- Linktipps

5 vor 10: Energiewende, Währungsunion, Bankenrettung, Rechtspolitik, Subventionen

1. Der Energiewende-Pfusch
(handelsblatt.com, Werner Marnette)
Die Energiewende ist gescheitert bevor sie überhaupt richtig losgegangen ist – das hat auch Bundeskanzlerin Merkel erkannt. Was “großspurig über eine hochrangige Ethikkommission der Öffentlichkeit verkauft wurde, entpuppt sich jetzt als Pfusch und Stümperei”, schreibt der ehemalige Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Werner Marnette und schildert, welch gravierende Folgen die Fehler in der Energiewende für die deutsche Wirtschaft haben könnten.

2. Wo Sarrazin recht hat, hat er recht
(blog.zeit.de, Mark Schieritz)
“Europa funktioniert nicht als Währungsunion. Deshalb sollte Deutschland aus dem Maastrichter Vertrag die Konsequenzen ziehen. Entweder wir schaffen den Euro wieder ab, oder wir leisten Finanztransfers nur noch in einem europäischen Bundesstaat”, schreibt Thilo Sarrazin auf faz.net und erntet dafür viel Kritik. Dabei liege er keineswegs in allen Punkten falsch, findet Mark Schieritz im “Herdentrieb”.

3. Der Steuerzahler zuletzt
(handelsblatt.com, Herbert Walter)
Bislang verteilen sich die Lasten der Bankenrettung auf zwei Paar Schultern: Zum einen werden die Lasten von den Aktionären der Banken geschultert, zum anderen muss der Steuerzahler ran. Verschont bleiben die Gläubiger der Kreditinstitute. Doch das soll sich jetzt ändern und so sollen in Zukunft Inhaber von Bankverbindlichkeiten zur Kasse gebeten werden. Dieser Schritt wird allerdings nicht ohne Folgen bleiben.

4. Herrschaft des Rechts
(forum-ordnungspolitik.de, Michael von Prollius)
Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhoff mahnt in der FAZ, die “Herrschaft des Rechts” zu achten und diese wieder herzustellen. Nach Kirchhoffs Ansicht steckt die EU in der Krise, weil das Recht missachtet wurde. Und auch jetzt sei der Zustand kritisch, denn das Recht sei instabil. Der Blog “Forum Ordnungspolitik” hat Kirchhoffs Argumentation zusammengefasst und analysiert.

5. Sommerloch und Subventionitis
(liberalesinstitut.wordpress.com, Peter Altmiks)
Der Urlaub in südeuropäische Länder sollte subventioniert werden, denn das helfe sowohl dem betreffenden Land, als auch den Urlaubern. Solch eine Forderung stellte unlängst der FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis. Völliger Quatsch, findet der Autor des Blogs “Denken für die Freiheit”. Schließlich sei es nicht die Aufgabe der Politik, Urlaube zu fördern. Ist das Ganze vielleicht bloß eine Sommerloch-Geschichte?

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

Autor

INSM Redaktion

Alle Beiträge von