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5 vor 10: NRW-Wahl, Unternehmensgründungen, Organisierte Kriminalität, Griechenland, Bankenregulierung

1. Wahlen in NRW: Für Merkel wird’s härter
(ftd.de, Leitartikel)
Strahlender Wahlsieg für Rot-Grün, desaströse Niederlage für Norbert Röttgen und seine CDU: Die NRW-Wahl könnte zum Problem für Kanzlerin Angela Merkel werden, heißt es im Leitartikel der Financial Times Deutschland. Nach neun von elf Wahlen bei denen Merkels Partei nicht den Regierungschef stellen konnte, käme diese Wahl der Demütigung des FC Bayern im Pokalfinale gleich. Doch wird die CDU deutschlandweit so leicht zu schlagen sein, wie im bevölkerungsstärksten Bundesland?

2. Gründerfeindliches Deutschland
(Wirtschaftswoche Chefsache, Roland Tichy)
Nachdem Facebook viel Geld an der Börse machen wird, fragt sich Wiwo-Chefredakteur Roland Tichy, ob ein solches Unternehmen auch in Deutschland groß hätte werden können. Nein, ist seine Antwort, die Deutschen gäben den heimischen Unternehmen zu wenig Geld. So seien 54 Prozent der Aktien, die die Dax-Konzerne ausgeben, in ausländischem Besitz. “Wir arbeiten, die anderen finanzieren und kassieren”, ist Tichys Fazit. Es brauche mehr Mut – dann könnten auch die Deutschen neue Welten entdecken.

3. Die sauren Wurzeln der sizilianischen Mafia
(voxeu.org, Arcangelo Dimico, Alessia Isopi und Ola Olsson, englisch)
Die italienische Mafia wäre eine der erfolgreichsten Unternehmungen in Italien – 180 Milliarden Euro Umsatz sagt man der Mafia-Schattenwirtschaft nach. Angesichts solchen Einflusses stellen sich die Autoren die Frage, wie organisierte Kriminalität entstehen kann und wieso sie sich in den verschiedenen Regionen Italiens stark voneinander unterscheidet. Und was haben eigentlich Orangen, Zitronen und hohe Fixkosten damit zu tun?

4. Exit-Strategien für Griechenland
(faz.net, Stefan Ruhkamp)
Muss Griechenland raus auf der Eurozone? Das fragen sich einige – der Spiegel mit seinem Titel “Akropolis adieu!”, Angela Merkel und Francois Hollande bei ihrem Treffen in Berlin und heute sind die EU-Finanzminister an der Reihe. FAZ-Redakteur Stefan Ruhkamp hat mögliche Szenarien für einen Austritt aufgeschrieben. Sollten keine weiteren Finanzspritzen bewilligt werden, droht die Zahlungsunfähigkeit der griechischen Banken. Ein Totalausfall würde teuer – auch für Deutschland.

5. Image von JP Morgan zerstört: Droht mehr Regulierung?
(Handelsblatt)
Die Banker von JP Morgan Chase verbrannten an einem Tag zwei Milliarden Dollar. Das hätte die Bank wohl aus der Portokasse zahlen können – hätte sie nicht ihr Image geschädigt. Das Handelsblatt erklärt, wieso die Bank mit ihren Wetten genau das verursachen könnte, was die Finanzbranche zutiefst ablehnt: Mehr Regulierung. Als der Verlust bekannt wurde, krachte der Aktienkurs zusammen, die Ratingagentur Fitch stufte die Bank herab und diese Woche sollen die ersten Köpfe rollen - Ende milliardenschwerer Wettgewinne?

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  • Alexander Schwarzkopf

    Grexit:
    “Sicher ist nur, dass die Verwerfungen für die griechische und die gesamte Weltwirtschaft enorm wären.” So ein Quatsch, der hier geschrieben wird. Die Weltwirtschaft nimmt davon mit einem Gefühl der Befreiung Kenntnis. Endlich hätte Europa wieder ein Zeichen der Handlungsfähigkeit gesetzt!

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