1. Reformen für Italien
(fazitblog.de, Patrick Bernau)
Ohne strenge Bedingungen solle es kein Geld für Italien geben – so die Position des Faz.net-Chefs Patrick Bernau. In seinem Beitrag erklärt er, wieso die hohen Zinsen der italienischen Staatsanleihen für das Land noch tragbar seien. Damit das beschlossene Wachstumspaket etwas bringe, müsse Italien dringend Reformen umsetzen. Ansonsten verschwinde das Geld in der Versenkung und die nächste Rezession stände vor der Tür. Doch solche Reformen blieben gerade bei den Versorgungsunternehmen aus.
2. Kinder – ein teures Investment
(economix.blogs.nytimes.com, Nancy Folbre)
235.000 Dollar, so schreibt Nancy Folbre im economix Blog der New York Times, wird ein in 2011 in den USA geborenes Kind seine Eltern vermutlich bis zu seinem 17. Lebensjahr kosten. Der Schlafplatz, die medizinische Versorgung, die Kleidung oder die Spielsachen seien hier mit eingerechnet. Neben diesen direkten Kosten seien gerade die versteckten Kosten bis zu doppelt so hoch, schreibt Folbre. Gerade die Gehaltseinbußen der Mütter seien verheerend, führe es doch alleinerziehende oder verwitwete Frauen im Alter oftmals in den finanziellen Ruin. Mehr öffentliche Anerkennung – auch durch Steuernachlässe – könnten helfen. Schließlich seien alle, ob nun Eltern oder nicht, auf die nächste Generation von Steuerzahlern angewiesen.
3. Freund, Feind, Rivale, Investor
(economist.com, englisch)
Es sind die beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Welt, ihre Einwohner stellen fast 40 Prozent der Weltbevölkerung: China und Indien sind Konkurrenten auf dem Weltmarkt. Doch je mehr sich China von der billigen Produktion mit einfachsten Technologien verabschiedet, desto mehr könnten die beiden Staaten dem Magazin “The Economist” zufolge zu engen Verbündeten werden. Schon heute würden die Inder vor allem Rohmaterialen wie Baumwolle oder Rohstoffe nach China exportieren. Wird China sogar in Indien sein Geld anlegen?
4. Will Hans-Werner Sinn den Euro zerstören?
(blog.handelsblatt.com, Olaf Storbeck)
Nach einem Interview mit dem Handelsblatt erntet Hans-Werner Sinn, Chef des ifo-Instituts, Kritik: Sinn wolle den Euro zerstören und solle besser in den Urlaub fahren und schweigen, schreibt der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) Gustav Horn auf seiner Facebook-Seite. Auch der Wirtschaftshistoriker Albrecht Ritschl, der an der London School of Economics lehrt, lieferte sich einen Schlagabtausch mit Sinn. Wer sagt, dass in den Prophezeiungen Sinns nicht auch Wahrheit steckt?
5. Legitimation der Exekutive
(sueddeutsche.de, Stefan Kornelius)
Die Probleme Europas seien komplex, immer mehr Entscheidungen würden von immer weniger Leuten in kürzerer Zeit getroffen: “Die Balance von Exekutive und Legislative in den Nationalstaaten stimmt nicht mehr, ein funktionierendes Pendant auf europäischer Ebene gibt es nicht, es tut sich ein demokratisches Vakuum auf”, kommentiert Stefan Kornelius. Die Entscheidungen der Regierungen müssten transparenter werden. Doch die deutschen Apokalyptiker sähen nur “das Staatssilber in südeuropäischer Hand”.
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