25 Politik

Alternative für Deutschland?

Ist die Euro-Rettungspolitik tatsächlich so alternativlos, wie die Bundesregierung sagt? Nein, sagt die neugegründete Partei „Alternative für Deutschland“. Welche Ziele verfolgt diese Partei? Wie sind ihre Erfolgsaussichten? Und welchen anderen Parteien kann sie womöglich gefährlich werden?


Die Gründung der neuen Partei „Alternative für Deutschland“ ist eine Reaktion auf die andauernde Staatsschuldenkrise im Euroraum, die schwindende demokratische Legitimation politischer Entscheidungen auf europäischer Ebene und den fortwährenden Bruch von Regeln. Hauptsächlich beteiligen sich bislang renommierte Persönlichkeiten aus dem Bürgertum, vor allem Professoren der Wirtschaftswissenschaften, Mittelständler und Journalisten. Darunter sind Prof. Dr. Bernd Lucke, VWL-Professor in Hamburg, Dr. Konrad Adam, Journalist und Publizist, sowie die Journalistin Dagmar Metzger.

Die Partei hat Potenzial: Die „Alternative für Deutschland“ ist noch nicht offiziell gegründet, da hat sie schon zahlreiche Erfolge zu verbuchen:

  • Laut dem Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid können sich 26 Prozent der Bevölkerung vorstellen, eine eurokritische Partei zu wählen. Forsa taxiert dieses Potenzial auf 23 Prozent.
  • Zu der ersten öffentlichen Veranstaltung der Partei kamen über 1300 Menschen.
  • Zahlreiche Medien haben über die Gründung berichtet und der Vorsitzende Prof. Lucke wurde bereits in politische Talkshows eingeladen.
  • Angeblich soll die Partei bereits in den ersten Tagen über 3.000 Mitgliedsanträge erhalten haben.

Der Frust über die fortwährende Unfähigkeit von Politik und Bürokratie, die Eurokrise in den Griff zu bekommen, scheint ein enormes Potenzial für eine eurokritische Partei zu begründen.

Doch was ist von der Forderung zu halten, den Euro abzuschaffen und ihn wieder durch nationale Währungen zu ersetzen?

Europa ist ein gigantisches und erfolgreiches Projekt, das Frieden, Wohlstand und Gerechtigkeit geschaffen und gesichert hat.

Auch die gemeinsame Währung, der Euro, hat aus ökonomischer Sicht Vorteile: Transaktionskosten im Handel sinken, Wechselkursrisiken gibt es ebenso nicht mehr.

Doch in der Staatsschuldenkrise werden immer mehr die Probleme einer gemeinsamen Währung in einem sehr heterogenen Wirtschaftsraum offenbar. Der Euro nimmt den weniger soliden Südländern die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch eine Abwertung ihrer Währung zu steigern. Die fortwährenden Rettungsmaßnahmen belasten die Bürger in den wenigen noch verbliebenen soliden Euroländern enorm. Außerdem sorgen sie dafür, dass die Länder nach wie vor wenige Anreize haben die Wettbewerbsfähigkeit verbessernde Reformen  umzusetzen. Früher oder später werden die Bürger in den  soliden Ländern nicht mehr bereit sein, diese Lasten zu tragen und möglicherweise ebenfalls zu höherer Neuverschuldung übergehen.

Im Gegenzug für die Rettungsmaßnahmen fordern die Geber Reformanstrengungen und Sparleistungen der Nehmerländer. Im Grunde genommen ist diese Forderung logisch und nachvollziehbar, jedoch wird massiv in die Souveränität der betreffenden Krisenländer eingegriffen. Schon jetzt ist zu beobachten, dass die Bürger in den soliden Geberländern zunehmend unzufrieden mit den Spar- und Produktivitätsanstrengungen in den Krisenländern sind. Auf der anderen Seite nehmen es die Bürger in den Krisenländern den Geberländern übel, dass in ihre Souveränität eingegriffen wird und ihre Länder zu Sparleistungen gezwungen werden. Vielfach müssen ärmere solide Länder auch reichere unsolide wirtschaftenden Länder unterstützen.

