum seit der Finanzkrise nicht mehr so richtig in Fahrt. FT-Kolumnist Gavyn Davies weist daraufhin, dass sich die Konjunktur in der Industriestaaten bereits vor dem Crash stark abgeschwächt hat – und zwar bereits seit den 70er-Jahren.

3. Zurück zur Unruhe
(capital.de, Dorothea Schäfer)
Während viele nach der Zinsewende rufen, warnt die Direktorin für der Bereich Finanzmärkte am DIW vor einer zur schnellen Erhöhung der Zinsen. Die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten hätten gezeigt, dass die Unsicherheit noch lange nicht vorbei ist, schreibt Dorothea Schäfer. Die EZB sollte deswegen weiter billiges Geld zur Verfügung stellen, um die Aktien- und Anleihenmärkte weiter zu schmieren.

4. Warum sind Rezessionen so deprimierend?
(timharford.com, Tim Harford, englisch)
Neue wissenschaftliche Studien zeigen, dass uns Aufschwünge nur ein bisschen glücklich machen, Rezessionen uns aber umso stärker deprimieren. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass wir in Abschwüngen mit großer Unsicherheit leben müssen. Und kaum etwas macht der Menschen unglücklicher, als nicht zu wissen, was die Zukunft bringen wird.

5. Schweizer stimmen über Goldreserve ab
(handelsblatt.com, Holger Alich)
Am Sonntag müssen die Schweizer über das Gold ihrer Notenbank entscheiden. Künftig könnte die Bank 20 Prozent ihrer Anlagen in Gold halten müssen. Derzeit hält die Bank deutlich weniger Reserven. Die Schweizer müssten soviel Gold nachkaufen, dass der ganze Markt für das Edelmetall durcheinander kommen könnte.

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Mehr Wettbewerb auf dem Taximarkt zulassen http://blog.insm.de/10423-mehr-wettbewerb-auf-dem-taximarkt-zulassen/ http://blog.insm.de/10423-mehr-wettbewerb-auf-dem-taximarkt-zulassen/#comments Tue, 28 Oct 2014 13:15:58 +0000 Dr. Susanne Cassel und Dr. Tobias Thomas http://blog.insm.de/?p=10423 weiterlesen]]> Die Share Economy stellt Marktteilnehmer ebenso wie die regulierende Politik vor besondere Herausforderungen. Dies wird derzeit insbesondere in der aktuellen Debatte im Bereich des Personentransports deutlich. Es kämpfen alteingesessene Taxi-Kartelle gegen neue Anbieter wie UBER und Lyft, die den Markt weitgehend umkrempeln können. Wettbewerb kann den Kunden hier entscheidende Vorteile bringen, wenn die Politik die Möglichkeiten erkennt.


Dieser Policy Brief entstand auf Grundlage des ECONWATCH-Meetings zum 20. Hauptgutachten der Monopolkommission mit Prof. Dr. Justus Haucap (Düsseldorf Institute for Competition Economics & ECONWATCH) am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).

Neue Dienstleister wie der Fahrdienstanbieter Uber, Innovationen wie Taxi-Apps, mit der Kunden Taxis bestellen und anschließend die Fahrer bewerten können, sowie Car-Sharing-Konzepte können mehr Transparenz auf dem Taximarkt schaffen und den Kunden neue Wahlmöglichkeiten in Bezug auf Preis und Qualität eröffnen. Diese Vorteile lassen sich allerdings derzeit aufgrund einer nicht mehr zeitgemäßen Regulierung des Taximarktes nicht realisieren: Wer als Anbieter in den Markt eintreten möchte, braucht eine Konzession. Die Konzessionsvergabe erfolgt dabei in den meisten Kommunen sehr restriktiv, so dass lange Wartelisten existieren. Zudem werden die Beförderungstarife staatlich festgelegt, so dass der Preiswettbewerb ausgeschaltet ist. Damit der Wettbewerb seine nützliche Wirkung für die Kunden entfalten kann, sollten Taxiunternehmer künftig keine Konzession mehr benötigen und ihre Preise selbst festlegen können.

