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5 vor 10: Euro, Troika, Kreditkartenbetrug, Bundesliga, Wirtschaftsweise

Der Euro am Scheideweg: In den Linktipps zum Wochenende lesen Sie einerseits ein leidenschaftliches Plädoyer für die Gemeinschaftswährung aber auch eine ernüchternde Bilanz der bisherigen Rettungsversuche. Außerdem geht es um die Geldmaschine Bayern München und das Millionengeschäft mit Kreditkartenbetrug.


1. Es gibt keine Alternative zum Euro
(ftd.de, Emilio Botín)
Spaniens Banken sind schwer angeschlagen. Die Eurokrise brachte die Geldhäuser in starke Turbulenzen. Der spanische Banker Emilio Botín legt sich dennoch für die europäische Gemeinschaftswährung ins Zeug. In der Krise werde zu schnell vergessen, wie viel Wohlstand der Euro im vergangenen Jahrzehnt über Europa gebracht habe, schreibt der Chef der Banco Santander: “Die Europäische Union sollte aus allem, was sie bisher erreicht hat, Inspiration ziehen und fest und entschlossen auf eine umfassendere Fiskal- und Bankenunion mit all ihren Vorteilen zuschreiten.”

2. Die ernüchternde Bilanz der Griechen-Rettung
(wirtschaftswurm.net, Arne Kuster)
Jean-Claude Juncker meint, die Griechen hätten geliefert, der Troika-Bericht sei deshalb “im Grundton” positiv. Wirtschaftsblogger Arne Kuster kann diesen Optimismus nicht nachvollziehen: Die Arbeitslosenquote werde laut Troika auch 2014 noch 21 Prozent betragen, die Wirtschaft nach wie vor nicht wachsen und die Verschuldung weiter steigen. “Als die Griechenlandrettung 2010 begann, hat man gesagt, dass sich die Hellenen in drei Jahren wieder selbst werden finanzieren können”, schreibt Kuster. “Nun, zweieinhalb Jahre später, wird der vollständige Staatsbankrott nur durch Notmaßnahmen abgewendet.”

3. Das Millionengeschäft der Kreditkartenmafia
(welt.de)
Name, Kartennummer, Sicherheitscode: Online-Kriminelle treiben einen regen Handel mit gestohlenen Kreditkartendaten, in Untergrundforen wird ein Datensatz bereits ab fünf Euro verkauft. Betrüger können damit auf fremde Kosten einkaufen gehen. Die Opfer bekommen das meistens erst zu spät mit: Obwohl das Geschäft mit dem Internetbetrug seit Jahren blüht, haben die Kreditkartenfirmen ihre Sicherheitsmaßnahmen kaum erhöht.

4. Eine Gefahr für die Bundesliga
(handelsblatt.com, Lukas Bay)
Der FC Bayern München feiert Erfolge derzeit nicht nur auf dem Platz – auch in der Geschäftswelt ist der Verein absolut erstklassig: Das Münchener Fußballunternehmen hat ein Rekordergebnis vorgelegt. Für die Bundesliga ist der finanzielle Erfolg des Klubs jedoch nicht nur positiv, denn was das Geld angeht, spielen die Bayern in einer anderen Liga als die übrigen Vereine. Ein sportlicher Wettbewerb auf Augenhöhe ist so nicht mehr möglich, meint Lukas Bay.

5. Der neue Wirtschaftsweise und die Fiskalpolitik
(blog.zeit.de, Mark Schieritz)
Der Frankfurter Ökonom Volker Wieland soll in den Sachverständigenrat der Bundesregierung einziehen und dort die Politik in wirtschaftspolitischen Fragen beraten. In seinen Arbeiten hat Wieland in der Vergangenheit bereits deutlich Position bezogen: Der Staat sollte in der derzeitigen Situation seine Ausgaben senken, damit kurbelt er die Wirtschaft an. Damit stößt Wieland aber nicht nur auf Zustimmung.

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