Der Euro stiftet also Unfrieden zwischen den Bürgern der Staaten. Es ist offensichtlich, dass hierdurch das erfolgreiche Friedensprojekt Europa, die europäische Einigung, konterkariert wird.

Dennoch erscheint mir die Forderung, den Euro aufzugeben übertrieben und voreilig. Denn damit würde man auch die vielen Vorteile, die der Euro mit sich gebracht hat, wieder aufgeben.

Der wünschenswerte Zustand ist ein Euroraum, in dem keine zu großen wirtschaftlichen Ungleichgewichte bestehen und zugleich  nötige Reformen schnell und effizient umgesetzt werden.

Aber dieser Zustand scheint derzeit nicht ansatzweise erreichbar zu sein. Zu groß sind die Unterschiede der Wirtschaftskraft innerhalb des Euroraums, zu groß ist die Reformmüdigkeit in den Krisenländern und zu groß ist die Gefahr, dass bald auch Italien und Frankreich zu Krisenfällen werden.

Ein Zusammenschrumpfen des Euroraums auf die soliden Euroländer wäre eine Alternative. Aber dies ist vermutlich politisch nicht umsetzbar.

Fakt ist, ein Ausstieg aus dem Euro wäre mit unglaublich hohen Kosten für Bürger und Unternehmen in den Euroländern verbunden. Aber ein solcher Ausstieg würde auch die notwendige Flexibilität zurück bringen. Fakt ist auch, dass ein Weitermachen wie bisher eine dauerhafte Subventionierung der unsoliden durch die soliden Euroländer erfordert. Diese würde jedoch scheitern, weil irgendwann die Leistungsfähigkeit der Geberländer und die Bereitschaft, Defizite auszugleichen, bei den Bürgern eine Grenze erreichen dürfte. Auch diese Alternative würde viele hundert Milliarden Euro kosten.

Eine klare Antwort, wie die Krise zu lösen ist, kann ich nicht gegeben. Die Experten diskutieren nach wie vor diese Frage. Deswegen ist es auch inakzeptabel, dass die Politik dem Bürger eine Alternativlosigkeit der derzeitigen Eurorettungspolitik vorgaukelt. Es gibt immer eine Alternative. Und die Vor- und Nachteile dieser Alternativen müssen ergebnisoffen diskutiert werden. Wenn die neue „Alternative für Deutschland“ einen solchen Prozess anstoßen kann, dann ist ihr schon ein großer Erfolg gelungen.

Ein weiterer großer Erfolg: Ein Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde  bei der Bundestagswahl. Aber auch wenn „nur“ zwei bis drei Prozent erreicht werden, wäre dies wohl als ein Achtungserfolg zu bezeichnen und die im Bundestag vertretenen Parteien müssten sich mit Alternativen zur gegenwärtigen Europapolitik auseinandersetzen.

Die letzte erfolgreiche Parteineugründung einer Partei (die im Bundestag sitzt) sind die Grünen. Sie hatten bei ihrer ersten Bundestagswahl 1980 1,5 Prozent der Stimmen erreicht. (Die Linke ist keine Parteineugründung, da sie als Rechtsnachfolgerin der SED schon zuvor im Osten Deutschlands über Jahrzehnte etabliert war.)

Auch auf ein Wahlergebnis unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde könnte die neue Partei also aufbauen und bei zukünftigen Wahlen vielleicht größere Erfolge erzielen.

