INSM Blog http://blog.insm.de Ökonomie verstehen Thu, 26 Feb 2015 11:45:44 +0000 de-DE hourly 1 5 vor 10: Griechenland, Mietpreisbremse, Karriere, Klimawandel, Überschuldung http://blog.insm.de/10860-5-vor-10-griechenland-mietpreisbremse-karriere-klimawandel-ueberschuldung/ http://blog.insm.de/10860-5-vor-10-griechenland-mietpreisbremse-karriere-klimawandel-ueberschuldung/#comments Thu, 26 Feb 2015 08:55:37 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10860 weiterlesen]]> Ist der Schuldenstreit mit Griechenland gelöst? In den Linktipps werden daran erhebliche Zweifel angemeldet. Weitere Themen: Unerwünschte Nebeneffekte der Mietpreisbremse, Gesetzmäßigkeiten steiler Karrieren und die Kosten des Klimawandels.


1. Bitte liefern, Griechen
(opinion-club.de, Thomas Schmoll)
Die EU-Finanzminister akzeptieren Griechenlands Reformankündigungen. Ministerpräsident Alexis Tsipras muss sich von vielen seiner Wahlversprechen bereits jetzt verabschieden. Dass der Schuldenstreit damit beendet ist, wird dadurch aber nicht garantiert. Zu oft habe Athen bereits Versprechen gemacht und sich nicht daran gehalten, schreibt Thomas Schmoll, der nun gern Taten sähe.

2. Warum die Mietpreisbremse nur Gutverdienern hilft
(welt.de, Michael Fabricius)
In Deutschland gibt es mehr als 20 Millionen Mietwohnungen. Über vier Millionen dieser Wohnungen befinden sich in Gebieten, in denen es zuletzt einen starken Anstieg der Mieten gab. Weil viele Mieter befürchten, die hohen Wohnungskosten bald nicht mehr bezahlen zu können, wird die politisch verordnete Mietpreisbremse oft positiv gesehen. Doch die Regelung führt zu erheblichen unerwünschten Effekten. So sind es beispielsweise vor allem die Wohlhabenden, die davon profitieren.

3. Karriere macht man früh
(blogs.faz.net, Patrick Bernau)
Wer macht Karriere und wer nicht? Eine Untersuchung amerikanischer Sozialversicherungsdaten liefert wertvolle Erkenntnisse. Junge Menschen müssen sich demnach beeilen, wenn sie Wert auf ein hohes Einkommen legen. Denn der finanzielle Erfolg entscheidet sich bereits in den ersten zehn Berufsjahren – und damit in der Regel vor dem 35. Geburtstag.

4. Die Kosten des Wartens
(voxeu.org, Jason Furman, Ron Shadbegian und Jim Stock, englisch)
Wenn es um den Klimawandel geht, ist Nichtstun eine teure Strategie. Denn je früher Politik und Wirtschaft das Problem angehen, umso geringer sind die Kosten. Jede Dekade des Wartens erhöht den Preis um 40 Prozent, sagen Ökonomen. Sie sehen in dieser Erkenntnis den besten Anreiz für umweltfreundliches Handeln.

5. Lasst Puerto Rico pleite gehen
(bloombergview.com, englisch)
Nicht nur Griechenland leidet unter einer extremen Schuldenlast. Puerto Rico, ein US-amerikanisches Außengebiet, steckt mitten in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Arbeitslosigkeit auf der Insel ist doppelt so hoch wie auf dem Festland. Die öffentliche Verschuldung geht durch die Decke und ist kaum noch zu stemmen. Nun entbrennt eine Debatte über den Umgang mit der Quasi-Pleite.

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5 vor 10: Eurokrise, Norwegen, Rindfleisch, Arbeitslosigkeit, Glück http://blog.insm.de/10858-5-vor-10-eurokrise-norwegen-rindfleisch-arbeitslosigkeit-glueck/ http://blog.insm.de/10858-5-vor-10-eurokrise-norwegen-rindfleisch-arbeitslosigkeit-glueck/#comments Wed, 25 Feb 2015 08:55:00 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10858 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Die Griechen müssen sich nach der Rettung als Sieger fühlen und die Norweger haben plötzlich Angst, Verlierer zu sein. Außerdem: Wie lange Zeiten der Arbeitslosigkeit den Charakter verändern, Indien über seine Beefindustrie streitet und die Glücksmessung politisch instrumentalisiert wird.


1. Griechenland muss sich am Ende als Sieger fühlen
(welt.de, Marcel Fratzscher)
Es sieht so als, als würde Griechenland wieder einmal gerettet werden. Für Marcel Fratzscher, Chef des DIW, ist jetzt wichtig, dass sich die Griechen als Gewinner der Verhandlungen fühlen. Nur dann würden die anstehenden Reformen auch mit dem nötigen Elan angegangen.

