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5 vor 10: Krankenkassen, Schwarzgeld, Lebenserwartung, Fleisch, Steuerverschwendung

1. Die Vorreiterin unter den Krankenkassen
(handelsblatt.com, Oliver Stock, Video)
Die Krankenkassen haben im ersten Halbjahr Reserven von fast 22 Milliarden Euro angehäuft. Vor allem gesunkene Medikamentenpreise haben zu den hohen Überschüssen geführt. Die Beitragszahler haben bisher jedoch kaum etwas davon. Die meisten Krankenkassen wollen das zu viel gezahlte Geld nicht zurücküberweisen. Es gibt eine Ausnahme: Die Techniker Krankenkasse will eine Prämie von rund 100 Euro an ihre über sechs Millionen Mitglieder ausschütten. Oliver Stock, Chefredakteur von Handelsblatt.com, begrüßt die Entscheidung: “Mir ist nicht klar, warum sich andere Krankenkassen weigern, diesem Beispiel zu folgen.”

2. Schwarzgeld auf deutschen und Schweizer Banken
(presseverein.ch, Ronnie Grob)
Mit insgesamt fast zwei Millionen Euro versuchten die Reporter des “Handelsblatts” die Schweizer Banken zu locken: Finden die Finanzinstitute Wege, das vermeintliche Schwarzgeld am Fiskus vorbeizuschmuggeln? Am Ende der verdeckten Recherche mussten die Journalisten den Großbanken ein gutes Zeugnis ausstellen: Keine von ihnen war bereit, das Geld anzunehmen. Ganz anderes lief es bei dem Schweizer Reporter Claude Baumann: Er versuchte jüngst Schwarzgeld aus der Schweiz bei deutschen Banken anzulegen – und hatte damit keinerlei Probleme.

3. Warum sterben Arme früher?
(faz.net, Patrick Bernau)
In Deutschland werden Männer mit besonders hohem Vermögen durchschnittlich 81 Jahre alt, wer besonders wenig verdient wird im Schnitt nur 70. Dass der persönliche Wohlstand einen starken Einfluss auf die Lebenserwartung hat, ist schon länger bekannt. Doch liegt es wirklich an fehlendem Geld, dass Arme früher sterben als Reiche? Nein, sagen Forscher des Robert-Koch-Instituts. Sie haben herausgefunden: Ausschlaggebend für ein langes Leben ist nicht das das prall gefüllte Konto. Vielmehr sind es die Faktoren Bildung, Beruf und Freundeskreis.

4. Deutsche Fleischberge auf dem Weg nach Asien
(blog.zeit.de, Marlies Uken)
Schweine aus Deutschland sind in Asien beliebt: Um 8,7 Prozent stieg der Fleischexport im ersten Halbjahr 2012. Vor allem die sogenannten Schweinefleischnebenprodukte wie Schweineohren und Schweinefüße gelten als Exportschlager. Der wachsende Appetit auf deutsches Fleisch in China, Japan und Korea macht die Schweinezucht hierzulande für Bauern wieder zum attraktiven Geschäftsmodell.

5. Rauschendes Fest der Steuerverschwendung
(sueddeutsche.de, Jannis Brühl)
Der Flughafen Berlin-Brandenburg, die Elbphilharmonie in Hamburg und der Vergnügungspark am Nürburgring: Fehlerhafte Planung und Missmanagement bei Großprojekten kosten den Staat hunderte Millionen Euro. Der Bund der Steuerzahler dokumentiert die extremsten Beispiele von Steuerverschwendung jährlich in seinem Schwarzbuch, dessen neue Version gestern vorgestellt wurde. Zu finden sind darin unter anderem nutzlose Holzhunde für 13.500 Euro in Fulda, und 2,6 Millionen Euro teure Tierschutzmaßnahmen in Niedersachsen, die dazu dienen, dass neun Wildkatzen leichter die Straße überqueren können.

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