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5 vor 10: Homo oeconomicus, Klimawandel, Makroökonomie, EU, Mekka

Heute erfahren Sie im 5vor10-Blogpost, weshalb der Homo oeconomicus weiter leben wird, warum der Klimawandel auch positiv sein kann, wie Makroökonomie nach der Finanzkrise gelehrt werden sollte, wieso viele Briten aus der EU wollen und dass die heilige Stadt Mekka einen gewaltigen Bauboom erlebt.

1. Der Homo oeconomicus lebt
(faz.net, Johannes Pennekamp)
Kritiker rufen das Ende das Homo oeconomicus aus: Nach der Finanzkrise sei das Menschenbild eines kühl und rational agierenden Individuums nicht mehr haltbar, sagen sie. Bald werde es ein neues Paradigma in den Wirtschaftswissenschaften geben. Johannes Pennekamp von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung glaubt nicht ganz daran. Eine revolutionäre neue Idee sei nicht in Sicht. Vielmehr vermutet er, dass die Theorien der Neurowissenschaftler und Verhaltensforscher, die derzeit am Homo oeconomicus rütteln, die Grundannahme der Ökonomen ergänzen werden – aber eben nicht ablösen.

2. Eine positive Bilanz des Klimawandels
(liberalesinstitut.wordpress.com, Steffen Hentrich)
Wer sagt eigentlich, dass der Klimawandel unbedingt schädlich sein muss? Steffen Hentrich glaubt, dass er auch positive Effekte haben kann. Er verweist auf eine Studie des Ökonomen und Klimaforschers Richard Tol, der die Auswirkungen früherer Klimaveränderungen untersucht hat. Positive Effekte waren beispielsweise ein geringerer Energiebedarf für die Raumheizung in kälteren Regionen. Allerdings: Seit 1980 hätte sich Wasserversorgung von Entwicklungsländern durch den Klimawandel erschwert. Die Studie zeige aber, dass die Auswirkungen des Klimawandels differenziert zu betrachten sind.

3. Wie soll man Makroökonomie nach der Krise lehren?
(voxeu.org, Wendy Carlin, Englisch)
Wendy Carlin, Wirtschaftsprofessorin an der Londoner UCL, hat sich die neuen Lehrbücher von Top-Ökonomen angeschaut – und sie ist enttäuscht. Die Studenten erfahren viel über Liquiditätsfallen und die Wirkung von Konjunkturprogrammen, aber nur sehr wenig darüber, wie die Finanzkrise überhaupt entstanden ist. Ihrer Meinung nach sollte auch die Bedeutung des Finanzsektors in Lehrmodelle integriert werden, um Studenten die Ursachen von Finanzkrisen zu erklären.

4. Die EU ist eine Zollunion und keine Freihandelszone
(telegraph.uk, Daniel Hannan)
Die Briten lösen sich mehr und mehr von der EU. Wer diese Position besser verstehen möchte, für den könnte der Artikel von Daniel Hannan vom Telegraph interessant sein. Seiner Meinung nach würden die Briten viel stärker von einer klassischen Freihandelszone profitieren. Dabei einigen sich die Staaten nur darauf, keine oder geringere Zölle zu erheben. Die EU ist jedoch eine Zollunion – und die schränkt die Freiheit ihrer Mitglieder viel stärker ein, da jedes Handelsabkommen mit einem Drittstaat gemeinsam ausgehandelt werden muss. Die EU verhindere so, dass die Briten mit eigenen Deals ihren Handel mit boomenden Schwellenländern ausbauen könnten.

5. Die Kommerzialisierung Mekkas
(guardian.co.uk, Oliver Wainwright)
Derzeit strömen wieder Millionen Muslime nach Mekka. Die „Hadsch“ ist ein zentraler Bestandteil des Islam, im Jahr 2025 sollen jährlich rund 17 Millionen Menschen in die Stadt kommen. Rund um die Pilgerfahrt hat sich ein riesiges Business mit gewaltigen Hotelkomplexen entwickelt. Oliver Wainwright vom Guardian beschreibt den Bauboom.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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  • http://www.facebook.com/people/Stefan-Wehmeier/1631104166 Stefan Wehmeier

    “Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.”

    Arthur C. Clarke

    Zivilisation ist keine Frage der Politik, sondern einer funktionierenden Makroökonomie, “die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht” (Zitat: Silvio Gesell). Gewählte “Spitzenpolitiker” und studierte “Wirtschaftsexperten” können das am allerwenigsten verstehen, denn sie leben davon, dass die Volkswirtschaft eben nicht funktioniert, so wie Zahnärzte davon leben, dass viele Menschen ungesunde Zähne haben.

    Alle anderen verstehen die “banalsten Selbstverständlichkeiten” solange nicht, wie sie auf subtile Weise von einem künstlichen Archetyp im kollektiv Unbewussten gesteuert werden, der vor Urzeiten programmiert wurde, damit das, was wir heute “moderne Zivilisation” nennen, überhaupt entstehen konnte, und der es der halbwegs zivilisierten Menschheit unmöglich macht, zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus zu unterscheiden – die Grundvoraussetzung des Denkens, sofern es das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft:

    Der
    Weisheit letzter Schluss

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