2. Norweger zittern vor dem Abstieg
(manager-magazin.de, Nils-Viktor Sorge)
Die erfolgsverwöhnten Norweger müssen plötzlich Angst vor der Zukunft haben. Der fallende Ölpreis erwischt die Skandinavier doppelt hart, denn er kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Norweger noch einmal kräftig in die Förderung investiert haben. Kritiker bemängeln außerdem, dass das Land träge geworden ist: Die Löhne sind zuletzt gestiegen, obwohl die Produktivität stagnierte. Mit einer Katastrophe rechnen aber die wenigsten – lediglich mit einem Abstieg auf “schwedisches Niveau”.

3. Indiens umstrittene Beef-Industrie
(theatlantic.com, Sena Desai Gopal, englisch)
In Indien ist die Kuh heilig; das Töten von Kühen ist verboten. Dennoch ist das Land der zweitgrößte Beef-Exporteur weltweit – und das sorgt für Kritik. Die Betriebe berufen sich darauf, nur Wasselbüffelfleisch zu verkaufen. Doch auch diese Tiere sollten geschützt werden, fordern radikale Hindus. Zudem herrscht bei vielen der Verdacht, dass auch illegales Kuhfleisch unter das Beef gemischt wird.

4. Wie Arbeitslosigkeit die Psyche belastet
(washingtonpost.com, Danielle Paquette, englisch)
Eine neue Langzeitstudie belegt die starken psychischen Folgen von Arbeitslosigkeit. Mehr als 6.000 Deutsche wurden über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren befragt. Bei denjenigen, die in der Zeit länger arbeitslos waren, verländerten sich Charakterzüge wie Offenheit merklich, und zwar klar zum Negativen.

5. Wenn Statistiker zu Philosophen werden
(nzz.ch, Jürg Müller)
Immer wieder werden Forderungen laut, das Bruttoinlandsprodukt nicht zum wichtigsten Barometer des Erfolgs einer Gesellschaft zu machen. Stattdessen sollte man das Glück der Menschen stärker berücksichtigen. NZZ-Redakteur Jürg Müller hält das für gefährlich: Schließlich ist das Glück eine rein subjektive Anlegenheit. Jeden mache etwas anderes glücklich und mit der Auswahl der Variablen entscheiden die Statistiker, was überhaupt für die Messung des Glücks infrage kommt. Statistiken können so leicht politisch instrumentalisiert werden.

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„Zwanzig Cent wollen Sie auch noch?“: Eine Fahrt im regulierten Taximarkt http://blog.insm.de/10853-zwanzig-cent-wollen-sie-auch-noch-eine-fahrt-im-regulierten-taximarkt/ http://blog.insm.de/10853-zwanzig-cent-wollen-sie-auch-noch-eine-fahrt-im-regulierten-taximarkt/#comments Tue, 24 Feb 2015 09:50:44 +0000 Dr. Dagmar Schulze Heuling http://blog.insm.de/?p=10853 weiterlesen]]> Der Vorstoß von Uber, eine Alternative zum Taxi auch in Deutschland anzubieten, liegt schon eine Weile zurück. Die Aufregung (Hilfe, Veränderung!) und die Angst (unsere Sicherheit!) haben dies vorerst verhindert. Das ist schlecht für die Fahrgäste, denn dass solcherart regulierte Märkte (falls man den Begriff in diesem Zusammenhang noch verwenden darf) nicht gerade eine Tendenz haben, gute Leistungen zu einem günstigen Preis bereitzustellen, ist allgemein bekannt. Konkurrenz belebt das Geschäft, weiß der Volksmund – und die würde dem Taximarkt gut tun, wie die Erfahrung von Dagmar Schulze-Heuling lehrt.


Natürlich ist es bequemer für die Etablierten, sich die lästige Konkurrenz mit juristischen Mitteln vom Hals zu halten als das eigene Angebot zu verbessern. Weil Pfründesichern und Faulheit aber weder besonders gute noch besonders sympathieträchtige Argumente sind, führt man lieber die oben erwähnte Sicherheit an. Wer gelegentlich Taxi fährt, weiß allerdings, dass zumindest bezogen auf die Fahrkünste der Taxifahrerinnen und -fahrer hier eindeutig der Wunsch der Vater des Gedanken ist.

Nicht, dass es nicht sehr viele hervorragende, freundliche, zuvorkommende oder einfach nur ganz normale Taxifahrerinnen und -fahrer gäbe. Ebenso gibt es aber die, die mit unfreundlich und unfähig noch ausgesprochen gnädig beschrieben sind. Trotz aller Vorschriften, Schulungen, Regulierungen und Imagekampagnen hält sich diese Gruppe hartnäckig und zum Leidwesen der Fahrgäste im Geschäft.

