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5 vor 10: Inflation, GEZ, Kino, Spanien, USA

1. “Ich verstehe die Logik der Deutschen nicht”
(faz.net, Carsten Germis und Patrick Welter)
Olivier Blanchard ist Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Sorge vor Inflation in der Eurozone teilt er nicht – dafür müsse es erst zu Lohnsteigerungen kommen, die derzeit nicht in Sicht seien. Allerdings erwartet Blanchard, dass Deutschland eine höhere Inflationsrate hinnehmen muss als im europäischen Durchschnitt: Nur so könnten südeuropäische Länder wettbewerbsfähiger werden, meint der Volkswirt.

2. GEZ: Bürokratiemonster aus dem Lehrbuch
(insm-oekonomenblog.de, Justus Haucap)
Eigentlich könnte man die GEZ abschaffen: Weil künftig jeder Haushalt eine Pauschale an Rundfunkgebühren bezahlen muss – egal ob es dort einen Fernseher gibt oder nicht – bräuchte man niemanden mehr, der den Deutschen hinterherschnüffelt. Doch bürokratische Apparate ticken anders: Sie suchen sich neue Aufgaben, auch dann wenn sie eigentlich nicht mehr benötigt werden. So macht das auch die GEZ – sie hat den Gebührenzahler im vergangenen Jahr 163 Millionen Euro gekostet. Es ist zu erwarten, dass sie künftig sogar noch mehr Geld verschlingen wird.

3. Wie sich der Erfolg von Kinofilmen vorhersagen lässt
(blogs.hbr.org, Scott Schlesinger, englisch)
Es ist der größte Flop der Kinogeschichte: Der von Disney produzierte Science-Fiction-Film “John Carter” brachte dem Hollywood-Studio in diesem Jahr einen Verlust von rund 100 Millionen Dollar ein, weil ihn kaum jemand auf der Kinoleinwand sehen wollte. Solche Fehlschläge will die Filmindustrie künftig vermeiden: Sie arbeitet an der perfekten Formel, um den Erfolg eines Films vorherzusagen, bevor ihn überhaupt jemand gesehen hat. Auch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter spielen dabei eine wichtige Rolle.

4. Spanien rutscht Richtung Rettung
(ftd.de, André Kühnlenz, Isabel Gomez, Peter Ehrlich und Birgit Jennen)
Muss bald das nächste Land unter den Rettungsschirm? Die amerikanische Ratingagentur S&P hat die Kreditwürdigkeit Spaniens herabgestuft – sie liegt nun nur noch knapp über Ramschniveau. Das könnte dazu führen, dass die Zinssätze, die Spanien für neue Schulden bezahlen muss, stark steigen. Um dem entgegenzuwirken erwarten Beobachter einen baldigen Hilfsantrag von Ministerpräsident Mariano Rajoy.

5. Der ganz große Unterschied
(zeit.de, Heike Buchter)
Die unbedachte Äußerung von Mitt Romney war bezeichnend für den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf: 47 Prozent der Amerikaner hingen am Tropf des Staates, sagte Romney und löste damit eine Debatte über die gravierende soziale Ungleichheit in den USA aus. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft dort immer stärker auseinander. Für die Gesellschaft des Landes entwickelt sich das zu einem gefährlichen Sprengstoff.

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