INSM Blog http://blog.insm.de Ökonomie verstehen Fri, 30 Jan 2015 08:55:51 +0000 de-DE hourly 1 5 vor 10: Geldpolitik, Schweiz, Gold, Steuern, Starbucks http://blog.insm.de/10748-5-vor-10-geldpolitik-schweiz-gold-steuern-starbucks/ http://blog.insm.de/10748-5-vor-10-geldpolitik-schweiz-gold-steuern-starbucks/#comments Fri, 30 Jan 2015 08:55:51 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10748 weiterlesen]]> In den Linktipps am Freitag: Warum Notenbanker international enger zusammenarbeiten sollten, wie sich ein Schweizer Skiort vom hohen Frankenkurs befreit und weshalb ein recht zuverlässiger Indikator auf eine neue Krise schließen lässt. Außerdem: eine Lösung für das Problem der kalten Progression und überraschende Erkenntnisse über den Einfluss von Starbucks auf den Immobilienmarkt.


1. Notenbanker aller Welt, vereinigt euch!
(bloombergview.com, William Pesek, englisch)
Erst waren es die Schweizer Zentralbanker, die überraschend eine Kehrtwende einlegen mussten. In dieser Woche war es Singapurs Zentralbank, die unerwartet intervenierte. Beide Staaten haben mit der lockeren Geldpolitik großer Volkswirtschaften zu kämpfen. Die Fälle zeigen aus Sicht von William Pesek, dass eigentlich eine breite internationale Zusammenarbeit der Notenbanker notwendig wäre, um das schwierige wirtschaftliche Umfeld zu meistern. Er erinnert daran, dass eine länderübergreifende Gemeinschaftsaktion in der Geldpolitik vor 30 Jahren schon einmal funktionierte.

2. Ein Schweizer Skiort ignoriert die Frankenaufwertung
(wsj.com, Josie Cox, englisch)
Die Entkopplung des Franken vom Euro bereitet der Schweizer Wirtschaft Probleme. Exporteure verlieren international an Wettbewerbsfähigkeit, weil ihre Produkte spürbar teurer werden. Der Tourismus des Alpenlandes hat ähnliche Schwierigkeiten. Den Schweiz-Besuch können sich viele Ausländer nicht mehr leisten. Ein kleiner Ferienort versucht gegenzusteuern – und hat seinen eigenen festen Wechselkurs zum Euro eingeführt.

3. Droht die große Krise?
(faz.net, Franz Nestler)
Wenn eine Wirtschaftskrise naht, bewegen sich die Preise für Öl und Gold in unterschiedliche Richtungen. Während der Ölpreis wegen schwacher Nachfrage sinkt, steigt der Wert des Goldes, das traditionell als Krisenwährung gilt. Je weiter sich die Preise für die beiden Rohstoffe auseinander bewegten, umso höher war in der Vergangenheit die Wahrscheinlichkeit einer Krise. Auch jetzt bietet der Gold-Öl-Indikator Grund zur Besorgnis.

4. Was in Sachen kalter Progression zu tun ist
(wirtschaftlichefreiheit.de, Alfred Boss)
Wenn die Einkommen steigen, greift sich der Fiskus einen höheren Anteil – selbst dann, wenn die Gehälter nur inflationsbedingt ansteigen und sich das Realeinkommen gar nicht verändert. Diese heimlichen Steuererhöhungen, auch kalte Progression genannt, sind seit Jahren ein viel diskutiertes Thema. Die naheliegende Lösung wird dennoch nicht angegangen: eine automatische Indexierung des Steuertarifs.

5. Starbucks beflügelt den Immobilienmarkt
(grubstreet.com, Clint Rainey, englisch)
Wenn eine Starbucks-Filiale in der Nachbarschaft eröffnet, ist das für Wohnungs- und Eigenheimbesitzer eine gute Nachricht. Denn die amerikanische Kette bringt nicht nur teuren Kaffee, sondern auch steigende Immobilienpreise: Eine neue Untersuchung zeigt, dass sich der Wert nach der Starbucks-Eröffnung sogar verdoppeln kann.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10748-5-vor-10-geldpolitik-schweiz-gold-steuern-starbucks/feed/ 0
5 vor 10: Schweiz, Investitionsfonds, EZB, Theater, Zuwanderung http://blog.insm.de/10746-5-vor-10-schweiz-investitionsfonds-ezb-theater-zuwanderung/ http://blog.insm.de/10746-5-vor-10-schweiz-investitionsfonds-ezb-theater-zuwanderung/#comments Thu, 29 Jan 2015 08:55:35 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10746 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Ein Fundstück aus dem Jahr 1994 – in seiner Doktorarbeit hat der Schweizer Notenbankchef die Krise des Euro schon vor zwei Jahrzehnten vorausgesagt. Weitere Themen: Welche Risiken im neuen EU-Investitionsfonds und in der lockeren Geldpolitik der EZB liegen. Außerdem geht es um die Frage, weshalb hoch verschuldete Kommunen Millionen für ihre Theater ausgeben und ob sich Zuwanderung für die deutsche Volkswirtschaft lohnt oder nicht.