Der Fahrdienstanbieter Uber, der seit Kurzem auch in Deutschland mit der Vermittlung von Fahrgästen an Gelegenheitsfahrer Fuß fassen will, hat eine Diskussion über Wettbewerbsdefizite im deutschen Taximarkt angestoßen. Grundsätzlich sorgt Wettbewerb dafür, dass Unternehmen einen Anreiz haben, produktiver und innovativer zu werden und sich stärker an den Wünschen ihrer Kunden auszurichten. Er sorgt zugleich für niedrige Preise. Staatliche Eingriffe in das Marktgeschehen bedürfen daher einer besonderen Begründung. Die Beschränkung des Marktzutritts für neue Taxianbieter durch die restriktive Vergabe von Konzessionen wird oftmals damit begründet, dass ohne sie zu viele Taxiunternehmen im Markt tätig seien und es zu ruinöser Konkurrenz kommen könne, so dass die Qualität der Leistungen abnehme. Ruinöse Konkurrenz ist jedoch auf dem Taximarkt nicht zu erwarten, da Unternehmer, die nicht mehr rentabel wirtschaften können, jederzeit ihre Fahrzeuge verkaufen und aus dem Markt austreten können. Eine strenge Mengenbeschränkung kann dagegen dazu führen, dass im Markt etablierte Unternehmer vor Konkurrenz geschützt und weniger hochwertige Leistungen zu staatlich garantierten Preisen anbieten können. Der Taximarkt sollte daher geöffnet werden, indem die Konzessionsvergabe abgeschafft wird. Gleichzeitig sollte auch das bisher bestehende Verbot, außerhalb des Konzessionsgebietes, wie im Fall des Flughafens Berlin-Brandenburg, Fahrgäste an Taxiständen und an der Straße aufzunehmen, beendet werden. Damit könnten wirtschaftlich und ökologisch nachteilige Leerfahrten vermindert und die Wartezeiten für Kunden reduziert werden.

Hingegen kann es weiterhin angezeigt sein, qualitative Vorgaben für Taxiunternehmer und -fahrer vorzusehen. Da der Kunde die Qualität der angebotenen Leistung wie den technischen Zustand des Taxis oder die Fahrweise und Ortskenntnisse des Fahrers vor Antritt der Fahrt nur schwer beurteilen kann, besteht die Gefahr, dass Kunden benachteiligt werden. Dies gilt vor allem für Taxis, die auf der Straße angehalten werden, und Taxis an Taxiständen. Denn hier trifft der Kunde auf wechselnde, ihm unbekannte Fahrer, hat oft keine Auswahl und ist möglicherweise unter Zeitdruck. Im Bereich der Funktaxis, die der Kunde vorab bestellt, ist eine Qualitätskontrolle dagegen einfacher möglich, da der Kunde immer wieder dasselbe Unternehmen beauftragen kann. Taxiunternehmer haben in diesem Segment zudem selbst ein Interesse, für eine gute Reputation zu sorgen, um sich einen festen Kundenstamm aufzubauen. Darüber hinaus tragen technische Innovationen wie Smartphone-Apps dazu bei, die Transparenz über die Qualität unterschiedlicher Anbieter zu erhöhen, indem Kunden ihre Fahrer bewerten können. Zudem ist inzwischen aufgrund von Navigationssystemen die vorgeschriebene Ortskenntnisprüfung für Taxifahrer überflüssig geworden – sie könnte durch einen Nachweis ersetzt werden, dass ein Navigationsgerät vorhanden ist und bedient werden kann. Für die Fahrer können Vorgaben wie ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis und eine Maximalzahl von Punkten in der Flensburger Verkehrssünderdatei sinnvoll sein. Die qualitative Kontrolle sollte insbesondere auf den technischen Zustand der Fahrzeuge reduziert werden.