Ein aktuelles Beispiel aus einer deutschen Großstadt: Das bestellte Taxi kam mit leichter Verspätung, was der Fahrer dadurch wettzumachen suchte, dass er den Taxameter schon anstellte, ehe wir alle im Fahrzeug saßen. Unser Fahrziel, das wir der Zentrale bereits mitgeteilt hatten, erfragte er dann im Anschluss. Leider kannte er die Straße nicht und nach einigem Nachfragen und Überlegen hielt er daher an – Sicherheit geht vor! –, um das Navigationsgerät zu bedienen. Hören und Buchstabieren gehörten allerdings nicht zu den Stärken unseres Fahrers, sodass schließlich die Beifahrerin die Rolle der Navigatorin und der Navigationsgerätbedienerin übernehmen musste.

Glücklicherweise waren die Straßen nicht allzu voll, sodass die paradoxe Fahrweise, vor roten Ampeln zu beschleunigen, auf grüne Ampeln aber nur gemächlich zuzurollen, nicht zu Problemen oder größerem Unmut im Straßenverkehr führte und wir ohne Unfall unser Ziel erreichten.

Der Taxameter zeigte 22,80 Euro. Die neben mir sitzende Person reichte 30 Euro nach vorne. Zügig wurde ein Fünf-Euro-Schein zurückgereicht. Wir warteten. Der Fahrer drehte sich irritiert um, suchte dann aber in seinem Portemonnaie nach einem Zwei-Euro-Stück, das er uns wütend hinstreckte. Wir warteten weiter und der Fahrer wirkte, als würde er uns liebend gerne aus dem Taxi schubsen. „Zwanzig Cent wollen Sie auch noch?“ blaffte er uns an. „Ja, selbstverständlich“, gaben wir freundlich zurück. Laut und vernehmlich wurden wir darüber belehrt, dass das ja wohl eine Unverschämtheit sei, man müsse Trinkgeld geben, das gehöre sich so. Unsere Entgegnung, Trinkgeld sei eine Anerkennung für einen guten Service, konterte er mit einer Schimpftirade, deren Wortlaut wir nicht mehr genau verstanden.

Wir haben trotz des unverschämten Taxifahrers einen schönen Abend verbracht. So, wie man trotz Regulierung noch Taxi fahren kann, häufig auch mit netten Taxifahrerinnen und -fahrern. Das ist allerdings noch kein Argument für ein Taxikartell, Preisregulierung, Marktabschottung und ähnliche Einschränkungen. Denn eine Regulierung lässt sich nur dadurch rechtfertigen, dass der eingeschränkte Zustand besser ist als der unregulierte.

Genau daran habe ich allerdings beim Blick auf das real existierende deutsche Beförderungswesen meine Zweifel. Ist der Gedanke, dass wir mit mehr Alternativen, transparenten Bewertungssystemen und offeneren Märkten besser fahren würden, so abwegig? Vielleicht stellt das geschilderte Erlebnis eine seltene Ausnahme dar. Doch selbst dann ist klar, dass es sich hier um einen Fall eklatanten Regulierungsversagens handelt. Unfreundlichkeit lässt sich eben nicht per Verordnung aus der Welt schaffen. Gelingen könnte das hingegen mit mehr Wettbewerb.

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5 vor 10: Autonome Autos, Singapur, Apps, Generation Y, Griechenland http://blog.insm.de/10848-5-vor-10-autonome-autos-singapur-apps-generation-y-griechenland/ http://blog.insm.de/10848-5-vor-10-autonome-autos-singapur-apps-generation-y-griechenland/#comments Tue, 24 Feb 2015 08:55:56 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10848 weiterlesen]]> Apple und Google sind der Albtraum deutscher Autobauer, Singapur führt eine Reichensteuer ein und mit Apps lässt sich nicht viel Geld verdienen – um diese Themen geht es heute in den Linktipps. Zudem: Welche Themen sind der Generation Y rund um die Welt wichtig? Und woran könnte der Griechenland-Deal noch scheitern?


1. Albtraum deutscher Autohersteller
(wiwo.de, Rebecca Eisert, Matthias Hohensee, Lothar Kuhn, Jürgen Rees und Franz W. Rother)
Apple und Google wollen Autos bauen. Wieso das für die deutschen Autobauer zum Problem werden könnte, erklären die WiWo-Autoren in der aktuellen Ausgabe. “Allein Apple verfügt über 180 Milliarden Dollar Barreserven – fast sechsmal so viel wie VW. Mit dieser finanziellen Power werden die Kalifornier immer einen angestammten Hersteller oder ehrgeizigen Zulieferer finden, der für sie Modelle fertigt”, schreiben sie. Volkswagen, Daimler und BMW müssten schon jetzt gegensteuern.