1. Ist dieser Mann ein Prophet?
(handelsblatt.com, Jakob Struller)
Der Chef der Schweizer Notenbank, Thomas Jordan, hat mit seiner Entscheidung, den Frankenkurs vom Euro loszulösen, die Märkte überrascht. Nun steht er selbt im Fokus der Aufmerksamkeit, und es zeigt sich: Jordans prognostische Fähigkeiten sind offenbar deutlich besser als die seiner Kollegen. Bereits in seiner Doktorarbeit im Jahr 1994 sagte er voraus, mit welchen Problemen der Euro zu kämpfen haben werde und welche Staaten die größten Risiken darstellen würden.

2. Das europäische Schattenbudget
(fuw.ch, Hans-Werner Sinn)
Der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat bereits kurz nach Amtsantritt den ambitionierten Plan eines 315 Milliarden Euro schweren Investitionsfonds vorgelegt. Die Details, die dazu nun bekannt werden, geben Anlass zur Besorgnis. Es handele sich dabei um einen gigantischen Schattenhaushalt, der Europas Bürgern erhebliche Risiken aufhalse, findet Hans-Werner Sinn.

3. Zehn Argumente gegen den Ankauf von Staatsanleihen
(oekonomenstimme.org, Thomas Jost und Franz Seitz)
Dass die Europäische Zentralbank in den kommenden Monaten eine Billion Euro durch den Kauf von Staatsanleihen in die Märkte pumpen will, lässt nicht nur den Eurokurs absacken. Die Geldpolitik, die aus Ökonomensicht eigentlich eine Staatsfinanzierung darstellt, droht den Währungsraum weiter zu destabilisieren. So nimmt sie den Reformdruck von Ländern – und gleichzeitig entstehen neue Anreize für schädliches Verhalten.

4. 145 Millionen Euro für Schalke wären nur gerecht
(misesde.org, Stephan Ring)
Die Stadt Oberhausen kämpft mit einem großen Schuldenberg, will auf Hochkultur aber nicht verzichten. Stephan Ring rechnet vor, wie viel die Bürger der Stadt an öffentlichen Subventionen für das lokale Theater bezahlen müssen. Ticketerlösen von 360.000 Euro stehen Zuschüsse von acht Millionen aus der Stadtkasse gegenüber. Das bedeutet, dass jeder Theaterbesucher mit 140 Euro subventioniert werde.

5. Was hat Deutschland von der Einwanderung?
(faz.net, Tillmann Neuscheler)
Zuwanderung ist nicht nur ein politisches Thema. Auch unter Ökonomen wird darüber heftig diskutiert. Ihre Frage ist eigentlich ganz einfach: Bringt Zuwanderung mehr als sie kostet? Eine eindeutige Antwort zu finden ist schwierig. Mit Blick auf die Sozialsysteme kann zwar eindeutig gesagt werden, dass Ausländer mehr einzahlen, als sie wieder herausbekommen. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10746-5-vor-10-schweiz-investitionsfonds-ezb-theater-zuwanderung/feed/ 0
5 vor 10: Finanzminister, Schuldenkrise, Frauen, Südeuropa, Arbeitslosigkeit http://blog.insm.de/10743-5-vor-10-finanzminister-schuldenkrise-frauen-suedeuropa-arbeitslosigkeit/ http://blog.insm.de/10743-5-vor-10-finanzminister-schuldenkrise-frauen-suedeuropa-arbeitslosigkeit/#comments Wed, 28 Jan 2015 08:55:54 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10743 weiterlesen]]> Heute in der Linktipps: Der neue griechische Finanzminister hat einen Blog, Währungen sind kein Spielzeug und Krisenstaaten starren gebannt auf Griechenland. Außerdem: Warum Frauen immer noch weniger als Männer verdienen und wieso sich eine Kürzung der Arbeitslosenhilfe positiv auf die Beschäftigung auswirkt.


1. Der neue griechische Finanzminister hat einen Blog
(yanisvaroufakis.eu, Yanis Varoufakis, englisch)
Der neue griechische Finanzminister Yanis Varoufakis ist Wirtschaftsprofessor und hat einen Blog. Über die griechische Schuldenkrise schreibt er schon länger, jetzt will er auch aktiv an ihrer Lösung mitarbeiten – und darüber berichten. Varoufakis hat unkonventionelle Ansichten, ist aber kein radikaler. Blogger Tyler Cowen freut sich schon: “This will be fun.”

