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5 vor 10: Haftungsprinizp, Anstrengung, Marktmoral, Osteuropa, Geschichtslektionen

1. Berlin nimmt das Prinzip Haftung nicht so ernst
(nzz.ch, Matthias Benz)
Die Bundesregierung hat hehre Ziele: Bis 2020 sollen in der deutschen Nord- und Ostsee Offshore-Windparks mit einer Leistung von 10 Gigawatt stehen. Um die Ambitionen der Hersteller zu erhöhen, plant die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf, der die Haftungsrisiken zu großen Teilen auf den Steuerzahler umgelegen soll. Markus Benz stellt diese Pläne grundsätzlich in Frage – sollten doch Hersteller für ihre eigenen Fehler haften.

2. Wie der Wohlstand gesteigert werden kann
(mises.org/daily, Frederic Bastiat, englisch)
Wohlstand steigt durch Arbeit, heißt es. Das Mises Daily Blog erläutert jedoch noch einen anderen Faktor, der zu Wachstum führt: Die Anstrengung – und zwar ganz im Sinne des Sisyphos. Jeder Bauer, jeder Händler oder jeder Autor könne in letzter Konsequenz durch weniger Arbeit mehr bekommen, auf den “Weg der Anstrengung” wage sich jedoch trotzdem kaum einer. Anhand eines kleinen Dorfes in Frankreich wird erklärt, wie man aus wenig viel machen kann: Eine philosophische Abhandlung über das Arbeiten.

3. Nicht alles sollte für Geld zu haben sein
(faz.net, Christian Siedenbiedel)
Märkte führten zu einer effizienten Nutzung von Ressourcen, jedoch gebe es sogenannte moralische Grenzen der Märkte, erklärte Harvard-Professor Michael Sandel in seinem neuesten Buch. So entzögen sich zum Beispiel die Menschenwürde oder der Bedarf nach menschlichen Organen dem Markt-Prinzip. “Wenn Geld entscheiden würde, wer sich eine neue Niere oder gar ein neues Herz leisten kann, würde letztlich sogar das Recht auf Leben nach dem persönlichen Vermögen verteilt”, schreibt Siedenbiedel. Aber: Wie kann das Dilemma gelöst werden, ohne dass sich ein Schwarzmarkt etabliert?

4. Eurokrise bremst liberale Reformen in Osteuropa
(presseurop.eu, The Guardian)
In Ungarn und Rumanien wurden Gesetze erlassen, mit denen Brüssel nicht glücklich sein dürfte. Diese Reformen seien Kinder der Krise, heißt es im Guardian. Ob die EU als Zwei-Klassen-Union oder gar nicht weiterbestehen würde, müssten sich die politischen Entscheider noch durch den Kopf gehen lassen. Konjunkturschwäche, Arbeitslosigkeit und Populismus bedrohten die liberalen Reformen in Osteuropa.

5. Eine kleine Geschichte der Makroökonomie zum Durchklicken
(faz-community.faz.net, Gerald Braunberger)
Das Fazit Blog macht auf eine Reihe interessanter Präsentationen über die Geschichte der Makroökonomie aufmerksam; beispielsweise über die große Depression oder die Stagflation der 70er Jahre. Olivier Blanchard, Professor am Massachusetts Institute of Technology erklärt die Geschichte der Makroökonomie in einem neuen Forschungspaper – und wer dann immer noch nicht genug hat, findet hier sogar noch ein Lehrbuch.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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