2. Singapur erhöht die Steuern
(bloomberg.com, Sharon Chen und Andrea Tan, englisch)
Der Spitzensteuersatz in Singapur soll für die Topverdiener von 20 auf 22 Prozent erhöht werden. Als Topverdiener gelten diejenigen, die mehr als 320.000 Singapur-Dollar verdienen – das entspricht rund 225.700 Euro. Das Land, das bei den Index of Economic Freedom immer auf den vorderen Plätzen rangiert, führt eine Reichensteuer ein. Das sei ein Schritt in Richtung westlicher Sozialsysteme, schreiben die Bloomberg-Autoren Sharon Chen und Andrea Tan.

3. Kleine Apps, große Hoffnungen
(faz.net, Martin Gropp)
Eine Million Stellen seien in der App-Entwicklung im vergangenen Jahr weltweit entstanden, schreibt Martin Gropp und erklärt, wie mit der Einführung des Apple Stores eine ganz neue Branche entstanden ist und weshalb die Entwickler mit ihren Apps aber oft noch nicht gut verdienen.

4. Das will die Generation Y
(hbr.org, Henrik Bresman, englisch)
Die Arbeitgeber sorgen sich um die Generation Y. Die Harvard Business Review hat die Ergebnisse einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr unter 16.637 Menschen aus 43 Ländern zusammengestellt: Was wünschen sich die zwischen 1977 und 1998 geborenen Berufseinsteiger rund um die Welt? Das verblüffendste Ergebnis: Viele wären gerne Chef.

5. Drei unbequeme Wahrheiten über den Griechenland-Deal
(zeit.de, Marlies Uken)
Griechenland hat die Deadline gestern Abend verstreichen lassen, erst heute sollen die Vorschläge für Reformen vorgestellt werden. Marlies Uken hat analysiert, an welchen drei Punkten der Deal mit Griechenland noch scheitern kann. Ein Problem: Griechenland braucht kurzfristig Geld, kann aber eigentlich keine neuen Staatsanleihen mehr ausgeben.

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5 vor 10: Deutschland, Griechenland, Abfall, Kaffee, Vermögensabgabe http://blog.insm.de/10840-5-vor-10-deutschland-griechenland-abfall-kaffee-vermoegensabgabe/ http://blog.insm.de/10840-5-vor-10-deutschland-griechenland-abfall-kaffee-vermoegensabgabe/#comments Mon, 23 Feb 2015 08:55:14 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10840 weiterlesen]]> Wer hat Deutschland zum Chef der Eurozone gemacht? Was hilft wirklich gegen zu viel Lebensmittelabfälle? Warum sollen US-Bürger mehr Kaffee trinken? Das alles erklären wir in den Linktipps zum Wochenstart. Außerdem geht es darum, wie Griechenland zum Gewinner geworden ist und wie die Bürger die Eurozone selbst retten könnten.


1. Wer hat Deutschland zum Chef der Eurozone gemacht?
(bloombergview.com, Clive Crook, englisch)
Deutschland sei zwar die größte Volkswirtschaft der Eurozone und auch ihr größter Kreditgeber – aber dennoch bleibt die Frage, wieso Deutschland in einer Währungsgemeinschaft mit 19 anderen Mitgliedstaaten zum Meinungsführer geworden sei. Clive Crook hat sich die Situation genauer angesehen und kommt zu dem Entschluss: Deutschland ist für die Aufgabe zur Zeit nicht qualifiziert.

2. Verlierer, die gewinnen
(breakingviews.com, Hugo Dixon, englisch)
Am Freitag Abend haben sich die Euro-Finanzminister und Griechenland auf einen Kompromiss geeinigt. Der Schritt der neuen griechischen Regierung selbstbewusst dafür einzustehen auch selbst Vorschläge einreichen zu können, sei ein wichtiger gewesen, kommentiert Hugo Dixon auf Breaking Views. Bis heute Abend muss Griechenland Reformvorschläge vorstellen. Dabei müsse der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras seine Geldgeber mit radikalen Reformen überraschen, schließlich müssen die den Hilfsprogrammen zustimmen.

3. Weniger Abfall durch bessere Straßen
(blogs.wsj.com, Sara Schonhardt, englisch)
Zwischen zehn und 50 Prozent der Ernten würden auf dem Weg vom Bauernhof zum Konsumenten verderben. Wer also weniger Abfall produzieren will, müsse für eine bessere Infrastruktur sorgen, sagt etwa das Think Tank Copenhagen Consensus Center. Würden schon bessere Straßen- und Schienennetze das Problem des Hungers auf der Welt lösen?

4. Mehr Kaffee
(washingtonpost.com/blogs/wonkblog, Roberto A. Ferdman, englisch)
Ein Komitee von Vertretern aus dem Agrar- und dem Gesundheitswesen schlägt den US-Bürgern vor, doch mehr für ihre Gesundheit zu tun, in dem sie unter anderem mehr als fünf Tassen Kaffee pro Tag trinken. Doch können die das überhaupt schaffen? Schließlich trinke kein Volk der Welt derart viel Kaffee. Was bewegt einen Staat, seinen Bürgern alle fünf Jahre in einem Bericht auf 500 Seiten vorzuschlagen, was sie Essen und Trinken sollen?