2. Eine Währung ist kein Spielzeug
(blogs.faz.net, Gerald Braunberger)
Der Ökonom und Nobelpreiskandidat Guillermo Calvo von der Columbia University hat eine Vorlesung in Frankfurt gehalten. Gerald Braunberger hat die Veranstaltung besucht und seinen Bericht mit Arbeiten Calovs angereichert. Der Ökonom kritisiert die derzeitige Herangehensweise von Politik und Notenbanken an die Schuldenkrise. Statt der Versuche die Inflation anzuheizen, empfiehlt er einen Schuldenschnitt.

3. Warum Männer mehr verdienen als Frauen
(handelsblatt.com, Ferdinand Knauß)
Frauen verdienen immer noch deutlich weniger als Männer. Dabei ist der Unterschied umso größer, je höher sie auf der Karriereleiter klettern. Rein rechtlich werden Frau nicht diskriminiert, der “Gender Pay Gap” muss also andere Ursachen haben, schreibt Ferdinand Knauß. Möglicherweise trauen Männer Frauen einfach weniger zu und bezahlen sie deswegen schlechter. Oder aber Frauen sind in Gehaltsverhandlungen zu zögerlich.

4. Die Chancen der Anderen
(zeit.de, Axel Hansen, Karin Finkenzeller)
In den anderen Krisenstaaten hat man die Wahl der Griechen ganz genau beobachtet – schließlich müssen auch sie unangenehme Reformen durchsetzen. Sollten die Griechen einen Schuldenschnitt durchsetzen, könnten sie ebenfalls Entlastungen fordern. Andererseits würden einige südeuropäische Staaten auch Verluste einfahren: Italien zum Beispiel hat den Griechen selbst viel Geld geliehen.

5. Erhöht die Kürzung von Arbeitslosenhilfe die Beschäftigung?
(washingtonpost.com, Max Ehrenfreund, englisch)
Die Beschäftigung in den USA steigt rapide an. Eine neue Studie des National Bureau of Economic Research sieht dafür unter anderem eine drastische Kürzung der Arbeitslosenhilfe als Grund: Die Maßnahme habe Arbeitslose dazu ermutigt, auch einen Job mit einer schlechteren Bezahlung anzunehmen. Insgesamt habe die Kürzung zu 1,8 Millionen mehr Beschäftigten geführt. Doch es gibt skeptische Stimmen.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10743-5-vor-10-finanzminister-schuldenkrise-frauen-suedeuropa-arbeitslosigkeit/feed/ 0
5 vor 10: Griechenland, Schuldenschnitt, Risikoaversion, Fed, Klopapier http://blog.insm.de/10741-5-vor-10-griechenland-schuldenschnitt-risikoaversion-fed-klopapier/ http://blog.insm.de/10741-5-vor-10-griechenland-schuldenschnitt-risikoaversion-fed-klopapier/#comments Tue, 27 Jan 2015 08:55:30 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10741 weiterlesen]]> Wieso die Linken und die Rechten in Griechenland ganz gute Koalitionspartner sind und weshalb das Land keinen weiteren Schuldenschnitt braucht, klären wir heute in den Linktipps. Außerdem geht es um das soziale Sicherungsnetz, erhoffte Inflation und teures Klopapier.


1. Ungleiche Partner
(handelsblatt.com/meinung, Gerd Höhler)
Am Sonntag hat Griechenland gewählt, gestern wurde bereits die Regierungskoalition bekannt gegeben: Das linke Bündnis Syriza kooperiert nun mit den Rechten. Gerd Höhler, Griechenland-Korrespondent des Handelsblattes, findet das gar nicht so abwegig, wie es zunächst klingt.

2. Warum Griechenland keinen Schuldenschnitt braucht
(Herdentrieb, Mark Schieritz)
Das Bündnis Syriza hat die Wahl in Griechenland wohl auch gewonnen, weil es sich für einen erneuten Schuldenschnitt einsetzen will. Obwohl die Schulden noch bei 170 Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen, sei das gar nicht nötig, kommentiert Mark Schieritz. Im Herdentrieb-Blog erklärt er, warum Schulden, auf die man keine Zinsen zahlt, eigentlich ziemlich egal sind.

3. Macht das soziale Sicherungsnetz faul?
(bloombergview.com, Noah Smith, englisch)
Wie kann der Staat jenen Menschen helfen, bei denen es finanziell nicht so gut läuft? Dabei gehe es nicht nur um arme Menschen, sondern auch um Gründer, schreibt Noah Smith und findet auf diese Frage zwei gängige Antworten: Die einen sagen, ein soziales Sicherungsnetz gebe den Menschen die Möglichkeit sich um einen neuen Job zu kümmern, die anderen sagen, ein solches Netz mache sie faul und träge. Was stimmt denn nun? Smith erläutert dies anhand zahlreicher Studien.

