INSM Blog http://blog.insm.de Ökonomie verstehen Thu, 28 Aug 2014 07:55:23 +0000 de-DE hourly 1 5 vor 10: Weltwirtschaft, Alvin Roth, Steuern, Verschuldung Russland http://blog.insm.de/10185-5-vor-10-weltwirtschaft-alvin-roth-steuern-verschuldung-russland/ http://blog.insm.de/10185-5-vor-10-weltwirtschaft-alvin-roth-steuern-verschuldung-russland/#comments Thu, 28 Aug 2014 07:55:23 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10185 weiterlesen]]> Heute verweisen wir in den Linktipps auf 38 Karten, die die Weltwirtschaft erklären und auf ein Interview mit Nobelpreisträger Alvin Roth. Außerdem geht es darum, wieso eine hohe Staatsverschuldung sehr schnell zu gefährlich werden kann, weswegen russische Firmen den Standort Deutschland meiden und welche Steuerreformen die Bundesrepublik angehen sollte.


1. 38 Karten erklären die Weltwirtschaft
(Matthew Yglesias, vox.com, englisch)
Wo die größten Container-Häfen der Welt liegen, wie die längsten Linienflüge verlaufen und welche Länder nachts am hellsten strahlen: Vox.com illustriert mit 38 eindrucksvollen Karten, wie die Weltwirtschaft von heute funktioniert und wo ihre Schwerpunkte liegen.

2. “Märkte sind menschliche Artefakte”
(blogs.faz.net, Philip Plickert)
Der Fazit-Blog hat Wirtschaftsnobelpreisträger Alvin Roth im Interview. Phlilip Plickert spricht mit dem Ökonomen über dessen Lieblingsthema: Märkte. Die sind für Alvin Roth etwas ur-menschliches; dennoch müssen sie ständig verbessert und angepasst werden. Das gelte zum Beispiel derzeit auf den Finanzmärkten. Wirtschaftswissenschaftler müssten überprüfen, “ob die Regeln, die gut funktionieren, als die meisten Händler menschliche Wesen waren, jetzt mit viel Computer- und Algorithmus-Handel noch gut funktionieren”.

3. Russische Firmen lassen Deutschland links liegen
(welt.de, Rene Wagner)
Die Ukraine-Krise trifft nicht nur den Handel: Die staatlichen Wirtschaftsförderagenturen registrieren ein stark abfallendes Interesse russischer Firmen am Standort Deutschland. Während in den vergangenen Jahren sich dutzende Firmen neu ansiedelten, startete in den ersten sechs Monaten 2014 kein einziges neues Projekt. Dabei waren russische Direktinvestitionen nicht unwichtig: In der Vergangenheit waren sie doppelt so hoch wie die aus China.

4. Warum eine hohe Staatsverschuldung schnell zum Problem wird
(wirtschaftswurm.net, Arne Kuster)
Arne Kuster erklärt, warum es nicht ausreicht, nur auf die Verschuldung eines Staates zu gucken. Wie gefährlich ein Defizit ist, hängt vor allem vom aktuellen Zins und dem Wirtschaftswachstum ab. Diese beiden Faktoren variieren sehr stark. Im ungünstigen Fall können sie einen Staat mit hoher Verschuldungsquote schnell zum Pleite-Kandidaten machen.

5. Steuerpolitik im Wachkoma
(capital.de, Wolfgang Wiegard)
In der Steuerpolitik hat es in den vergangenen Jahren kaum Impulse gegeben. Die Debatte hat sich auf die Abschaffung der kalten Progression versteift. Wolfgang Wiegard, Wissenschaftlicher Beirat im Finanzministerium, hat eine Menge anderer Vorschläge, wie man das Steuersytem effizienter und wirtschaftsfreundlicher machen könnte – zum Beispiel durch eine Vereinheitlichung der Umsatzsteuer auf 16,5 Prozent.

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5 vor 10: Nobelpreisträger, Regulierung, Jugendarbeitslosigkeit, Wetter, Facebook http://blog.insm.de/10183-5-vor-10-nobelpreistraeger-regulierung-jugendarbeitslosigkeit-wetter-facebook/ http://blog.insm.de/10183-5-vor-10-nobelpreistraeger-regulierung-jugendarbeitslosigkeit-wetter-facebook/#comments Wed, 27 Aug 2014 07:55:13 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10183 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Nobelpreisträger liegen manchmal falsch, das Wetter ist nicht an allem Schuld und Frankreich reguliert seine Wirtschaft kaputt. Außerdem gehen wir der Frage nach, wie Europa die Jugendarbeitslosigkeit besiegen kann und wem eigentlich ein Facebook-Like gehört.