Dass der Preiswettbewerb auf dem Taximarkt durch staatlich festgesetzte Preise völlig ausgeschaltet ist, wird mit dem Schutz der Verbraucher vor überhöhten Preisen gerechtfertigt. Je intensiver der Wettbewerb ist, desto weniger stichhaltig ist dieses Argument jedoch, denn Wettbewerb sorgt für niedrige Preise. Zumindest in Großstädten dürfte der Wettbewerb recht intensiv sein. Hinzu kommt, dass sich mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphone-Apps auch die Transparenz bei den Preisen deutlich erhöht, so dass ein so tiefgreifender Markteingriff wie eine vollständige Preisregulierung nicht mehr zeitgemäß erscheint. Dies gilt insbesondere für den Funktaximarkt, auf dem die Kunden die Preise relativ einfach vergleichen könnten. In zunehmendem Maße kommen Taxiunternehmen auch durch Car-Sharing- und andere Mobilitätsanbieter unter Druck, so dass der Spielraum für überhöhte Preise abnimmt. Indem Taxiunternehmen erlaubt wird, selbst über ihre Preise zu entscheiden, können sie unterschiedliche Qualitäten zu unterschiedlichen Preisen anbieten. Damit können sie unterschiedlichen Kundenwünschen besser nachkommen.

Innovationen wie Smartphone-Apps und Navigationssysteme sowie neue Mobilitätsanbieter wie Car-Sharing-Unternehmen oder Fahrgastservices wie Uber stellen die umfassende Regulierung des deutschen Taximarktes zunehmend in Frage. Die Politik sollte dem Rechnung tragen und die bestehenden Regulierungen weitgehend abschaffen. Mehr Wettbewerb auf dem Taximarkt wird sich durch ausdifferenzierte Angebote, höhere Qualität und niedrigere Preise zum Wohle der Kunden auszahlen.

Dieser Artikel erscheint auch als Policy Brief von Econwatch.

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5 vor 10: Arbeitslosigkeit, Shareholder, Schulden, Berechnungsgrundlagen, Immigration http://blog.insm.de/10429-5-vor-10-arbeitslosigkeit-shareholder-schulden-berechnungsgrundlagen-immigration/ http://blog.insm.de/10429-5-vor-10-arbeitslosigkeit-shareholder-schulden-berechnungsgrundlagen-immigration/#comments Tue, 28 Oct 2014 08:55:13 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10429 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Wieso schafft Distanz Arbeitslosigkeit? Was kann Europa vom geistigen Vater der Finanzverfassung der USA lernen? Wer ist der typische Aktienbesitzer in den USA? Wie teuer ist es für eine Wirtschaft die Einwanderung zu beschränken? Und: Warum die Wirtschaft in Zeit- und nicht in Geldeinheiten denken sollte.


1. Die Geografie der Arbeitslosigkeit
(economist.com, englisch)
Job und Wohnort hängen zusammen. Bloß wie? Hat man keinen Job, weil man in einer schlechten Gegend wohnt? Oder wohnt man in einer schlechten Gegend, weil man keinen Job hat? Der Economist vergleicht die einschlägigen Studien zum Thema. Interessant ist vor allem, wie weit jemand von seinem potenziellen Arbeitort entfernt ist. Der durchschnittliche Stadtbewohner der USA etwa kann mit 90 Minuten langen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln gerade einmal 30 Prozent der Jobs erreichen.

2. USA: Wer besitzt Aktien?
(blogs.wsj.com, Josh Zumbrun, englisch)
Die Skepsis ist hierzulande groß, wenn es darum geht, Geld in Aktien anzulegen. Dies ist in den USA anders, wie eine aktuelle Studie der Federal Reserve belegt: Schon in jungen Jahren legen sich die Amerikaner ihre ersten Aktien zu, um im Alter von 65 bis 74 Jahren im Mittel rund 117.000 Euro in Unternehmensanleihen investiert zu haben. Bei der Betrachtung sollte man natürlich im Hinterkopf beibehalten, dass diese Anlage für viele die Altersvorsorge sein dürfte.