4. Die Fed sucht die Inflation
(faz.net, Winand von Petersdorff)
Wann wird die Fed die Leitzinsen endlich, wie bereits lange angekündigt, erhöhen? Heute treffen sich die führenden Vertreter der amerikanischen Zentralbank, um darüber zu debattieren. Das Problem: Die Fed wartet auf Inflation, doch die will nicht kommen – entgegen der gängigen Theorie. Winand von Petersdorff erklärt, wieso das die Entscheidung der Zentralbank kompliziert macht.

5. Weniger Toilettenpapier
(Wonkblog, Roberto A. Ferdman, englisch)
Klopapierrollen werden kleiner, schreibt Roberto Ferdman im Wonkblog. Einige Firmen hätten die Länge eines Papiers verkürzt, habe sich ein Leser beschwert, denn kosten würde eine Packung noch genauso viel. Ferdman erklärt, wieso die Hersteller den Schritt gemacht haben und weshalb das Geschäft mit dem Papier ein schweres geworden ist.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10741-5-vor-10-griechenland-schuldenschnitt-risikoaversion-fed-klopapier/feed/ 0
5 vor 10: EZB, Euro, Toleranz, Griechenland, Daten http://blog.insm.de/10737-5-vor-10-ezb-euro-toleranz-griechenland-daten/ http://blog.insm.de/10737-5-vor-10-ezb-euro-toleranz-griechenland-daten/#comments Mon, 26 Jan 2015 08:55:04 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10737 weiterlesen]]> Macht die lockere Geldpolitik Reiche noch reicher? Ist der niedrige Euro langfristig schlecht für die deutschen Unternehmen? Macht ökonomische Freiheit toleranter? Um diese Fragen geht es heute in den Linktipps. Wir beschäftigen uns außerdem mit der Wahl in Griechenland und Datenspenden.


1. Die EZB-Geldpolitik macht Reiche noch reicher
(faz.net, Philip Plickert)
Wer vermögend ist, profitiere von steigenen Kursen und hohen Häuserpreisen, die mit der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank einhergehen, schreibt Philip Plickert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Verschärft der massive Kauf von Staatsanleihen die Ungleichheit in der Gesellschaft? Plickert diskutiert drei mögliche Gründe dafür.

2. Niedrige Löhne = gut, niedriger Euro = schlecht?
(blog.zeit.de/herdentrieb, Mark Schieritz)
Ist es so, dass die deutschen Unternehmen sich auf einem niedrigen Eurokurs ausruhen können? Etwa, weil sie weniger innovativ und produktiv sein können – und trotzdem noch verdienen? Diese Frage diskutiert Mark Schieritz im Herdentrieb-Blog. Dabei, so wendet er ein, könne ein niedriger Euro doch auch Spielraum für höhere Löhne bieten, das aber, werde gar nicht erst diskutiert.

3. Macht ökonomische Freiheit toleranter?
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen, englisch)
Menschen, die in einer freien Volkswirtschaft leben, sind toleranter, das ist das Ergebnis einer Studie (Link) der Autoren Niclas Berggren und Therese Nilsson. Die Studie zeigt, dass wirtschaftliche Freiheit die Menschen toleranter gegenüber Homosexualität stimme. Was aber die Toleranz gegenüber verschiedenen Völkern angehe, sei der Zusammenhang weniger deutlich.

4. Griechenland hat gewählt, aber hat die neue Regierung eine Wahl?
(flassbeck-economics.de, Heiner Flassbeck)
Griechenland hat der bisherigen Sparpolitik bei der gestrigen Wahl des griechischen Parlaments mit der Wahl des Linksbündnisses Syriza eine Absage erteilt. Doch hat Alexis Tsipras an der Spitze der Regierung überhaupt die Möglichkeit, sich von der bisherigen Politik abzuwenden? Dieser Frage geht Heiner Flassbeck in seinem Blog nach. “Deutschland täuscht sich gewaltig, wenn es glaubt, es könne im Verein mit einigen nordischen Ländern einer neuen griechischen Regierung so leicht wie 2010 die Politik für die nächsten Jahre vorschreiben”, konstatiert er.

