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5 vor 10: Banken, Ökonomenstreit, D-Mark, Handys, Prognosen

1. Zu viele Banken sind richtig schlecht
(fazitblog.de, Gerald Braunberger)
Leistungsfähige Banken fördern die Produktivität und damit auch den Wohlstand eines Landes, weil sie Kapital dorthin verteilen, wo es am meisten benötigt wird – sagt zumindest die wirtschaftswissenschaftliche Theorie. In der Realität sieht die Lage weniger rosig aus: Eine Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zeigt, dass in den meisten Industrienationen die Finanzbranche viel zu groß geworden ist und deshalb der Wirtschaft mehr schadet, als sie ihr nutzt.

2. Der ifo-Chef will es nicht gewesen sein
(blog.handelsblatt.com, Olaf Storbeck)
Kaum ein anderer deutscher Ökonom prägt die öffentliche Debatte rund um die Euro-Krise so sehr wie der Präsident des ifo Instituts, Hans-Werner Sinn. Auch an dem vor zwei Wochen veröffentlichten und höchst umstrittenen Protestaufruf gegen eine Bankenunion war Sinn maßgeblich beteiligt. Von dieser Rolle distanziert er sich nun: In einer Pressemitteilung heißt es, der ifo-Chef sei lediglich einer von 250 Unterzeichnern. Eine angesichts der Faktenlage erstaunliche Erklärung, findet Olaf Storbeck.

3. Die D-Mark lebt
(wallstreetjournal.de, Vanessa Fuhrmanns)
Seit über zehn Jahren bezahlen die Deutschen mit dem Euro, doch verschwunden ist die D-Mark noch lange nicht: 13,2 Milliarden davon sind nach wie vor im Umlauf. Zahlreiche Einzelhändler akzeptieren die alte Währung nach wie vor als Zahlungsmittel – und machen damit blendende Geschäfte. Im Rhein-Neckar-Kreis versucht eine ganze Gemeinde, den Bürgern die letzten Pfennige aus der Tasche zu ziehen.

4. Das Handy als Portemonnaie – in Kenia bereits Realität
(ftalphaville.ft.com, Izabella Kaminska, englisch)
In Deutschland stecken mobile, bargeldlose Bezahlsysteme noch in den Kinderschuhen. Kenia, ein Land das ansonsten nicht eben als technologischer Vorreiter gilt, ist da schon viel weiter: Mittlerweile gibt es in dem Land mehr Mobiltelefone als Erwachsene und 80 Prozent der Nutzer verwenden ihr Handy als mobilen Geldbeutel. Mit dem System M-Pesa versenden und überweisen sie Geld so einfach wie eine SMS. Der Mobile-Payment-Boom leistet in dem ostafrikanischen Land damit einen signifikanten Beitrag zum Wirtschaftswachstum.

5. Wie sich die Zukunft am besten voraussagen lässt
(economix.blogs.nytimes.com, Casey B. Mulligan, englisch)
Wie fallen die anstehenden Quartalsergebnisse eines Unternehmens aus? Welche Partei gewinnt die nächste Wahl? Professionelle Analysten und Meinungsforscher konkurrieren mit der Weisheit der Massen um die beste Prognose künftiger Ereignisse. Ökonomen des amerikanischen Brookings-Instituts haben herausgefunden: Auf funktionierenden Vorhersagemärkten liefert die Vielzahl von Einzelmeinungen ein deutlich akkurateres Bild als die Einschätzung professioneller Beobachter.

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