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Kann Sprache die Wirtschaft verändern?

Verhaltensökonomik (behavioral economics) ist ein ökonomisches Gebiet, das sich mit menschlichem Verhalten in ökonomischen Situationen auseinandersetzt. Ein Beispiel ist die Sprache. Der Verhaltensökonom Keith Chen von der Yale School of Management hat eine Rede bei TED zu der Rolle der Sprache in der Finanzkrise gehalten. Er behauptet, dass Sprachen, die weniger zwischen Gegenwart und Vergangenheit unterscheiden, das Verhalten der Menschen ökonomisch beeinflusst. Er stellt fest, dass die Länder mit den größten Schuldenproblemen heute fast ausschließlich Ländern sind mit Sprachen mit hoher Betonung auf Gegenwart- und Vergangenheitsunterscheidung. Interessant oder unwichtig? Vielleicht beides. Interessant ist es auf alle Fälle darüber nachzudenken, wie unbewusst wir uns von der Sprache beeinflussen lassen.

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Autor

Olle Nyström

ist Schwede, lebt seit drei Jahren in Berlin und studiert an der Humboldt Universität Volkswirtschaft.

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