1. Ökonomenstreit: Was denken ausländische Volkswirte über die Debatte?
(ftd.de, Martin Kaelble und Mathias Ohanian)
Zu simpel, unklar und ideologisch sei der Aufruf der deutschen Ökonomen um Hans-Werner Sinn gegen eine Bankenunion, sagt Harvard-Ökonom Alberto Alesina. Die ausländischen Ökonomen, die sich in der FTD zum Ökonomenstreit äußern, lassen kein gutes Haar an der Erklärung. Vielen der Unterzeichner von Sinns Dokument, das übrigens in einer stark redigierten Fassung in der FAZ erschien, scheint die Debatte gar zu heiß zu werden: Manche entfernten ihre Unterschrift, andere unterzeichneten auch noch den vom Berliner Ökonomen Frank Heinemann initiierten Aufruf.
2. Mehr junge Tablet-Nutzer bereit, für Inhalte im Netz zu zahlen
(paidcontent.org, Robert Andrews, englisch)
21 Prozent der Tablet-Nutzer haben einer Studie des Reuters Institute zufolge schon mal für redaktionelle Inhalte im Netz bezahlt. Viel klingt das nicht, doch diese Zahlen sorgen bei den Medien trotzdem für Beruhigung. Weiter aufgeschlüsselt ergeben die Ergebnisse der Studie, dass 13 Prozent der Nutzer zwischen 16- und 24 Jahren bereit sind, für Inhalte im Internet zu bezahlen. Von den über 55-Jährigen sind es nur 3 Prozent. Rettet die junge Generation das Zeitungsbusiness?
3. Volkswirte auf Verbrecherjagd
(handelsblatt.com, Malte Buhse)
Ökonomen können in Börsendaten illegalen Waffenhandel entdecken oder aus Zollerklärungen den Schmuggel von archäologischen Funden herauslesen. Bei der sogenannten forensischen Ökonomie helfen Statistik und ein guter Blick für lange Zahlenreihen, schreibt Malte Buhse. Doch auch wenn sie dem Anlagebetrüger Bernard Madoff nicht auf die Schliche kamen – so manch Detektiv kann von diesen Wirtschaftswissenschaftlern sicher noch etwas lernen.
4. Urlaub von den E-Mails
(businessinsider.com, Vivian Giang)
Jeden Tag empfängt und sendet der durchschnittliche E-Mail-Nutzer 105 Nachrichten. Das erzeuge eine Menge Stress und schränke die Konzentration ein, ergab diese Studie. Der Businessinsider rät daher zu einen Urlaub vom E-Mail-Postfach, schließlich kämen die Mails auch an, wenn man nicht – wie der durchschnittliche E-Mail-Nutzer – 37 Mal pro Stunde danach schaue. Probanden, die fünf Tage nicht ihre Mails checken konnten, hatten dann auch endlich wieder eine normale Herzschlagfrequenz.
5. Fonds konnten Facebook nicht widerstehen
(wallstreetjournal.de, Joe Light)
Der Facebook-Börsengang war perfekt inszeniert – Grund genug, dass Fonds namhafter Banken ihr Geld in die verlustreiche Facebookaktie steckten. Dabei seien einige der Fonds noch nicht einmal auf Technologieunternehmen spezialisiert: Viele seien sonst vorwiegend auf Aktien mit hoher Dividende aus oder kauften stark unterbewertete Aktien. Von beidem sei Facebook meilenweit entfernt, schreibt Joe Light. Ist so viel Pessimismus gerechtfertigt? Schließlich hat der Kurs der Aktie nach dem rasanten Fall zuletzt sogar um 30 Prozent zugelegt.
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