3. Meine Schulden, deine Schulden
(FAZit-Blog, Patrick Welter)
Alexander Hamilton gilt als der Vater der Fiskalverfassung Amerikas. Könnte diese Verfassung, die für den Zusammenhalt der Bundesstaaten sorgte, auch für die Europäische Union funktionieren? Patrick Welter erklärt im Fazit-Blog, unter welchen Umständen Hamilton diese Verfassung 1787 entwarf. Außerdem beschreibt er, wieso die Bundesstaaten nicht mit einem Bail-out aus Washington rechnen. In Europa hingegen setze der ESM falsche Anreize: “Kollektiver Reformdruck, nicht Eigenverantwortung, soll die Krisenstaaten stärken. Wer’s glaubt.”

4. Geld statt Zeit: Warum die Ökonomie versagt
(oekonomenstimme.org, Werner Vontobel)
Obwohl der Anteil der Erwerbsarbeit am Zeitbudget auf tiefem Niveau weiter sinkt, werde das soziale Leben zunehmend um die Erwerbsarbeit herum organisiert, schreibt der Schweizer Wirtschaftswissenschaftler Werner Vontobel. Er fordert, dass in der Wirtschaft in Zukunft in Zeit statt in Geldeinheiten gedacht wird. Ist das tatsächlich sinnvoll?

5. Was bringt die Immigration ökonomisch?
(Nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Nicht nur in der Schweiz und in Großbritannien, auch in Deutschland werde die Immigration begrenzt. “Die Behörden spüren, dass sie die innenpolitische Unterstützung für ein allzu liberales Einwanderungsregime verlieren”, kommentiert Tobias Straumann die aktuelle Situation in Deutschland. Doch was bedeutet das für die Wirtschaft? Tobias Straumann stellt zwei aktuelle Studien vor, die nahelegen, dass Beschränkung der Einwanderung Kosten verursacht. Allerdings nicht besonders hohe.

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5 vor 10: Haushalt, Piketty, Inflation, Stresstest, Reiche http://blog.insm.de/10417-5-vor-10-haushalt-piketty-inflation-stresstest-reiche/ http://blog.insm.de/10417-5-vor-10-haushalt-piketty-inflation-stresstest-reiche/#comments Mon, 27 Oct 2014 08:56:03 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10417 weiterlesen]]> Die Politik des ausgeglichenen Haushalts sei eine Symbolpolitik, der technologische Fortschritt in diesem Jahrhundert werde nicht ausreichend die Ungleichheit senken und Europa sei verdammt. Drei starke Thesen – in den Linktipps prüfen wir, was dran ist. Außerdem: Die Ergebnisse des Bankenstresstests und die unerwarteten Gemeinsamkeiten von reichen und armen Menschen.


1. Symbolische Politik
(blog.wiwo.de/chefsache, Miriam Meckel)
Die Bundesregierung halte eisern an der “schwarzen Null” fest, dabei könne sie durchaus gleichzeitig sparen und investieren, schreibt Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche, in ihrer Kolumne. Und das müsse sie sogar, um das Land zukunftsfähig zu machen. Doch die Bundeskanzlerin habe von Schröders Wahldebakel nach der Agenda 2010 gelernt: “Nähme die Bundesregierung nun Koalitionsgeschenke zurück, um zu sparen und doch auch zugunsten von Wirtschaftswachstum zu investieren, würde es machtpolitisch gefährlich.”

2. Gleichheit durch Fortschritt
(zeit.de, Sebastian Buckup)
Die brisanteste Aussage aus Thomas Pikettys Buch “Das Kapital im 21. Jahrhundert”
sei: “Piketty bezweifelt, dass technologischer Fortschritt in diesem Jahrhundert das Wachstum antreiben und die Ungleichheit senken wird”, schreibt Sebastian Buckup. Er ist Programmdirektor des Weltwirtschaftsforums. In seinem Gastbeitrag auf Zeit Online hinterfragt der Autor mit Hilfe zahlreicher aktueller Studien, was an Pikettys Zweifel dran ist.

