Unsere Linktipps geben einen Programmtipp für heute Abend, diskutieren über verstaatlichte Erdöl-Konzerne und das EU-Parlament und beleuchten, wieso Chinas Immobilien als Gradmesser für die Wirtschaft gelten und ob staatliche Konjunkturprogramme sinnvoll sind.
1. Ökonomen-Hangout: Soll Deutschland in der Eurozone bleiben?
(carta.info)
Drei der bekanntesten deutschen Wirtschaftsblogger treffen sich heute Abend zum Schwätzchen via Internet. Dabei sind: Olaf Storbeck, Ökonomie-Redakteur beim Handelsblatt und Betreiber des Blogs Economics Intelligence, Arne Kuster vom Wirtschaftwurm und Dirk Elsner, Betreiber des Blicklog. Sie wollen ab 20 Uhr eine Stunde lang die Frage diskutieren, ob Deutschland in der Eurozone bleiben sollte. Der genaue Link für die Übertragung wird hier veröffentlicht.
2. Tanken mit Putin und Chávez
(faz.net, Marcus Theurer und Winand von Petersdorff)
Mit Rosneft landet Vladimir Putin wohl seinen nächsten großen Coup: Der rückverstaatlichte Konzern soll täglich so viel Öl fördern wie reichen würde, um den Bedarf von Deutschland und Frankreich zu decken. Russland ist nicht der einzige Staat, der seinen Apparat mit den Erlösen aus der Ölindustrie finanziert: Zahlreiche Staaten wie Venezuela, Libyen oder Nigeria würden sich auf ihre Energiequellen besinnen, schreiben die FAZ-Autoren. In einer der Schlüsselbranchen der Weltwirtschaft erlebe der Staatskapitalismus seine Wiederauferstehung.
3. Straßburg wackelt wieder
(presseurop.eu, Libération)
Die EU-Parlamentarier pendeln zwischen Straßburg, Brüssel und zahlreichen Orten in ihrer Heimat – kein Wunder, dass ihnen das auf Dauer zu viel wird. Nun wollen einige Abgeordnete bei der Abstimmung zum Haushalt für das Jahr 2013 für die Abschaffung des Doppelsitzes stimmen. Damit könnte Straßburg die zwölf Plenartagungen, die derzeit im Elsass stattfinden müssen, verlieren. Geld würde das wohl in jedem Falle sparen.
4. Chinas Immobilienmarkt als Gradmesser der Wirtschaft
(iconomix.ch, Elisabeth Tester)
Flughäfen mitten im Nichts, kaum befahrene Autobahnen und Hochhäuser, die leer stehen – China hat einen Bauboom erlebt. Das “Paradebeispiel für Übertreibungen in der chinesischen Wirtschaft”, wie es Iconomix-Autorin Elisabeth Tester nennt, könnte nun als Indikator für den Abschwung der Wirtschaft herhalten. Denn staatliche Lenkungsmaßnahmen wie Restriktionen zum Erweb von Wohnungen und die Verfügbarkeit von Bankkrediten wirken sich auch auf den Rest der Wirtschaft aus.
5. Kann der Staat die Wirtschaft retten?
(pixeloekonom.de, Johannes Eber)
Wie der Staat Milliarden locker macht, um der Wirtschaft in schlechten Zeiten unter die Arme zu greifen, kennt man in Deutschland zum Beispiel von der Abwrackprämie. Aber welche Maßnahmen bringen nachhaltig überhaupt etwas? Professor Antony Davies erklärt in einem Video von Learn Liberty, welche verschiedenen Formen der Konjunkturprogramme es gibt. Außerdem erklärt wer, wieso der Plan zumindest für die USA nicht aufgegangen ist: Dort sollte die Arbeitslosigkeit sinken, sie ist aber auf dem gleichen Niveau geblieben, dafür sind die Staatsschulden enorm gewachsen.
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