- Linktipps

5 vor 10: Piraten, FDP, Zentralbanken, Entwicklungspolitik, Kunstinvestment

1. Die Freiheit, die sie riefen
(Handelsblatt, Torsten Riecke)
Kaum ein Artikel über die deutsche Parteienlandschaft kommt inzwischen ohne die Worte “kapern” oder “entern” aus: Die Piratenpartei will mehr Transparenz und mehr Freiheit. Torsten Riecke schreibt im Handelsblatt darüber, dass die Partei an ihren eigenen Forderungen scheitern könnte, weil sie “Freibeutertum auf Kosten anderer” betriebe und den Forderungen der Bürger nach mehr Taten und Lösungen mit ihrem dünnen Parteiprogramm auf Dauer nicht gerecht werden könne.

2. Treulose Partnerschaften
(ftd.de, Ann-Katrin Müller)
An der FDP wird kein gutes Haar gelassen – nicht mal vom Koalitionspartner CDU. Doch: “Der FDP permanent in die Parade zu fahren, könnte sich als schädlich für die Union erweisen”, heißt es in Ann-Katrin Müllers Kommentar auf ftd.de. Auch wenn die FDP sich mit Rösler an der Spitze, falschen Steuersenkungsversprechen und ihrer Klientelpolitik für Hoteliers ihr eigenes Grab geschaufelt habe, so könnte auch Merkels Linie zu deren Untergang beitragen.

3. Wenn Ben Bernanke spricht
(Blick Log)
Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank, erklärt Studenten der George Washington University School of Business die Rolle der amerikanischen Zentralbank in der Finanzkrise. Dabei beginnt er mit den Grundlagen: Es geht um die Entstehung der Zentralbanken, ihre Aufgaben und ihre Steuerungsinstrumente. Er betont, wie wichtig es sei, die Märkte zu beruhigen. Blick Log empfiehlt die vierteilige Vorlesungsreihe des Mannes, der verantwortlich ist für die Null-Zins-Politik in den USA und die Milliarden Dollar, die dort in den Markt gepumpt wurden.

4. Das Wohlwollen der politischen Eliten kaufen
(VoxEU.org, Dierk Herzer und Peter Nunnenkamp)
Vergrößert Entwicklungshilfe die Kluft zwischen Arm und Reich? Dieser Frage gehen die Autoren Dierk Herzer und Peter Nunnenkamp nach: Nicht nur Korruption und Rentenökonomie - wie oft angenommen - sorgten dafür, dass das Geld nicht da ankomme, wo es hingehöre, auch die Interessen der Geberländer gäben Ausschlag. Mit dem Geld kaufe man sich das Wohlwollen der politischen Eliten in den Entwicklungsländern -und befördere den Anstieg der Ungleichheit.

5. Vielversprechende Geldanlage: Kunst mit Farbtupfen
(marginalrevolution.com)
Wohin nur mit dem ganzen Geld? Immobilien? Blase! Gold? Blase! Besser wäre es in Kunst zu investieren, erklärt Felix Salmon in seinem Video. Großes Wertsteigerungspotential böte Kunst mit möglichst vielen Farbtupfen, ja sie habe sogar Potential zur “Preiseskalation”. Gemälde mit Streifen hingegen solle man besser schnell loswerden.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem INSM-Blog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keine INSM-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder abonnieren Sie unseren RSS-Feed.

Autor

INSM Redaktion

Alle Beiträge von