5. Mit Daten die Welt retten
(qz.com, Anya Skatova und James Goulding, englisch)
Früher spendete man Essen oder Kleidung, schreiben die Quartz-Autoren Anya Skatova und James Goulding, heute aber spende man die eigenen Daten, um Menschen zu helfen. Wie das funktioniert erklären die beiden in ihrem Artikel. Einziges Problem: Das mangelnde Vertrauen.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10737-5-vor-10-ezb-euro-toleranz-griechenland-daten/feed/ 0
5 vor 10: Blasengefahr, Vertrauen, Fragen, Gejammer, Altersvorsorge http://blog.insm.de/10734-5-vor-10-blasengefahr-vertrauen-fragen-gejammer-altersvorsorge/ http://blog.insm.de/10734-5-vor-10-blasengefahr-vertrauen-fragen-gejammer-altersvorsorge/#comments Fri, 23 Jan 2015 08:55:33 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10734 weiterlesen]]> Die Linktipps stehen heute ganz im Zeichen der EZB-Entscheidung, künftig 60 Milliarden Euro pro Monat zusätzlich in die Märkte zu pumpen. In den Wirtschaftsmedien wird der Beschluss überwiegend kritisch kommentiert. Ein Kommentator jedoch fordert: “Schluss mit dem Gejammer!”


1. Die EZB verklärt die Realität
(wiwo.de, Saskia Littmann)
Dass er alles unternehmen wolle, was nötig sei, um den Euro zu retten, hatte Mario Draghi bereits im Sommer 2012 angekündigt. Nun lässt er den Worten Taten folgen: Für 60 Milliarden Euro will der Chef der Europäischen Zentralbank ab März monatlich Anleihen aufkaufen und damit die Wirtschaft der Eurozone stabilisieren. Saskia Littmann fürchtet jedoch: “Das Geld landet nicht in der Realwirtschaft.” Stattdessen sieht sie die Basis für Überhitzungen.

2. Wie die EZB Vertrauen zerstört
(faz.net, Holger Steltzner)
Auch Holger Steltzner, einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sieht die Entscheidung der EZB kritisch: “Weder die Diagnose noch die Medizin überzeugen.” Die Folge werde sein, dass die letzten positiven Zinsen verschwinden werden. Obwohl die Maßnahmen juristisch wohl nicht zu beanstanden sind, findet er: “Wirtschaftlich bleibt das monetäre Staatsfinanzierung. Das gigantische Kaufprogramm der EZB wird den Abwertungswettlauf beschleunigen, der Euro wird noch weicher.”

3. Anleihekäufe der EZB für Dummies
(norberthaering.de, Norbert Häring)
In den kommenden Monaten pumpt die EZB über eine Billion Euro zusätzlich in die Märkte. Pro Bürger der Eurozone sind das rund 3.000 Euro. Norbert Häring beantwortet die wichtigsten Fragen zu dem Programm. Unter anderem: Warum überweist die EZB nicht einfach direkt jedem Bürger das Geld? Ihr Ziel der Deflationsbekämpfung würde sie damit jedenfalls garantiert erreichen.

4. Schluss mit dem Gejammer
(zeit.de, Mark Schieritz)
Eine wohlwollende Sichtweise auf die EZB-Entscheidung vertritt Mark Schieritz, der findet, dass die Risiken übertrieben groß dargestellt werden. Selbst wenn am Ende die Deutschen für das Maßnahmenpaket bezahlen müssten, träfe es seiner Meinung nach nicht die Falschen: Schließlich habe die Bundesrepublik von der Krise profitiert wie kein anderes Land in Europa.

5. Draghis Droge
(handelsblatt.com, Oliver Stock)
Das Handelsblatt wirft einen Blick auf die Folgen der extrem lockeren Geldpolitik für die Altersvorsorge. Oliver Stock lehnt das Anleihekaufprogramm ab, weil es diejenigen, die Vorräte für die Zukunft anlegen, einseitig belaste. “Wenn Mario Draghi einst seine Rente in der Toskana verfrühstückt, sitzt er dort als einsamer Mann, weil sich die übrigen Europäer diesen Traum im Alter nicht mehr leisten können”, schreibt er: “Die EZB schafft mit ihrer Politik ein Meer von armen Ruheständlern.”

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10734-5-vor-10-blasengefahr-vertrauen-fragen-gejammer-altersvorsorge/feed/ 0
Und wer schützt die Wähler? http://blog.insm.de/10728-und-wer-schuetzt-die-waehler/ http://blog.insm.de/10728-und-wer-schuetzt-die-waehler/#comments Thu, 22 Jan 2015 09:28:55 +0000 Dr. Nils Hesse http://blog.insm.de/?p=10728 weiterlesen]]> Die Politik schützt die Verbraucher  (ob die den Schutz wollen oder nicht). Das ist mindestens inkonsequent, schreibt Nils Hesse. Denn wenn der Bürger nicht selbständig am Kühlregal wählen kann, wie soll er dann auf dem Wahlzettel sein Kreuz an der richtigen Stelle machen. Braucht der Wähler mehr Schutz vor der Politik? 


