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5 vor 10: Bankenregulierung, EZB, Eier, Cloud, Traumbüros

1. Übertriebene Regulierungswut
(handelsblatt.com, Christine Bortenlänger)
Die SPD positioniert sich als Bankenschreck: Mit dem Ruf nach mehr Regulierung für die Finanzindustrie hofft die Partei, ein zugkräftiges Wahlkampfthema gefunden zu haben. Ob mehr Gesetze wirklich nötig sind, bezweifelt Christine Bortenlänger. Die Reform des Finanzsektors sei bereits weit vorangeschritten – 36 von 47 Vorhaben sind auf europäischer Ebene bereits angegangen: “Es besteht also kein Anlass für Hektik und Regulierungswahn. Die bisher umgesetzten Maßnahmen verdienen etwas Zeit, um überhaupt zu wirken.”

2. Wie EZB-Präsdient Draghi die Krisenländer entlastet
(oekonomenstimme.org, Kai Carstensen und Peter Zorn)
Die Europäische Zentralbank kauft Staatsanleihen der Krisenländer, um die Länder vor zu hohen Zinskosten zu schützen. Mehr als sechs Prozent Zinsen könnten sich die Staaten nicht leisten, lautet das Argument. Dabei wird allerdings übersehen, dass nur ein sehr geringer Teil der Staatsschuld über neue Anleihen finanziert wird. Für den Großteil ihrer Schulden bezahlen Spanien und Italien auch heute noch die günstigen Zinsen aus den Zeiten vor der Krise. Ein paar Jahre mit hohen Zinsen könnten die beiden Länder daher durchaus verkraften, meinen Kai Carstensen und Peter Zorn.

3. Legen glückliche Hühner wirklich mehr Eier?
(freakonomics.com, James McWilliams, englisch)
Artgerechte Tierhaltung in der Landwirtschaft kann sich für Bauern durchaus lohnen: Hennen, die im Käfig mehr Platz bekommen, legen beispielsweise deutlich mehr Eier als Artgenossen, die sehr beengt leben. Dennoch ist das Argument der Lebensmittelindustrie, aus Eigeninteressen ganz automatisch für gute Lebensverhältnisse der Tiere zu sorgen, nicht ganz richtig: Freilaufende Hühner leben zwar womöglich glücklicher, sind aber bei weitem nicht so produktiv.

4. Vertrauen in die Wolke stärken
(ftd.de, Neelie Kroes und Viviane Reding)
Cloud-Computing gilt als Revolution für die Welt der Informationstechnologie: Statt Rechenzentren selbst aufbauen und betreiben zu müssen, können Unternehmen Rechenleistung jederzeit über die Cloud auf Knopfdruck abrufen. Das kann nicht nur Geld sparen, sondern hilft auch der Umwelt: Durch effizientere Nutzung der Computer verringert sich der CO2-Ausstoß erheblich. Vor allem das mangelnde Vertrauen der Nutzer stehe dem Durchbruch der Technik aber noch im Weg, schreiben die EU-Kommissarinnen Neelie Kroes und Viviane Reding: “Daten sind wie eine Währung: Die Menschen müssen Vertrauen in sie haben, und sie muss frei fließen.”

5. Von diesen Büros träumen die Deutschen
(wiwo.de, Ferdinand Knauß)
Deutsche Arbeitnehmer brauchen Sonne, künstliches Licht im Büro empfinden sie im Arbeitsalltag als besonders störend. Das zeigt eine international durchgeführte Umfrage des sozialen Netzwerks LinkedIn. Außerdem wünschen sie sich mehr Ruhe im Großraumbüro. Gäbe es dazu auch noch einen bequemen Platz für einen kurzen Mittagsschlaf, wäre das aus Sicht der Umfrageteilnehmer buchstäblich ein Traum-Büro.

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