1. Warum das “Hoffen” auf das Bundesverfassungsgericht vergeblich ist
(Blick Log, Dirk Elsner)
Heute hofft ein Teil der Deutschen, dass ein nicht gewähltes Verfassungsorgan, das Bundesverfassungsgericht, den Beschluss eines gewählten Verfassungsorgans, des Bundestages, korrigiert. Dabei spielt es im Prinzip keine Rolle, ob das höchste deutsche Gericht den Beschluss des Bundestages durchwinkt oder nicht. Deutschland hängt mit der Entscheidung der EZB, im Zweifel unbegrenzt Staatsanleihen der Krisenstaaten anzukaufen, ohnehin tief im Rettungsstrudel mit drin.
2. Was hat Handel mit dem Klimawandel zu tun?
(VoxEU, Harun Onder, englisch)
Stillstand bei multilateralen Vereinbarungen zum Klimawandel rückt den Zusammenhang von Welthandel und Weltklima in den Fokus. Harun Onder sieht zwar, wie Handelspolitik Risikominderungsstrategien befördern kann, hält multilaterale Vereinbarungen aber weiterhin für zentral, um unerwünschte Protektionismusfolgen zu vermeiden.
3. E10
(Wirtschaftliche Freiheit, Mathias Erlei)
Die Produktion von Biokraftstoffen führt zu einer erhöhten Nachfrage nach den entsprechenden Getreidesorten und wirkt damit preiserhöhend. Dies ruft diverse Politiker auf die Bühne. Neben Entwicklungsminister Dirk Niebel stellen auch Renate Künast und der Greenpeace-Experte Martin Hofstetter die hiesige Biokraftstoffquotenregelung in Frage. In der Tat könne man sich berechtigt der Frage widmen, ob eine staatlich festgeschriebene Biokraftstoffquote der Umwelt, der Energieversorgung oder der Gesellschaft insgesamt dienlich sei, erläutert Mathias Erlei.
4. Bachelor-Studiengänge: Kritik mit Substanz?
(Ökonomenstimme, Birger Hendriks)
Kritik an den Bachelor-Studiengängen ist nur in Teilen berechtigt. Die Hochschulen in Deutschland leisten auch aus der Sicht der meisten Studierenden gute Arbeit. Allerdings müssen sie in manchem noch strukturelle Verbesserungen erreichen. Es sei deswegen weder für Studierende und Hochschulen noch für die Wirtschaft hilfreich, den Bachelor herabzusetzen. Vielmehr sollten alle an seiner Weiterentwicklung konstruktiv und auch mit dem Ziel arbeiten, den Studierenden mehr Möglichkeit zum Auslandsstudium zu geben.
5. OECD-Bildungsstudie: Schlaglöcher
(Handelsblatt, Barbara Gillmann)
Aus der Bildungsmisere führt Deutschland nur ein dualer Weg: Mehr Akademiker ausbilden und zugleich den Standortvorteil „Lehre“ ausbauen. Denn noch immer verschwenden wir Talente, als ob wir zu viele davon hätten, warnt Barbara Gillmann.
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