1. Mehr Schulden bedeuten weniger Vertrauen
(handelsblatt.com, Steffen Kampeter)
Soll Deutschland seine Staatsausgeben erhöhen, um Wachstumseffekte anzufachen? Das fordert beispielsweise der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman. Steffen Kampeter, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, wehrt sich vehement: Die Schuldenkrise könne nicht mit Schulden gelöst werden, nachhaltiges Wirtschaftswachstum entstünde nur, wenn die Staatsfinanzen solide sind, schreibt er in einem Gastkommentar im Handelsblatt.
2. Soll Griechenland nur halb aus dem Euro raus?
(wirtschaftswurm.net, Arne Kuster)
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, hat diese Woche mit einem neuen Vorschlag zur Lösung der griechischen Finanzkrise für Furore gesorgt. Anstatt aus der Eurozone auszutreten, könnte das Land eine Parallelwährung einführen, den sogenannten “Geuro”. Arne Kuster hat den Vorschlag analysiert und ist nicht überzeugt. Er kommt zu der Auffassung: Die Idee diene hauptsächlich dazu, Verluste bei den Banken zu vermeiden.
3.Deutsche reich wie nie
(faz.net)
Noch nie hatten die Deutschen so viel Geld auf ihren Konten wie im vergangenen Jahr. Das private Geldvermögen stieg laut Bundesbank binnen eines Jahres um 149 Milliarden auf insgesamt 4,7 Billionen Euro. Zum Vergleich: Die gesamte deutsche Staatsschuld beträgt weniger als die Hälfte.
4. Gema erhöht Speicher-Abgabe um 1850 Prozent
(welt.de)
Die Gema will ihre Einnahmen mit USB-Sticks und Speicherkarten um bis zu das 200-fache erhöhen. Bisher kassierte die Musik-Verwerwertungsgesellschaft zehn Cent pro Stick und Karte. Ab 1. Juli sollen es je nach Speichergröße bis zu 1,95 Euro sein. Der technische Fortschritt sei der Grund für den höheren Tarif – den die Gema übrigens einseitig festgelegt hat. Eine Überprüfung durch die Behörden steht noch aus.
5. Männliche Chefs werden bei Fehlern schärfer verurteilt als Frauen
(wiwo.de, Daniel Rettig)
Normalerweise tadeln Vorgesetzte ihre Mitarbeiter, wenn sie Fehler machen. Doch auch Angestellte fällen schnell ein Urteil über ihre Chefs, wenn im Unternehmen etwas schief geht. Dabei sind sie mit männlichen Chefs deutlich strenger als mit Frauen in Führungspositionen. Das fanden Forscher der Pennsylvania State Universität in einer Studie heraus. Ihr Erklärungsversuch: Die Erwartungen an Männer sind höher, wenn sie versagen ist die Enttäuschung dementsprechend größer.
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