Unter Verbraucherschützern gehört es zum guten Ton, die neuesten Erkenntnisse der Verhaltensökonomie bei neuen Regulierungen zu berücksichtigen. Da die Verbraucher allerlei Verhaltensanomalien zeigen, so deren These, seien sie nur bedingt befähigt, eigenständige Entscheidungen zum Beispiel zum Kauf eines Schokoriegels zu treffen. Verbote, Regulierungen oder zumindest dezente „Schubser“, wie sie unter dem Stichwort “liberaler Paternalismus” diskutiert werden, sollen den Verbraucher von Fehlentscheidungen abhalten.

Und: Die Verbraucher sollen nicht nur vor sich selbst geschützt werden, sondern auch vor der Industrie und der Werbebranche geschützt. Die EU hat zum Beispiel eine Verordnung erlassen, damit die Verbraucher nicht durch falsche Informationen und wissenschaftlich nicht abgesicherten Behauptungen hinters Licht geführt werden. So genannte Health-Claims wie „reich an Vitamin C“ oder „unterstützt die Abwehrkräfte“ dürfen nur noch auf Verpackungen stehen, wenn das Produkt ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Die Verbraucher werden also bestens geschützt.

Stellt sich die Frage, warum Menschen bei einfachen Kaufentscheidungen weniger zugetraut werden soll als bei komplexen politischen Wahlentscheidungen. Denn viele von der von Verhaltensökonomen festgestellten Anomalien betreffen auch die Entscheidung an der Wahlurne. Gerade bei der Beurteilung von komplexen volkswirtschaftlichen Zusammenhängen, die maßgeblich die politische Präferenz beeinflussen, kommt es oft zu systematischen Fehleinschätzungen.

So werden etwa die direkt sichtbaren und auf bestimmte Personengruppen konzentrierten Vorteile von Subventionen leichter erkannt als die auf alle Steuerzahler verteilten Kosten und die erst über Jahre hinweg entstehenden Verzerrungen und strukturellen Verkrustungen.

Zudem ist das Angebot an Informationen im politischen Raum kaum besser als im Supermarkt. Die Wahlversprechen der Politiker erweisen sich regelmäßig als leer. Die Wahlprogramme der Parteien sind vieles, nur nicht wissenschaftlich abgesichert. Und auch die Informationen der Medien zu aktuellen politischen und volkswirtschaftlichen Themen sind allzu oft einseitig, verkürzt oder schlicht falsch.

Dennoch schützt niemand die Wähler vor den Politikern und den Medien. Aus gutem Grund: Schon allein demokratietheoretisch wäre es problematisch, ein Wahlprogramm-TÜV, einen institutionalisierten Fakten-Check für Leitmedien oder eine Political-Claim -Verordnung abzuleiten. Wer sollte die Überwachung der Politik und der Medien übernehmen? Und wer würde die Überwacher überwachen?

Was bleibt ist eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen dem Verbraucher- und dem Wählerschutz. Dabei sollten für Politiker und Journalisten eigentlich die gleichen Maßstäbe hinsichtlich Objektivität und sachlicher Fundierung gelten wie für die Wirtschaft.

Als Wähler bleibt uns die Hoffnung, dass die Kontrolle im politischen Wettbewerb zwischen demokratischen Parteien und die Selbstverpflichtung der Medien etwa über den Pressekodex wirken.

Und als Verbraucher können wir hoffen, dass die Eigenverantwortung jedes Einzelnen in allen Bereichen gestärkt wird. Wir brauchen nicht nur souveräne Bürger, sondern auch mündige Verbraucher.

Keinen INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter, Google+ oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed oder Newsletter.

]]>
http://blog.insm.de/10728-und-wer-schuetzt-die-waehler/feed/ 1
5 vor 10: Draghi, Anleihenkauf, Geldmenge, China, USA http://blog.insm.de/10726-5-vor-10-draghi-anleihenkauf-geldmenge-china-usa/ http://blog.insm.de/10726-5-vor-10-draghi-anleihenkauf-geldmenge-china-usa/#comments Thu, 22 Jan 2015 08:55:39 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10726 weiterlesen]]> Die Europäische Zentralbank entscheidet heute über ein milliardenschweres Anleihenkaufprogramm. Die Hintergründe dazu gibt es in den Linktipps. Außerdem: Warum die wirtschaftliche Entwicklung Chinas Sorgen bereitet und weshalb in den USA das Thema Umverteilung wieder eine große Rolle spielt.


1. Der Anti-Draghi
(zeit.de, Malte Buhse)
In der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) geht es heute um eine weitreichende Entscheidung: Analysten sind sich ziemlich sicher, dass die Zentralbank ein umfangreiches Anleihenkaufprogramm verkünden wird. Bundesbank-Chef Jens Weidmann gilt als einer der Kritiker der Idee. Zuletzt hat er sich immer wieder gegen den EZB-Chef positioniert. Was bewegt den Anti-Draghi?

