1. Betreibt die EU-Kommision schädlichen Sozialklimbim?
(handelsblatt.com, Norbert Häring)
Sie wollen nicht nur Geld verdienen, sondern sorgen auch für gute Arbeitsbedingungen, wirtschaften ökologisch und zeigen soziales Engagement: Viele Familienunternehmer kommen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bereits seit Generationen umfassend nach – und nicht erst seit der Modebegriff “Corporate Social Responsibility” (CSR) die Runde machte. Jetzt hat auch die EU-Kommission das Thema für sich entdeckt. Sie will selbst kleinere Firmen dazu zwingen, künftig Berichte über ihre CSR-Aktivitäten vorzulegen. Es droht ein enormer bürokratischer Mehraufwand, der niemandem etwas bringt.
2. China stößt an seine Grenzen
(bloomberg.com, William Pesek, englisch)
Das wahre Land der unbegrenzten Möglichkeiten schien lange Zeit China zu sein: Selbst Mammutaufgaben wie das 630 Miliarden US-Dollar schwere Konjunkturpaket im Jahr 2008 meisterte der Riese aus Fernost mit Leichtigkeit. Das hat sich geändert: In den chinesischen Fabriken stapeln sich Exportprodukte, die keinen Käufer mehr finden, dem Wirtschaftswachstum droht ein radikaler Einbruch. Es zeigt sich: Der Staatsführung gehen die Mittel aus, um sich dauerhaft von den negativen Aussichten für die Weltkonjunktur abzukoppeln.
3. Wie weit wachsen die Bäume in den Himmel?
(wirtschaftlichefreiheit.de, Michael Neumann)
Kapitalismuskritiker haben in den vergangenen Jahren regen Zulauf bekommen. Sie behaupten: Eine Wirtschaftsordnung, die auf dauerhaftes Wachstum ausgerichtet ist, zerstöre sich irgendwann selbst. Denn natürliche Ressourcen seien endlich, wer sie bis an ihre Grenzen ausbeutet, hat am Ende gar nichts mehr. Doch so einfach ist die Wirtschaftswelt nicht: Trotz Wirtschaftswachstums werden etliche natürliche Ressourcen heute in geringerem Maße eingesetzt als vor zehn Jahren, schreibt Michael Neumann: “Diese Entwicklung legt nahe, dass Wachstum auch weiterhin möglich sein wird, auch wenn weniger natürliche Ressourcen zur Verfügung stehen.”
4. Zu gut für die Mülltonne
(economist.com, englisch)
Die Hälte der weltweit produzierten Nahrungsmittel landet auf dem Müll, schätzt das Stockholm International Water Institute. In Indien verrotten auf dem Weg vom Acker zum Markt 40 Prozent der Agrarprodukte. Amerikanische Konsumenten werfen 40 Prozent der gekauften Lebensmittel einfach weg. Das kostet sie 165 Milliarden Dollar im Jahr. Mehrere Organisationen versuchen der enormen Verschwendung ein Ende zu bereiten. Sie glauben: Bereits mit geringem Einsatz könnten große Hungersnöte vermieden werden.
5. Unser Smartphone ersetzt das Portemonnaie
(fastcompany.com, Kit Eaton, englisch)
Sie ersetzen den Fotoapparat genauso wie den MP3-Player: Smartphones haben nicht nur den Handymarkt grundlegend verändert, sondern auch eine Vielzahl anderer Wirtschaftsbereiche revolutioniert. Technologieunternehmen wie Apple und Google, aber auch Telekommunikationsfirmen wie AT&T und T-Mobile arbeiten jetzt am nächsten Schritt: Sie wollen, dass das Smartphone bald auch das Bargeld ablöst. Die Vision könnte schon bald zur Wirklichkeit werden.
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