5. Ökonom Stelter: “Irgendwann knallt’s”
(finanzen.net, Alexander Sturm)
Der Ökonom Daniel Stelter ist überzeugt: Die Eurozone ist pleite. Deshalb möchte er den Euro mit einer geordneten Vermögensabgabe retten – dabei sei er nicht mal ein Linker, schreibt Alexander Sturm. Im Interview mit Euro am Sonntag erklärt Stelter, warum nicht nur Sparen oder Wachstum die Eurozone retten könnten, sondern auch 1000 Euro von jedem Bürger.

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5 vor 10: Griechenland, Reallöhne, Arbeitslosigkeit, Regelverstöße, Schlangestehen http://blog.insm.de/10837-5-vor-10-griechenland-realloehne-arbeitslosigkeit-regelverstoesse-schlangestehen/ http://blog.insm.de/10837-5-vor-10-griechenland-realloehne-arbeitslosigkeit-regelverstoesse-schlangestehen/#comments Fri, 20 Feb 2015 08:55:59 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10837 weiterlesen]]> Mit dem Sondertreffen der Finanzminister geht der Schuldenstreit mit Griechenland heute in die entscheidenden Stunden. In den Linktipps gibt es dazu einen deutlichen Kommentar über das Verhalten der Regierung in Athen. Die weiteren Themen: steigende Reallöhne, Arbeitslosigkeit in den USA, ökonomische Erklärungen für Regelbrüche und die Vorteile des Schlangestehens.


1. Die Nase gestrichen voll
(faz.net, Klaus-Dieter Frankenberger)
Griechenland bittet um neue Finanzhilfen. Die Bundesregierung findet jedoch: “Der Brief aus Athen ist kein substantieller Lösungsvorschlag.” Vor dem Sondertreffen der Finanzminister der Eurozone findet Klaus-Dieter Frankenberger noch deutlichere Worte. “Offenbar glaubt die griechische Regierung, sie könne ihre Partner zum Narren halten”.

2. Alle werden reicher
(zeit.de, Lukas Zdrzalek)
Arbeitnehmer bekommen die gute wirtschaftliche Lage in Deutschland deutlich zu spüren. Seit der Jahrtausendwende sind die Löhne um 30 Prozent gestiegen. Erstmals liegen aktuell auch die preisbereinigten Reallöhne über dem hohen Niveau von damals. Dass sich die Deutschen jetzt wieder mehr leisten können, liegt vor allem an der geringen Inflationsrate.

3. Die schockierendste Grafik über die US-Wirtschaft
(vox.com, Matthew Yglesias, englisch)
Die amerikanische Wirtschaft wächst, die Regierung feiert sinkende Arbeitslosenzahlen. Zwar sind wirtschaftspolitische Erfolge in der Amtszeit von Barack Obama unbestritten. Doch wer sich die Zahlen genauer ansieht, entdeckt auch besorgniserregende Fakten: So ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen auf einem historischen Höchststand. Und es gibt nur wenig Hoffnung, dass die Betroffenen bald wieder in das Erwerbsleben zurückkehren.

4. Was Regelverstöße mit sozialem Status zu tun haben
(fehradvice.com)
Wie oft Menschen gegen Vorschriften und soziale Regeln verstoßen, hat kaum etwas damit zu tun, ob sie reich oder arm sind. Das zeigt eine Studie von Ökonomen der amerikanischen Northwestern University. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Gruppen: Wohlhabende handeln beim Regelbruch oft aus Eigennutz, Arme versuchen damit meistens anderen etwas Gutes zu tun.

5. Die Vorteile des Wartens
(nytimes.com, Tyler Cowen, englisch)
In ebenso belebten wie beliebten Orten wie dem New Yorker Stadtteil Manhattan gehört Schlangestehen zum Alltag: an der Kinokasse, vor Konzerten, am Imbissstand. Grund sind hohe Mieten: Statt in größere Räumlichkeiten zu investieren, wälzen Unternehmer Teile der Kosten in Form von Wartezeiten auf die Kunden über. Sie könnten auch höhere Preise verlangen. Das wäre aber für alle Seiten deutlich weniger vorteilhaft, erklärt Tyler Cowen.

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5 vor 10: Mindestlohn, Griechenland, Staatspleite, Bahnstreik, Büroalltag http://blog.insm.de/10835-5-vor-10-mindestlohn-griechenland-staatspleite-bahnstreik-bueroalltag/ http://blog.insm.de/10835-5-vor-10-mindestlohn-griechenland-staatspleite-bahnstreik-bueroalltag/#comments Thu, 19 Feb 2015 08:55:58 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10835 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Wie die große Koalition zur Belastung für die Wirtschaft wird, weshalb die Euroländer in den Verhandlungen mit Griechenland gute Karten haben und warum eine Einigung im Schuldenstreit so dringend benötigt wird. Außerdem: Unverständnis für den Bahnstreik und Fremdschämen für den Chef.


