1. Solidarität und Gerechtigkeit
(handelsblatt.com, Christine Bortenlänger)
Der Länderfinanzausgleich soll die Lebensverhältnisse in den Bundesländern ein Stück weit vereinheitlichen. Vor allem die Bayern kostet das viel Geld: Sie zahlen mittlerweile mehr als die Hälfte der Zuschüsse an die finanzschwachen Bundesländer. Wundert es da, dass der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer das System der Transferzahlungen überprüfen will? Christine Bortenlänger hat Verständnis für seinen Unmut: “Sicher empfinden es bayerische Steuerzahler als nicht wirklich gerecht, wenn im eigenen Bundesland Gebühren etwa für Studienplätze erhoben werden, in anderen Ländern diese aber frei sind – auf ihre Kosten.”
2. Olympische Ökonomie
(freakonomics.com, Stephen J. Dubner, englisch)
Mit der offiziellen Eröffnungsfeier starten heute abend in London die 30. Olympischen Sommerspiele. Für die Ausrichtung der Spiele hat Großbritannien rund zwölf Milliarden Euro investiert und erhofft sich davon einen kräftigen Schub für die Wirtschaft des Landes und das Image der Hauptstadt. Die großen Hoffnungen, die Olympia-Ausrichter mit der Großveranstaltung verbinden, werden jedoch meist enttäuscht. In ihrem Podcast erklären die Wirtschaftswissenschaftler Allen Sanderson und Samantha Edds, warum der Einfluss Olympischer Spiele auf die Wirtschaft in der Regel überschätzt wird.
3. Kinder sollen Ebay Umsatz bringen
(wsj.de, Greg Bensinger)
Sie können problemlos mit Touchscreens umgehen und schauen das Sandmännchen vermutlich längst in der Mediathek: Schon deshalb werden die Kinder von heute für die treuesten Kunden von morgen gehalten. Davon möchte das Onlineauktionshaus Ebay profitieren und will ein spezielles Kinder-Konto eröffnen. Ob sich der Umsatz aber dadurch wie geplant steigern lässt, bleibt zu bezweifeln: Kinder bieten bereits heute kräftig mit – allerdings unter dem Account der Eltern.
4. Willst du bei mir schlafen?
(economist.com, englisch)
Konventionelle Hotels sind von gestern. Wer heute reist, kann sich über Plattformen wie Airbnb Privatwohnungen mieten. Fünf Millionen Übernachtungen wurden allein dort seit Jahresanfang verbucht. Woanders Schlafen wird dadurch individueller, aber auch unsicherer – wer weiß schon, ob es die angebotenen Wohnungen wirklich gibt und ob sie ordentlich sind? Dennoch bringen diese Plattformen den Markt für Übernachtungen durcheinander. Revolutionieren sie ihn sogar?
5. Nächster Halt: Dickste Kartoffel
(fastcodesign.com, Mark Wilson, englisch)
Die Buijtenkitchen treibt die neue Lust nach frischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln auf die Spitze: Das mobile Restaurant aus den Niederlanden stoppt an den Orten, wo es die besten Produkte gibt und kocht sie vor Ort für seine Gäste. So könnten die Köche immer dort in Europa halten, wo Erntezeit ist – rund acht Monate im Jahr.
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