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5 vor 10: EEG, Berlin, Island, Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit

1. Sparen durch Grünstromzertifikate
(ftd.de, Christoph Schmidt und Nils aus dem Moore)
Der Ausbau von Solar- und Windkraft ist ohnehin eine teure Angelegenheit, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) macht ihn aber noch kostspieliger als nötig. “Das Gebot der Effizienz ist bisher kaum verwirklicht”, schreibt der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung in der FTD. Das EEG sei nicht geeignet um den massiven Kapazitätsausbau voranzutreiben – denn das Gesetz gewähre den teuersten Technologien die höchste Förderung. Er fordert, das Gesetz durch ein marktorientiertes System abzulösen.

2. Der Treck nach Berlin
(faz.net, Julia Löhr)
Kultur, Kunst und Party: Junge Menschen finden, dass Berlin ihnen deutlich mehr zu bieten hat als andere deutsche Metropolen. Die deutsche Hauptstadt bekommt daher kräftig Zuwachs: Fast 160.000 Menschen zogen im vergangenen Jahr dorthin – so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Auch Unternehmen reagieren auf den Berlin-Hype: Weil so viele Menschen in der Stadt arbeiten wollen, vergrößern Unternehmensberater und Werbeagenturen ihre Hauptstadt-Dependancen, um die jungen, kreativen Köpfe für sich zu gewinnen.

3. Wie ein Staat die Pleite überleben kann
(reason.com, Matthew Feeney, englisch)
Was passiert, wenn ein Staat plötzlich zahlungsunfähig wird? Am Beispiel von Griechenland wurde in der Vergangenheit oftmals davor gewarnt, dass eine Bankrotterklärung nicht nur innerhalb des Landes für Chaos sorgen würde, sondern auch das restliche Europa in Turbulenzen bringen könnte. Wie ein Land, das am finanziellen Abgrund steht, gerettet werden kann, ohne ein wirtschaftliches Armageddon auszulösen, zeigt das Beispiel Island: Bereits vier Jahre nach der Finanzkrise wartet das Land wieder mit satten Wachstumsraten auf.

4. Kommt die Ethik beim Wirtschaftsstudium zu kurz?
(sueddeutsche.de, Marc Beise, Video)
Brauchen die Manager von Morgen nicht nur eine betriebswirtschaftliche, sondern auch eine ethische Ausbildung? Die Münchener Wirtschaftsprofessorin Ann-Kristin Achleitner ist davon überzeugt: An Wirtschaftsethik sowie der Förderung von sozialem Unternehmertum komme das moderne Wirtschaftsstudium kaum noch vorbei. An den Universitäten, wo entsprechende Angebote fehlen, nehmen die Studenten die Sache oftmals auch selbst in die Hand.

5. Wer nachhaltig wirtschaftet, hat auch größeren finanziellen Erfolg
(blogs.hbr.org, Gerrit Heyns, englisch)
Wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus – ganz im Gegenteil. Firmen, die weniger Energie und Wasser verbrauchen sowie weniger Müll produzieren als die Konkurrenz, fahren im Schnitt auch höhere Gewinne ein. Außerdem weisen Unternehmen, die sparsam mit natürlichen Ressourcen umgehen, auch einen höheren Grad an Innovationstätigkeit  auf, schreibt der Investment-Manager Gerrit Heyns: “Ressourceneffizienz ist nicht länger ein Nice-to-Have. Sie ist ein wichtiger Indikator für wirtschaftlichen Erfolg, den jeder Investor auf dem Schirm haben sollte.”

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