1. Die ganz große Koalition der Wirtschafts-Feinde
(welt.de, Gerd Held)
Der seit Jahresbeginn geltende Mindestlohn ist für die Wirtschaft ein bürokratischer Kraftakt. Jede geleistete Arbeitsstunde muss genau dokumentiert werden. Die Belastung für Unternehmer steigt damit erheblich. “Nimmt man die Erhöhung der Sozialausgaben in der Vergangenheit hinzu, wird immer deutlicher, dass das eigentliche Markenzeichen der großen Koalition ihre Rücksichtlosigkeit gegenüber den Belangen der Betriebe ist”, kommentiert Gerd Held.

2. Herr Schäuble, bleiben Sie hart!
(sueddeutsche.de, Marc Beise)
Die Verhandlungen mit Griechenland scheinen sich auf die Zielgerade zuzubewegen. In seinem Videoblog fordert Marc Beise, dass die Regierung in Athen den verlangten Reformkurs akzeptiert: “Verträge müssen eingehalten werden im Völkerrecht, auch eine neue Regierung ist daran gebunden.” Er sieht die Mehrheit der Eurostaaten in einer guten Verhandlungsposition: “Die Griechen müssen nachgeben. Wenn sie nicht nachgeben, dann müssen sie selbst für das Ergebnis dieser Starrsinnigkeit zahlen.”

3. Wie viel Zeit hat Griechenland noch?
(faz.net, Cem Güler)
Im griechischen Schuldenstreit bleibt kaum noch Zeit für eine Einigung. “Am 28. Februar, 24 Uhr, is over”, sagte Wolfgang Schäuble. Warum ist der Zeitdruck so hoch? Zum einen läuft das jahrelange Hilfsprogramm Ende Februar aus. Zum anderen muss Griechenland bereits im März Schulden von 2,1 Milliarden Euro zurückzahlen, um eine Staatspleite abzuwenden.

4. Die Weselsky-Republik
(opinion-club.com, Matthias Maus)
Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat abermals Streiks bei der Bahn angekündigt. Damit stößt sie auf Unverständnis. Natürlich seien Arbeitsniederlegungen das gute Recht einer Gewerkschaft, schreibt Matthias Maus. GDL-Chef Claus Weselsky missbrauche seine Stellung jedoch: “Die Ausweitung von Einfluss im Wettstreit mit anderen Gewerkschaften aber ist ganz sicher nicht der Geist des Streikrechts.”

5. Fremdschämen für den Chef
(handelsblatt.com, Sabina Wachtel)
Der Besprechungsraum ist voll, der Vorgesetzte schließt den Laptop an den Projektor, doch statt der erwarteten Präsentation kommt erst einmal ein Familienfoto oder ein Bild vom letzten Urlaub: Die Hintergrund-Bilder am Computer-Desktop verraten im Büroalltag oft viel über die Besitzer. Zu viel, meint Sabina Wachtel.

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5 vor 10: Arbeitsschutz, Schwellenländer, Kapitalkontrollen, Grexit, Hafenarbeiter http://blog.insm.de/10830-5-vor-10-arbeitsschutz-schwellenlaender-kapitalkontrollen-grexit-hafenarbeiter/ http://blog.insm.de/10830-5-vor-10-arbeitsschutz-schwellenlaender-kapitalkontrollen-grexit-hafenarbeiter/#comments Wed, 18 Feb 2015 08:55:58 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10830 weiterlesen]]> Heute in den Linktipps: Warum die geplante Arbeitsstättenverordnung weit über das Ziel hinausschießt, einige Schwellenländer dieses Jahr in Schwierigkeiten geraten könnten und amerikanische Hafenarbeiter den Welthandel lahmlegen. Außerdem: Ein Grexit wird die Griechen am härtesten Treffen und die griechische Regierung dürfte bald Kapitalkontrollen einführen.


1. Die Arbeitsstättenverordnung macht aus Deutschland Absurdistan
(faz.net, Dietrich Creutzburg)
Die Regierung will Arbeitsplätze sicherer und angenehmer machen. Tatsächlich dürfte die Verordnung aber viele Opfer fordern, befürchtet die Wirtschaft. Verwaltungen und Betriebe müssten Pausenräume und Kantinen schließen. Auch der Betrieb von Läden und Imbissen in Flughäfen und Bahnhöfen wäre in Frage gestellt. Kein Wunder: Die Verordnung versucht, sogar die korrekte Lage von Lichtschaltern zu regeln.