1. Auch Nobelpreisträger liegen manchmal falsch
(wirtschaftswoche.de, Bettina Röhl)
Beim Treffen der Nobelpreisträger in Lindau gingen die Top-Ökonomen hart mit Merkel ins Gericht: Die Kanzlerin spare Europa kaputt, kritisierten sie. Bettina Röhl hält die Empfehlungen der Wissenschaftler für abgehoben. “Ihre noblen Auszeichnungen erhalten sie zumeist für Theoreme und Erkenntnisse, mit denen die unterschiedlichsten Dinge bewiesen würden, die sehr weit oberhalb der realwirtschaftlichen Begebenheiten schweben”, schreibt sie. Merkels Sparpolitik dagegen sei pragmatisch – und richtig.

2. Wie Frankreich seine Wirtschaft kaputt reguliert
(nytimes.com, Suzanne Daley, englisch)
Der Führerschein in Frankreich ist teuer. Zwei junge Unternehmer wollen mithilfe von Online-Unterricht die Preise senken – und haben so die Lobby der streng regulierten Fahrschulbranche gegen sich aufgebracht. Kein Einzelfall: Studien zeigen, dass Verbraucher in Frankreich bis zu 20 Prozent mehr für Dienstleistungen bezahlen, weil Konkurrenz systematisch unterdrückt wird.

3. Die vernachlässigte Generation
(capital.de, Wolfgang Franz)
In vielen Ländern Südeuropas beträgt die Jugendarbeitslosigkeit fast 50 Prozent. Für den ehemaligen Vorsitzenden des Sachverständigenrats, Wolfgang Franz, ist die Beschäftigungslosigkeit in jungen Jahren besonders schlimm. Studien belegen, dass jugendliche Arbeitslose oftmals ein Leben lang stigmatisiert seien. Die Politik muss ihnen deswegen dringend helfen – beispielsweise, indem sie den Arbeitsmarkt dereguliert. Aber auch Lohnsubventionen könnten eine Maßnahme sein.

4. Immer auf das Wetter
(mises.org, Devin Leary-Hanebrink, englisch)
Immer wieder hört man, dass ein besonders kalter Winter das Wirtschaftswachstum beeinflusst. Oft muss das Wetter so als Sündenbock herhalten, wenn die Konjunktur lahmt.  Devin Leary-Hanebrink nimmt den Winter in Schutz: Kälte behindere nicht das Wachstum, sondern verschiebe nur die wirtschaftliche Aktivität.

5. Wem gehört ein Facebook-”Like”?
(businessweek.com, Josua Brustein, englisch)
Eine Amerikanerin hat mehrere Millionen-Likes ihrer Fanpage für eine Fernsehserie verloren. Sie unterlag in einen Prozess gegen den US-Sender BET. Die Begründung der Richter: Facebook-Likes würden die nur Zustimmung eines Nutzers signalisieren und könnten deswegen niemandem gehören. Für Businessweek-Autor Joshua Brustein geht diese Argumentation allerdings an der Realität vorbei. Schließlich gebe es bereits Anbieter, die Facebook-Likes verkaufen. Es existiere also ein Markt für das Gut.

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Vom Rententopf zum Schälchen: Was das Rentenpaket für die junge Generation bedeutet http://blog.insm.de/10089-vom-rententopf-zum-schaelchen-was-das-rentenpaket-fuer-die-junge-generation-bedeutet/ http://blog.insm.de/10089-vom-rententopf-zum-schaelchen-was-das-rentenpaket-fuer-die-junge-generation-bedeutet/#comments Tue, 26 Aug 2014 15:18:58 +0000 Lisa Marie Kaus http://blog.insm.de/?p=10089 weiterlesen]]> Das Rentenpaket ist beschlossene Sache. 160 Milliarden Euro, eher sogar 230 Milliarden Euro, werden die Rente mit 63 und die Mütterrente bis 2030 kosten. Es ist eines der teuersten Reformpakete der Bundesregierung, doch schafft dieser hohe Betrag wirklich Gerechtigkeit?


Zum Vergleich: die Rettung der Banken wird im schlimmsten Fall mit 51 Milliarden zu Buche schlagen. Nicht, dass das damals eine gute Idee gewesen wäre, aber wenigstens sprach man da nicht von Gerechtigkeit. Denn das Rentenpaket, so erklärt es die Seite des Arbeitsministeriums, sei nicht geschenkt, sondern verdient, schließe Gerechtigkeitslücken, sorge für die Anerkennung einer Lebensleistung und sei, natürlich, fair.

Das klingt erst mal gut, verkennt aber, was eine Rente überhaupt ist. Eine Rente ist keine Belohnung für eine Leistung, sondern die Auszahlung einer Versicherung gegen Lohneinbuße im Alter. Das klingt weniger blumig und kommt sicher nicht so gut an wie die Vermarktung des Rentenpakets auf der Homepage. Am Ende des Tages mag das vielleicht hart sein, aber es ist fair.

In der aktuellen Diskussion wird konsequent das Wort „Paket“ und nicht „Reform“ verwendet. Dies ist tatsächlich eine gute Begrifflichkeit, denn mit einer Reform, einer Neuordnung zum Besseren, hat das Ganze absolut nichts gemein. Dabei hätte das Rentensystem eine solche bitter nötig. Demografischer Wandel, Überalterung, Rente mit 63 – unterstreichen Sie, was sich nicht mit dem aktuellen System des Umlageverfahrens verträgt. Verwendet man Farbstifte, dann wird es bunt.