3. Drei Gründe, wieso Europa verdammt ist
(washingtonpost.com/blogs/wonkblog, Matt O’Brien, englisch)
Die niedrige Inflation könne der schwachen europäischen Wirtschaft schaden, schreibt Matt O’Brien, doch statt etwas dagegen zu unternehmen, habe die Europäische Zentralbank lange Zeit nur geraten, diese Geldentwertung nicht zu beachten. Im August hat EZB-Präsident Mario Draghi dann doch Handlungsbedarf zugegeben und die europäischen Regierungen gedrängt, von ihrer Sparpolitik abzurücken. Angela Merkel fühlt sich überrumpelt, und auch die deutsche Öffentlichkeit ist nicht begeistert. Ist das ein Problem?

4.  Die Ergebnisse des EZB-Bankenstresstests
(diewunderbareweltderwirtschaft.de, Dieter Meyeer)
Die EZB hat sich die Bilanzen der europäischen Banken genauer angesehen. Ihr Ziel war es, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Banken zu stärken. Ist dies geglückt? 25 der 130 untersuchten Banken sind durchgefallen, die meisten von ihnen aus Griechenland oder Italien. Weniger als zehn Milliarden Euro würden den Banken fehlen, schreibt Dieter Meyeer, das sei “überraschend unkritisch”.

5. Was Reiche und Arme gemeinsam haben
(nytimes.com, Wealth Matters, englisch)
Reiche Menschen würden die Parteien am rechten Rand des Parteienspektrums bevorzugen, die armen jene am linken Rand, so lautet ein gängiges Vorurteil. Zu folgender Frage etwa würde man demnach ganz andere Ergebnisse erwarten: Sollen die Steuern für Topverdiener erhöht werden? 59 Prozent der Menschen in den USA, die mehr als eine Million Dollar besitzen, stimmen zu. Hätten Sie es gedacht? Die New York Times hat einige jener Menschen getroffen, die so anders sind als gemeinhin angenommen.

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5 vor 10: Frankreich, Frauenquote, Russland, Investitionen, Optimismus http://blog.insm.de/10414-5-vor-10-frankreich-frauenquote-russland-investitionen-optimismus/ http://blog.insm.de/10414-5-vor-10-frankreich-frauenquote-russland-investitionen-optimismus/#comments Fri, 24 Oct 2014 07:55:36 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10414 weiterlesen]]> In den Linktipps am Freitag: Frankreichs wirtschaftliche Probleme, Kritik an der Frauenquote und der Absturz des russischen Rubel. Außerdem: Warum Deutschland kein Ausgabenprogramm braucht und es allen Krisen zum Trotz gute Gründe für Optimismus gibt.


1. Acht Grafiken, die Frankreichs Misere verdeutlichen
(telegraph.co.uk, Mehreen Khan, englisch)
Sogar der Finanzminister Frankreichs bezeichnet sein eigenes Land als “krank”. Die einst mächtige Volkswirtschaft ist schwer angeschlagen: Seit Jahren stagniert das Wachstum, der Internationale Währungsfonds rechnet damit, dass sich Frankreich im kommenden Jahr unter allen großen Wirtschaftsnationen am schlechtesten schlagen wird. Welche Probleme auf dem Land lasten, zeigt der “Telegraph” in acht Grafiken.

2. Daimler-Betriebsrat legt sich mit Familienministerin an
(handelsblatt.com)
Die Bundesregierung will, dass von 2016 an 30 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten der großen Unternehmen sitzen. Von Arbeitnehmervertretern kommt Kritik an der Frauenquote: „Sie ist aus unserer Sicht in ihrer Wirkung nicht durchdacht“, schreibt Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht in einem Brief an Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Es wäre kein Dienst an der Mitbestimmung, wenn aufgrund der pauschalen 30-Prozent-Quote Frauen in den Aufsichtsrat einziehen würden, die diesen Rückhalt in der Belegschaft nicht haben.”

3. Der schwache Rubel ist Putins größter Gegner
(welt.de, Daniel Eckert)
Die russische Währung ist am Donnerstag auf ein Rekordtief abgestürzt: Beinahe 42 Rubel mussten auf den Devisenmärkten für einen US-Dollar bezahlt werden – vor der Ukraine-Krise waren es meist nur 30 Rubel. Russlands Wirtschaft ist als Folge der Politik Putins und der Sanktionen aus dem Westen schwer angeschlagen. Die Reserven schmelzen dahin. Sollte es zum Crash kommen, wären die Auswirkungen auch in Deutschland spürbar, schreibt Daniel Eckert.

