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5 vor 10: Geldpolitik, Vergütungen, Ratingagenturen, Gesundheit, Banken

1. Mit Draghi am Tiefpunkt der Geldpolitik
(handelsblatt.com, Wolfgang Reuter)
Die Europäische Zentralbank ist – zumindest auf dem Papier – unantastbar, und auch EZB-Chef Mario Draghi ist unabhängig: Er kann zum Beispiel nicht für seine Geldpolitik abgesetzt werden. Das gilt auch für andere Notenbanker, die per Gesetz unantastbar sind. Sie sollen so vor Forderungen der Politik geschützt werden, damit sie unabhängige Entscheidungen treffen können. Doch diese Unabhängigkeit scheint tatsächlich nur auf dem Papier zu existieren.

2. Suboptimale Manager-Vergütung kann die Konjunktur schwächen
(fehradvice.com, Rico Häner)
Welchen Einfluss hat die Vergütung von Top-Managern auf das Investitionsverhalten? Gibt es dabei überhaupt einen Zusammenhang? Ein Paper von John B. Donaldson, Natalia Gershun und Marc P. Giannoni zeigt: Ja, CEO-Vergütungen beeinflussen das Investitionsverhalten von Managern und können somit Einfluss auf die Gesamtwirtschaft haben. Der FehrAdvice Blog hat die spannendsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst.

3. Die Macht der Meinungsmacher
(oekonomenstimme.org, Manfred Gärtner, Björn Griesbach und Florian Jung)
Die Finanzmärkte sind in der aktuellen Staatsschuldenkrise weiterhin unruhig. Meinungsäußerungen der marktbeherrschenden Ratingagenturen führen zu starken Schwankungen auf dem Markt – selbst wenn diese Äußerungen im Widerspruch zur vorherigen Bewertung ökonomischer Fundamentaldaten stehen. So könnten private Interessenten Einfluss auf staatliche Verschuldungsdynamiken und den politischen Handlungsspielraum nehmen. Wie das geht, erklären die Autoren des Blogs Ökonomenstimme in einem Modell.

4. Zu viele OPs in Deutschland?
(faz.net, Andreas Mihm)
In Deutschland wird zu viel operiert, findet Josef Hecken. Der Vorsitzende der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen diskutiert in einem Interview auf Faz.net über die Motive von OPs, die eigentlich gar nicht notwendig wären. Seiner Meinung nach müsse die Ergebnisqualität stärkere Beachtung finden. Dazu müsse man Therapiestandards festlegen.

5. Warum Banken immer größer werden
(faz-community.faz.net, Gerald Braunberger)
Immer wieder werden Forderungen laut, man solle das Prinzip der Universalbank aufgeben und das Investmentbanking wieder vom traditionellen Geschäft trennen. Auf diese Weise könne eine Bank nicht zu groß werden und verursache so bei einem Zusammenbruch auch keinen erheblichen gesamtwirtschaftlichen Schaden, lautet zumindest die landläufige Meinung. Doch eine solche Trennung kann Auswirkungen auf die Wirtschaft bei einem Sturz der Bank nicht unbedingt verhindern – deutlich zu sehen am Beispiel Lehman Brothers. Ökonomen haben sich daher mit dem Wesen und den Problemen von großen Banken befasst – das Fazit Wirtschaftsblog zählt die Erkenntnisse der Wissenschaftler auf.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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INSM Redaktion

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