1. QE3 wird scheitern
(mises.org, Murray N. Rothbard, englisch)
In der vergangenen Woche entschied die amerikanische Zentralbank unter Ben Bernanke erneut, Geld in die Märkte zu pumpen. Das bereits dritte “Quantitative Easing”-Programm der Fed soll die Wirtschaft befeuern. Die EZB tat es der amerikanischen Notenbank mehr oder weniger gleich – auch ihre Zusage Staatsanleihen der Krisenländer unbegrenzt aufzukaufen, ist eine Lizenz zum Geld drucken. Der Ökonom Murray Rothbard bezweifelte schon 1963, dass derartige Programme etwas bewirken.
2. Was sollten Manager verdienen?
(fehradvice.com)
Managergehälter werden in der Bevölkerung häufig als zu hoch wahrgenommen – verdienen doch einige Konzernchefs locker mehr als das 100-fache des Durchschnittsgehaltes. Mit dem Mehr an Verantwortung und der Erreichbarkeit auch mitten in der Nacht wird begründet, wieso sie mehr verdienen dürfen. Die Frage: Nach welchen Kriterien soll sich die Bezahlung der Manager richten? Fehradvice-Chef Gerhard Fehr plädiert für variable Leistungsanreize. Kurzum: Aktienkurs oder Rendite könnten als Maßzahl gelten.
3. Bankenunion: Von den Versicherungen lernen
(wirtschaftswunder.ftd.de, Tobias Berg)
Wenn die Lebensversicherungssparte der Allianz Pleite ginge, bliebe die Krankenversicherungsabteilung davon unberührt – obwohl alle Firmen der Allianz AG zugeordnet sind. Diese Trennung könne auch für das Bankenwesen eine Option sein, schreibt Tobias Berg, Forscher an der Humboldt Universität und der New York University. Denn in dem unübersichtlichen Chaos zwischen Investmentbanking und Kreditgeschäft sei es unmöglich zu erkennen, ob eine Bank Hilfe benötigt oder nicht.
4. Zur Uni gehen lohnt sich noch
(economix.blogs.nytimes.com, Catherine Rampell, englisch)
Wer zur Universiät gegangen ist, verdient in den USA noch immer mehr, als derjenige, der nur einen Highschool-Abschluss hat. Studenten steht damit immer noch eine rosige finanzielle Zukunft bevor – selbst wenn sie für ihre Ausbildung immense Schulden aufnehmen müssen.
5. Spanien braucht den Bailout
(economist.com, englisch)
Mariano Rajoy, der Premierminister Spaniens, beteuert immer wieder, dass sein Land kein Geld aus dem Rettungsschirm braucht – trotz maroder Banken, hoher Arbeitslosigkeit und einer Double-Dip-Rezession. Dabei sei es nur noch eine Frage der Zeit, wann Spanien Hilfe beantragen müsse, schreibt der Economist. Rajoy habe möglicherweise Angst um sein Amt, seien doch viele seiner Kollegen aus Irland, Griechenland und Portugal von den Wählern abgestraft worden. Kann Spanien bis zu den Wahlen am 21. Oktober durchhalten?
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