Wie funktioniert dieses Rentensystem eigentlich? Vereinfacht betrachtet gibt es zwei Grundprinzipien von Versicherungen:

  • das interpersonelle Umlageverfahren
  • das Kapitaldeckungsverfahren

Im Umlageverfahren zahlen die Versicherten Beiträge, welche die zu erwartenden durchschnittlichen „Schäden”, in unserem Fall die Verdienstausfälle, laufend decken. Jeder wirft etwas in einen Topf, aus dem gleichzeitig auf die aktuell „Geschädigten“ umverteilt wird. Hier ist Solidarität gefragt. Manche zahlen mehr ein, als sie herausbekommen, für andere ist es umgekehrt. Ein Problem bekommt das System, wenn eine immer kleiner werdende Anzahl an Beitragszahlern den Gemeinschaftstopf füllt, während eine immer größere Gruppe einen Anspruch auf Auszahlung aus eben diesem hat.

Im Kapitaldeckungsverfahren erwächst die Absicherung durch das Anlegen der jeweils gezahlten Beiträge, also der Versicherungsprämien, am Kapitalmarkt. Hier ist Eigenverantwortung gefragt. Man muss abschätzen, wie viel man für den Schadensfall zurücklegen sollte und trägt das Risiko selbst, also auch das der Anlage. Natürlich ist auch das Umlageverfahren nicht risikolos, aber man fühlt sich dort höchstens mittelbar betroffen, was das Hantieren mit „Paketen“, von Seiten der Politik, durchaus erleichtert.

Somit setzen beide Systeme jeweils andere Anreize. Es ist ein Unterschied, ob meine Zahlung in einem Gemeinschaftstopf umverteilt wird oder ob Einzahlung und Auszahlung direkt an mich als Individuum gekoppelt sind.

Das entscheidende Problem des Rentenpakets ist genau diese Anreizsituation: Steht ein Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren nun mit 63 vor der Entscheidung “Rente ja oder nein”, betreffen ihn die Kosten, die der Gesellschaft durch seine Entscheidung entstehen, kaum. Diese muss den Rententopf füllen und die Kosten tragen, während er selbst nur einen minimalen Beitrag leistet. Im Umlageverfahren kann es dem Versicherten außerdem egal sein, wie lange er nach der Verrentung noch leben wird und eine Auszahlung der Versicherung erhält. Hätten individuelle Entscheidungen auch individuelle unmittelbare Konsequenzen für den Versicherten, wie im Kapitaldeckungsverfahren, müsste man nicht politisch gegen solche Fehlanreize ansteuern. Jeder wäre hier selbst in der Verantwortung. Man würde nicht auf Kosten anderer beschenkt, sondern bekäme das, was man sich verdient hat.

Es ist klar, dass das Umlageverfahren irgendwann durch das Kapitaldeckungsverfahren ersetzt werden muss. Es ist auch klar, dass aus dem Topf noch so lange umverteilt werden wird, wie es eben geht. Das ist dramatisch für die jüngeren Generationen. Wir werden doppelt belastet, zahlen die Rente der Älteren und müssen gleichzeitig privat zurücklegen. Der Topf wird, bis wir an der Reihe sind, vielleicht gerade noch ein Schälchen sein. Wir haben den Generationenvertrag längst innerlich gekündigt, denn die Anreize für uns sind einfach die falschen.

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5 vor 10: EZB, Währungsunion, Heiraten, Nordpol, Mütter http://blog.insm.de/10174-5-vor-10-ezb-waehrungsunion-heiraten-nordpol-muetter/ http://blog.insm.de/10174-5-vor-10-ezb-waehrungsunion-heiraten-nordpol-muetter/#comments Tue, 26 Aug 2014 07:55:11 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10174 weiterlesen]]> Hat Mario Draghi den Märkten nebenbei etwas versprochen, wovor verschließt die Bundesregierung in Sachen Eurozone die Augen und was ist eigentlich der Nordpol wert? Diese Fragen beschäftigen die Autoren der heutigen Linktipps, und außerdem: Wieso große Männer früher heiraten und weshalb Kinderbetreuung krank macht.


1. Der wichtigste Teil von Mario Draghis Rede
(businessinsider.com, Joe Weisenthal, englisch)
Hat sich EZB-Präsident Mario Draghi verplappert? Oder war es volle Absicht, dass er seiner Rede in Jackson Hole am Freitag einige Sätze darüber hinzufügte, dass die EZB mehr dafür tun werde, das Ziel der Preisstabilität zu erreichen? Immerhin, gibt der Business-Insider zu bedenken: Mit solchen Aussagen hat Draghi schon mal großen Erfolg gehabt.