2. „Die EZB muss glaubwürdig bleiben“
(faz.net, Gerald Braunberger)
Jan Hatzius, der aus Deutschland stammende Chefvolkswirt der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, hält das geplante Anleihenkaufprogramm der EZB für richtig. “Wenn eine Zentralbank ein Inflationsziel hat und sich weit von diesem Inflationsziel entfernt, muss die Zentralbank dagegensteuern, wenn sie nicht ihre Glaubwürdigkeit verlieren will“, sagt der Ökonom.

3. Schutz vor dem Austrocknen
(facebook.com, Thomas Fricke)
Die lockere Geldpolitik der EZB wurde in den vergangenen Monaten vielfach so beschrieben: “Die Notenbanker fluten die Märkte mit billigem Geld fluten.” Thomas Fricke hält diese Darstellung für irreführend. Denn tatsächlich ist die Geldmenge in der Eurozone kaum gestiegen, schreibt er in einem ausführlichen Facebook-Eintrag. Statt die Märkte zu fluten, vermeide die Zentralbank vielmehr das Austrocknen.

4. China droht an der Wachstumsklippe zu zerschellen
(welt.de, Holger Zschäpitz)
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos versucht der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang zu beruhigen: Die Wirtschaft seines Landes wachse zwar so langsam wie seit 1990 nicht mehr, allerdings werde es keine harte Landung des Exportweltmeisters geben. Externe Fachleute zeigen sich da schon besorgter: Sie mahnen Reformen in China an, um das Land vor noch schwereren Zeiten zu bewahren.

5. Obamas neue Umverteilungsstrategie
(vox.com, Danielle Kurtzleben)
Die Vereinigten Staaten haben aus Sicht von Präsident Barack Obama die Krise hinter sich gelassen. In seiner Rede zur Lage der Nation zeichnete der Politiker zwei Jahre vor dem Ende seiner Amtszeit das Bild eines prosperierenden Amerika. Handlungsbedarf sieht er dennoch: Er hat sich die Umverteilung von den Reichen zu den Armen auf die Fahnen geschrieben.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10726-5-vor-10-draghi-anleihenkauf-geldmenge-china-usa/feed/ 0
5 vor 10: Obama, Davos, IWF, Waffenhandel, Roboter http://blog.insm.de/10724-5-vor-10-obama-davos-iwf-waffenhandel-roboter/ http://blog.insm.de/10724-5-vor-10-obama-davos-iwf-waffenhandel-roboter/#comments Wed, 21 Jan 2015 08:55:11 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10724 weiterlesen]]> Heute in der Linktipps: Obama versucht, die amerikanische Mittelschicht zu retten und am Wirtschaftsgipfel in Davos nehmen fast nur Männer teil. Außerdem: Wo Handgranaten billiger sind als Cola-Dosen, warum ein Roboter durch Deutschland per Anhalter fährt und wieso man den Prognosen des IWF nicht trauen sollte.


1. Obama schmeichelt der amerikanischen Mittelschicht
(washingtonpost.com, Jim Tankersley, englisch)
In der vergangenen Nacht hat Barack Obama seine Rede zur Lage der Nation gehalten. Einen Großteil der Ansprache verwendete er darauf, die nun geplanten “Middle-class Economics” zu erklären. Denn auch wenn es der amerikanischen Wirtschaft besser geht, ist das Einkommen der Mittelschicht gesunken. Obama verspricht ihr nun Steuererleichterung, doch Jim Tankersley ist skeptisch, dass das ausreicht: Die Arbeiter bräuchten vor allem mehr besser bezahlte Jobs.

2. Davos bleibt Männersache
(faz.net, Carsten Knop)
Heute beginnt das Weltwirtschaftsforum in Davos – und mit dabei sind wieder einmal fast nur Männer. Gerade einmal 16 Prozent der Teilnehmer sind Frauen. “Wenn Davos ein Beleg dafür ist, dann ist die Welt der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft mit der Förderung von Frauen in den vergangenen Jahren nicht nennenswert vorangekommen”, schreibt Carsten Knop.

3. IWF-Prognosen und das Gesetz der Schwerkraft
(wirtschaftswurm.net, Arne Kuster)
Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognosen für die Weltwirtschaft nach unten korrigiert. Das ist nicht sonderlich überraschend, findet Arne Kuster, der sich die Voraussagen der Ökonomen zwischen 2011 und 2015 einmal genauer angeschaut hat: “Es gab bei diesen Prognosen 19 Revisionen nach unten, aber nur fünf Revisionen nach oben und fünf Prognosen ohne Korrektur gegenüber der vorhergehenden.”

4. Wo Handgranaten billiger als Cola-Dosen sind
(Andrew Harding, bbc.com, englisch)
Eine Studie des Beratungsunternehmens Conflict Armament Research hat den Waffenmarkt in der Zentralafrikanischen Republik für die Europäische Union analysiert. Das Angebot dort ist offenbar groß: Handgranaten sind preiswerter als Cola-Dosen. Die Waffen stammen aus allen Teilen der Welt – Raketenwerfer aus dem Iran, Munition aus Belgien und Mörser aus dem Sudan.

