Geld hat Schattenseiten: Die Linktipps zu Allerheiligen zeigen, dass es erheblich schaden kann, wenn Staaten zu wenig davon ausgeben und welche Folgen es haben kann, wenn wohlhabende Bürger in Krisenstaaten ihr Erspartes ins sichere Ausland bringen wollen. Erklärt wird auch, warum Menschen, die sich ungerecht bezahlt fühlen, öfter an Herzerkrankungen leiden.
1. Der IWF-Chefökonom sorgt für Aufregung
(blog.tagesanzeiger.ch, Markus Diem Meier)
Eine Jahrzehnte alte Diskussion unter Ökonomen gilt unter Politikern derzeit als höchst brisant: Wie stark wächst die Wirtschaft, wenn der Staat seine Ausgaben erhöht? Und wie sehr schrumpft sie, wenn der Staat sparen muss? Der Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) glaubt, dass die Wirkung von Staatsausgaben zu lange unterschätzt wurde. Das bedeutet: Wenn Regierungen in der Krise ihre Ausgaben zu sehr drosseln, können sie enormen Schaden anrichten. “Das alles spricht nicht gegen Sparmaßnahmen”, schreibt Markus Diem Meier. “Bei hoch verschuldeten Ländern gibt es keine Alternative. Doch die Resultate des IWF sprechen für ein vernünftigeres Timing, wo immer das möglich ist.”
2. Warum ich die Lagarde-Liste veröffentlicht habe
(presseurop.eu, Kostas Vaxevanis)
Vor zwei Jahren übergab die Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde dem griechischen Finanzministerium heikle Informationen: Sie übermittelte eine Liste mit Schweizer Bankkonten griechischer Bürger – mutmaßlich Schwarzgeld. Doch Justiz und Regierung in Athen verzichteten auf Ermittlungsverfahren. Das erzürnte den griechischen Journalisten Kostas Vaxevanis. Er veröffentlichte die gesamte Liste in seinem Magazin – und bekam es daraufhin prompt selbst mit dem Staatsanwalt zu tun. Nun rechtfertigt er die Aktion im Guardian: “Alles, was Rang und Namen hat, scheint Geld ins Ausland zu überweisen, während die verarmten Griechen auf den Müllhalden nach Nahrung suchen.”
3. Ich dein neuer Eigner bin
(ftd.de)
Die Hollywood-Fabrik Disney macht vier Milliarden Dollar locker, um Lucasfilm zu kaufen – den legendären Produzenten von Kassenschlagern wie “Star Wars” und “Indiana Jones”. Mit den etwas angestaubten Kino-Hits will das Unternehmen an alte Erfolge anknüpfen. Bereits 2015 soll der nächste “Star Wars”-Teil erscheinen. Das Aufwärmen von bewährtem Material gehört bei Disney zur Strategie. Finanziell dürfte sich das durchaus lohnen, meint die FTD. “Für die Zuschauer aber heißt das auf Dauer vor allem eines: eine Armada von Prequels, Fortsetzungen in der Endlosschleife.” Neue Stoffe würden wohl kaum noch ausprobiert werden.
4. Was Geld mit uns macht
(zeit.de, Malte Buhse)
Die Höhe des Gehalts macht sich nicht nur auf dem Kontoauszug bemerkbar. Geld hat viele Wirkungen – und nicht nur gute: Es kann zwar glücklich machen, aber auch Stress verursachen und Krankheiten befördern. So zeigen Studien, dass vor allem Männer mit ihrem Verdienst erst zufrieden sind, wenn sie mehr bekommen als ihre Kollegen. Wer hingegen glaubt, unfair bezahlt zu werden, leidet überdurchschnittlich oft an Herzerkrankungen. Auch der Psyche kann das Geld zu schaffen machen – besonders, wenn es fehlt. So diagnostizieren britische Ärzte krankhafte Angststörungen besonders häufig bei überschuldeten Patienten.
5. Schreib’ doch mal wieder!
(fazitblog.de, Gerald Braunberger)
Kann man messen, wie effizient ein Staat arbeitet? Vier amerikanische Wirtschaftsprofessoren meinen, zumindest einen guten Indikator dafür gefunden zu haben: die Post. Für ihre Studie schickten sie Briefe an erfundene Empfänger in alle Länder der Welt. Sie wollten wissen: Wie lange dauert es, bis der nicht zustellbare Umschlag wieder zurückgeschickt wird? Oder geht er komplett verloren? Ihr Ergebnis: Viele Länder können als äußerst schludrig gelten. Insgesamt kamen nur 59 Prozent der Briefe wieder in den USA an. Deutschland war einer der Musterschüler.
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