2. Was die Bundesregierung nicht wahrhaben will
(wiwo.de, Frank Doll)
Die Mitgliedsländer der Eurozone seien zu verschieden – in Sachen Staatsschulden, Wirtschaftsleistung oder Wettbewerbsfähigkeit. Dass die Europäische Zentralbank so viel Geld in die Währungsunion stecke, halte lediglich eine Scheinstabilität aufrecht. Während der Schuldenstand in Deutschland aktuell sogar sinke, würden viele andere ihre “Schuldenorgien” fortsetzen. Doch das könne die EZB nicht ewig ausbügeln: “Tatsächlich fehlt einer weiteren europäischen Integration immer mehr die ökonomische und politische Grundlage. Mehr Europa bedeutet im gegenwärtigen Umfeld in erster Linie mehr Umverteilung, mehr Haftungs- und Transferunion”, kommentiert Frank Doll.

3. Heiratsmärkte
(qz.com, Max Nisen, englisch)
Große Männer heiraten früher, fanden Forscher der New York University heraus. Allerdings sind sie nicht sicher, ob es daran liegt, dass Frauen größere Männer attraktiver finden oder sie einfach nur wohlhabender und besser genährt wirken. Das würde etwa erklären, wieso kleinere Männer eher mehr verdienen als ihre Frauen und länger mit ihnen verheiratet bleiben. Oder ist es doch nicht ganz so einfach? Quartz sucht nach Erklärungen.

4. Was ist der Nordpol eigentlich wert?
(vocativ.com, Abigail Tracy, englisch)
Knapp ein Drittel der unentdeckten Erdgasvorräte der Erde liegen unter dem Nordpol, sowie 15 Prozent der unerschlossenen Ölvorkommen. Eine Menge, die viel Geld wert ist – schätzungsweise 17,2 Billionen Dollar. Seit längerem streiten USA, Russland, Kanada und andere Nationen darum, wem der Nordpol gehört. Doch wer entscheidet nun, wer Anspruch auf die Bodenschätze hat?

5. Lieber arbeiten als Kinder hüten
(blogs.faz.net, Patrick Bernau)
Machen Kinder krank? Könnte man meinen, wenn man sich die Studie der beiden amerikanischen Soziologinnen Adrianne French und Sarah Damaske ansieht: Jene Mütter, die nach der Geburt ihrer Kinder weiter Vollzeit im Berufsleben standen, waren im Alter von 40 Jahren gesünder, als jene Frauen, die ihre Kinder gehütet haben. Das allerdings sind die Ergebnisse einer Studie von vor zwei Jahren. In ihrer aktuellen Studie fand Sarah Damaske eine mögliche Erklärung dafür: “Arbeitssorgen werden doch nie so existentiell wie die Probleme, die zu Hause warten können. Wenn im Beruf alles viel zu schlimm wird, kann man immer noch kündigen. Mit den Kindern ist das nicht so leicht”, schreibt Patrick Bernau.

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5 vor 10: Liberalismus, Nationen, Arbeitslose, Krise, Doping http://blog.insm.de/10169-5-vor-10-liberalismus-nationen-arbeitslose-krise-doping/ http://blog.insm.de/10169-5-vor-10-liberalismus-nationen-arbeitslose-krise-doping/#comments Mon, 25 Aug 2014 07:55:22 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10169 weiterlesen]]> Was heißt es, liberal zu sein? Wieso erreichen große Gruppen ihre Ziele schwerlich? Lassen sich die Arbeitslosenzahlen mit Twitter berechnen? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns heute in den Linktipps. Außerdem geht es um Stagnation und Doping im Job.


1. Was es bedeutet, ein Liberaler zu sein
(bloombergview.com, Clive Crook, englisch)
Der Liberalismus ist eng mit dem Begriff der Freiheit verknüpft. Doch liberal zu sein, das bedeute noch mehr, betont Clive Crook. Es bedeute zum Beispiel nicht nur politische Interessen Einfluss nehmen zu lassen, sondern auch soziale und wirtschaftliche. Es bedeute, an den Fortschritt zu glauben und den Willen zu besitzen, Konflikte auszutragen. Es bedeute weiterhin, Menschen und ihre Rechte zu respektieren.

2. Der Abstieg der Nationen
(faz.net, Philip Plickert)
Weil die Interessen in einer großen Gruppe so verschieden sind, erreiche diese schwerlich ihre Ziele. Kleine homogene Gruppen hingegen würden ihre Ziele viel leichter umsetzen können, erklärte der Ökonom amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Mancur Olson in seinem Buch „Die Logik des kollektiven Handelns“. Olson traf damit Mitte der Sechziger Jahre den Zeitgeist – in der Diskussion um Gewerkschaften und Lobbyistengruppen. Ihn stellt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in ihrer Serie “Die Weltverbesserer” vor. Olson hatte aber auch eine Erklärung dafür, wieso diverse Staaten Mitte der Achtziger Jahre in der Krise steckten.

