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5 vor 10: Mindestlohn, Banken, Aufschwung, Energiewende, Methangas

Heute in den Linktipps: Sollte der Mindestlohn in den USA besser sinken als steigen? Kann die nächste Krise verhindert werden, wenn Banken schrumpfen? Und kommt der Aufschwung endlich wirklich? Außerdem geht es um das Thema Energie: zum einen um ein Dorf in Brandenburg, das völlig energieautark ist, zum anderen um gefrorenes Methangas in Japan, das dort die Energieprobleme lösen könnte.


1. Die versteckten Kosten des Mindestlohns
(economix.blogs.nytimes.com, Casey B. Mulligan, englisch)
Der Mindestlohn steht nicht nur in Deutschland auf der politischen Agenda: Auch die USA diskutieren derzeit über die Lohnuntergrenze. Diese soll nach dem Willen der Demokraten von 7,25 auf 9 Dollar pro Stunde angehoben werden.  Casey B. Mulligan, Professor an der Universität von Chicago hält das für keine gute Idee. Er argumentiert: Vor allem weil die Lohnzusatzkosten in den USA zuletzt stark gestiegen sind, müsste der Mindestlohn eher sinken, um die negativen Beschäftigungseffekte im Rahmen zu halten.

2. Hochzeit fürs Boring Banking
(ftd.de, Thomas Fricke)
Müssen Banken langweilig sein? Ja, meint Thomas Fricke. Mit aufregenden Kunststücken im Investmentbanking haben die großen Finanzinstitute in den vergangenen Krisen schließlich bereits genug Schaden angerichtet. Der ehemalige FTD-Autor plädiert für ein Schrumpfen der Banken und schließt aus den Erfahrungen der Vergangenheit, dass ein “Zurückschrauben der Finanzdominanz auch wieder zu mehr Wirtschaftswachstum und Einkommen für die unteren 99 Prozent führen müsste”.

3. Optimismus in der Eurokrise
(wirtschaftswurm.net, Arne Kuster)
Ist die Krise bald vorbei? Sowohl die Europäische Kommission als auch die OECD gehen davon aus, dass die Wirtschaft in der Eurozone im kommenden Jahr wieder deutlich über ein Prozent wachsen wird. Auch die Arbeitslosigkeit in Ländern wie Griechenland scheint sich zu bessern. Arne Kuster glaubt an das Ende der Rezession, ist aber skeptisch hinsichtlich eines nachhaltigen Wachstums: “Den Aufschwung wird es geben, obwohl grundlegende strukturelle Probleme der Defizitländer nicht gelöst sind.”

4. Das autarke Dorf
(zeit.de, Denis Dilba)
Wind, Sonne, Mais und Schweinegülle – das ist alles, was die Bewohner von Feldheim in Brandenburg benötigen, um das gesamte Dorf mit Strom und Wärme zu versorgen. Die vollständig energieautarke Gemeinde setzt konsequent auf erneuerbare Energien. Das Dorf in Brandenburg ist nicht alleine: In ganz Deutschland zeigen Orte in der Provinz, wie die Energiewende auf lokaler Ebene funktionieren kann. Doch das stößt nicht überall auf Zuspruch.

5. Japaner fördern Eis-Gas im Meer
(green.wiwo.de, Benjamin Reuter)
Seit dem GAU im Atomkraftwerk von Fukushima vor zwei Jahren verzichtet Japan auf Atomenergie. Andere Energieformen gewinnen in dem Land daher zunehmend an Bedeutung. Um nicht länger nur auf Importe von fossilen Brennstoffen angewiesen zu sein, arbeitet Japan nun an der Erschließung einer ganz neuen Energiequelle: Gefrorenes Methangas vor der Küste des Landes soll genug Energie enthalten, um dessen Gasbedarf über ein Jahrhundert lang zu decken.

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  • Lars Lonte

    volksprotest de die wahren Zahlen – Lösungen siehe Forum…

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