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5 vor 10: Türkei, Theorien, SPD, US-Wahlkampf, Vertrauenskrise

1. Erdogans böses Erwachen
(ftd.de, David Gardner)
Hat sich die Türkei im Syrien-Konflikt vielleicht verkalkuliert? Denn was passiert in einer Welt nach Assad? Das Regime hat die meisten seiner Truppen aus der syrisch-türkischen Grenzregion abgezogen – gekommen sind syrische Kurden. Es könnte nun eine neue Kurdenregion entstehen, und dabei hat die Türkei es selbst noch nicht geschafft, ihre eigenen Kurdenunruhen beizulegen.

2. Verstehen Ökonomen wirklich nichts von Wirtschaft?
(wirtschaftswurm.net)
Schon wieder eine Generalabrechnung mit den Ökonomen – diesmal wettert Dieter Schnaas in der Wirtschaftswoche gegen Volkswirte und ihre Arbeit. Sein Aufhänger ist der Aufruf der Ökonomen Krämer und Sinn. Die Aufregung sei aber völlig unbegründet, schreibt der Wirtschaftswurm und Schnaas widerspreche sich außerdem ständig selbst: Eine „Gegendarstellung“.

3. Die virtuellen Kandidaten lähmen die SPD
(handelsblatt.com, Rüdiger Scheidges)
Steinbrück, Gabriel oder Steinmeier – wer wird als SPD-Kanzlerkandidat gegen Angela Merkel antreten? Beantworten will die K-Frage bisher keiner – weder die Partei, noch die potenziellen Kandidaten selbst. Ein frühes Outing sei misslich, schreibt Rüdiger Scheidges. Außerdem zeigten sich in der Öffentlichkeit zunehmend Defizite: Der K-Kampf lähme die ganze Partei samt Programm.

4. Blaming Obama for Georg W. Bush´s Policies
(economix.blogs.nytimes.com, Bruce Bartlett, englisch)
Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat ein Dokument veröffentlicht, das Barack Obama für die wirtschaftlichen Fehler der letzten Jahre verantwortlich macht: Daher seien allein Obamas Fehlentscheidungen Schuld an der Rezession. In einigen Punkten stimmt Blogger Bruce Bartlett dem Papier auch zu, allerdings seien einige der Anschuldigungen unbegründet. Obama könne man keinesfalls alle Fehler zuschreiben, einige seien schon weit vor seiner Amtsübernahme während der Bush-Regierung gemacht worden.

5. Die größte Gefahr für die wirtschaftliche Erholung
(handelsblatt.com, Herbert Walter)
Zahlreiche Studien belegen: Die Menschen haben kein Vertrauen mehr in die Finanzmärkte und auch das Misstrauen gegenüber der Politik steigt. Stecken wir in einer Vertrauenskrise? Ganz gleich wie man diesen Zustand nun betiteln möchte, fest steht, dass er nicht gut ist. Das steigende Misstrauen erhöhe das Protestpotenzial einer Gesellschaft, schreibt Herbert Walter. Und das habe Auswirkungen auf die Wirtschaft.

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INSM Redaktion

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