5. Roboter fährt per Anhalter durch Deutschland
(cbc.ca, Emily Chung, englisch)
Vergangenes Jahr ist ein Roboter rund 6.000 Kilomter durch Kanada getrampt. Jetzt macht sich ein ähnliches Modell in Deutschland auf den Weg. Mit dem Projekt wollen die kanadischen Wissenschaftler die Interaktion zwischen Robotern und Menschen erforschen.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10724-5-vor-10-obama-davos-iwf-waffenhandel-roboter/feed/ 0
5 vor 10: Troika, Paternalismus, Vermögensverteilung, EZB-Anleihekäufe, Geldpolitik http://blog.insm.de/10720-5-vor-10-troika-paternalismus-vermoegensverteilung-ezb-anleihekaeufe-geldpolitik/ http://blog.insm.de/10720-5-vor-10-troika-paternalismus-vermoegensverteilung-ezb-anleihekaeufe-geldpolitik/#comments Tue, 20 Jan 2015 08:55:12 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10720 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Wieso die Troika gescheitert ist, warum sich die Banken auf die Geldschwemme freuen und weshalb Jens Weidmann gefährliche geldpolitische Argumente hat. Außerdem geht es um den paternalistischen Staat und die wenigen Reichen dieser Welt.


1. Die Troika ist gescheitert
(zeit.de, Alexander Kritikos)
Griechenland ist heute “ähnlich überreguliert wie vor fünf Jahren und damit kaum wettbewerbsfähiger geworden”, schreibt Alexander Kritikos. Das nämlich habe die Troika in den vergangen Jahren versäumt. Um das Land wieder wettbewerbsfähig zu machen, brauche es einen erneuten Schuldenschnitt. “Nach sechs Jahren Rezession könnte der zarte Aufschwung in Griechenland durch die erneute Verunsicherung der Märkte erstickt werden”, warnt der DIW-Forschungsdirektor.

2. Paternalismus: Get a job!
(eigentümlich frei, Felix Honekamp)
Noch schnell Schokoriegel, Gummibärchen und Kaugummi kurz vor der Supermarktkasse greifen – das könnte bald ein Ende haben: Die Regierungskoalition soll sich gegen die Quengelware im Supermarkt einsetzen. Doch darf der Staat da eingreifen, nur weil sich der Markt nicht so verhält, wie Politiker das gerne hätten? Nein, findet Felix Honekamp.

3. Die sehr Reichen sind sehr viel reicher
(blogs.wsj.com/economics, Michael M. Phillips, englisch)
Das Vermögen dieser Welt sei bei Wenigen extrem konzentriert, das ist das Ergebnis Studie der US-Organisation Oxfam, die gestern veröffentlicht wurde. Die Ungleichheit zwischen arm und reich habe ein extremes Ausmaß angenommen. Das reichste Fünftel der Bevölkerung besitze 94,5 Prozent des Vermögens. Der Rest, also die ärmsten 80 Prozent der Bevölkerung, besitzt demnach nur 5,5 Prozent.

4. Banken freuen sich auf eine Geldschwemme
(faz.net, Philip Plickert, Johannes Pennekamp und Uwe Marx)
Das Geld wird bald noch billiger: Die Europäische Zenralbank soll mehr Staatsanleihen kaufen. 500 Milliarden und mehr wird sie dafür wohl ausgeben. So soll der Kurs des Euro so gedrückt werden, dass die Inflation wieder ansteigt und sich wieder der angestrebten Zwei-Prozent-Marke nähert. Steuert die EZB mit dieser Politik auf einen Teufelskreis zu?

5. Jens Weidmanns gefährliche Argumente
(wirtschaftlichefreiheit.de, Martin Hellwig)
Der deutsche Steuerzahler werde haften, wenn jene Staaten, denen die EZB mit dem Kauf ihrer Anleihen Geld leiht, ihre Verbindlichkeiten nicht bedienen können. So lautet das Argument von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gegen die Pläne der EZB. Dabei äußere sich Haftung bloß in einer geringeren Gewinnausschüttung der Zentralbank an das Wirtschaftsministerium. “Wenn aber die Gewinnausschüttung, der Beitrag der Zentralbank zum Staatshaushalt, zum Maßstab der Geldpolitik gemacht wird, kommen wir auf die schiefe Bahn”, schreibt Martin Hellwig, der als einer der angesehensten Ökonomen in Deutschland gilt.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

]]>
http://blog.insm.de/10720-5-vor-10-troika-paternalismus-vermoegensverteilung-ezb-anleihekaeufe-geldpolitik/feed/ 0