Das wiederum hängt von mehreren Punkten ab:

  • Da wäre zunächst die Themenbesetzung: Bislang wird die „Alternative für Deutschland“ als Ein-Thema-Partei wahrgenommen, die sich eurokritisch positioniert hat. Dabei hat sie laut Lucke mehr zu bieten. Er nennt die Aufarbeitung des Demokratiedefizits in der Europäischen Union und deren Integration als wichtige Themen. Falls es der neuen Partei gelingt, noch andere Themen zu besetzen, bei denen sich viele Bürger nicht recht ernst genommen fühlen, würden ihre Chancen sicher steigen. Hierfür kämen die immensen Kosten der Energiewende oder auch die Rundfunkgebühr in Frage.
  • Vor diesem Hintergrund wird die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bis zur Bundestagswahl für dieses Thema entscheidend für den Wahlerfolg sein. Sollte die Krise also noch einmal hochkochen, wäre dies vermutlich für Lucke und seine Mitstreiter ein Vorteil.
  • Wichtig ist außerdem die Frage, ob es der „Alternative für Deutschland“ gelingen wird, noch rechtzeitig bis zur Bundestagswahl Bündnisse mit anderen eurokritischen Parteien im demokratischen Spektrum, wie den Freien Wählern, zu schließen.
  • Schließlich ist noch die Personalfrage entscheidend für den Erfolg der neuen Partei. Wenn es den Eurokritikern gelingen sollte eine bekannte Persönlichkeit, wie Frank Schäffler, Friedrich Merz, Wolfgang Clement oder vielleicht auch ifo-Chef Hans-Werner Sinn, für ihre Sache zu gewinnen, würden ihre Chancen wohl erheblich steigen.

Welche Parteien werden die meisten Wähler an die neue „Alternative für Deutschland“ verlieren?

Die Antwort scheint simpel, aber so einfach ist sie nicht. Sicherlich werden vor allem enttäuschte Wähler aus dem bürgerlichen Spektrum zu der Klientel gehören. Aber darunter sind vermutlich schon sehr viele Bürger, die ohnehin längst ins Lager der Nichtwähler abgewandert sind, weil die Union zunehmend konservative, die FDP liberale Positionen aufgegeben hat.

Ehemalige Wähler dieser Parteien, denen die Union nicht mehr konservativ und die FDP nicht mehr liberal genug ist, sind also potentielle Wähler der “Alternative für Deutschland”.

Aber auch die Grünen und die SPD dürften vor der neuen Partei nicht sicher sein, denn auch in diesen Parteien gibt es erwähnenswerte bürgerliche Wählergruppen, die den Euro kritisch sehen. Menschen, die eine ergebnisoffene Diskussion über den Euro fordern, die das Demokratiedefizit in der Europäischen Union als besorgniserregend empfinden und denen Europa als Frieden und Wohlstand stiftendes Projekt am Herzen liegt, sind somit ebenfalls ein großes Potenzial. Nicht zuletzt für die Linke könnte die neue Partei zum Problem werden, da auch diese Partei sich eurokritisch positioniert hat und einen relativ hohen Anteil an Protestwählern anspricht. Ein Teil dieser könnte Lucke und seinen Mitstreitern die Stimme geben.

Fazit: Eine ergebnisoffene Diskussion über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Alternativen zur Behandlung der Eurokrise ist überfällig und wird von vielen Bürgern gefordert. Auch das europäische Demokratiedefizit wird von immer mehr Menschen als Problem wahrgenommen. Viele wollen nicht mehr von demokratisch schwach legitimierten Organisationen in ihrem Leben beeinflusst werden. Eine Patentlösung für die Eurokrise kann aber auch die neue Partei nicht anbieten. Die Grünen haben es einst geschafft, das Thema Umweltschutz in die öffentliche Debatte zu bringen. Die Linke hat dafür gesorgt, dass die SPD ihr mit deutlich linken und sozialistischen Forderungen entgegen eilen musste. Der Piratenpartei ist es gelungen, dass sich mittlerweile alle etablierten Parteien mit Netzpolitik beschäftigen. Vielleicht gelingt es der „Alternative für Deutschland“ die Sorgen der Bürger um die Eurokrise in die politische Diskussion zu bringen. Wünschenswert wäre es.
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  • inti

