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5 vor 10: Demokratie, Staatsanleihen, Elektroautos, Verständlichkeit, Millionäre

1. Erst die Demokratie, dann der Euro
(handelsblatt.com, Rüdiger Scheidges)
Die Stärkung des Parlaments durch das Bundesverfassungsgericht ist ein Fingerzeig in die Zukunft: Das Urteil vom Dienstag war aus Sicht von Rüdiger Scheidges eine deftige Watsche für die geheimniskrämerische Bundesregierung und wird noch lange nachwirken. Wenn es um die Ratifizierung des ESM-Vertrags oder die Verlagerung weiterer Souveränitätsrechte nach Brüssel gehe, werden die Karlsruher Richter ein wachsames Auge haben, um zu verhindern, dass die Demokratie zum ersten Opfer der Euro-Rettung wird, erwartet Scheidges.

2. Wie wäre es mit einer Spekulation gegen Deutschland?
(faz-community.faz.net, Gerald Braunberger)
Der deutsche Fiskus bekommt das Geld der Anleger derzeit quasi geschenkt. Für zweijährige Bundesschatzanleihen wurden gestern Renditen von lediglich 0,1 Prozent fällig. Doch bedeutende Hedgefonds-Manager rechnen damit, dass die Zeit der niedrigen Zinsen bald enden wird. Auf dem Markt für Kreditausfallversicherungen spekulieren sie gegen Deutschland. Sie glauben, dass sich der Bund mit den Euro-Rettungspaketen finanziell zu übernehmen droht.

3. Mehr Ehrlichkeit bei Elektroautos
(ftd.de)
Der Ausbau der Elektromobilität gerät ins Stocken. Seit 2008 wurden hierzulande gerade einmal 4.000 Elektroautos angemeldet. Die Bundesregierung hält dennoch an ihrem Ziel fest: Bis 2020 soll eine Million Elektro-, Hybrid-, und Brennstoffzellenautos über die deutschen Straßen rollen. Ein illusorisches Vorhaben, findet die FTD. E-Autos hätten immer noch ein verheerendes Preis-Leistungs-Verhältnis und seien bei weitem noch nicht reif für den Massenmarkt. Anstatt nach neuen Subventionen zu rufen, müsse die Industrie selbst Lösungen für diese Probleme der Elektromobilität finden.

4. Telekom-Chef spricht am verständlichsten
(business-wissen.de)
Wenn die Vorstandsvorsitzenden von Dax-Unternehmen das Wort ergreifen, sind sie nicht immer leicht zu verstehen: In ihren Reden verwenden sie Begriffe wie „Venture-Capital-Tochtergesellschaft“, „Options- oder Wandelschuldverschreibungen“ oder „Multi-Channel-Strategie“. Was sie damit meinen, ist für Laien meist nur schwer nachvollziehbar. Frank Brettschneider, Leiter des Fachgebiets Kommunikationstheorie an der Universität Hohenheim, hat die öffentlichen Auftritte der CEOs verglichen. Sein Fazit: „Die Verständlichkeit vieler Spitzen-Manager lässt sehr zu wünschen übrig.”

5. Die Millionäre dieser Welt werden wieder ärmer
(wallstreetjournal.de)
Auch an den reichsten Menschen geht die Krise nicht spurlos vorüber: Zwar ist die Zahl der Wohlhabenden, die über ein Anlagevermögen von über einer Million Euro verfügen, im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent gestiegen – doch insgesamt haben ihre Investments um rund 720 Milliarden Euro an Wert verloren. Echte Geldsorgen haben die Superreichen dennoch nicht: Ihnen bleiben immerhin noch 42 Billionen Euro auf dem Konto.

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