4. Investitionsprogramm? Jetzt bitte noch nicht!
(wirtschaftswurm.net, Arne Kuster)
Zwei französische Minister haben mit einem Vorschlag Anfang der Woche für Aufsehen gesorgt: Sie fordern die Bundesregierung auf, so viel Geld auszugeben, wie Frankreich spart. Um 50 Milliarden Euro geht es, die Deutschland zum Beispiel in seine marode Infrastruktur stecken soll und so gleichzeitig die europaweite Konjunktur antreiben könnte. Arne Kuster hält nicht viel von dieser Idee: Der Ökonomie-Blogger glaubt nicht, dass das Ausgabenprogramm der Wirtschaft helfen würde und hält auch den Zeitpunkt für falsch.

5. Die Welt wird besser
(oxfordmartin.ox.ac.uk, Max Roser, englisch)
Terroranschläge, Ebola, Wirtschaftskrisen: Wer die Nachrichten verfolgt, bekommt regelmäßig ein düsteres Bild von der Welt vorgesetzt. Doch dem Anschein zum Trotz gibt es erheblichen Grund für Optimismus. Ein Blick auf empirische Daten zeigt: Die Freiheit steigt, Armut und Hunger gehen stark zurück. Die Menschheit steht heute deutlich besser da als früher, schlussfolgert Max Roser.

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5 vor 10: Stresstest, Schwellenländer, China, Google, Krankenversicherung http://blog.insm.de/10412-5-vor-10-stresstest-schwellenlaender-china-google-krankenversicherung/ http://blog.insm.de/10412-5-vor-10-stresstest-schwellenlaender-china-google-krankenversicherung/#comments Thu, 23 Oct 2014 07:55:05 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10412 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Die Auswirkungen des Banken-Stresstests der EZB, die Probleme der Schwellenländer und die Marktmacht von Google. Außerdem: Warum es so schwer ist, das Trittbrettfahren im Sozialsystem zu bekämpfen.


1. Die zehn wichtigsten Fragen zum Stresstest
(wiwo.de, Angela Hennersdorf und Mark Fehr)
Er gilt als die größte Sicherheitsübung aller Zeiten im Finanzsektor: Der sogenannte Stresstest der EZB soll zeigen, wie stabil die Geldhäuser des Kontinents wirklich sind. Die Ergebnisse der zehnmonatigen Analyse sollwn am Sonntag verkündet werden. Die Wirtschaftswoche beantwortet dazu die wichtigsten Fragen: Was passiert wenn eine Bank durchfällt? Sind die Ergebnisse des Tests wirklich belastbar? Und: Wie werden marode Banken abgewickelt?

2. Der Blues der Schwellenländer
(blogs.faz.net, Gerald Braunberger)
China ist das Vorbild für Schwellenländer rund um den Globus: Eine rasante Industrialisierung hat dem Land jahrelang steigenden Wohlstand gebracht. Folgt man dem Entwicklungsökonomen Dani Rodrik wird sich dieser Erfolg in anderen Nationen aber kaum wiederholen lassen. Industrialisierung bietet aus seiner Sicht heute kaum noch Chancen für den schnellen Aufstieg, auch bei den Dienstleistungen ist das große Geschäft für die aufstrebenden Volkswirtschaften nicht zu erwarten.

3. Wachstumssorgen erhöhen den Druck auf Peking
(wsj.de, Mark Magnier und Bob Davis)
Auch im wachstumsverwöhnten China verdüstern sich die wirtschaftlichen Aussichten: Das Bruttoinlandsprodukt stieg so langsam an wie seit fünf Jahren nicht mehr, meldeten die Statistikbehörden in dieser Woche. Die chinesische Regierung steht vor schwierigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen. “Macht sie zu wenig, dürfte dies zu Konkursen und Arbeitslosigkeit führen”, schreibt das Wall Street Journal: “Macht sie zu viel und heizt die Konjunktur zu stark an, drohen neue Immobilien- und Kreditblasen.”

