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5 vor 10: Startups, Harvard, EZB, Europa, Verhaltensökonomie

1. Konzerne bauen zunehmend auf Startups
(wallstreetjournal.de, Ben Worthen)
Startups gelten als kreativ, haben flache Hierarchien und liefern individuelle Lösungen: Das nutzen immer mehr Unternehmen und kaufen ihre technische Ausstattung von Startups statt von HP oder Oracle. Für die Tech-Giganten könnte diese Entwicklung Zeiten schwächeren Wachstums einleiten, denn viele Systeme die die Kleinen anbieten, sind deutlich billiger.

2. Plagiat-Skandal in Harvard
(nytimes.com, Richard Pérez-Pena)
Ausgerechnet an einer der angesehensten Universitäten der Welt wurde abgeschrieben. Bei einer Hausarbeit, die als Prüfung galt, war es den Studenten verboten, zusammen zu arbeiten. Doch die Antworten von rund 125 der 297 Studenten waren auffällig ähnlich formuliert. Wird heutzutage tatsächlich öfter abgeschrieben oder fällt es öfter auf? Der Skandal zeigt, dass die wissenschaftliche Arbeit selbst an Elite-Universiäten vor einem Umbruch steht.

3. Weidmanns Schlacht
(faz.net, Lisa Nienhaus und Christian Siedenbiedel)
Es scheint wie ein Kampf gegen Windmühlen: Bundesbank-Chef Jens Weidmann gegen den Rest der Welt, naja, zumindest gegen die Europäische Zentralbank. Er will verhindern, dass die EZB weiterhin Staatsanleihen kauft und damit eine hohe Inflation provoziert. Dafür würde er sogar seinen Posten räumen. Doch die Mehrheit steht auf Mario Draghis Seite. Auch bei Vorgänger Jürgen Stark sollen die Anleihenkäufe ein Grund für den Rücktritt gewesen sein. Geändert hat sich seit seinem Rücktritt allerdings nichts.

4. Vereinigte Staaten von Europa
(zeit.de, Mark Schieritz)
Die Idee von den Vereinigten Staaten von Europa ist über 200 Jahre alt. Immer enger rückten die Staaten Europas in den letzten Jahrzehnten zusammen. “Klar ist allerdings auch, wie verwundbar die Europäische Union ist, seit sich einige ihrer Mitgliedsstaaten übereilt eine gemeinsame Währung gegeben haben”, schreibt Mark Schieritz. Gibt es für die Zukunft nur den Weg zwischen vollständiger Integration und endgültigem Zerfall?, fragt der Autor und resümiert: Europa ist vielleicht sogar schon so gut wie fertig.

5. Homo africanus
(fehradvice.com/blog, Armin Müller)
Die Verhaltensökonomie erforscht, in welchen Situationen sich Menschen nicht rational verhalten. Ein Dokorand der Universität Zürich hat in Kenia ein Forschungslabor eingerichtet und festgestellt: Oft gibt es den Homo oeconomicus nicht – nicht in Berlin Charlottenburg, auch nicht im Slum von Nairobi. Viele seiner Tests wären in Deutschland nicht möglich gewesen. Bei einigen Fragestellungen bietet er den Probanden ganze Tageslöhne an. Mit seinen Ergebnissen könnte er sogar die Wirtschaftspolitik der westlichen Regierungen beeinflussen.

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