    Laut eigener Positionierung setzt sich AfD nur eben nicht für ein “demokratischeres, integrierteres Europa” ein sondern steht da den Visionen David Camerons näher. Dies Spricht Pro-Europäische, €-Befürworter aber Rettungspolitik-Kritiker wie mich selbst leider nicht im geringsten an. Die Zielgruppe der AfD müssen im ersten Schritt aber politkaffine Menschen sein, denn diese sind die Multiplikatoren die diese Partei benötigen würde. Doch diese Achten auf solche Detaills ;) daher warte ich auf das Programm, rechne aber mit einer “Raus aus der EU”-Haltung und wäre von einer AfD wie hier skizziert sehr Überrascht.

    • Gab Riel

      Schauen Sie sich das Programm doch bitte einmal an unter http://www.alternativefuer.de. Wir alle in der Alternative für Deutschland sind Pro-Europäisch. Von uns werden Sie Äußerungen nach dem Motto “Die faulen Südeuropäer” der Altparteien nicht hören, die dabei nur sich selbst und nicht Europa im Kopf haben. Auch wir sehen die schönen und wünschenswerten Effekte des Euros, aber wir sind nicht bereit, ihn gegen jede Vernunft und gegen alle ökonomischen Prinzipien durchzuboxen und uns dabei von einer Ideologie leiten zu lassen, die fern der Realität ist. In erster Linie fordern wir die ergebnisoffene Diskussion des Euro und eine schonungslose Analyse aller relevanten Alternativen. Bisher gibt es keine belastbaren Modelle zum Euro, keine Kostenanalyse zum Austritt, aber noch weniger eine zur weiteren Entwicklung mit dem Euro. Wir geben offen zu, dass ein Austritt sehr, sehr teuer wird. Wir sind aber sicher, dass ein Nicht-Austritt (in welcher Form auch immer) zu noch viel höheren Kosten führen würde und letztlich ins Chaos, wenn die Wirtschaftskraft der Geberstaaten irgendwann aufgebraucht ist.

      • http://twitter.com/HollyGoMadly sabine w

        “Die faulen Südeuropäer” da habe ich anderes gelesen von Anhängern der AfD (twitter,blogs).Sie sollten mehr darauf achten wer sich alles dafür begeistert.

  • http://www.facebook.com/peter.moog.9 Peter Moog

    Lange vor Einführung des Euro hatte ein amerikanischer Professor in einem Papier festgestellt, dass eine Währungsunion ohne Wirtschaftsunion nicht funktionieren kann – warum denkt man nicht einfach nach vorne und überlegt, wie auch eine Wirtschaftsunion zu realisieren ist?

    • udo

      Weil jeder weiss das e snicht klappt.Wissen sie nicht das die Südländer den Staat als Feind begreifen dem man keinen müden Cent schenken darf?Wer dort Steuern zahlt den hält man für einen Idioten der reif für die Klappsmühle ist!

      Süditalien besteht nur aus Mafia und Korruption.Allein in Sizilien gibt es 27000 Förster obwohl es kaum Wald gibt.Was machen die da?Richtig-gar nichts!In der Sonne sitzen und über den Staat lachen.

      Außerdem sind für die 256 Krankenwägen der Region 3.360 Fahrer
      eingeteilt. Die Gelder für diese Verschwendung stammen unter anderem aus
      den Strukturfonds der Europäischen Union.

      Und weil sie keine Steurn zahlen und ihre Häuser Schwarz bauen haben sie auch mehr auf der hohen Kante als die Deutschen.

      Erklären sie mir mal wie so eine Union klappen soll.Schenken sie ihrem Nachbarn Geld?

