1. Wirtschaftskrise: Die Angst der Schwellenländer
(guardian.co.uk, Larry Elliott, englisch)
Weniger Export in China, ein hoher Ölpreis in Russland und eine hohe Inflation in Indien prophezeien schlechte Zeiten für einige Schwellenländer. Der Autor Larry Elliott ist der Meinung, dass die Krise, die zunächst Amerika und Europa befiel, nun auch die Schwellenländer ansteckt. Er fragt, ob Instrumente wie billiges Geld in der EU und Wechselkurs-Manipulationen in China die Situation langfristig retten können.
2. Spam richtet mehr Schaden an als Autodiebstähle
(faz-community.faz.net, Patrick Bernau)
Er nervt, bringt nichts und ist extrem teuer: der Spam. 14 Milliarden Dollar sollen die Kosten von Spam-E-Mails jährlich betragen, berichtet Patrick Bernau über eine jüngst veröffentlichte Studie. Internetnutzer müssen diese Mails erkennen und löschen, das kostet sie weltweit rund 500 Millionen Stunden. Doch weil die Mails niemand lesen möchte, verdienen die Spammer nur ein Fünfzigstel des Schadens, den sie anrichten. Ein herber Wohlfahrtsverlust.
3. Das Arbeitsrecht ist verkrustet
(handelsblatt.com, Wolfgang Clement)
Zu Zeiten der griechischen Drachme, des französichen Francs oder der Deutschen Mark konnten konjunkturelle Schankungen der Volkswirtschaften oft durch ein Auf und Ab der Wechselkurse ausgeglichen werden. Ein wichtiges Instrument, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Weil das mit dem Euro als Gemeinschaftswährung nicht mehr möglich sei, müsse in der EU ein neues Instrument geschaffen werden, schreibt Wolfgang Clement im Handelsblatt: eine flexiblere Arbeitsmarktpolitik.
4. Wie die Schweiz Deutschlands Finanzminister hilft
(wsj.de, Olaf Ridder und Neil Maclucas)
In der Diskussion um Steuer-CDs und Steueroasen steht die Schweiz nicht besonders gut da – entgehen dem deutschen Fiskus doch Milliarden durch die Hinterziehung von Steuern. Ausgerechnet das Land mit den gewieften Bankern legt sein Geld in deutsche Staatsanleihen an, um die eigene Währung vor der Aufwertung gegenüber dem Euro zu bewahren. So hilft die Schweiz dem deutschen Finanzminster. Dieser viel kritisierte Eingriff in die Währungspolitik soll verhindern, dass die schweizerische Exportwirtschaft unter einem starken Franken leidet.
5. Identitätskrise
(economist.com, englisch)
Ein bisschen Fotopapier und ein ordentlicher Drucker – fertig ist die Fälscherwerkstatt. Durch die Digitalisierung ist das Fälschen von Ausweisen leichter denn je. Gerade für einige US-Staaten könnte das extrem teuer werden: Sie sollten ihre Führerscheine und Personalausweise mit weiteren Sicherheitsmerkmalen ausstatten, rät der Economist. Doch das würde viel Geld kosten. Genau dort wittert das Unternehmen Touch2id das große Geld. Ausgerechnet mit dem Smartphone will es die Identität von Nutzern überprüfen wollen.
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