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5 vor 10: Schufa, Polen, Europameisterschaft, Korruption, Singapur

1. Was soll die Aufregung um die Schufa?
(ftd.de, Annika Graf)
Die Schufa will künftig auch bei Facebook Daten über Verbraucher sammeln, um damit ihre Analysen zur Kreditwürdigkeit zu verbessern. Seit die Pläne bekannt wurden, ist im Netz ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen. Auch Verbraucherministerin Ilse Aigner kritisierte das Vorhaben scharf. Annika Graf zeigt sich in der FTD allerdings wenig überrascht. Dass die Schufa sämtliche öffentliche Daten für ihre Analysen nutze, sei eine Selbstverständlichkeit.

2. Polen wird unterschätzt
(handelsblatt.com, Christine Bortenlänger)
Mit dem Spiel Polen gegen Griechenland startet heute Abend in Warschau die Fußball-Europameisterschaft. Das Turnier wirft ein Schlaglicht auf die beiden osteuropäischen Gastgeberländer. Doch während vielfach über die politischen und wirtschaftlichen Probleme in der Ukraine geschrieben wurde, kamen die positiven Entwicklungen in Polen oftmals zu kurz. Die Wirtschaft des Landes wuchs in den vergangenen zwei Jahrzehnten um durchschnittlich vier Prozent – und ist heute der sechstgrößte Investitionsstandort der Welt.

3. Keiner kommt an Spanien vorbei – außer der Zufall
(diw.de, Jürgen Gerhards, Michael Mutz und Gert G. Wagner, PDF)
Vorhersagen gehören zum Standardrepertoire von Ökonomen – etwa wenn es um Prognosen des Bruttoinlandsprodukts oder von Aktienkursen geht. Aber treffen Wirtschaftswissenschaftler auch zielsichere sportliche Vorhersagen? DIW-Forscher wagen den Versuch: Sie haben herausgefunden, dass die Teams mit dem höchsten Marktwert große Turniere am wahrscheinlichsten gewinnen und folgern, dass Geld eben doch Tore schießt.

4. Europas Problem mit der Korruption
(blogs.ft.com, Tony Barber, englisch)
Die Krisenstaaten der Euro-Zone – Griechenland, Italien, Portugal und Spanien – haben nicht nur Probleme mit hoher Verschuldung und einem maroden Bankensektor. Sie sind unter allen Ländern des Währungsraums auch am stärksten von Korruption betroffen, zeigt eine Studie von Transparency International. Das ist kein Zufall: Zwischen ungeordneten Staatsfinanzen und korrupten politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen besteht laut Transparency ein enger Zusammenhang.

5. In Singapur kostet eine Autozulassung 53.000 Euro
(bloomberg.com, Wes Goodman, englisch)
Singapur gilt eigentlich als eine Steuerparadies. Mit einer äußerst niedrigen Einkommensteuer lockt der südostasiatische Stadtstaat wohlhabende Ausländer an. Doch beim Autokauf lässt die Regierung ihre Bürger tief in die Tasche greifen: Um die Verkehrsbelastung zu minimieren, versteigert sie regelmäßig nur eine geringe Zahl an Autozulassungen. Dafür werden horrende Preise fällig - die Zulassung eines VW Passat kostete zuletzt rund 53.000 Euro.

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INSM Redaktion

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