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5 vor 10: EZB-Pensionen, Immobilienblase, Glücksforschung, Exportstärke, Steuerabkommen

1. EZB-Beamte zweifeln an Stabilität des Euro
(Faz.net, Christian Siedenbiedel)
Auch wenn Draghi und Co. Inflationsbefürchtungen in der Öffentlichkeit abtun - ganz so stabil scheint der Euro nicht zu sein, wenn nun ausgerechnet EZB-Beamte eine inflationsgeschützte Pension fordern. Die Personalvertretung argumentiert, dass ein inflationsindexierter Pensionsfonds für die Zentralbank kein Problem sein dürfte: Sie könne die Geldwertstabilität ja selbst beeinflussen.

2. Die verflixte Immobilienblase
(voxeu.org, Cinzia Alcidi und Daniel Gros, englisch)
Europa hat ein neues Sorgenkind: Vergangene Woche liehen sich spanische Banken 316 Milliarden Euro bei der Europäischen Zentralbank. Das heißt, sie bekommen am Markt kaum noch Geld. Die beiden Ökonomen Cinzia Alcidi und Daniel Gros erklären, warum nicht hohe Verschuldung sondern ihre Immobilienblase das Hauptproblem der Spanier sei. Einzige Rettung: niedrigere Löhne und mehr Exporte.

3. Die schwierige Frage nach dem Glück
(Tim Harford, englisch)
Wir wissen ja, dass das mit dem Glücklichsein nicht ganz so einfach ist – die Forschung hat es deshalb auch nicht immer leicht damit. Tim Harford berichtet über ein Papier, das nun die ganze Glücksforschung in Frage stellt. So kam in verschiedenen Tests heraus, dass Frauen glücklicher seien als Männer oder Engländer glücklicher als Franzosen – alles Quatsch. Entscheidend ist augenscheinlich nur, wie die Fragen im Test gestellt sind.

4. Von wegen zu viel Export
(Wirtschaftliche Freiheit, Michael Grömling)
Die Deutschen sparen zu viel, konsumieren zu wenig und verkaufen zu viel ins Ausland – so die Stimmen der Kritiker. Michael Grömling erläutert auf Wirtschaftliche Freiheit, dass unsere Handelsbilanz so schief nicht sein kann, wenn vor allem inländische Investitionen und der Binnenkonsum das Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren angetrieben haben.

5. Steuerabkommen mit der Schweiz: Besser als nix
(Handelsblatt, Donata Riedel)
“Besser 25 Prozent von x als 42 Prozent von nix”, argumentiert Donata Riedel für das Steuerabkommen mit der Schweiz. Eine solche Vereinbarung sei für Steuerhinterzieher mit Schwarzgeldkonten zwar ein billiger Weg in die Legalität, doch deshalb auf die Abgeltungssteuer zu verzichten sei unfair gegenüber den regulären Steuerzahlern.

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