3. Arbeitslosenzahlen berechnen – mit Twitter
(lsa.umich.edu, Susan Hutton, englisch)
Präziser und schneller als die Regierung könne Matthew Shapiro, Ökonomie-Professor an der University of Michigan, die Arbeitslosenzahlen der USA mit Daten der Plattform Twitter berechnen, schreibt Susan Hutton. Die statistischen Ämter würden Briefe verschicken oder bei den Haushalten anrufen, allerdings würde die Post und die Anrufe oftmals nicht beantwortet. Das führe zu statistischen Ungenauigkeiten. Shapiro hingegen analysierte die Twitterposts der Bevölkerung. Allerdings mussten sie dabei erst einmal die richtigen Stichworte festlegen: “Lost work” bedeutete nämlich meist, dass ein Computer den Geist aufgegeben hatte.

4. Die Krise ist noch nicht vorbei
(weitwinkelsubjektiv.com, André Kühnlenz)
Investitionen lohnen sich nicht, wenn sich die Gewinnmöglichkeiten für ein Unternehmen dadurch nicht verändern. Trift das auf die gesamte Volkswirtschaft zu, könnte das die säkulare Stagnation bedeuten. Die Debatte um diesen Begriff hat der frühere Finanzminister Larry Summers Anfang des Jahres ins Rollen gebracht. In einer solchen Phase würden über einen längeren Zeitraum kaum neue Jobs geschaffen werden. André Kühnlenz erklärt, wieso die von Summers vorgebrachten Gründe plausibel sind.

5. Doping in der Chefetage
(handelsblatt.com, Jörg Hackhausen)
Es ist nicht nur die Sehnsucht nach dem Rauschzustand, der Menschen dazu verleitet, Drogen zu konsumieren. Es ist immer öfter auch der Wunsch, einen guten Job zu machen. Jörg Hackhausen erklärt im Handelsblatt, welche Drogen wieso von wem konsumiert werden. “Meist tritt ein Effekt nur kurzfristig auf, um den Preis, dass sie Körper und Geist langfristig auszehren”, konstatiert Hackhausen.

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5 vor 10: Mindestlohn, Notenbanker, Ökonomie, Geld, Konjunktur http://blog.insm.de/10167-5-vor-10-mindestlohn-notenbanker-oekonomie-geld-konjunktur/ http://blog.insm.de/10167-5-vor-10-mindestlohn-notenbanker-oekonomie-geld-konjunktur/#comments Fri, 22 Aug 2014 07:55:40 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10167 weiterlesen]]> Wichtige Notenbankchefs, darunter Janet Yellen und Mario Draghi, treffen sich heute zur Konferenz in Jackson Hole. Was sie dort besprechen, steht heute in den Linktipps. Außerdem: Warum internationale Erfahrungen mit dem Mindestlohn hierzulande kaum aussagekräftig sind, weshalb die Konjunktur eingebrochen ist und Ökonomen mehr mit großen Datenmengen arbeiten sollten.


1. Internationale Vergleiche beim Mindestlohn
(oekonomenstimme.org, Andreas Knabe, Ronnie Schöb und Marcel Thum)
Wird die Einführung des Mindestlohns in Deutschland Arbeitsplätze kosten? Der Blick auf andere Länder hilft kaum weiter – zu groß sind die Unterschiede. “Keinesfalls kann man mit dem einfachen Verweis auf die Existenz von Mindestlöhnen in anderen Ländern auf die Unschädlichkeit eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland schließen”, heißt es im Blog Ökonomenstimme.

2. Zentralbanker auf Arbeitssuche
(nzz.ch, Martin Lanz)
In Zeiten, in denen unkonventionelle Geldpolitik, beinahe rund um den Globus die Regel zu sein scheint, kommt den Chefs der Notenbanken eine große Rolle zu. Die mächtigen Geldpolitiker treffen sich heute zu ihrer jährlichen, strikt abgeschirmten Konferenz in Jackson Hole. Auch EZB-Chef Mario Draghi wird erwartet. Analysen des US-Arbeitsmarktes werden im Vordergrund stehen. Wir robust er derzeit ist, lässt sich nicht einfach beantworten.

3. Ökonomische Modelle brauchen mehr Daten
(blog.lindau-nobel.org, Jeffrey Peters, englisch)
Wirtschaftswissenschaftlern wird oft vorgehalten, dass es ihnen nicht gelingt, große ökonomische Krisen vorherzusehen. In der Tat ist die Prognosekraft der Wirtschaftswissenschaften eher gering, beispielsweise im Vergleich zu Naturwissenschaften. Doch das kann sich ändern, wenn die Ökonomie künftig nicht nur auf vereinfachende Modelle setzt, sondern auch komplexe Daten in ihre Analysen miteinbezieht, argumentiert Jeffrey Peters.