4. Droht durch Google eine Monopolisierung der digitalen Welt?
(netzpiloten.de, Lukas Menzel)
Wenn es um Suchmaschinen im Internet geht, kommt man an Google nicht vorbei: Das Unternehmen beherrscht den Markt durch und durch. Doch nutzt es seine Stellung als Monopolist auch wettbewerbswidrig aus? Nachgewiesen werden konnte das dem Internetkonzern noch nicht. Wettbewerbsexperte Justus Haucap macht dennoch ein paar konkrete Vorschläge, wie das Unternehmen in Sachen Transparenz besser werden könnte.

5. Zum Umgang mit Nicht-Zahlern in der Krankenversicherung
(oekonomenstimme.org, Leonard Münstermann)
Das deutsche Krankenversicherungssystem bietet medizinische Versorgung für jeden – allerdings ist auch jeder verpflichtet, sich mit Beiträgen daran zu beteiligen. Für Bedürftige werden die Kosten übernommen, dennoch gibt es zahlreiche Personen, die ihrer finanziellen Verpflichtung nicht nachkommen. Für sie muss die Allgemeinheit zahlen. Das Problem der Trittbrettfahrer lässt sich nur schwer lösen, erklärt Leonard Münstermann.

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5 vor 10: EZB, CO2-Zertifikate, Seltene Erden, Stresstest, Bier http://blog.insm.de/10407-5-vor-10-ezb-co2-zertifikate-seltene-erden-stresstest-bier/ http://blog.insm.de/10407-5-vor-10-ezb-co2-zertifikate-seltene-erden-stresstest-bier/#comments Wed, 22 Oct 2014 07:55:17 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10407 weiterlesen]]> Heute werfen wir in den Linktipps einen Blick auf die kriselnde Brauereien in Deutschland und angeschlagene Banken in Südeuropa. Außerdem: Warum will die EZB jetzt eigentlich Unternehmensanleihen kaufen? Könnte eine Zentralbank das Klima retten? Und sind Seltene Erden überhaupt selten?


1. Warum sollte die EZB Unternehmensanleihen kaufen?
(ftalphaville.ft.com, Matthew C. Klein, englisch)
Derzeit kursieren Gerüchte, dass die EZB Anleihen von Firmen aufkaufen könnte. FT-Autor Matthew Klein fragt sich, was das Kalkül der Bank sein könnte. Seine Vermutung: Große Unternehmen fungieren oft als Kreditgeber für kleine Firmen. Indem man die Finanzierungsbedingungen für die Großen verbessert, hilft man also auch den Kleinen. Allerdings ist er skeptisch, dass diese Taktik tatsächlich aufgeht.

2. Eine Zentralbank für das Klima
(faz.net, Andreas Mihm)
Für das Recht, Kohlendioxid auszustoßen, müssen Unternehmen CO2-Zertifikate erwerben. Doch der Preis der Papiere ist auf Ramsch-Niveau. Der Ökonom Ottmar Edenhofer schlägt deswegen die Gründung einer europäischen Klimazentralbank vor. Sie könnte bei einem Überangebot einige Zertifikate aus dem Markt nehmen und so die Preise wieder nach oben treiben.

3. Seltene Erden sind gar nicht so selten
(manager-magazin.de, Nils-Viktor Sorge)
Als China vor einiger Zeit der Export sogenannter Seltener Erden einschränkte, war die Panik zunächst groß. Die Rohstoffe sind für viele moderne Produkte wie Handys oder Energiesparlampen sehr wichtig. Nun zeigt sich: Alles halb so wild. Die Industrie hat günstigen Ersatz für die kostbaren Rohstoffe gefunden und neue Quellen erschlossen. Die Preise der Erden gehen in den Keller.

