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5 vor 10: NGOs, China, Getreidepreise, EZB, Hochfrequenzhandel

1. Der kluge Manager baut vor
(handelsblatt.com, Dieter Fockenbrock)
Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) handeln aus der Überzeugung heraus, dass sie das Richtige tun. Doch ihre Interessen stehen denen der Unternehmen oft genug entgegen. Folge: Sie können Firmen in die Bredouille bringen. Eine Zusammenarbeit könnte die Lösung für Manager sein. “Mit den Nicht-Regierungsorganisationen hätte er die Gelegenheit, gefühlten und unangenehmen Druck auf sein Unternehmen in reale und gewinnbringende Geschäfte umzuwandeln”, schreibt Dieter Fockenbrock.

2. Chinas Abschwung
(dallasfed.org, Janet Koech und Jian Wang)
Das Abkühlen der chinesischen Wirtschaft könnte weitaus schlimmer ausfallen als die offiziellen Daten vorgeben, schreibt die Niederlassung der amerikanischen Zentralbank in Dallas. Es sei kein Geheimnis, dass diese Daten in der Vergangenheit wenig vertrauenswürdig waren. Gerade der Konsum chinesischer Produkte in Europa und den USA sei zurückgegangen – und könnte weiter abnehmen. Ein weiteres Problem für die örtliche Ökonomie könnte die Stromversorgung werden.

3. Zucker statt Getreide
(latimes.com, Ricardo Lopez)
Die Trockenheit in den USA hat rund die Hälfte der US-Getreideernte zerstört. Grund genug für einen Landwirt aus Kentucky, seinen Kühen Zucker statt Getreide zu füttern. Ließe sich doch mit einem Preis von acht bis neun Dollar pro Scheffel, rund 35 Liter, nicht mehr kostendeckend arbeiten. Der Zucker erfüllte seinen Zweck: Die Kühe wurden schnell fett. Er ist nicht der einzige, der sich nach Alternativen zum herkömmlichen Futter umgesehen hat.

4. “Notenbankfinanzierung kann süchtig machen”
(faz.net)
Nein, nicht nur Kaffee und Zigaretten können abhängig machen. Glaubt man  Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, kann dies auch ein durch die Notenpresse finanzierter Staatshaushalt. Über die Vergemeinschaftung der Schulden durch Staatsanleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) müssten endlich Parlamente entscheiden – nicht Politiker. Unermüdlich scheint seine Kritik. Hat die EZB längst ihre Unabhängigkeit verloren?

5. Risiko Hochfrequenzhandel
(blog.wiwo.de/chefsache, Roland Tichy)
Tichy stellt die These auf, dass der Hochfrequenzhandel an der Börse die Zivilisation gefährdet. Er sei mitunter unkontrollierbar: “Der Risikofall wird zur globalen Katastrophe, deren weitreichende Schäden in keinem rationalen Verhältnis zu dem Nutzen stehen”, schreibt er. Schließlich tüftelten heute Physiker und Mathematiker komplizierte Algorithmen aus, die einen Computer um eine Hundertstel Sekunde schneller sein lassen als den anderen.

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