1. Griechenland diskutiert über die Fristen-Frage
(faz.net, Tobias Piller)
Nicht alle Griechen wollen mehr Zeit für die Verwirklichung von Reformen. Manche sagen, die gewünschte Verlängerung des Sanierungsprogramms bis 2016 würde die Schmerzen nur unnötig hinauszögern.
2. Is Being Less Productive Good for Humanity?
(Freeman, Steven Horwitz, englisch)
Steven Horwitz kritisiert vehement einen Artikel von Tim Jackson aus der New York Times, der einen Vorteil von Produktivitätsverlusten postuliert hatte. Das Streben nach mehr und mehr Produktivität und Effizienz habe zu Fehlallokationen und Fehlern in politischen Entscheidungsprozessen geführt, argumentiert Jackson. Dabei gehe er bereits von falschen Definitionen und Voraussetzungen aus, analysiert Horwitz.
3. Transparente Pharmaforschung
(Liberales Institut, Steffen Hentrich, Video)
Patente gelten in der Pharmaindustrie als unvermeidbares Übel, denn den meist einfach reproduzierbaren chemischen Verbindungen gehen lange und kostentreibende Forschungs- und Entwicklungsphasen voraus, die ohne Patentierung wirtschaftlich nicht realisierbar erscheinen. Doch diese künstliche Verknappung führt gleichzeitig zu Innovationshemmnissen und aufwendiger Parrallelforschung, für manch einen der betroffenen Patienten ist Hilfe dann zu teuer oder sie kommt zu spät. Das dies nicht so sein muss, zeigt der Krebsforscher Jay Bradner bei TED. Sein Labor hat aus einem gegen seltene Krebsformen wirksamen Molekül alles andere als ein Geheimnis gemacht und es schon sehr frühzeitig so viel wie möglich Wissenschaftlern und Pharmaunternehmen zur Verfügung gestellt.
4. Der verwaltete Stromkunde und sein Vormund
(Ortner Online, Andreas Uterberger)
Eine nun fixierte EU-Richtlinie verpflichtet die Energieversorger, dafür zu sorgen, dass ihre Kunden künftig jedes Jahr 1,5 Prozent weniger Strom verbrauchen. “Skurriler geht’s nimmer”, meint Andreas Unerberger: “Das ist ungefähr so, wie wenn man Bier- oder Schnaps- oder Zigaretten-Produzenten alljährlich zu einem Rückgang ihres Absatzes verpflichten würde. Sind doch deren Produkte zweifellos schädlicher als Strom.”
5. Umgang mit Finanzkrisen: Lateinamerikanische Antworten auf europäische Fragen
(vox.EU, Eduardo Cavallo, Eduardo Fernandez-Arias, englisch)
Die Politiker der Eurozone lernen (zu) langsam, wie Krisenmanagement funktioniert, meinen die Ökonomen der Interamerikanischen Entwicklungsbank. Dabei könne die vergangene Dekade lateinamerikanischer Finanzkrisen wichtige Erkenntnisse liefern.
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