2 Linktipps

5 vor 10: Geldpolitik, Facebook-Börsengang, Konjunkturentwicklung, Klimawandel, Mobile Payment

1. One size doesn’t fit all
(Wirtschaftswunder, Fabian Fritzsche)
Eine Lösung für alle Länder in der EU? Keine Lösung für FTD-Autor Fritzsche: Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank schere alle Volkswirtschaften über einen Kamm. Ganz so, als würden niedrigere Staatsschulen und mehr Wettbewerbsfähigkeit jedes Problem lösen. Die Peripherieländer müssten durch die Rezession, doch selbst ihre Probleme seien nicht zu vergleichen.

2. Weniger Gewinn für Facebook
(Faz Netzwirtschaft, Roland Lindner)
Facebook überraschte im letzten Jahr mit sattem Gewinn, doch jetzt – kurz vor dem Börsengang – gibt es sein Geld mit vollen Händen aus. Für Patente von Microsoft, den Fotodienst Instagram und mehr Geld für Forschung und Marketing. Das neue Börsenprospekt des Social-Media-Unternehmens sei eine “sehr durchwachsene Empfehlung für die Premiere an der Wall Street”, schreibt Faz-Autor Lindner.

3. Warten auf den Double-Dip
(Wall Street Journal, Ilona Billington, englisch)
Höhere Produktionskosten und weniger Vertrauen in die Wirtschaft: Billington analysiert, wieso die Euro-Zone zurück in die Rezession rutschen könnte. Einen solchen Double-Dip – die Konjunktur erholt sich in der Rezession kurz, rutscht dann aber wieder ab – prophezeit sie für das dritte Quartal des Jahres. Dann könnte die EZB erneut die Zinsen senken.

4. Gefühlte Temperaturen
(freiewelt.net, Manfred Messmer)
Heute brauchen Sie voraussichtlich keinen Regenschirm, die Temperaturen liegen über 30 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist hoch: Unter solchen Bedingungen haben Sie wahrscheinlich eine kritischere Einstellung zum Klimawandel. Das fand jetzt ein US-Forscherteam der Columbia University heraus. Ob es den Klimawandel gibt oder nicht, ist demnach nicht nur eine Frage der politischen Einstellung, sondern auch einfach eine Frage des Wetters.

5. Mit dem Handy bezahlen
(Blick Log, Dirk Elsner)
Die deutschen Banken könnten den Einstieg in einen vielversprechenden Zukunftsmarkt verpassen, schreibt Dirk Elsner in seiner Serie über das Mobile Payment. Die neuen Möglichkeiten im Netz forderten kreativere Lösungen. IT- und Telekomkonzerne könnten Mastercard und Co. das Geschäft madig machen.

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  • Pingback: Sigrun lindner | Lentablog

  • Martin Hark

    Facebook war / ist eine Besonderheit der Unternehmensbewertung.
    Aufgrund des immensen Wachstums und der Innovationskraft sind „alte“ Methoden
    der Unternehmensbewertung nicht anwendbar. Sicherlich muss man die Bewertung
    auch realistisch betrachten. Ein ewig progressives Wachstum gibt es nicht! Das Ziel
    eines IPOs, möglichst viel Geld einzunehmen, wurde eindrucksvoll erreicht. Nach
    und nach spiegelt der Aktienkurs jetzt den wirklichen Unternehmenswert /-preis
    wider!

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