4. Mehr Geld drucken!
(blog.zeit.de, Dieter Wermuth)
Die Leitzinsen der Eurozone sind so niedrig wie noch nie, dennoch kommt es nur unzureichend zur angestrebten Belebung der Konjunktur. “Vielleicht ist der Umweg über die Banken einfach zu lang”, schreibt Dieter Wermuth. Sie würden die Impulse der Geldpolitik nicht an ihre Kunden weitergeben. Wermuth hat deshalb einen überraschenden Vorschlag: Die EZB sollte jedem Europäer einfach 500 Euro überweisen.

5. Aus der Traum vom ewigen Boom
(wiwo.de, Malte Fischer und Thomas Glöckner)
Selbst erfahrene Analysten waren überrascht als sie diese Zahl sahen: Um 0,2 Prozent war die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft. Es zeigt sich: Weltpolitische Krisen, vor allem der Konflikt mit Russland, führen zu großen Unsicherheiten. Die Investitionsbereitschaft lässt nach, die Zeiten des Aufschwungs sind daher vorerst zu Ende.

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5 vor 10: Steuern, Boni, Zeitungssterben, Daten, Geld http://blog.insm.de/10165-5-vor-10-steuern-boni-zeitungssterben-daten-geld/ http://blog.insm.de/10165-5-vor-10-steuern-boni-zeitungssterben-daten-geld/#comments Thu, 21 Aug 2014 07:55:51 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10165 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Wie Amerika vom Vorreiter in Sachen Unternehmenssteuern zum Schlusslicht abstieg, warum Manager Millionenboni erhalten und das Ende der gedruckten Zeitung unausweichlich scheint. Außerdem: Wie viel sind persönliche Daten eigentlich wert?


1. Amerika hinkt im Steuerwettbewerb hinterher
(faz.net, Patrick Welter)
Ronald Reagan betrat in den 80er-Jahren Neuland. Der wirtschaftsliberale US-Präsident senkte die Steuern für Unternehmen deutlich – und belebte so das Wirtschaftswachstum. Rund um den Globus sind zahlreiche Länder dem Beispiel gefolgt und haben die USA sogar übertroffen. Mittlerweile sind die Amerikaner vom Vorreiter zum Schlusslicht abgestiegen – viele Unternehmen wandern daher aus.

2. Eine Schachtel Pralinen reicht!
(manager-magazin.de,  Axel Reimann)
Die Bonuszahlung von fast 77 Millionen Euro für den Vorstand von ProSiebenSat.1 hat die Debatte über Managergehälter wieder aufkochen lassen. Verteilt auf alle Mitarbeiter des Konzerns hätte der Betrag 20.000 Euro für jeden ergeben. Dass das Geld ausschließlich an die Manager ging, liegt aus Sicht von Axel Reimann an mehreren gängigen Fehlannahmen.

3. Warum es bald keine Zeitung mehr geben wird
(medium.com, Clay Shirky, englisch)
Zeitungen finanzieren sich über Anzeigen und Verkaufserlöse. Das Modell funktionierte über Jahrzehnte und brachte üppige Gewinne. Der Autor Clay Shirky ist aber überzeugt: Diese Zeiten sind bald zu Ende. In einer schonungslosen Analyse zeigt er, warum das Aus für die gedruckte Zeitung aus seiner Sicht unausweichlich ist und sich Zeitungsreporter so schnell wie möglich nach einer Alternative umsehen sollten.

4. Welchen Preis haben persönliche Daten?
(diw.de,  Nicola Jentzsch)
Im Internet geben viele Menschen leichtfertig Daten von sich preis. Um Verbraucher besser zu schützen, will die EU-Kommission den Wert persönlicher Informationen verdeutlichen. Doch wie bestimmt sich dieser? Nicola Jentsch zeigt, wie schwierig es ist, einen Preis dafür zu ermitteln.

5. Sechs Mythen über das Geld
(mises.org, Patrick Barron, englisch)
Politiker mischen sich gerne in die Geldpolitik der Zentralbanken ein, weil sie meinen, auf diese Weise leicht für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgen zu können. Doch wer anfängt, massenhaft Geld zu drucken, erreicht ziemlich schnell das Gegenteil, zeigt Patrick Barron in seinen “Mythen über das Geld”.

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5 vor 10: Ukraine, BRICS-Bank, Lehrer, Energiewende, Wettbewerbsfähigkeit http://blog.insm.de/10163-5-vor-10-ukraine-brics-bank-lehrer-energiewende-wettbewerbsfaehigkeit/ http://blog.insm.de/10163-5-vor-10-ukraine-brics-bank-lehrer-energiewende-wettbewerbsfaehigkeit/#comments Wed, 20 Aug 2014 07:55:10 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10163 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Die Ukraine steht wirtschaftlich am Abgrund, die neue BRICS-Bank könnte dagegen ein großer Erfolg werden. Außerdem: Deutschland sollte seine Lehrerausbildung reformieren, die hohen Gaspreise sind ein großer Nachteil gegenüber den USA und der Rechnungshof kritisiert die Energiewende.


