1. Droht uns Inflation? Ein Blick auf einschlägige Theorien
(faz-community.faz.net/blogs/fazit, Gerald Braunberger)
Ob Gold oder Beton, viele deutsche Sparer haben Angst vor Inflation und legen ihr Geld lieber in vermeintlich sicheren Sachwerten an. Gerald Braunberger analysiert im Fazit-Blog verschiedenste Theorien über Inflation und kommt zu dem Schluss: Nicht nur die Güterpreise könnten steigen, sondern bei Vermögenswerten wie Immobilien könnten die Verbraucher auf lange Sicht weniger für ihr Geld bekommen. Doch Braunberger macht auch klar: Nicht jeder Theorie ist zu vertrauen.
2. Öffentliche Unterstützung des Euro in Zeiten der Krise
(oekonomenstimme.org, Lars Jonung, Felicitas Nowak-Lehmann, Felix Roth)
Die Unterstützung der Bürger für den Euro hat sich seit Beginn der Krise nicht nennenswert verändert, die europäischen Institutionen hingegen haben viel Vertrauen eingebüßt – das ist das Ergebnis des Eurobarometers, einer Analyse auf Basis von 500.000 Befragten. Außerhalb der Eurozone ist man um einiges skeptischer: Dort vertraut man dem Euro immer weniger.
3. “Scheißegal, ich mache alles”
(sueddeutsche.de, Alexandra Reinsberg)
In München gibt es einen Ort, an dem bulgarische Tagelöhner auf Arbeit warten – wie es ihn in jeder größeren deutschen Stadt geben soll. Die Autorin Alexandra Reinsberg schreibt über Männer, die ihre Heimat verlassen haben, um Geld zu verdienen. Viele von ihnen sind in ihrer Heimat diskriminiert worden. Den ganzen Tag warten sie an einer Straßenecke auf mögliche Aufträge. Einige von ihnen haben kein Dach über dem Kopf und nur das Allernötigste dabei. Reinsbergs Reportage erlaubt Einblicke in eine Welt, wie man sie in Deutschland nicht erwartet hätte.
4. Reiche Regionen wollen raus
(presseurop.eu, New York Times, Steven Erlanger)
Silvio Berlusconi schaffte es letzte Woche mal wieder in die Nachrichten. Ein bisschen absurd wirkte sein Vorschlag schon, dass doch Deutschland aus dem Euro austreten könne. Ganz so fern scheint dieses Szenario in manchen Regierungen allerdings nicht zu sein: Wie die New York Times berichtet, wollen Regionen wie Katalonien, Schottland oder Flandern raus aus der EU, weil sie die Mitfinanzierung der ärmeren Staaten störe. “Es gibt zahllose Faktoren, die unglückliche Länder – wie Ehen – zusammen halten: gemeinsame Geschichte, gemeinsame Kriege, gemeinsame Kinder, gemeinsame Feinde. Doch die Wirtschaftskrise in der Europäischen Union zeigt auch alte Kränkungen auf”, schreibt Erlanger. Wohin führen diese Bestrebungen?
5. Deutsche dürsten nach Whiskey und Schnaps
(wallstreetjournal.de, Simon Zekaria)
Der Alkoholkonsum in Deutschland sinkt, der Bierkonsum ebenfalls, doch das Hochprozentige erlebt einen Boom: Bis 7,2 Prozent soll der Markt für amerikanischen Whiskey, der überwiegend aus Mais gewonnen wird und dann in Eichenfässern reift, hierzulande wachsen. Deutschland ist für die Spirituosen-Hersteller aber nicht der einzige Wachstumsmarkt, auch in Russland oder Afrika wittern sie ein gutes Geschäft.
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