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5 vor 10: Bleistift, Spanier, China, Bitcoins, Wahlen

Wieso ist der Bleistift ein Meisterwerk der Marktwirtschaft, welche Chance bedeutet die Einwanderung für die deutsche Wirtschaft, und warum stellt die chinesische Ein-Kind-Politik das Land vor eine große Herausforderung? Unser 5vor10-Post hat interessante Antworten – auch zu weiteren Fragen wie diesen: Weshalb bekommt der Euro Konkurrenz von Kunstwährungen, und warum gehen Leute wählen, obwohl eine einzige Stimme nichts entscheidet?


1. Video: Die Geschichte des Bleistifts
(http://www.forum-ordnungspolitik.de)
Grafit, Radiergummi, Holz, Metall – diese Materialen braucht man, um einen Bleistift herzustellen. Nicht gerade viel, trotzdem könnte ihn wohl keiner einzig aus den Rohmaterialien herstellen. Im mit viel Liebe gezeichneten Video Pencil, The Movie, wird erklärt, welche Handelsströme zusammenlaufen müssen, damit ein Bleistift entstehen kann.  Erst die Zusammenarbeit von Millionen Menschen macht dieses Alltagsprodukt möglich – dank der Marktwirtschaft.

2. Gut, dass wir die Spanier haben
(faz.net, Sven Astheimer)
In Deutschland gibt es offiziell drei Millionen Arbeitslose – und zahlreiche offene Arbeitsstellen. Doch nicht jeder Erwebslose ließe sich für jede Stelle qualifizieren, schreibt Sven Astheimer. Fachkräfte aus dem Ausland seien für Deutschland wichtig, damit das Land auf lange Sicht seinen Wohlstand mehren könnte. Ein Glück also, dass Griechen, Italiener und Spanier freiwillig zum Deutsch lernen die Schulbank drücken, um auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine Chance zu haben.

3. Die Einsamkeit der vielen
(zeit.de, Angela Köckritz und Elisabeth Niejahr)
Der chinesische Staat hat die Ein-Kind-Politik in den achtziger Jahren mit krassen Geldstrafen – drei durchschnittliche Jahresgehälter – durchgesetzt. Heute muss das Land diese Politik überdenken, wahrscheinlich sogar diejenigen unterstützen, die noch Kinder bekommen, meinen Angela Köckritz und Elisabeth Niejahr. In Städten wie Shanghai sind Wohnungen und Schulgebühren so teuer, dass viele Paare sich nicht mal ein Kind leisten können. Für das Sozialsystem ist das ein großes Problem: Wie geht ein Land, das zu lange darauf gesetzt hat, dass sich die Jungen um die Alten kümmern, mit dem demografischen Wandel um?

4. Das Bitcoin-Virus
(ftd.de, Axel Reimann)
Der Euro bekommt Konkurrenz: Von sogenannten Bitcoins, mit denen man heute an vielen Orten einkaufen gehen kann. Zunächst hatte die virtuelle Währung nur in Computerspielwelten einen Wert. Man konnte Leben oder besondere Fähigkeiten für die Helden kaufen. Heute kann man auch seine Rechnung im Restaurant damit bezahlen. Der Autor Axel Reimann schreibt: „Doch das Zeug, das da in meinem Handy ruht, könnte eine längere Lebensdauer haben als der Euro.“ Auch die Europäische Zentralbank scheint das Problem mit den Kunstwährungen erkannt zu haben: Jüngst hat sie den virtuellen Währungen eine Studie gewidmet.

5. Das Paradox des Wählens
(becker-posner-blog.com, Richard Posner)
Das Gewicht einer einzigen abgegebenen Stimme bei einem Wahlgang ist meist so gering, dass sich der Gang zur Wahlurne nicht lohnt. Trotzdem gingen allein bei den US-Präsidentschafts-Wahlen 100 Millionen Menschen zur Urne. Richard Posner vergleicht die Abstimmung mit dem Applaus: Selbst wenn der geringe Kosten verursache, käme niemand auf die Idee, dass er irrational sein könnte. Die Milliarden, die für den Wahlkampf ausgegeben würden, seien es aber durchaus.

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