Heute erfahren Sie in unserem 5vor10-Post, wieso eine zu starke Euphorie für Europa gefährlich ist, welchen drei Grundregeln die Währungspolitik folgen sollte, wie China versucht seine Märkte zu öffnen, wieso das Dauersparen in Europa zu Rezession führen könnte und was passiert, wenn man die Geldscheine aus dem Urlaub mit nach Hause nimmt.
1. Europhoriker, unsere gefährlichsten Freunde
(presseurop.eu, Die Zeit, Bernd Ulrich)
Die EU müsse vor ihren schärfsten Befürwortern in Schutz genommen werden, schreibt Bernd Ulrich. Der Autor kritisiert diejenigen, die die europäische Integration möglichst schnell vollziehen wollen. Sie würden mit ihrer Eile genau dort landen, wo sie nicht landen wollten, in der Vergangenheit. Denn diese Ideologisierung befördere die Angst der Euroskeptiker. “Auf jede Störung in der EU, auf jeden vernünftigen Zweifel, ob man denn auf dem richtigen Weg sei, antworten sie: Gegen Schwächen der EU hilft nur noch viel mehr EU!”
2. Drei Grundregeln der Währungspolitik
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Zahlreiche Länder haben heute mit der Aufwertung ihrer Währungen zu kämpfen – da sind beispielsweise die Schweden, die Australier oder die Schweizer. Sie alle denken wohl darüber nach ihre Währungen zu koppeln, doch wäre das sinnvoll? Der Wirtschaftshistoriker Straumann erklärt, wieso besonders kleine Länder zumindest tempörar in die Währungspolitik eingreifen sollten, wieso ein Land seine Währungspolitik nicht von einem auf den anderen Tag verändern kann und wieso fixe Wechselkurse schwerlich mit der Demokratie vereinbar sind.
3. China will noch mehr Marktwirtschaft
(faz.net, Christian Geinitz)
China will neue Wege beschreiten, um der drohenden Wirtschaftsflaute entgegen zu wirken. Dem Land droht das kleinste Wirtschaftswachstum seit 13 Jahren. Die Privilegien für etwa 100.000 Staatsunternehmen könnten fallen, die Landeswährung Yuan soll konvertibel und das Steuersystem reformiert werden.
4. Im Teufelskreis des Dauersparens
(handelsblatt.com, Olaf Storbeck)
Auf jahrelanges Geldverprassen soll in der Eurozone nun eine strenge Sparpolitik folgen. Doch ist es die Austerität, die die Wirtschaft braucht, um zu gesunden, fragt Storbeck. Einige Volkswirte des Internationalen Währungungsfonds kamen zu dem Schluss, dass ein zu harter Sparkurs die Rezession gar verstärken könne. “Auf immer neue Haushaltslöcher mit noch mehr Sparanstrengungen zu reagieren macht die Budget-Probleme nur noch größer”, schreibt Storbeck.
5. Wie würden Ökonomen antworten?
(marginalrevolution.com, Alex Tabarrok)
Was passiert eigentlich, wenn ich Geld aus dem Urlaub mit nach Hause bringe und als Souvenir behalten möchte, fragt Marginal Revolution Autor Alex Tabarrok die Community. Er fordert seine Leser auf, im Stil von Paul Krugman, John Maynard Keynes oder Tyler Cowen, Gründer seines eigenen Blogs, zu antworten. Ein lustiges und lehrreiches Experiment zugleich.
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