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5 vor 10: Japan, Jugendarbeitslosigkeit, Freihandel, Google, Euro

Heute erfahren Sie in unserem 5 vor 10-Post, wieso der japanische Yen als Fluchtwährung ausgedient hat, warum die Alten den Jungen die Jobs wegnehmen und welche Vorteile der freie Handel hat. Außerdem zeigen Ihnen unsere Linktipps, wie Politiker versuchen, die Marktmacht Googles einzudämmen und wie sich die deutschen Politiker im Wahlkampf um das heikle Thema Euro drücken.

1. Der japanische Yen hat als Fluchtwährung ausgedient
(soberlook.com, englisch)
Die Japaner gelten mit ihren hohen Staatschulden als die Griechen Asiens. Außerdem macht der Inselkonflikt mit China der japanischen Wirtschaft zu schaffen, da der Absatz von Produkten von Herstellern wie Toyota bis Canon einbrach. Der japanische Yen, der lange als Fluchtwährung diente, scheint als sicherer Hafen ausgedient zu haben. Der Hongkong-Dollar könnte ihn ersetzen. Schon jetzt bewegt sich sein Kurs nahe seines Allzeithochs.

2. Nehmen die Alten den Jungen die Jobs weg?
(qz.com, Stephanie Gruner Buckley, englisch)
Der Anteil der Arbeitnehmer über 60 ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen – in Deutschland, in Japan und in Schweden, sogar in den USA. Allerdings geht diese Entwicklung zu Lasten junger Arbeitnehmer. Das zerstört auch so manche Zukunftshoffnung: Gerade einmal 30 Prozent der Jugendlichen in Europa und in den USA glauben einer Studie zu Folge, dass sie mal einen besseren Lebensstandard als ihre Eltern haben werden. Führt ein höheres Renteneintrittsalter langfristig sogar zu hörerer Jugendarbeitslosigkeit?

3. Die Magie des Freihandels
(thefreemanonline.org, Arthur E. Foulkes, englisch)
Jeder Schüler einer fünften Klasse gekommt ein kleines Geschenk – jeder ein anderes. Der Autor des Textes testete aus, was es bedeutet seine Güter mit anderen tauschen zu können: Fast jeder Schüler war der Meinung sich durch den Handel besser gestellt zu haben. Foulkes schreibt eine Liebeserklärung an den freien Handel, denn damit könnte jeder mit den niedrigsten Opportunitätskosten produzieren und die gegebenen Ressourcen eines Landes könnten effizienter genutzt werden. Sogar die Toleranz gegenüber anderen Völkern soll durch Handel steigen.

4. Googles Versuchung
(presseurop.eu, Gian Paolo Accardo)
Google ist marktbeherrschend und sammelt fleißig Informationen über seine Nutzer. Das Unternehmen hat die Daten seiner verschiedenen Dienste im letzten Jahr zusammengeführt, um die Werbung noch besser auf die Interessen, das Alter und das Geschlecht der Nutzer abzustimmen. Daran stört sich auch die EU-Kommission: Missbraucht Google seine Marktmacht? Wird es irgendwann ein Internetrecht geben, dass jedem bessere Kontrolle seiner Daten ermöglicht? Und dass, ohne die Freiheiten des Internets so einzudämmen, dass die Demokratie eingeschränkt wird?

5. Wahlkampf ohne Euro
(faz.net, Ralph Bollmann)
Die Parteien drücken sich um das Thema Euro: Die Krise der Gemeinschaftswährung finde im Wahlkampf nicht statt, wissen die Politiker doch selbst, dass es dabei um das heikelste Thema geht. Das Thema, das über die Zukunft von Europa und Deutschland entscheiden wird. Streiten wolle sich keiner, schreibt Bollmann, es herrsche Einigkeit, quer durch die Parteienlandschaft. Um sich nicht angreifbar zu machen, habe die SPD statt auf Staatsprogramme auf die Schelte der Banken gesetzt. Doch wohin führt das, wenn die Parteien sich nicht der existenziellen Fragen annehmen?

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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