2. Warum in mehreren Schwellenländern Finanzkrisen drohen
(blogs.ft.com, Hugo Cox, englisch)
Das International Institute of Finance ist eine internationale Vereinigung von Banken. Die Forschungsabteilung des Verbandes warnt nun vor doppelt so vielen Finanzkrisen in Schwellenländern in diesem Jahr als im Durchschnitt. Grund sind die vermutlich bald steigenden Leitzinsen in den USA, die zu Kapitalabflüssen in den Emerging Markets führen. Die amerikanische Zentralbank hat diesen Schritt zwar schon lange angekündigt. Doch viele Marktteilnehmer könnten von einer plötzlichen Erhöhung überrascht werden.

3. Wann kommen die Kapitalverkehrskontrollen?
(blog.tagesanzeiger.ch, Tobias Straumann)
Die Griechen heben immer mehr Geld von ihren Konten ab oder transferieren es ins Ausland. Tobias Strautmann vom Tagesanzeiger rechnet damit, dass die griechische Regierung bald Kapitalkontrollen einführen muss. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Land in der Eurozone diese Maßnahme ergreift: Auch Zypern unternahm vor rund zwei Jahren diesen Schritt.

4. Ein Grexit träfe Griechenland am härtesten
(zeit.de, Alexandra Endres und Lukas Zdrzalek)
Der Poker um Griechenlands Hilfsprogramm geht weiter. Kommt es zu keiner Einigung und Griechenland würde aus dem Euro austreten, träfe es die Griechen selbst wohl am schlimmsten: Firmen müssten schließen, Beamte bekämen keine Gehälter mehr und Banken würden kollabieren.

5. Wie Hafenarbeiter in den USA der Welthandel lahmlegen
(wiwo.de, Jacqueline Göbel)
An der US-amerikanischen Westküste streiken derzeit die Hafenarbeiter. Der Ausstand betrifft die gesamte Weltwirtschaft: In Japan gehen die Pommes aus, in den USA verrotten die Lebensmittel. Der Streik kostet weltweit Milliarden. Auch in Europa stellt der Arbeitskampf Logistiker vor große Herausforderungen.

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5 vor 10: Griechenland, Geschichte,Ökonominnen, Produktivität, FDP http://blog.insm.de/10819-5-vor-10-griechenland-geschichteoekonominnen-produktivitaet-fdp/ http://blog.insm.de/10819-5-vor-10-griechenland-geschichteoekonominnen-produktivitaet-fdp/#comments Tue, 17 Feb 2015 08:55:02 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10819 weiterlesen]]> Wie konnten die Schuldengespräche mit Griechenland gestern Abend so eskalieren? Warum wird Geschichte oft missbraucht? Wird es in Zukunft weniger Wachstum geben und schafft die FDP den Sprung aus ihrem Tief? Mit diesen Fragen befassen sich die heutigen Linktipps. Außerdem geht es um eine Wirtschaftswissenschaftlerin, die zu Unrecht erst gegen Ende ihres Lebens im Rampenlicht stand.


1. Wer ist Schuld am GriechenGAU?
(Herdentrieb, Mark Schieritz)
Die Schuldengespräche zwischen Griechenland und den Euro-Finanzministern sind gestern Abend eskaliert und daraufhin gescheitert. Mark Schieritz fasst in sechs Punkten zusammen, wie es so weit kommen konnte. Sein Fazit: “Entweder läuft hier ein abgekartetes Spiel oder irgend jemand agiert extrem stümperhaft und setzt damit die Zukunft der Währungsunion aufs Spiel.”

2. Der Gebrauch und der Missbrauch der Geschichte
(economist.com/blogs, Philip Coggan, englisch)
Historische Ereignisse würden oft benutzt – und so verändert, dass sie heutigen Zielen dienlich sind, schreibt Philip Coggan in seiner Buttonwood-Kolumne im Economist. Die berühmte “Hollywood”-Variante der Großen Depression etwa sei zwar die schönere Geschichte, aber eben nicht ganz die Wahrheit.

3. Die Herrin des Geldes
(faz.net, Karen Horn)
Anna Schwartz habe die Arbeit gemacht, für die Milton Friedman später den Nobelpreis bekommen habe, schreibt Karen Horn. Die Wirtschaftswissenschaftlerin trat erst gegen Ende ihres Lebens ins Rampenlicht, dabei sei sie eine der besten Ökonominnen der Welt gewesen. “Ihr dabei vergleichsweise stiller Werdegang war wohl typisch für ihre Zeit, zeigt aber zugleich auch, wie eine fähige Frau auch damals schon ihren Weg machen konnte, ohne alle ausgetretenen Pfade der Männer begehen zu müssen”, analysiert Horn.

4. Weniger Wachstum
(VoxEU, Juan Antolin-Diaz, Thomas Drechsel, Ivan Petrella, englisch)
Ganz so schnell wie im vergangenen Jahrhundert werde die Wirtschaft in Zukunft nicht mehr wachsen, weil die Arbeitsproduktivität sich nicht mehr so stark steigern ließe, glauben manche Ökonomen. Dafür spreche auch die langsame Erholung der Wirtschaft nach der Finanzkrise in den G7-Staaten. Drei junge Wissenschaftler haben sich der Ökonometrie bedient und zeigen: Der Zuwachs der Arbeitsproduktivität sinkt tatsächlich.