4. Banken aus Südeuropa stehen schon jetzt unter Stress
(wsj.de, Paul J. Davies)
Die Bekanntgabe des Ergebnisses des Bankenstresstests rückt näher. Das Wall Street Journal blickt mit Sorge auf die Banken in Südeuropa – aber auch auf kleinere deutsche Bankhäuser. Aufgrund ihrer dünnen Kapitaldecke stehen einige von ihnen schon jetzt unter Stress.

5. Flasche leer
(sz-magazin.de, Lars Reichert und Lorenz Wagner)
Die Bierbranche steckt in der Krise. Einige Brauereien haben einen großen strategischen Fehler begangen: Sie haben angefangen, dass Bier zu verramschen. Doch der Preiskampf in der Branche hat sich für viele als zu hart erwiesen.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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5 vor 10: Investitionen, Solidarität, BIZ, Welthandelsbericht, Zahlungsausfall http://blog.insm.de/10403-5-vor-10-investitionen-solidaritaet-biz-welthandelsbericht-zahlungsausfall/ http://blog.insm.de/10403-5-vor-10-investitionen-solidaritaet-biz-welthandelsbericht-zahlungsausfall/#comments Tue, 21 Oct 2014 07:55:45 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10403 weiterlesen]]> In den Linktipps geht es heute um ein unanständiges Angebot, Solidarität in anonymen Marktbeziehungen und die Folgen eines Schuldenausfalls. Zudem: Warum die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit der Bildung neuer Blasen rechnet und welche fünf Punkte aus dem World Trade Report man kennen sollte.


1. Ein unanständiges Angebot
(zeit.de, Axel Hansen)
Finanzminister Michel Sapin und Wirtschaftsminister Emmanuel Macron haben der Bundesregierung einen Deal vorgeschlagen: Deutschland solle 50 Milliarden Euro investieren, Frankreich spare im Gegenzug die gleiche Summe ein. Das Angebot sei aber nicht fair, weil die Einsparungen in Frankreich längst beschlossene Sache seien, kommentiert Axel Hansen.

2. Mitverantwortung – warum verhalten wir uns solidarisch im öffentlichen Raum?
(wirtschaftlichefreiheit.de, Michael Neumann)
Wieso sind wir auch in anonymen Marktbeziehungen solidarisch mit unseren Mitmenschen? Dieser Frage geht Michael Neumann auf Wirtschaftliche Freiheit nach. Liefert das Solidaritätsspiel des Spieltheoretikers Axel Ockenfels eine Antwort? Und: Engagieren sich Menschen für die Gesellschaft, weil andere Menschen dies auch machen?

3. Oberste Zentralbank prophezeit neue Blasen
(welt.de, Sebastian Jost)
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) habe öfter was zu meckern, gibt Claudio Borio zu, der Leiter der BIZ-Abteilung für Volkswirtschaft und Geldpolitik. Im Interview erzählt er, warum die oberste Zentralbank vor der Krise vor zu viel billigem Geld warnte, warum das Inflationsziel der Zentralbanken diese zu sehr einschränkt oder warum Volatilität gefährlich sein könnte.

4. Die fünf wichtigsten Punkte aus dem World Trade Report
(blogs.wsj.com, William Mauldin, englisch)
Die wirtschaftliche Malaise in Europa werde weiteres Wachstum in anderen Volkswirtschaften verhindern, prophezeit die Welthandelsorganisation in ihrem World Trade Report. Das Wall Street Journal hat die fünf wichtigsten Punkte des Berichts zusammengestellt. Am bemerkenswertesten: China verändert sich zu einer konsumgetriebenen Volkswirtschaft und die Importe in Russland brechen nicht nur wegen der Ukraine-Krise ein.

5. Ein Schuldenerlass und seine Folgen
(voxeu.org, Carmen M. Reinhart und Christoph Trebesch, englisch)
In der Theorie geht ein Zahlungsausfall eines Staates mit hohen Risikoaufschlägen in der Zukunft einher. Wie aber ist es in der Praxis? Carmen M. Reinhart und Christoph Trebesch haben sich die Zahlungsausfälle des vergangenen Jahrhunderts angesehen und fragen: Ist ein Schuldenerlass vielleicht doch eine Möglichkeit?

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