1. Die Ukraine ist wirtschaftlich am Anschlag
(NZZ, Rudolf Hermann)
Die wirtschaftliche Situation in der Ukraine verschlechtert sich zusehends. Die derzeitigen Kämpfe finden in einem wichtigen industriellen Zentrum des Landes statt. Die Landeswährung hat seit Beginn der Krise bereits fast 60 Prozent verloren, Investoren sagen reihenweise ihre Expansionspläne ab. Nun droht auch noch die Energieversorgung zusammenzubrechen.

2. Wird die BRICS-Bank die globale Finanzarchitektur ändern?
(oekonomenstimme.org, Helmut Reisen)
Die fünf großen Schwellenländer haben jüngst eine neue Entwicklungsbank ins Leben gerufen. Helmut Reisen, der frühere Forschungsdirektor des OECD-Entwicklungszentrums in Paris, rechnet ihr große Erfolgschancen zu. Sie sollte sich dabei vor allem auf die Finanzierung großer Infrastrukturprojekte in Schwellenländern konzentrieren – hier gibt es einen großen Bedarf und die Mitgliedsländer bringen die nötige Erfahrung mit.

3. Deutschland hat die falschen Lehrer
(WiWo, Kerstin Dämon)
In der Bildungspolitik wird eifrig über das richtige Schulsystem diskutiert. Doch man sollte auch das für die Ausbildung der Schüler zuständige Personal nicht vergessen, schreibt Kerstin Dämon. Sie verweist auf eine neue Studie des Stifterverbandes: Demnach wählen nur noch mittelmäßige Abiturienten den Lehrerberuf – und sie sind mit ihrer Ausbildung unzufrieden. “Wenn sich also an der Attraktivität des Lehrerberufes und an der Ausbildung der Lehrer nichts ändert, muss sich niemand wundern, wenn deutsche Schüler im internationalen Vergleich höchstens mittelmäßig abschneiden”, schreibt Dämon.

4. Miese Noten für Merkels Energiewende
(SZ, Michael Bauchmüller)
Der Bundesrechnungshof geht hart mit der Bundesregierung ins Gericht: Noch immer wissen die Politiker nicht, was das Megaprojekt Energiewende eigentlich kostet. Zudem sei die Umsetzung der energiepolitischen Maßnahmen unkoordiniert und häufig redundant. Viele Behörden beschäftigen sich mit dem Thema – werden aber überhaupt nicht gehört.

5. Hohe Energiekosten belasten Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit
(Manager Magazin, Nils-Viktor Sorge)
Während sich Unternehmen in den USA dank Fracking-Boom über sinkende Energiepreise freuen, steigen die Kosten für Firmen in Deutschland. In einem Gespräch mit dem Manager Magazin warnen die McKinsey-Berater Thomas Vahlenkamp und Michael Peters, dass Deutschland so seine Wettbewerbsfähigkeit verlieren könnte.

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5 vor 10: Schulden, Kinder, Geldpolitik, Sanktionen, Autoindustrie http://blog.insm.de/10161-5-vor-10-schulden-kinder-geldpolitik-sanktionen-autoindustrie/ http://blog.insm.de/10161-5-vor-10-schulden-kinder-geldpolitik-sanktionen-autoindustrie/#comments Tue, 19 Aug 2014 07:55:16 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10161 weiterlesen]]> Sind Sanktionen ein geeignetes Mittel, um Wladimir Putin zum Umdenken zu bringen? Um diese Frage geht es heute in den Linktipps. Außerdem: Welche Absatzmärkte der deutschen Autoindustrie zu schaffen machen, was die Fed und Salvador Dali gemeinsam haben, warum Kinder teuer sind und was in der Geldpolitik anders läuft, als gemeinhin angenommen.


1. Was die Fed und Salvador Dali gemeinsam haben
(mises.org, Dante Bayona, englisch)
Der spanische Künstler Salvador Dali hat üppige Restaurantrechnungen gerne mit einem Scheck bezahlt: Weil er auf die Rückseite noch etwas malte, wusste er, dass seine Gläubiger den Scheck nicht einlösen würden. So konnte Dali mehr ausgeben, als er hatte. Mises-Autor Dante Bayona vergleicht diese Praxis mit jener der Fed. Denn auch die amerikanische Zentralbank gebe Schecks aus, von denen sie hoffe, dass sie nicht eingelöst werden. Was aber, wenn doch?

2. Fünf Grafiken zeigen, wie teuer Kinder sind
(washingtonpost.com, Niraj Chokshi, englisch)
Kinder muss man sich leisten können – fast eine Viertelmillion Dollar musste eine Mittelschichtfamilie in den USA im Jahr 2013 berappen, um ihre Kinder groß zu ziehen. Die Washington Post hat fünf Grafiken zusammengestellt, die beispielhaft zeigen, wofür das ganze Geld in welchem Alter drauf geht, wie viel teurer Kinder reicher Eltern sind und wie sich die Ausgaben seit 1960 verändert haben. Den deutlichsten Zuwachs hat dabei der Posten “Kinderbetreuung und Ausbildung” genossen.