5. Neugier auf die FDP
(faz.net, Heike Göbel)
Die Hamburg-Wahl habe gezeigt, dass es Bedarf für die FDP gebe, schreibt Heike Göbel. Doch helfen die 7,4 Prozent aus der Hamburg-Wahl der Partei im Bund überhaupt weiter? Eher nicht – vielmehr müsse die FDP nun glaubhaft das verkörpern, als was Parteichef Christian Lindner sie zu verkaufen versucht: Mutmacherpartei und „Fortschrittsbeschleuniger“.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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5 vor 10: Banken, Krach, Benchmarks, Marihuana, Zinspolitik http://blog.insm.de/10810-5-vor-10-banken-krach-benchmarks-marihuana-zinspolitik/ http://blog.insm.de/10810-5-vor-10-banken-krach-benchmarks-marihuana-zinspolitik/#comments Mon, 16 Feb 2015 08:55:05 +0000 INSM Redaktion http://blog.insm.de/?p=10810 weiterlesen]]> Die Linktipps am Rosenmontag beschäftigen sich mit den Renditen europäischer Banken, dem Einfluss der Geräuschkulisse auf die Kreativität und der Manipulierbarkeit finanzpolitischer Benchmarks. Außerdem: Warum ist medizinisches Marihuana teurer als das gute alte Grass und taugen Geldabwürfe als letze Waffe gegen den Zinsverfall?


1. Stehen europäische Retailbanken vor einem Comeback?
(Blicklog; Karl-Heinz Goedeckemeyer)
Während US-amerikanische Banken inzwischen wieder beträchtliche Renditen erzielen, haben sich europäische Banken von der Finanzkrise und den damit einhergehenden Ertrags- und Gewinneinbrüchen zum großen Teil noch nicht erholt. Dafür gibt es mehrere Gründe: Neben den gestiegenen regulatorischen Anforderungen, den Auswirkungen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und der schwachen Konjunkturentwicklung in vielen Ländern der Eurozone tragen auch die hohe Kreditrisikovorsorge, die ineffizienten Kostenstrukturen sowie das Misstrauen bezüglich der Aktivaqualität dazu bei, dass viele europäische Institute nur geringe Eigenkapitalrenditen aufweisen.

2. Kreativ dank Krach
(Boldeconomy; Jessica Walker)
Laute Kollegen im Büro? Oder zermürbende Einsamkeit im Home-Office? Wer trotz Lärm oder Stille kreativ arbeiten möchte, könnte es mal mit der Geräusche-App “Noisli” versuchen. Sie verspricht, mit angenehmen Hintergrundgeräuschen den kreativen Fluss in Bewegung zu halten.

3. Plädoyer für transparente Finanz-Benchmarks
(VoxEU; Darrell Duffie, Piotr Dworczak und Hoaxiang Zhu, englisch)
Milliardenschwere Transaktionen hängen von Finanzbenchmarks wie dem LIBOR-Zinssatz ab. Deren Verlässlichkeit ist durch eine Reihe von Manipulationsskandalen jedoch fragwürdig geworden. Die VoxEU-Autoren fordern transparente, verlässliche Benchmarks, die Informationsasymetrien zwischen Händlern und Käufern vermeiden und weltweit von gut koordinierten Regulatoren überwacht werden.

4. Warum ist Marihuana als Medikament teurer?
(GlobalPost; Will Carless, englisch)
Im Zuge der Liberalisierung von Marihuana in Uruguay zeigt sich, dass die Droge für den medizinischen Einsatz wohl teurer wird als jene, die in der Freizeit konsumiert wird. Der Grund: Grass als Medizin wird von anderen Firmen produziert als jenes für das Freizeit-High und muss wegen seines höheren THC-Gehalts und genauerer Dosierung stärker kontrolliert werden. Eine andere Frage allerdings ist, wer am Ende dafür bezahlt.

5. Die letzte Waffe – Helicopter Money?
(Wirtschaftliche Freiheit; Otmar Issing)
Es ist noch gar nicht so lange her, da schien die monetäre Welt noch in Ordnung: Die Inflation war endlich gezähmt, Wachstum und Beschäftigung gesichert. Spätestens seit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise 2008 herrscht jedoch ein ganz anderes Szenario – die Geldpolitik stieß in immer mehr Ländern an den „zero bound“. Doch eine monetäre Finanzierung von Staatsausgaben nehme Notenbanken – und namentlich die EZB – ins Schlepptau der Politik: Ihre Unabhängigkeit bleibt de facto auf der Strecke, argumentiert deren ehemaliger Chefvolkswirt Otmar Issing.

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