    • Gab Riel

      Dann denken Sie doch bitte diesen Schritt tatsächlich einmal weiter, Herr Moog. Eine Wirtschaftsunion würde bedeuten, dass es eine einheitliche Wirtschaftspolitik in Europa gäbe, geleitet von Brüssel. Schon jetzt sieht man, wie undemokratisch es ist, wenn immer mehr Kompetenzen nach Brüssel verlagert werden und von einer nicht gewählten Kommission behandelt werden.
      Eine Wirtschaftsunion bedeutet faktisch die Abschaffung der Einzelstaaten. Alle Bürger würden sich im Wirtschaftsraum frei bewegen. Europa würde sich schlagartig ändern. Es würde Menschenströme geben, die in die wirtschaftlich starken Regionen ziehen. Dagegen würden wirtschaftlich schwache Regionen komplett verfallen, es sei denn, sie sind für den Tourismus attraktiv. Neben der Wirtschaftspolitik müsste bei dieser Art von erzwungener Freizügigkeit auch die ganze restliche Politik europaweit ausgerichtet werden, eine gemeinsame Steuer-, Bildungs-, Integrations-, Energie- und so weiter -Politik. Schauen Sie sich Deutschland an, welche Probleme schon hier die Bildungspolitik mit sich bringt, die föderalistisch verantwortet wird. Diese anzugleichen würde Jahrzehnte dauern, wenn denn mal jemand den Willen hätte, das umzusetzen. Auf europäischer Ebene wäre das ein wahnsinniges Projekt. Schon eine Angleichung unabhängig von der Lebensqualität der Menschen, also eine Ausrichtung am Schwächsten mit Folge des Wohlstandsverlustes der Meisten (das Linke Modell) ist schwer umzusetzen. Eine vernünftige ökonomisch sinnvolle Regelung ist fast unmöglich und mit Sicherheit bei 9 von 10 Menschen in Europa nicht gewollt. Niemand (außer einige Grüne) will seine Identität aufgeben, noch dazu, wenn er sie für eine europäische Utopie und einen autoritären Zentralrat aufgeben muss.

  • http://twitter.com/HollyGoMadly sabine w

    Dieser Artikel lässt mich vermuten dass INSM selbst seine Finger in der AfD drin hat.Kein Wort über Verschwörungstheoretiker,Holocaustleugner und Rassisten.Publikative org hat dazu einen Artikel.

    • http://www.insm.de/ INSM

      Nein. Die INSM ist überparteilich. Vorwürfe wie “Holocaustleugner” sind schwerwiegend und müssen begründet werden.

    • Felix

      Dürfte ich mal wissen, woher sie diese schwerwiegenden Vorwürfe nehmen?

  • fikus

    Natürlich kann eine Währungsunion nicht ohne Wirtschaftsunion funktionieren. Wichtiger noch als Ökonomie ist aber der Rechtsstaat, das Rechtssystem der rechtliche Rahmen muss sicher sein, damit Ökonomie überhaupt funktionieren kann. Wir haben immer noch ein Grundgesetz, dass die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland vorsieht. Ich möchte die Ländergrenzen behalten, weil ich es schön finde, die historisch gewachsenen Länder in Europa zu haben. Ich denke viele andere Einwohner der anderen europäischen Länder auch.
    Also ist nur der Schritt zurück zur Aufgabe des Euros der richtige Weg.

  • KarlHolzer

    Alternativen für den Euro müssen diskutiert und gefunden werden Das macht die AfD sicher interessant. Als Wahlprogramm ist das jedoch zu wenig. Ein wichtiges Thema wäre die Steuerreform nach Prof Paul Kirchhof. Meines Erachtens wichtiger als der Euro, zudem eine Jahrhundert-Chance für Deutschland. Die meisten Kritiker der Politik beklagen Ungerechtigkeiten durch den Staat und Rechtsbrüche der Regierenden. Die Menschen sind nicht gegen den Euro, sie sind gegen undemokratische EU -Entscheidungen, gegen Schuldenpolitik, gegen Umverteilung von Arm zu Reich. Ein großes Wählerpotential.