3. EZB: Die große Illusion von Expansion
(wirtschaftlichefreiheit.de, Manfred J.M. Neumann)
Ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank tatsächlich so locker, wie oft behauptet? Und: Kann die EZB die Geldmenge eigentlich derart erweitern und verringern, dass sie jederzeit Einfluss auf den Geldwert hat? Diesen Fragen nimmt sich Manfred J.M. Neumann an, und, so viel sei schon gesagt: Nichts ist, wie es scheint.

4. Sind Sanktionen richtig?
(zeit.de, Philip Faigle und Mark Schieritz)
Frisch importierte Lebensmittel aus der EU wird es in Russland erst mal nicht mehr geben. Autos vielleicht bald auch nicht mehr, Russlands Präsident Wladimir Putin erwägt gerade ein Importverbot. Nicht nur auf russischer Seite entsteht ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden durch die Sanktionen. Aber ist es das wert? Die Zeit-Autoren Philip Faigle und Mark Schieritz diskutieren, ob derartige Maßnahmen Putin zum Umdenken bewegen können.

5. Moskau lässt die Autokonzerne bangen
(faz.net, Christoph Ruhkamp)
In China weht der Wind gegen die deutschen Autobauer schon länger rauer: Die Preise seien zu hoch, ist der gängigste Vorwurf seitens der Regierung. Auch in Russland könnte das Geschäft nun zum Erliegen kommen. Christoph Ruhkamp erklärt, wie schwer beides die deutsche Autoindustrie treffen könnte.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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5 vor 10: Deflation, Crash, Krise, Öl, Steuern http://blog.insm.de/10156-5-vor-10-deflation-crash-krise-oel-steuern/ http://blog.insm.de/10156-5-vor-10-deflation-crash-krise-oel-steuern/#comments Mon, 18 Aug 2014 07:55:15 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10156 weiterlesen]]> Deflationspropaganda, Krisenprophezeihungen und Pleitekommunen – darum geht es heute in den Linktipps. Außerdem erklären wir die Gründe für den langsamen Abschied vom Erdöl und die für die neuerliche Rezession in der Eurozone.


1. Keine Angst vor der Deflation
(blogs.faz.net/fazit, Philip Plickert)
Nur, weil das Geld im Portemonnaie oder auf dem Konto an Wert gewinne, bedeute dies nicht, dass die Wirtschaftsleistung bei Deflation zurückgehe. Philip Plickert unterstellt jenen, die bei dieser Angelegenheit anderes behaupten, Propaganda. Er zitiert eine Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (pdf), in der die Autoren sogar nachgewiesen haben, dass die Verbraucher bei Deflation sogar mehr kaufen.

2. Was, wenn der Crash kommt
(blicklog.com, Dirk Elsner, Video)
Die Krise sei noch nicht vorbei: Schulden, Schuldenschnitte und Währungsreformen könnten die Bürger teuer zu stehen kommen, davon sind die Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich, die den Bestseller “Der Crash ist die Lösung” geschrieben haben, überzeugt. Bei 3 nach 9 diskutieren sie unter anderen mit Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, das Für und Wider.

3. Warum es im Euroland so schlecht läuft
(blog.zeit.de/herdentrieb, Dieter Wermuth)
Steht die nächste Krise in der Eurozone schon in den Startlöchern? In Europa ist die Wirtschaftsleistung nach knapp zwei Jahren Rezession wieder rückläufig. In den USA hingegen ist sie im Vergleich zum Vorjahresquartal um ein Prozent gestiegen. Weshalb stehen die USA offenbar besser da? Dieser Frage nimmt sich Dieter Wermuth im Herdentrieb-Blog an. Die amerikanische Geldpolitik ist expansiver und die Verschuldung in Europa hoch – beides könnte dabei von Bedeutung sein.

4. Goodbye, Öl
(wiwo.de, Benjamin Reuter und Philipp Mattheis)
Noch geht ohne Erdöl nichts, doch wie lange wird das so bleiben? Das wollen die Autoren der Wirtschaftswoche, Benjamin Reuter und Philipp Mattheis, wissen. Bereits seit 2005 sei der Verbrauch von Erdöl in den Industrienationen rückläufig. Weltweit könnte der jährliche Zuwachs des Erdölverbrauchs schon im nächsten Jahr abnehmen. Das liegt an effizienteren Technologien, an der Urbanisierung und konkurrenzfähigen alternativen Energien.

5. Klamme Städte erfinden kreative Steuern
(faz.net, Jan Hauser)
Eine Steuer für Wettbüros, die Sexsteuer oder die Solariumsteuer – einige klamme Kommunen sind ziemlich kreativ, wenn es darum geht, neue Einnahmequellen aufzutun. Doch auch die Grundsteuer oder die Gewerbesteuer werden vergleichsweise häufig angehoben. Haben einige Kommunen schlicht keine Chance mit ihrem Budget auszukommen oder gehen sie zu verschwenderisch mit ihren Geldern um?

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