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5 vor 10: Geburten, Google, Griechenland, Steinbrück, Startups

1. Wie der Hauspreis die Geburtenrate beeinflusst
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Wohnen ist in der Schweiz sehr teuer – Nevermindthemarkets-Autor Straumann sieht darin einen Grund für die niedrige Geburtenrate im Land. Das bestätigt auch eine Untersuchung von zwei US-Ökonominnen für die USA. Seien doch die Ausgaben für das Wohnen der größte Posten jedes Haushalts. Bekommen wir tatsächlich weniger Kinder, weil eine größere Wohnung zu teuer wäre?

2. Google will fahrerlose Autos auf den Straßen
(wsj.com, Amir Efrati, englisch)
Der Internetriese Google will womöglich weg vom reinen Internetgeschäft. Das Wall Street Journal berichtet, dass Google-Mitarbeiter in den USA Lobbyarbeit für fahrerlose Autos machen. Bereits im Jahre 2009 begann Google, selbstfahrende Autos zu testen. Bleibt die Frage, was Google mit den Autos will. Sollen seine Kartensysteme Grundlage für die Fahrten ohne Fahrer werden, oder sollen die Fahrzeuge bei Stau gar über das Internet gesteuert werden?

3. Raus aus Griechenland
(qz.com, Simone Foxman, englisch)
Kein Joghurt von Fage und keine Cola aus Griechenland mehr – zwei multinationale Konzerne entschieden letzte Woche, weite Teile ihrer Produktion aus Griechenland auszulagern. Seit Beginn der Krise hat beiden Unternehmen die Bewertung ihrer Kredite zu schaffen gemacht, denn die Eurokrise hat Einfluss auf die Kreditvergabe und die Kosten für die einzelnen Firmen. Wollen Fage und Coca Cola vor den Folgen der Abwertung auf Ramschniveau fliehen, oder gibt es noch andere Gründe für den Rückzug aus Griechenland?

4. Neid-Storm
(blog.wiwo.de/chefsache, Roland Tichy)
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verdient sich mit seinen Vorträgen bei Banken und Konzernen ein Zubrot – das fliegt ihm jetzt um die Ohren. Zu Unrecht, findet der Chefredakteur der Wirtschaftswoche, Roland Tichy. Steinbrücks polternden Reden höre man eben gerne zu. Die Debatte um die Nebeneinkünfte sei also vorwiegend von Neid getrieben – nicht jeder sei ein begabter Redner: “Andrea Nahles weiß, dass sie einem Publikum eher Geld anbieten müsste, damit man ihr zuhört”, schreibt Tichy. Der Neid sei letztlich sogar die Ursache dafür, dass Leistung heute bestraft würde – die Bundesregierung definiere schließlich jeden mit über 6.000 Euro Monatseinkommen als reich. Setzt sich Steinbrück im Wahlkampf nun für die ein, deren Geld nach unten umverteilt wird? Tichy glaubt, es könnte sich lohnen.

5. Warum Startups der Wirtschaft mehr helfen, als man denkt
(techcrunch.com, Nick Sedlet und Elli Sharef, englisch)
Schaffen Startups Jobs oder zerstören sie welche? Beides. Nach der Veröffentlichung des Arbeitsmarktreports in den USA schrieben die Zeitungen, dass Startups nicht für Wachstum verantwortlich sind und kaum Arbeitsplätze schaffen. Hätte beispielsweise das ehemalige Tech-Startup Apple heute 40.000 Mitarbeiter, habe General Motors in den Fünfzigern bereits zehnmal so viele gehabt. Doch die Rechnung sei weitaus komplizierter, schreibt der Blog Tech Crunch, weil viele Gründer ihre Mitarbeiter auf freiberuflicher Basis einstellen würden.

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