    • http://www.facebook.com/olaf.reuthebuch Olaf Reuthebuch

      Herr Holzer, die Umsetzung des Kirchhoffschen Steuerplans ist Teil des Parteiprogramms !

    • Gab Riel

      Herr Holzer, unser Parteiprogramm ist schon jetzt deutlich breiter als von vielen Medien suggeriert, und das, obwohl der Gründungsparteitag erst noch folgt. Lesen Sie es sich doch einfach einmal durch auf http://www.alternativefuer.de, und sie werden feststellen, dass zu vielen Themen wie Familie, Bildung, Steuern, Demokratie, EU, Energie, Integration und so weiter schon Positionen bestehen, wenn auch noch nicht in der nötigen Tiefe ausgearbeitet. Hierfür will man jedoch auf ein Votum der Mitglieder warten, da eine wichtige Forderung der Partei auch die Einbeziehung der Bürger in die Parteienarbeit und ihre Themenfindung ist.

  • Lord Helmchen

    “Fakt ist, ein Ausstieg aus dem Euro wäre mit unglaublich hohen Kosten für Bürger und Unternehmen in den Euroländern verbunden”.

    Das ist gegenüber der faktisch lächerlich hohen Kosten des Verbleibs beim Euro also nur die Hälfte.

    Wahnsinnig Hohe Kosten wird ein zögerlicher Ausstieg nach sich ziehen. Dabei würden sich die unglaublich Hohen Kosten des Verbleibs und die lächerlich hohen Kosten des verspäteten Ausstiegs addieren.

    Ich plädiere also für die Annhame des Ausstigesangebots zu lediglich unglaublich hohen Kosten.

  • Vollgeldsystem

    Kernursache dieser ganzen globalen Überschuldung ist das Zinsgeldsystem. Um alle Probleme zu lösen, müsste man dieses im Grunde abschaffen und ein Vollgeldsystem einführen. Dennoch ist meines Erachtens die Alternative für Deutschland derzeit die beste und einzige echte Wahlalternative zur Alternativlosigkeitspolitik von Madame “Alternativlos”. Wird gewählt!

  • Thomas F

    @Sabine W. “Holocaustleugner” – das unterstellt den Straftatbestand des § 130 StGB.
    @INSM Sie sollten sich wehren mit Hilfe des 187 StGB (Verleumdung üble Nachrede.) das braucht sich, auch im Internet, niemand gefallen zu lassen. Auch und gerade die INSM nicht.

    • http://twitter.com/HollyGoMadly sabine w

      Meine Bemerkung betrifft nicht den INSM, sondern einige aus dem Personenkreis der AfD deren Biographien öffentlich einsehbar sind.Siehe Artikel von publikative org der das Ganze näher beleuchtet.Ich habe mich einfach gewundert dass INSM diese Aspekte nicht näher beleuchtet obwohl so viele eindeutige Fakten darüber bekannt sind.Wenn AfD Erfolg haben will muss sie sich dem widmen,denn ein Parteiprogramm alleine macht keine Partei,es sind auch die Mitglieder die Entscheidungen treffen .Es erschreckt mich einfach dass außer den Aktivisten von der AntiFa/Bürger gegen rechts etc niemand etwas davon hören will.Es erschreckt mich dass in blogs wie PI und anderen rechtsradikalen und kulturrassistischen blogs dieser Faden aufgegriffen wird und die AfD beworben wird.Sorry,mit Verleumdung im Sinne von §130 StGB hat das nun wirklich nichts zu tun.

      • http://www.insm.de/ INSM

        Hallo Sabine W. Sofern Sie sachlich diskutieren möchten, was die Meinungen der AfD angeht, sind Sie gerne dazu eingeladen. Was Sie dabei beachten sollten: Der Artikel ist eine Analyse von unserem Autor Markus Hessler und keine Wahlwerbung von Seiten der INSM. Wir sorgen als Redaktion dafür, dass die Kommentare dieses Blogs frei von links- oder rechtsradikalem, rassistischem, anstößigem oder auch pornographischem Material ist. Sollten Sie einzelne Kommentare anstößig finden, melden Sie das gerne an die Adresse der Redaktion (http://blog.insm.de/netikette/).

