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5 vor 10: Nordkorea, Innovationen, Facebook, EU-Krise, Schweden

1. Nordkorea auf dem Weg in die Marktwirtschaft
(washingtonpost.com, englisch)
Bisher mussten die Bauern in Nordkorea den größten Teil ihrer Ernte abgeben. Nun steht eine Reform an: Sie sollen ihre Überschüsse in Zukunft behalten und verkaufen dürfen. So entstehen die ersten marktwirtschaftlichen Mechanismen in der planwirtschaftlich geprägten Diktatur. In der Wirtschaft des Landes kam es spätestens in den neunziger Jahren mit dem Ende der Sowjetunion zu enormen Versorgungsengpässen – viele Menschen müssen Hunger leiden. Seit der junge Kim Jong Un die Herrschaft übernommen hat, erlebt das Land einige überraschende Reformen.

2. Ist die Menschheit mit ihren Innovationen am Ende?
(ft.com, Tim Harford, englisch)
Sind heutige Innovationen weniger beeindruckend als die aus dem 19. Jahrhundert, fragt der Ökonom Tyler Cowen, Autor des Blogs Freakonomics. FT-Autor Harford findet diese Frage unsinnig und fragt den Leser, ob man lieber auf sein Smartphone oder auf die Klospülung verzichten wolle. Das verlangsamte Wachstum in den vergangen Jahren sei vor allem darauf zurückzuführen, dass das rasante Wachstum  in den neunziger Jahren vielerorts mit Krediten erkauft wurde. Heute müsse man das ausbaden. Mit den Innovationen von heute, habe das aber nichts zu tun.

3. Facebook=Internet?
(qz.com, Christopher Mims, englisch)
Das soziale Netzwerk Facebook hat mehr als eine Milliarde Nutzer – die nächste Milliarde hingegen wird wesentlich schwieriger zu überzeugen sein, haben doch viele Menschen nicht genug Geld für Computer oder Smartphones. Das soll das Wachstum des Internetriesen nicht aufhalten. So entwickelt das Unternehmen Programme für normale Handys, die weltweit immer noch am häufigsten genutzt werden. Wer mit dem Handy auf das soziale Netzwerk zugreift, soll so die ersten Schritte im Internet mit Facebook machen können.

4. Deutschland bekommt die Krise
(sueddeutsche.de, Hans-Jürgen Jacobs)
Die Krise, schreibt Hans-Jürgen Jacobs, Leiter des Wirtschaftsressorts der Süddeutschen Zeitung, sei bisher eine Krise der anderen gewesen. Nun werde sie auch zur Krise der Deutschen. “Richtig ist auch, dass eine Krise herbeigeredet werden kann, schließlich gilt der Ludwig-Erhard-Satz, wonach 50 Prozent der Wirtschaft Psychologie sei. Aber genauso gefährlich ist es, Gefahren zu ignorieren und in den Abschwung hinein eine heile Welt aufrechtzuerhalten”, schreibt Jacobs. Es sei eindeutig, dass die Investitionen sänken und viele große Konzerne ihre Produktion drosselten. Doch wie kann die drohende Rezession abgeschwächt werden? Soll die Kurzarbeit wieder gefördert werden?

5. Schuldenkrise: Vorbild Schweden?
(voxeu.org, Martin Flodén, englisch)
Zu Beginn der Neunziger Jahre hatte Schweden mit einer schweren Bankenkrise zu kämpfen. Im Immobiliensektor  war eine Blase entstanden und die schwedische Zentralbank musste ihren Leitzins um 500 Prozent erhöhen, um ihre Krone vor Wechselkursschwankungen zu schützen. Martin Flodén, Professor an der Universität Stockholm, hat sich angesehen, wie das Land innerhalb weniger Jahre aus der Krise kam. Kann Schweden für die Europäer zum Vorbild werden?

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