1. Bei Euro-Kollaps droht neues 1933
(ftd.de, Niall Ferguson, Nouriel Poubini)
In der aktuellen Krise ist vor allem die Angst vor einer Inflation groß. Dabei ist der drohende Zusammenbruch Europas viel furchteinflößender. Die Ökonomen Niall Ferguson und Nouriel Roubini mahnen, sich nicht vor einer Hyperinflation wie 1923 zu fürchten, sondern viel mehr vor einem Ende der Demokratie wie im Jahr 1933: Gerade Deutschland solle aus seiner Geschichte lernen und sich nicht länger gegen eine gemeinschaftliche Finanzhaftung in einer Bankenunion sperren.
2. Die große Wählerverdummung
(blog.handelsblatt.com, Dietmar Neuerer)
Der Schlagabtausch, den sich Regierung und Opposition zum EU-Fiskalpakt liefern, nimmt nach Ansicht von Dietmar Neuerer “abstruse Züge” an: “Wenn man nicht wüsste, dass es um die Rettung des Euro ginge, würde man vermutlich laut loslachen.” Das schlimme daran sei, dass niemand mehr so richtig erkenne, worum es den Akteuren eigentlich geht.
3. Niedriglohn für Bankräuber
(sueddeutsche.de, Christian Weber)
Pleite und kein lukrativer Job in Aussicht? Ein Banküberfall müsste sich doch eigentlich lohnen: Pistole hinhalten, Millionen Euro einstecken und dann ab in den Süden. Doch der Eindruck täuscht. Britische Ökonomen haben herausgefunden, dass sich Banküberfälle in der Regel gar nicht lohnen - die Einkommenslage gewöhnlicher Bankräuber ist erstaunlich prekär. Meist bleibt für den einzelnen Räuber kaum etwas übrig und noch dazu steigt mit jedem Mal die Wahrscheinlichkeit von der Polizei eingesackt zu werden.
4. Betreuungspolitik auf Sandkastenniveau
(presseurop.eu, Nicolas Oxen)
“Sie sind klein, laut und anstrengend, doch fast jeder will sie haben, solange sie nicht das Einkommen schmälern oder von der Arbeit abhalten: Kinder”, schreibt der Autor des Blogs auf presseurop.eu und ärgert sich über die neuesten Vorschläge zur Betreuungsfrage von Kristina Schröder und Ursula von der Leyen. Fertiliät werde in Deutschland “lediglich fiskalisch betrachtet” und “Familienpolitik mit Prämien gemacht, die wie Mutterkreuze verteilt” würden.
5. US-Banken haben andere Schuldenprobleme
(wallstreetjorunal.de, David Reilly)
Während etliche europäische Banken um ihre Refinanzierung ringen und die Finanzmärkte für sie verschlossen sind, haben US-Banken ganz andere Probleme. Sie konnten Schulden abbauen und so ist es für sie einfacher, langfristige Schulden zu machen, um sich so zu refinanzieren. Doch das Risiko liegt dieses Mal beim Steuerzahler. Denn Ausfälle sollen künftig Aktionäre und Anleihebesitzer tragen, wenn eine Bank zusammenbricht.
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