    • http://twitter.com/HollyGoMadly sabine w

      hier noch ein link für Sie damit Sie sich selbst ein Bild machen können http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/2013/03/11/pdv-alternative-fuer-deutschland-und-der-holocaust/

  • Hansi

    am 7.Februar 2013 geschrieben der Realität sehr nahe:

    Was wird aus Europa?

    Der Gedanke ein vereintes Europa ist an einem Scheideweg gelangt schon durch
    die Einführung des Euro, man kann nicht den letzten Schritt vor dem ersten
    machen das geht nicht. Europa war noch nicht reif dafür den Euro einzuführen ,
    erst hätten die Staaten näher zusammenrücken müssen und die Sozialpolitik ,
    Wirtschaft , Außenpolitik , Sicherheit , in Europäischem Einklang bringen
    müssen auch durch Kompromissen wenn es sein musste , aber dies ist alles nicht
    vorher gemacht worden und nun sehen wir wie einige Staaten Pleite gehen und wir
    dafür zahlen müssen aber letztendlich kann kein Staat Pleite gehen wenn es so wäre, wären
    wir Deutschland auch schon Pleite bei diesen Schulden, es ist wie gesagt
    verkehrt angepackt worden. Auch die Banken tragen an dieser Situation mit bei
    da sie mit Papiere spekulieren die es nicht gibt also verbrennen sie das Geld
    der Staaten anstatt zu verwalten und die Regierungen schauen zu.

    Was wir jetzt erleben ist das England aus der Eurozone austreten will, sollte
    es so kommen bei der Volksbefragung dann wird unwillkürlich Frankreich
    mitziehen und das ist das Ende von dem Traum ein vereintes Europa und wir
    Deutschen sind die Deppen und der Spott der ganzen Welt. Ja die Deutschen die Klugscheißer.
    Eins ist klar Europa kann nur eins
    werden wenn alle Staaten an einem Strang ziehen oder muss ganz am Boden liegen
    dann könnten es wohl möglich die Chance bestehen für ein neu Anfang für ein
    vereintes Europa dies wird aber dann ein steiniger harter Weg sein vor allen
    muss die Bürokratie abgebaut werden es kann nicht sein das der eine nicht weiß
    was der andere tut , dann kann nur Murks bei raus kommen. Ich wünsche das es
    Europa schafft sich zu retten, den Schrei nach der DM hilft uns auch nicht mehr
    weiter, dafür sind wir Deutschen zu stark eingebunden in Europa. Gerade wir
    Deutschen wollten Europa so schnell wie möglich hat aber vergessen das es außer
    Frankreich noch andere Staaten gibt und nun bezahlen wir dafür. Danke der
    Deutschen Politik.

  • terry

    Tiefe Einblicke in die politische „Alternative für Deutschland“
    http://www.geolitico.de/2013/03/06/tiefe-einblicke-in-die-politische-alternative-fur-deutschland/

  • http://www.facebook.com/people/Michael-Schygulla/100003082571561 Michael Schygulla

    Wenn ich die “gewünschten Personalien” lese, weis ich wirklich wo ich bin. Populisten und “Wirtschaftsexperten” der übelsten Sorte, die selbst ,als sie in Politischen Ämtern waren, nur Kahlschlag und Größenwahn fabrizierten, dann nein danke. Ein Teil dieser Leute war es auch, die 2008 vier Wochen vor den kleinen Crash noch “Goldene Zeiten” propgierten. Wir bedanken uns dafür heute noch einmal nachträglich.

Autor

Markus Hessler

ist Diplom-Ökonom und Master of Science (Management). Er forscht und lehrt an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.

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